Im Judo spielen die Gürtel eine zentrale Rolle. Überhaupt gehören die Gürtel im Judo zu den wichtigsten Utensilien, zeigen sie doch den Fortschritt des Trainingsstandes für jeden Außenstehenden an. Sie sind extrem begehrt und zeigen nach außen, welchen Reife- und Erfahrungsgrad der Sportler besitzt. Grundsätzlich spricht man im Judo hinsichtlich des erreichten Erfahrungsstandes nicht von Gürteln, sondern von Graden. Der jeweilige Grad wird also nur durch den dazu gehörigen Gürtel nach außen hin dargestellt. Des Weiteren sind die verschiedenen Gürtel bzw. Grade im Judo in Schülergürtel und Meistergürtel unterteilt.
Der Judo-Gi und der Gürtel
Die Judoka tragen eine knöchellange weisse Baumwollhose und darüber eine halblange weisse Jacke (Judo-Gi) aus Baumwolle die durch einen farbigen Gürtel (Obi) zusammen gehalten wird. Zunächst einmal: Der klassische Judo-Anzug besteht aus einer weiten Baumwollhose und einer ebensolchen Jacke. Der Gürtel wird von außen über der Hüfte auf der Jacke getragen und schließt diese.
Ein Judo-Anzug muss viel aushalten. Durch die vielen Würfe und Bodenübungen wird der Stoff sehr stark belastet und muss dementsprechend reißfest sein. Es ist daher sehr wichtig, auf qualitativ hochwertiges Equipment für den Judosport zu achten. Der Stoff sollte ausreichend dick sein, um den Belastungen während des Trainings und der Kämpfe dauerhaft wiederstehen zu können. Suchen Sie sich z. B. den Judo-Anzug komplett nach Ihren Wünschen aus, in der passenden Größe und mit dem Material nach Ihrer Vorstellung. KWON führt eine ganze Reihe verschiedener Judo-Anzüge, vom günstigen Einsteigermodell für alle, die erst einmal in den Sport hineinschnuppern wollen bis hin zum Profi-Anzug für Dan-Träger. Allen Produkten gemeinsam ist die erstklassige Verarbeitungsqualität und Verbindung mit der Verwendung hochwertiger Materialien.
Die Gürtelfarben und ihre Bedeutung
An der Gürtelfarbe kann man den Ausbildungsstand des Judoka erkennen. Die Grade, welche durch die Schülergürtel symbolisiert werden, nennt man Kyü (9. - 1. Grad), die Meistergrade nennen sich Dan (1. - 10.
Die Gürtelfarben im Überblick:
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- Schülergürtel (Kyu)
- weiss/gelb
- gelb (5. Kyu)
- orange (4. Kyu)
- grün (3. Kyu)
- blau (2. Kyu)
- braun (1.Kyu)
- Meistergürtel (Dan)
- schwarz für den 1. bis 5. Dan
- Grossmeistergürtel (Dan)
- rot-weiss für den 6. bis 8. Dan
- rot für den 9. und 10. Dan
- Ideelle Gürtel
- weiss für den 11. und 12. Dan, aber doppelt so breit wie bei den Schülern
Die Kyu- und Dan-Grade im Detail
Hier eine detaillierte Auflistung der Kyu- und Dan-Grade mit den jeweiligen Mindestaltern:
- 9. Kyü (Kukyü): Weißer Gürtel, Mindestalter nicht vorgeschrieben
- 8. Kyü (Hachikyü): Weiß-gelber Gürtel, Mindestalter: 7 Jahre (vollendet)
- 7. Kyü (Nanakyü): Gelber Gürtel, Mindestalter: 8 Jahre (Jahrgang)
- 6. Kyü (Rokkyü): Gelb-orangener Gürtel, Mindestalter: 9 Jahre (Jahrgang)
- 5. Kyü (Gokyü): Orangener Gürtel, Mindestalter: 10 Jahre (Jahrgang)
- 4. Kyü (Yonkyü): Orange-grüner Gürtel, Mindestalter: 11 Jahre (Jahrgang)
- 3. Kyü (Sankyü): Grüner Gürtel, Mindestalter: 12 Jahre (Jahrgang)
- 2. Kyü (Nikyü): Blauer Gürtel, Mindestalter: 13 Jahre (Jahrgang)
- 1. Kyü (Ikkyü): Brauner Gürtel, Mindestalter: 14 Jahre (Jahrgang)
- 1. Dan (Shodan): Schwarzer Gürtel, Mindestalter: 18 Jahre
- 2. Dan (Nidan): Schwarzer Gürtel, Mindestalter: nicht vorgeschrieben
- 3. Dan (Sandan): Schwarzer Gürtel, Mindestalter: nicht vorgeschrieben
- 4. Dan (Yondan): Schwarzer Gürtel, Mindestalter: nicht vorgeschrieben
- 5. Dan (Godan): Schwarzer Gürtel, Mindestalter: nicht vorgeschrieben
- 6. Dan (Rokudan): Rot-weißer Gürtel, Mindestalter: nicht vorgeschrieben
- 7. Dan (Nanadan): Rot-weißer Gürtel, Mindestalter: nicht vorgeschrieben
- 8. Dan (Hachidan): Rot-weißer Gürtel, Mindestalter: nicht vorgeschrieben
- 9. Dan (Kudan): Roter Gürtel, Mindestalter: nicht vorgeschrieben
- 10. Dan (Judan): Roter Gürtel, Mindestalter: nicht vorgeschrieben
Prüfungen und Verleihungen
Nach entsprechender Trainingszeit kann er eine Prüfung vor einer Prüfungskommision ablegen. Für die erste Prüfung muss der Anfänger zumindest 3 Würfe, Falltechniken und verschiedene Kombinationen im Boden zeigen. Der Prüfling demonstriert die Techniken mit dem Partner. Nach abgelegter Prüfung erhält der Anfänger das Recht und die Pflicht den entsprechenden Gürtel zu tragen.
Gürtel oberhalb des 5. Dan können nicht durch Ablegen einer Prüfung erreicht werden. Sie werden ausschliesslich verliehen. Wichtig zu wissen: In Deutschland werden die Gürtel der Meistergrade nur bis zum 5. Dan vergeben. Alle Gürtel, die darüber hinausgehen (6. - 10. Dan) werden von europäischen und internationalen Kommissionen verliehen, sie können also nicht durch einen Kampf bzw. eine Prüfung erworben werden.
Eine höhere Graduierung als zum 10. Dan ist weltweit nicht möglich! Lediglich Professor Jigoro Kano, dem Begründer des Judo, hat man nach seinem Tode den 11. Dan verliehen. Der 12. Dan ist für Menschen nicht erreichbar. Der Geist, die Idee des Judo soll den 12. Dan tragen.
Anekdote
Eine interessante Anekdote ist, dass der Erfinder des Judo überhaupt keinen Gürtel bzw. Dan innehatte, da man der Meinung war, dass keiner im Judo über ihm steht und somit auch niemand dazu berechtigt sei, ihm einen Gürtel bzw.
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