Berühmte Wrestler, die gestorben sind: Eine Liste unvergessener Legenden

Der Tod eines geliebten Menschen ist immer etwas Schreckliches. Besonders schlimm ist es, wenn der Person kein langes Leben vergönnt war. Auch außerhalb des Ringes hat das Geschäft viele dunkle Seiten und nicht jeder Wrestler erreicht ein hohes Lebensalter. In dieser Liste beschäftigen wir uns mit Wrestlern, die viel zu früh aus dem Leben getreten sind; sei es durch Drogenmissbrauch, furchtbare Unfälle oder körperliches Versagen.

Wrestling ist ein gefährlicher Sport

Wrestling ist ein gefährlicher Sport. Auch die besten Sicherheitsvorkehrungen können Unfälle nicht immer verhindern.

Frühe Tode bekannter Wrestler

Viele Stars der 80er- und 90er-Jahre sind tot, sie wurden kaum älter als 50 Jahre.

10. Brian Pillman (35)

Schmerzmittelmissbrauch war bis noch vor wenigen Jahren im Pro-Wrestling keine Seltenheit. So haben diese schmerzlindernden Substanzen viele Tribute gefordert. Brian Pillman war vor allem in den 1990er Jahren ein bekanntes Gesicht in den Shows von WCW und WWF. Er war Mitglied der Hart Foundation und fehdete unter anderem gegen seinen früheren Tag Team Partner, Stone Cold Steve Austin. Doch auch Pillman hatte mit Drogen zu kämpfen und war schmerzmittelabhängig. Die Medikamente und eine angeborene Herzschwäche resultierten bei Pillman 1997 in einer Herzattacke, die er nicht überlebte. Einer davon war Brian Pillman, der am 5. Oktober 1997 verstarb.

9. Umaga (36)

Als Mitglied der berühmten samoanischen Anoa’i-Familie war der Weg ins Wrestling-Geschäft für Umaga quasi vorgegeben. Edward Umar Fatu, besser bekannt unter seinem Ringnamen Umaga, war Teil der traditionsreichen Anoa’i-Familie, der unter anderem auch The Rock und Roman Reigns angehören. Der Cousin von Roman Reigns durfte während seiner Zeit bei WWE unter anderem zweimal die Intercontinental Championship gewinnen. Im Juni 2009 wurde Umaga wegen Verstößen gegen das Drogenprogramm der WWE entlassen. Am 4. Dezember 2009 wurde Fatu aufgrund eines Herzinfarkts in ein Krankenhaus in Houston eingeliefert. Dort erlitt er einen zweiten Herzinfarkt und verstarb wenig später. Ein halbes Jahr später starb der damals 36-jährige infolge zweier Herzinfarkte.

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8. Eddie Guerrero (38)

Für viele Fans gilt Eddie Guerrero als einer der größten Publikumslieblinge der Geschichte und seine starken Leistungen im Ring waren rund um den Globus bekannt. Er steht wohl als Synonym für den frühen Tod einer WWE-Legende. Guerreros größter Moment war der Gewinn der WWE Championship bei „No Way Out“ 2004 gegen Brock Lesnar. Doch auch seine sehr emotionale Rivalität um das Sorgerecht von Rey Mysterios Sohn Dominik sollte den meisten Zuschauern bekannt sein. Trotz großer Erfolge kam auch Guerrero nicht ohne Drogen aus. Er war alkoholsüchig, nahm Schmerzmittel und Steroide zum Muskelaufbau. Diese Mischung verschiedenster Substanzen waren schlussendlich mitverantwortlich für seinen frühen Tod. Eddie Guerrero wurde am 13. November 2005 von seinem Neffen Chavo Tod in seinem Hotelzimmer gefunden. Die offizielle Todesursache lautete: Herzinsuffizienz.

7. The British Bulldog (39)

Hall-of-Famer Davey Boy Smith hatte während seiner Hochzeiten Ende der 80er- und Anfang der 90er-Jahre viele großen Fehden. Davey Boy Smith ist ein weiteres Opfer von Medikamentenmissbrauch unter Wrestlern. Besonders die Hart Foundation war die Grundlage vieler Rivalitäten. Nachdem er 1998 bei einer WCW-Veranstaltung eine schwere Rückenverletzung erlitten hatte, wurde er tablettensüchtig. Smith verließ die WWF im Jahr 2000 und beendete seine Ringkarriere. Am 17. Mai 2002 erlitt er schließlich einen tödlichen Herzinfarkt. Zwei Jahre später starb er im Alter von 39 Jahren durch einen Herzinfarkt. Später kam heraus, dass sein Körper zu diesem Zeitpunkt einen hohen Steroidanteil enthielt.

6. Rick Rude (40)

„Ravishing“ Rick Rude war einer der größten WWE-Bösewichte der 80er Jahre. Auch ihm war kein langes Leben vergönnt.

5. Mr. Perfect Curt Hennig (44)

Der Vater von WWE-Superstar Curtis Axel gilt als einer der besten Wrestler aller Zeiten, die nie den höchsten Titel des Marktführers gewinnen konnten. Sein Tod hängt im Gegensatz zu den meisten auf dieser Liste nicht mit Anabolika- oder Medikamentenmissbrauch zusammen.

