Die Geschichte des neuen WWE-Titels: Ein Wendepunkt nach WrestleMania 41

Die WWE hat nach WrestleMania 41 eine bedeutende Entscheidung getroffen, die die Landschaft der World Titles in der Company langfristig verändert. Der WWE Universal Championship, einst eingeführt, um als zweiter World Title für das Main Roster zu dienen, wurde offiziell eingestellt.

Im finalen Match der diesjährigen WrestleMania überwand John Cena den damaligen Undisputed WWE Champion Cody Rhodes und krönte sich zum 17-fachen World Champion. Diese Entwicklung bedeutete gleichzeitig das endgültige Aus für den WWE Universal Championship Titel, der 2016 eingeführt wurde, um dem Raw Roster nach dem Brand Split einen eigenen World Title zu geben.

WrestleMania 41 hat nicht nur Geschichte geschrieben, indem John Cena seinen 17. World Title gewinnen konnte und damit offiziell zum erfolgreichsten World Champion in der Geschichte der WWE wurde. Auch abseits des Rings war die diesjährige Großveranstaltung ein voller Erfolg und das in bislang nie dagewesenem Ausmaß.

Die Ereignisse vor der Titeländerung

Es ist keine zweieinhalb Jahre her, dass der neue Megastar von WWE Cody Rhodes noch auf offener Bühne über seinen aktuellen Arbeitgeber gespottet hatte. Es ist viel passiert seitdem. Unglaublich viel.

Am 19. Januar 2022 übertrug WWE-Konkurrent AEW seine TV-Show Dynamite. Rhodes stand im Ring und hielt live im TV eine flammende Rede, in der er ein brisantes, kurz zuvor durchgesickertes Gerücht kommentiert: Er hätte seinen Vertrag auslaufen lassen bei der Liga, die er selbst mitgegründet hatte, heißt es - und könnte bald wieder bei WWE zu sehen sein.

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Cody Rhodes gewann vor über 70.000 jubelnden Fans in Philadelphia den Hauptkampf der WWE-Megashow WrestleMania 40, triumphierte über Roman Reigns und den an dessen Seite mitmischenden Dwayne „The Rock“ Johnson. Er ist der neue „Undisputed Universal Champion“ von WWE. Der neue Bannerträger des Entertainment-Riesen, der wieder die unumstrittene Nummer 1 der Branche ist und den größten Boom seit Jahrzehnten erlebt.

Cody Rhodes: Auf den Spuren eines legendären Vaters

Wie jeder Wrestling-Fan weiß, ist der 38 Jahre alte Cody (eigentlich: Cody Garrett Runnels) der jüngste Sohn des „American Dream“ Dusty Rhodes, einem der populärsten und charismatischsten Wrestler der Geschichte - und seit seinen WWE-Anfängen 2006/07 auf dessen Spuren unterwegs.

Viele stellen sich Cody Rhodes deshalb als privilegierten Adelsspross vor, tatsächlich ist das nur die halbe Wahrheit: Als Cody aufwuchs, war seine Familie in finanziellen Schwierigkeiten, Vater Dusty hatte Millionen Dollar mit einem gefloppten Ligaprojekt versenkt.

Seine Familie habe zwischenzeitlich die Stromrechnung nicht bezahlen können, berichtete Cody vor zwei Jahren: „Wir waren pleite.“ Vater Dusty versetzte Wertgegenstände wie eine goldene Rolex-Uhr, um Codys Schulbildung zu finanzieren (WWE hat sie inzwischen aufgespürt und Cody nach WrestleMania zurückgeschenkt). Dass WWE Dusty 2005 einen neuen Job als Talententwickler gab, half der Familie aus der Not.

Der damals 20 Jahre alte Cody unterschrieb ein Jahr später bei WWE, ein Ruf als Top-Talent eilte ihm schnell voraus, 2008 bekam er seine erste große Rolle als Teil der Gruppierung Legacy mit den anderen Second-Generation-Wrestlern Randy Orton und Ted DiBiase Jr.

