Die Geschichte der UFC: Ein Rückblick auf die Entwicklung des Mixed Martial Arts

Viele Mixed Martial Arts (MMA) -Kämpfe beeindrucken und beeinflussen diejenigen, die die Möglichkeit haben, diese zu erleben, insbesondere aufgrund der Härte einiger dieser Kämpfe. Die UFC [Ultimate Fighting Championship] ist die führende "Mixed Martial Arts"-Organisation der Welt und wurde im Januar 2001 durch die Zuffa LLC übernommen.

Die UFC zeichnet sich durch eine feste Führung und ein erfahrenes Management im Bereich von Kampfsportveranstaltungen aus. Als zusätzliche Kuriosität war dies der letzte Sieg für Chuck Liddell, der anschließend seine nächsten drei Kämpfe verlor und sich 2010 vom Wettbewerb zurückzog.

Die Mixed Martial Arts (MMA) sind eine intensive und immer beliebter werdende Form des Kampfsports, bei der die Kämpfer Techniken aus den unterschiedlichsten Kmapfsportarten (Jiu-Jitsu, Judo, Boxen, Karate, Kickboxen, Ringen usw.) benutzen um sich im Wettkampf gegeneinander einen taktischen oder strategischen Vorteil zu verschaffen.

Der Wettkampf wird durch einen Ringrichter überwacht. Ein Wertungssystem, welches durch die Sportkommissionen der Bundesstaaten Nevade, New Jersey und Florida überprüft und genehmigt wurde, beinhaltet genaue Regeln für das Striking (Schläge mit den Fäusten, Füßen, Knien und Ellbogen) und Grappling (Techniken, die den Gegner zur Aufgabe zwingen, Würgegriffe, Würfe und Niederwürfe).

UFC Fight Nights sind kleinere Veranstaltungen, die im Free TV ausgestrahlt werden. UFC Pay-per-view Live-Übertragungen sind die hochwertigsten Veranstaltungen der UFC. Da die meisten veranstaltungen in den USA veranstaltet werden, gibt es spezielle Veranstaltungen außerhalb der USA, die als UFC Internation Event ("internationle UFC-Veranstaltung") bezeichnet werden.

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Die Fernsehserie "The Ultimate Fighter" ("Der ultimative Kämpfer") wird ebenfalls durch die UFC produziert. In jeder Staffel müssen 16 Kämpfer gemeinsam in einer Villa in Las Vegas leben, zusammen trainieren und dann in einem Turnier gegeneinander antreten. Die Serie endet damit, dass nur noch 2 Kämpfer im Turnier verbleiben, die dann in einer Spezial-Veranstaltung, dem "The Ultimate Fighter Finale" gegeneinander antreten um den Sieger der Staffel zu ermitteln.

Ultimate Fighting ("ultimatives Kämpfen") ist ein Begriff der nur in der UFC verwendet wird. Er ist als der MMA-Wettkampf zwischen zwei Spitzenathleten definiert, die das Potenzial der Kampfsportdisziplinen von Jiu-Jistu, Karate, Boxen, Kickboxen, Ringen usw. in einem live übertragenen Kampf voll ausschöpfen und demonstrieren. Die Kämpfer der UFC, auch als "Ultimate Fighter" bezeichnet, gehören zu den besttrainierten und konditionsstärksten Athleten der Welt.

Da es sich um einen sehr intensiven Sport handelt, ist die Sicherheit der Kämpfer das oberste Gebot der UFC-Besitzer und des Managements. Die neue UFC bringt die talentiertesten MMA-Experten der Welt zusammen. Die Regeln stellen einen wichtigen Teil des Sports dar.

Die durch die Kommission geprüften MMA-Hosen und Kickboxhosen sind die einzige erlaubte Kleidung. Das Oktagon, mit dem Design eines Käfigs, ist der Austragungsort der Kämpfe und eine registrierte Handelsmarke der Zuffa, LLC, was symbolisch für den höchsten Qualitätsstandard steht, den man in MMA-Veranstaltungen erreichen kann. Die Organisation UFC hat einen Ruf entwickelt, der für maximale Sicherheit der Kämpfer und Strukturen, wie eine Ringmatte und alle Arten von Sicherheitspolsterungen steht, die von einer Kommission überwacht werden.