4. Chyna (46)

Das neunte Weltwunder war eine der prägendsten Figuren der Attitude Era und ist bis heute die einzige Frau, die dreimal die Intercontinental Championship gewinnen konnte. Einige Zeit vor ihrem Tod litt Chyna bereits unter Angstzuständen und Schlafstörungen, weswegen sie Medikamente einnahm. Das sollte ihr später zum Verhängnis werden.

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3. Andre the Giant (46)

Er ist der einzige Wrestler auf dieser Liste, der einen natürlichen Tod gestorben ist, und trotzdem hat er die Welt viel zu früh verlassen. Andre litt seit seiner Geburt an Riesenwuchs. Diese Krankheit führte zu vielen gesundheitlichen Problemen. Am 27. Januar 1993 starb Andre an Herzversagen.

2. Randy Savage (58)

Der Macho Man war eine der schillerndsten Figuren der Wrestling-Geschichte. Er prägte die 80er und 90er Jahre der WWE so, wie es sonst nur Hulk Hogan getan hat. Sein Tod warf einige Fragen auf. 2011 verunglückte Savage mit seinem Auto und prallte gegen einen Baum. Zunächst wurde der Zusammenprall als Todesursache vermutet. Dann stellte sich heraus, dass Savage einen Herzinfarkt erlitten hatte, der den Unfall überhaupt erst verursachte.

1. Owen Hart (34)

Zwischen 1993 und 1997 war Owen Hart eines der Aushängeschilder der damaligen WWF. In einer mehrjährigen Fehde gegen seinen Bruder Bret Hart stellten beide immer wieder legendäre Kämpfe auf die Beine. Später schlossen sie sich mit Davey Boy Smith, Jim Neidhart und Brian Pillman zur Hart Foundation zusammen. Nach dem „Montreal Screwjob“ verblieb er als einziges Mitglied der Fraktion bei der WWF. Owen Harts Tod gilt als eine der größten Tragödien, die jemals während einer WWE-Veranstaltung passiert sind. Am 23. Mai 1999 beim PPV “Over the Edge” sollte Hart als der „Blue Blazer“ von der Hallendecke in den Ring schweben. Für seinen Einzug hatte man geplant, ihn von der Hallendecke abzuseilen und in den Ring schweben zu lassen. Doch beim Richten seines Kostüms löste sich die Sicherung des Haltegeschirrs und Hart stürzte 24 Meter in die Tiefe. Tragischerweise löste sich aber der Sicherungshaken von seinem Kostüm, sodass er 24 Meter in die Tiefe stürzte und mit dem Körper auf der Ringecke aufschlug. Aufgrund schwerer innerer Verletzungen starb Owen hart noch im Ring. Bereits vor dem Ereignis kritisierte er diesen Stunt, willigte jedoch schließlich ein.

Weitere tragische Todesfälle im Wrestling

  • Yokozuna starb 2000 in London an einem Lungenödem, einer tödlichen Ansammlung von Flüssigkeit in der Lunge.
  • Crash Holly starb im November 2003, nachdem er infolge eines Medikamentencocktails an seinem eigenen Erbrochenen erstickt war.
  • Shad Gaspard wurde im Mai 2020 nach einer starken Welle am Strand von Los Angeles vermisst und später tot aufgefunden.

Die Tragödie der Familie Von Erich

Die Familie der Von Erichs war real - und von vielen Tragödien gezeichnet. Jack Adkisson (so der echte Name der Familie) leitete in Texas in den 80er Jahren eine eigene Liga, die WCCW. Fünf seiner sechs Söhne wurden selber zu Wrestlern und erlangten einen riesigen Bekanntheitsgrad. Der sechste Sohn (Jack Jr.) kam bereits im Alter von sechs Jahren bei einem Stromunfall ins Leben.

Die Söhne der Familie Von Erich

  • David: Er wurde als einer der kommenden Superstars gehandelt, kämpfte u.a. mit Ric Flair. Im Alter von 25 Jahren reiste er für einige Shows nach Japan, am 10. Februar 1984 verstarb David im Schlaf. Todesursache: eine verschleppte Magen-Darm-Entzündung.
  • Mike: Eigentlich wollte Mike kein Wrestler werden, sondern Kameramann. Am 12. April 1987 setzte er im Alter von 23 Jahren seinem Leben mit einem Mix aus Medikamenten und Alkohol ein Ende.
  • Chris: Im Alter von 22 Jahren nahm er sich am 12. September 1991 mit einem Kopfschuss das Leben.
  • Kerry: Nachdem er wegen Drogenbesitzes auch noch verhaftet wurde, beging er im Alter von 33 Jahren auf der Farm seines Vaters Selbstmord.
  • Kevin: Als einziger der Von Erich-Söhne lebt Kevin noch.

Chris Benoit

Als Benoit am 24. Juli 2007 zur WWE-Veranstaltung „Vengeance: Night of Champions“ (2007) für sein geplantes Match gegen CM Punk nicht auftauchte, sorgten sich die Offiziellen und Wrestlerkollegen um das Wohlergehen von Chris Benoit und alarmierten die Polizei. Diese machte am folgenden Tag im Wohnhaus der Familie eine schreckliche Entdeckung: Chris Benoit, seine Ehefrau Nancy (43) und ihr gemeinsamer Sohn Daniel (7) waren tot.

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