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Rhodes bestritt im Windschatten des damals schon etablierten Orton Topstars wie Shawn Michaels und dem heutigen WWE-Lenker „Triple H“ Paul Levesque. Trotzdem schien der Weg nach oben damals eine Grenze für ihn zu haben: Rhodes war körperlich schmächtiger als der Durchschnitt, die größere Zukunft schien Partner DiBiase zu gehören - von WWE inzwischen längst vergessen (und wegen einer mutmaßlichen Beteiligung an einem Millionen-Betrug derzeit von lebenslanger Haft bedroht).

Rhodes verließ WWE 2015 im Zorn

Der junge Rhodes versuchte noch viele Jahre lang, sich für den ganz großen Durchbruch zu empfehlen, vollzog viele Look- und Charakterwandlungen („Dashing“ Cody Rhodes, Stardust), nichts jedoch brachte ihn über einen gewissen Punkt hinaus. Gegen Ende seines ersten Engagements versandete der jüngere Bruder von „Goldust“ Dustin Rhodes in der Undercard, hatte mittlerweile den Ruf eines ewigen Talents.

Böses Blut war die Folge, Rhodes verriet später, dass Levesque - treibende Kraft hinter späten WWE-Backstagekarriere des verstorbenen Dusty - auch persönlich enttäuscht von seinem damaligen Verhalten war. Und davon, dass Cody ihn als Bremsklotz seiner Karriere hingestellt hätte.

Cody wurde zum Gründervater des Rivalen AEW

Rhodes ging neue Wege, zu einem Zeitpunkt als WWE noch de facto das Monopol hatte. Er nahm Independent-Engagements in kleinen Hallen an (unter anderem auch für die deutsche wXw in der Turbinenhalle Oberhausen), bereiste oft die Wrestling-Hochburg Japan und wurde dort Teil der populären Kult-Gruppierung „The Bullet Club“.

Der „American Nightmare“, der damals begann, sich die Haare wie Legende Ric Flair platinblond zu färben, baute sich ein neues Image auf. Und er schloss Freundschaft mit den Bullet-Club-Kollegen Kenny Omega und Nick und Matt Jackson (The Young Bucks), die es damals ebenfalls schafften, sich abseits der WWE-Welt eine große Fanbasis aufzubauen.

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Die Viererbande wurde zur Keimzelle der neuen Liga AEW, die Rhodes und Co. 2018/19 gemeinsam mit Tony Khan gründeten: Der Milliardärssohn und Wrestling-Fan erkannte am Erfolg des Bullet Club, dass zwei Jahrzehnte nach dem Untergang von WCW wieder ein Markt für eine ambitionierte WWE-Alternative vorhanden war. Der weltgewandte Rhodes präsentierte sich im ersten AEW-Jahr mehr als jeder andere als das öffentliche Gesicht der Liga, deren „EVP“ (Executive Vice President) er auch war - und zeigte WWE dabei mehrmals den Stinkefinger, nicht nur im übertragenden Sinn.

Das Start-up hob ab und lockte mit der Zeit auch neue Stars an, allen voran den früheren WWE-Champion CM Punk, der den Marktführer 2014 im Streit verlassen und seine Karriere beendet hatte. Rhodes ließ mehrfach durchblicken, dass Punk sich damit aus seiner Sicht in ein gemachtes Nest gesetzt hätte, das er gebaut hatte.

Nach der spektakulären Dreifach-Verpflichtung von Punk, Bryan Danielson und Adam Cole 2021 erreichte die TV-Show Dynamite mehrfach sogar bessere Einschaltquoten in der zentralen Zielgruppe als das langjährige WWE-Flaggschiff RAW. Die Revolution, die Rhodes mitausgelöst hatte, hatte Erfolg. In gewisser Weise fraß sie dabei jedoch auch ihren Vater.

Rhodes und AEW entfremdeten sich - WWE schlug zu

Ein größerer Teil der AEW-Fans, die Rhodes anfangs als Held bejubelten, wandte sich mit der Zeit gegen ihn: Rhodes wurde in ähnlich giftiger Weise ausgebuht, wie es bei WWE früher auch John Cena und Roman Reigns widerfahren war.