In diesem Artikel erfahrt ihr, wo die Sportart MMA und die UFC ihre Ursprünge haben, was ihre Regeln sind und wo ihr den Fight im Livestream sehen könnt. Hier gibt es alle Informationen zum bevorstehenden Kampf, zur MMA und zur UFC.

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Ursprünge und Entwicklung von MMA

MMA steht für Mixed Martial Arts und ist eine Vollkontaktsport, der seine Ursprünge in altgriechischen Olympia-Wettbewerben hat. Dabei stand die Frage im Vordergrund, ob Boxer oder Ringer die insgesamt besseren Kämpfer seien. Diese Frage beschäftigt die MMA bis heute: Ein Vergleich zwischen verschiedenen Kampfstilen und die Kombination derer.

Schläge, Tritte, Würfe und Ringen sind erlaubt, was der Kampfsportart später den Namen Free Fight einbrachte. Unter diesem Namen verbreiteten sich die MMA vor allem in den USA und Brasilien, ehe der Sport über den Atlantik nach Europa schwappte und dort zuerst in den Niederlanden Fuß fasste.

Die oftmals sehr blutigen Kämpfe wurden in Europa lange kritisch beäugt, haben sich aber inzwischen ein besseres Ansehen erarbeitet. Vergleiche mit den Gladiatorenkämpfen aus dem alten Rom sind seltener geworden, zumal die MMA in den USA inzwischen oftmals ein größeres Publikum erreichen als der Boxsport.

Die Gründung der UFC und ihre Regeln

Die UFC (Ultimate Fighting Championship) wurde 1993 gegründet und ist inzwischen der größte Veranstalter von MMA-Kämpfen. Das Unternehmen setzt auf eine klare Regulierung der freien MMA-Kämpfe, um für verbesserte Sicherheit der Sportler und eine damit gesellschaftlich breitere Akzeptanz zu sorgen.

Gekämpft wird im sogenannten Octagon, einem Käfig mit acht Ecken. Die Kontrahenten stehen sich, je nach Ansetzung, in drei oder fünf Runden à fünf Minuten gegenüber und kämpfen bis zu einem K.o, einem technischen K.o, einer Aufgabe oder dem Zeitlimit. Nach voller Dauer entscheiden drei Ringrichter per Wertung über den Sieger.

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Dabei sind im Grunde alle Techniken aus verschiedenen Kampfsportarten erlaubt. Die UFC hat allerdings einige Manöver unter Strafe gestellt. Typische Fouls sind Würgen, Einhaken von Fingern, Schläge auf den Hinterkopf, Tritte auf liegende Gegner oder das Festhalten an der Kleidung des Gegners.

Bedeutende Kämpfer und Ereignisse in der UFC-Geschichte

Viele Mixed Martial Arts (MMA) -Kämpfe beeindrucken und beeinflussen diejenigen, die die Möglichkeit haben, diese zu erleben, insbesondere aufgrund der Härte einiger dieser Kämpfe. Ohne Zweifel gibt es viele Kämpfe im MMA, die aufgrund der Rivalität zwischen den Kämpfern, der Brutalität des Schlagabtauschs, der legendären Rückkämpfe oder des Angebots von etwas Unerwartetem bei den Fans in die Geschichte eingegangen sind.

Aus diesem Grund möchten wir heute in diesem Artikel 5 Kämpfe vorstellen, die wir als historisch im MMA betrachten.

  1. Chucky Liddell vs Wanderlei Silva: ein legendäres Striker-Duell

    Dieses Duell wurde von den Fans mit Spannung erwartet, da sowohl "The Iceman" Chuck Liddell als auch "The Axe Killer" Wanderlei Silva sehr aggressive Kämpfer waren und sich in einem großartigen Moment ihrer Sportkarriere befanden.