Rhodes holte wieder der Verdacht ein, über die Maßen privilegiert zu sein, dass er sich mit seiner Macht hinter den Kulissen selbst im TV mehr „pushen“ würde, als er es verdient hätte. Der Verdacht tat Rhodes Unrecht: Tatsächlich hatte Khan Rhodes und die anderen Mitgründer früh entmachtet - er war zum Schluss gekommen, dass zu viele Köche den Brei verderben würden.

Die Ausbootung trug dazu bei, dass AEW und die Rhodes-Familie - auch Frau Brandi war Teil der AEW-Führung - sich entfremdeten. Brandi brach kürzlich ihr Schweigen und erklärte, dass sich AEW von der „ursprünglichen“, gemeinsamen Vision entfernt hätte. Cody redet bis heute nur in Andeutungen über den Bruch und wäscht keinerlei schmutzige Wäsche. Es gilt jedoch als offenes Geheimnis, dass Cody - dessen Vater auch als Mastermind hinter den Kulissen eine Legende war - enttäuscht darüber war, dass er sich nicht mehr stärker einbringen durfte.

WWE nutzte die Gunst der Stunde und lockte den verlorenen Sohn nach dem Vertragsende Anfang 2022 zurück. Der damals noch amtierende WWE-Patriarch Vince McMahon überzeugte Rhodes mit ungewohnten kreativen Freiräumen und Plänen für eine Main-Event-Rolle. Und mit „einem absurden Haufen Geld“, wie Rhodes selbst die finanzielle Ebene umschrieb.

Ein fulminantes Comeback

Die Multi-Millionen-Dollar-Investition zahlte sich aus, mehr als womöglich jede andere der jüngeren WWE-Geschichte: Die Fans empfingen den Rückkehrer euphorisch, der „Nightmare“ wurde den Vorschusslorbeeren gerecht, indem er sich ihnen in der Form seines Lebens präsentierte, auch körperlich.

Der gereifte Rhodes - schon immer ein herausragender „Storyteller“ am Mikro und im Ring - erzählte fulminant die große Geschichte seiner Jagd nach dem Titel, den auch Vater Dusty nie gewonnen hatte. Seine unglaubliche Energieleistung bei Hell in a Cell 2022, als er über 20 Minuten mit einem gerissenen Brustmuskel und einem riesigen inneren Bluterguss gegen Seth Rollins antrat, vergrößerte die Helden-Aura weiter.

Für Rhodes fügten sich bei WWE auch die Dinge, die er nicht selbst in der Hand hatte: Sein Comeback fiel zusammen mit einem neuen kreativen Hoch bei WWE, begünstigt durch den neuen, von AEW entfachten Konkurrenzdruck. Und den Aufstieg Levesques zum starken Mann und den mittlerweile endgültigen Skandal-Sturz des zuletzt oft erratisch agierendem McMahon.

Zupass kam Rhodes auch der lange Atem, den WWE unter Federführung von Kreativ-Mastermind Paul Heyman (ein Jünger von Codys Vater) in den Aufbau von „Tribal Chief“ Roman Reigns als ultimativen Oberbösewicht steckte.

Die dreieinhalb Jahre lange Schreckensherrschaft von Reigns und seiner Bloodline nährte die Sehnsucht nach Rhodes als weißem Ritter - umso mehr, als WWE 2023 überraschend die riskante und nicht unumstrittene Entscheidung traf, Rhodes das erste große WrestleMania-Match gegen Reigns unfair verlieren zu lassen und auf eine große, ein Jahr lange Rachestory hinzuarbeiten.

Bald Blockbuster-Match gegen The Rock?

Die Vorfreude der Fans auf die absehbare Vollendung der Rache wurde groß. So groß, dass WWE auch den zwischenzeitlichen Plan fallen ließ, bei WrestleMania das Mega-Match zwischen Reigns und Dwayne „The Rock“ Johnson dazwischenzuschieben. Als Ikone Rock zurückkehrte, wurde er von zahlreichen Anhängern mit Buhrufen empfangen - und dem Schlachtruf „We want Cody!“

Als Johnson die Kraft der Bewegung spürte, ordnete er sich unter. Und verhalf Rhodes als Feind und „Final Boss“ der Heldenreise zu noch mehr Hype. Vor WrestleMania zog das Quotenhoch von WWE - im Herbst weiter verstärkt durch den nach einem großen Zerwürfnis mit AEW zurückgekehrten Punk - noch mehr an. Der neue WWE-Boom ist mittlerweile klar auch ein Verdienst von Cody, der seinen WWE-Vertrag kürzlich um mehrere Jahre verlängert hat. Innerhalb weniger Jahre hat er die Milliarden-Branche zum zweiten Mal mit auf den Kopf gestellt.