    Der Kampf fand am 29. Dezember 2007 bei der Ultimate Fighting Championship (UFC) 79 Nemesis in Las Vegas, USA, statt und bedeutete die Rückkehr des Brasilianers zur UFC, der in den letzten 7 Jahren alle seine Kämpfe in der japanischen Organisation Pride FC geführt hatte.

    Silva und Liddell gaben „alles“, um sich gegenseitig zu messen, und wie erwartet war es ein Match mit viel Aggressivität, Blut und Treffern von beiden, obwohl es Liddell schließlich gelang, das Match durch einstimmige Entscheidung der Richter zu gewinnen.

    Das Match wurde natürlich mit dem "Fight Of The Night" Award ausgezeichnet und später als das beste Match des Jahres 2007 ernannt.

  2. Conor McGregor vs Nate Díaz 2: der meist gesehene Gegenangriff im MMA

    Der Rückkampf zwischen dem berühmtesten Iren im MMA, Conor McGregor, und dem bösen Jungen von Stockton (Kalifornien) Nate Diaz fand im Sommer 2016 bei UFC 202 statt.

    Im ersten Gegenüber nahm Conoran Gewicht zu, um Nate Diaz herauszufordern, und der Amerikaner konnte sich durchsetzen und den Iren bezwingen, der mehr als normal geschwächt war und am Ende mit dem Aufstieg an eine andere Kategorie zahlen musste.

    Conor hörte nicht auf, bis er seinen Rückkampf bekam, und als er es geschafft hatte, den Kampf zu organisieren, lernte er aus den Fehlern, die er beim ersten Mal gemacht hatte, und trainierte sehr ernsthaft, um nicht wieder so schnell müde zu werden.

    Der erste Angriff erinnerte an das vorherige Duell zwischen den beiden Kämpfern, da Nate Diaz es wieder geschafft hatte, einen Löwenkiller zu erreichen, aber diesmal konnte Conor den Kampf mit einem intelligenten Schlag fortsetzen, und das brachte ihm den Sieg durch Entscheidung der Richter, obwohl nur sehr knapp: 48-47, 47-47 und 48-47.

    Dieser Kampf wurde als einer der blutigsten des Jahres angesehen und viele Fans warten noch heute auf einen dritten Kampf zwischen den beiden, der als Tiebreaker dienen soll.

  3. Ronda Rousey vs. Liz Carmouche: das Debüt der Frauen im UFC

    Die UFC hatte sich jahrelang geweigert, sich auf Frauenkämpfe einzulassen. Sie sahen es als nicht interessant an, und obwohl es einen weiblichen Star gab, der schon auffiel, Gina Carano, machte sich Ronda Rousey erst einen Namen, als sie in der ersten Runde alle ihre Amateur- und Profispiele gewann.

    Darüber hinaus hatte diese Kämpferin ein Plus mit, sie war die erste Gewinnerin der olympischen Judo-Medaille in der Geschichte der Vereinigten Staaten.

    Vor diesem Kampf hatte Rousey insgesamt 9 Kämpfe absolviert (3 Amateur- und 6 Profikämpfe) und alle hatten mit einem Armschlüssel geendet, von denen 8 weniger als eine Minute dauerten.

    Dies wurde bisher noch nicht im MMA gesehen und war Grund genug für Dana White, sich zu entscheiden, endlich eine weibliche Kategorie in die UFC einzuführen.

    Um die Frauenkategorie mit Stil zu eröffnen, wurde natürlich Ronda Rousey ausgewählt und ihre Rivalin würde eine weitere Olympiamedaillengewinnerin sein, Liz Carmouche.

    Der Kampf würde mit Rousey stattfinden, die den Gürtel für das UFC-Bantamgewicht in der Frauenkategorie verteidigt. Da Ronda Rousey die Strikeforce-Championin war und die UFC die Organisation übernommen hatte, wandelte sie diesen Strikeforce-Gürtel in die UFC um.