Die große Inszenierung des umjubelten Matches und der anschließenden emotionalen Siegesfeier verdeutlichte, wo WWE Rhodes sieht: Als ebenso großen Star wie Reigns, als Erbe der Giganten wie Cena, Rock, Undertaker, Steve Austin, Hulk Hogan. Ein Blockbuster-Einzelmatch zwischen Rhodes und Rock scheint der nächste Langzeitplan zu sein.

John Cena schreibt Geschichte

John Cena besiegt bei WWE WrestleMania 41 mit Hilfe von Rapstar Travis Scott Cody Rhodes und schreibt damit Geschichte: Er ist nun der Rekord-Champion der gesamten Wrestling-Welt.

An Abend 2 der Megashow im NFL-Stadion von Las Vegas gewann Megastar John Cena mit Hilfe von Rapstar Travis Scott das Gigantenduell mit WWE-Champion Cody Rhodes. Der 47-Jährige ist damit der allererste Wrestler überhaupt - laut offizieller WWE-Zählung -, der zum 17. Mal einen bedeutsamen World Title gewonnen hat.

Cena, der seinen Rücktritt zum Jahresende angekündigt hat, überflügelte damit die Ikone Ric Flair als Rekordchampion der Branche.

John Cena lockt Cody Rhodes in Falle

Zum ersten Mal seit 22 Jahren trat das langjährige WWE-Aushängeschild Cena wieder als böser „Heel“ an. Das Match gegen Rhodes - gegen den er sich im Februar gewandt hatte, zusammen mit Scott und seinem alten Rivalen Dwayne „The Rock“ Johnson - war auf die Rolle zugeschnitten.

Das Duell lief lange wie ein typisches „Big Match“ bei WWE, in dem die beiden Protagonisten versuchten, sich mit ihren jeweiligen Spezialaktionen niederzuringen, ohne Erfolg.

Eine neue Richtung bekam der Showdown, als nach einem K.o. des Ringrichters plötzlich Scott auftauchte, einen fast sicheren Sieg Rhodes' durch Herausziehen des Ringrichters verhinderte und sich dann einmal mehr mit dem „American Nightmare“ anlegte.

Rhodes wehrte Scott mit seinem Finisher Cross-Rhodes ab - und rächte sich damit für das blaue Auge, das Scott ihm im Februar verpasst hatte -, lief dann aber in eine Falle Cenas.

Rhodes bleibt fair - es wird sein Verhängnis

Cena schnappte sich den Titelgürtel Rhodes' und wollte damit auf ihn einschlagen. Rhodes rechnete zwar damit, blockte ab und griff sich den Gürtel selbst.

Rhodes zögerte dann allerdings, den Gürtel gegen den bettelnden Cena einzusetzen und sich damit auf dessen Niveau zu begeben - genau das war zentrales Motiv der verbalen Duelle vorab. Cena nutzte es mit einem Tritt in Rhodes' Weichteile aus und gewann so letztlich das Match.

Cena feierte den Meilenstein zusammen mit Scott und einer Pyro-Show. Rhodes' Regentschaft als Champion - zu der Cena ihm bei der vergangenen WrestleMania mitverholfen hatte - endete nach fast genau einem Jahr.

Die Kommentatoren von WWE diskutierten nach dem Match die Frage, ob Cena mit seinem Titelgewinn nun endgültig der GOAT („Greatest Of All Time“) der Liga ist oder ob er sein Vermächtnis durch die unfaire Natur seines Titelgewinns befleckt hat. US-Chefstimme Michael Cole wies dabei darauf hin, dass der übertrumpfte Flair selbst als „Dirtiest Player in the Game“ bekannt war - und die Art und Weise von Cenas Triumph so gesehen nur passend sei.