    Der Kampf fand 2013 im UFC 157 statt und trotz der Tatsache, dass es der Olympiasiegerin Carmouche gelang, auf Rouseys Rücken zu gelangen und einen geklammerten Würgegriff zu erreichen, kämpfte Ronda diesen ab und gewann am Ende das Match.

    Erneut mit einem Armbar und wieder in der ersten Runde, steigerte sie ihren Ruhm auf stratosphärische Ebenen. Bis heute (2020) hat sie mehr als 13 Millionen Instagram-Follower.

    Der Kampf war so aufregend, dass sie eine Standing Ovationen und Auszeichnungen für „Unterwerfung der Nacht“ und „Kampf der Nacht“ erhielt. Seitdem genießen wir weiterhin weibliche Kämpfe in der UFC.

  4. Fedor Emelianenko vs. Mirco Crocop: der Kampf des Jahrzehnts

    Zu seiner Zeit wurde er als der wichtigste Kampf angesehen, der im MMA stattfinden konnte.

    Sowohl Fedor als auch Crocop waren zwei authentische Cracks, die bei Pride FC ihre Gegner zerstörten.

    Fedor verzeichnete 11 Pride-Siege in Folge und besiegte alle seine Rivalen.

    Crocop dagegen hatte alle beängstigt, mit seinem powervollem High Kick mit seinem linken Bein, der sogar ein Motto bekam: "rechtes Bein, Krankenhaus, linkes Bein, Friedhof".

    Mit seinen 16 Pride-Kämpfen (2 Kämpfe mit besonderen Regeln) und bevor er seinen Kampf mit Fedor hatte erlebte Mirko nur zweimal was eine Niederlage bedeutete und knockte elf seiner Rivalen aus.

  5. Nick Díaz vs Paul Daley: die beste Runde der MMA-Geschichte

    Dieses Gegenüber fand am 9. April 2011 in San Diego, Kalifornien, als das Event der Strikeforce statt.

    Dieser Fight stellt zwei sehr aggressive und kontroverse Kämpfer gegenüber, Nick Diaz und Paul Daley.

    Die Brüder Nick y Nate Diaz waren stets umstritten aufgrund ihrer Banden-Vergangenheit und weil sie keine Haare auf der Zunge haben und ausserdem provokativ sind.

    Aus diesem Grund hatte Nicks Bruder Nate kürzlich die Möglichkeit, um den BMF-Titel zu kämpfen, den die UFC ausgerufen hatte, um festzustellen, wer der "bad fighter" im MMA war.

    Es gab keine Zeit fürs Augenzwinkern und der Austausch von Schlägen war konstant, mit brutalen Schlägen und eine Runde, in der beide Kämpfer kurz vorm Verlieren standen.

    Wenige Sekunden vor dem Ende schafft es Nate Diaz, sich durchzusetzen, und gewinnt nur drei Sekunden vor dem Rundenende durch technischen KO.

    Wie bereits erwähnt, wird diese von vielen als die beste Runde angesehen, die jemals in einem Mixed Martial Arts Fight gesehen wurde.

UFC in Deutschland: Verbot und Expansion

Die größeren Events der UFC, die nach Nummern sortiert werden, finden mit wenigen Ausnahmen in den USA statt. Die UFC trägt allerdings kleinere Fight Nights aus, die auch schon ihren Weg nach Europa und Deutschland (zuletzt Hamburg) fanden. Dabei wurde die UFC in Deutschland lange kritisch beäugt und war sogar eine Zeit lang verboten.

Im März 2010 wurde die Übertragung von UFC-Events in Deutschland verboten. Die UFC ging gegen das Verbot vor und führte einige Events in Deutschland durch. Das Verbot wurde inzwischen aufgehoben, seit 2015 werden wieder Events der Organisation in Deutschland ausgestrahlt.

Ab Oktober 2018 hält der Streaming-Anbieter DAZN die Rechte für Deutschland und Österreich.