Nachdem die Übertragung der Show schon beendet war, letzte Cena passend dazu mit einer Provokation nach: Er schnallte sich den Gürtel verkehrt herum um seinen Hintern - und unterstrich damit ultimativ die Story seines nicht mehr vorhandenen Respekts für die WWE-Fans und seine früheren Prinzipien.

WrestleMania 41: Ein voller Erfolg

An den beiden Abenden der Großveranstaltung strömten insgesamt 124.693 Fans ins Stadion - ein neuer Allzeitrekord für ein WWE-Event. Damit übertraf WrestleMania 41 alle bisherigen WrestleMania Shows, sowohl was die Zuschauerzahl vor Ort als auch die Gesamtwirkung auf das Publikum betrifft.

Auch auf Streaming- und Digitalplattformen brach WrestleMania 41 alle bisherigen Bestmarken. Laut WWE stieg die Gesamtanzahl der Zuschauer im Vergleich zum bisherigen Rekordhalter WrestleMania 40 um ganze 114 Prozent. Damit ist WrestleMania 41 nun offiziell die meistgesehene WrestleMania aller Zeiten. Ergänzt wird dieser Erfolg durch unglaubliche 1,1 Milliarden Social-Views während des gesamten WrestleMania-Wochenendes, ebenfalls ein neuer Rekordwert.

Der wirtschaftliche Erfolg spiegelte sich auch in den Merchandise-Zahlen wider. Die Verkäufe vor Ort - in Partnerschaft mit Fanatics - legten im Vergleich zum Vorjahr um 45 Prozent zu und markierten damit einen neuen internen Rekord. Noch bemerkenswerter war der Zuwachs im Online-Bereich. Die E-Commerce-Verkäufe stiegen im Vergleich zum bisherigen Höchstwert bei WrestleMania 40 um 86 Prozent.

Auch der offizielle Hospitality-Partner der WWE, On Location, vermeldete Rekordzahlen. Im Rahmen des WrestleMania-Wochenendes fand auch die fünftägige interaktive Fan-Erfahrung „WWE World“ statt, ebenfalls präsentiert in Zusammenarbeit mit Fanatics. Dieses Event wurde zur meistbesuchten Fan-Konferenz in der WWE-Geschichte. Insgesamt nahmen über 50.000 Menschen daran teil - ein Anstieg um 21 Prozent im Vergleich zur letztjährigen Veranstaltung rund um WrestleMania XL.

Das Ende einer Ära: Der WWE Universal Championship wird eingestellt

Nach dem geschichtsträchtigen Main Event von WrestleMania 41 - Night 2 hat die WWE eine tiefgreifende und historische Entscheidung getroffen, die die Landschaft der World Titles in der Company langfristig verändert. Der WWE Universal Championship, einst eingeführt, um als zweiter World Title für das Main Roster zu dienen, wurde offiziell eingestellt.

Im finalen Match der diesjährigen WrestleMania überwand John Cena den damaligen Undisputed WWE Champion Cody Rhodes und krönte sich zum 17-fachen World Champion. Diese Entwicklung bedeutete gleichzeitig das endgültige Aus für den WWE Universal Championship Titel, der 2016 eingeführt wurde, um dem Raw Roster nach dem Brand Split einen eigenen World Title zu geben.

Roman Reigns hatte im April 2022 bei WrestleMania 38 beide großen Titel, den WWE Championship und den Universal Championship in einem Winner Takes All Match gegen Brock Lesnar vereinigt. Fortan trat Reigns unter dem Titel „Undisputed WWE Universal Champion“ auf. Die Titelhistorien blieben dennoch offiziell voneinander getrennt.

Mit John Cenas 17. World Title Gewinn steht nun auch fest, dass der Undisputed WWE Championship Titel fortan wieder als „WWE Championship“ geführt wird. Damit folgt die WWE einer klareren Linie, die an klassische Zeiten erinnert. Die Einführung des WWE Universal Championship war ein Produkt der Notwendigkeit nach dem Brand Split 2016, und obwohl er zu Beginn teils skeptisch aufgenommen wurde, entwickelte sich der Titel in den Folgejahren zu einem der prestigeträchtigsten in der WWE.

Dass Cody Rhodes nun offiziell als letzter Titelträger in die Annalen eingeht, unterstreicht seine historische Karriere in der WWE.