Gestern Abend hat Islam Dulatov seinen ersten UFC-Kampf in New Orleans gewonnen. Der Düsseldorfer war in einem Match gegen Adam Fugitt angetreten und konnte diesen mit einer augenscheinlichen Leichtigkeit besiegen. Schon in der ersten Runde entschied Islam das Ganze für sich - durch einen technischen Knockout. Lediglich knapp vier Minuten dauerte Islam Dulatovs Debüt bei UFC 318.
Der Kampfverlauf
Etwa 90 Sekunden vor dem Ende der ersten Runde konnte Islam seinen Gegner mit einem linken Haken treffen. Darauf folgten noch zwei weitere Treffer und der Kampf war entschieden. Knapp 90 Sekunden vor dem Ende der ersten Runde erwischte Dulatov seinen Gegner mit einem linken Haken. Fugitt ging zu Boden, nach zwei weiteren Treffern durch den UFC-Debütanten schritt der Ringrichter ein, Dulatov war der Sieger.
Dulatov macht gegen Fugitt von Beginn an Druck, landet schon nach 20 Sekunden den ersten harten Treffer mit einem rechten Schwinger. Der Ami hat in keiner Phase des Kampfes eine Chance.
Es ist eine blitzschnelle Linke, mit der Dulatov seinen Gegner erwischt. Fugitt geht schwer getroffen zu Boden, Dulatov setzt sofort nach und landet zwei weitere Schläge. Dann greift der Ringrichter ein - der Kampf ist beendet. Nach exakt 4 Minuten und 6 Sekunden steht fest: Der Düsseldorfer hat sein UFC-Debüt mit einem krachenden Knockout gewonnen.
Der in Tschetschenien geborene Dulatov hatte schnell ein Gefühl für die richtige Reichweite gefunden. Immer wieder brachte er die rechte Gerade durch, wenn der etwas kleinere Fugitt nach vorne ging. Im Clinch wollte der Amerikaner seine Akzente setzen, Dulatov wusste sich aber exzellent zu verteidigen. Aus beiden Situationen löste sich der Kämpfer aus Deutschland gekonnt. Selbst nachdem er einen Tritt gegen das Bein kassiert und das Gleichgewicht kurz verloren hatte, traf er Fugitt noch im Fallen mit einer Geraden.
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Der amerikanische Weltergewicht-Kämpfer war vor dem Duell bereits viermal in der UFC angetreten. Mit Fugitt (Bilanz 10 Siege, 4 Niederlagen) bekommt Dulatov gleich zu Beginn einen Mann gestellt, der bereits vier Kämpfe in der UFC absolviert hat.
Dulatovs Weg in die UFC
Für den 26-Jährigen ist es der 12. Sieg in Folge. Der seit Oktober 2019 ungeschlagene Islam Dulatov hatte letztes Jahr an "Dana White's Contender Series" teilgenommen und nach einem TKO-Sieg in der ersten Runde gegen den Brasilianer Vanilto Antunes einen Profivertrag bei der UFC unterschreiben können. Im Oktober 2024 hatte sich Dulatov über „Dana White‘s Contender Series“ einen UFC-Vertrag erkämpft. Schon damals hatte er seinen Gegner per K.o. in der ersten Runde geschlagen und UFC-Boss White so zum Ausrasten gebracht.
Dulatovs UFC-Debüt war ursprünglich für den 22. Februar 2025 bei UFC Seattle (UFC Fight Night 252) gegen Adam Fugitt geplant. Eigentlich sollte das Ganze im Februar dieses Jahres stattfinden. Islam musste den Kampf aufgrund einer schweren Verletzung allerdings absagen.
Am 8. Oktober 2024 betrat Dulatov den Käfig im UFC Apex in Las Vegas mit einer klaren Mission: UFC-Präsident Dana White zu überzeugen, ihm einen Vertrag zu geben. Dulatov dominierte den Kampf von Beginn an und setzte seinen Gegner mit präzisen Schlägen unter Druck. Nach nur 2:44 Minuten in der ersten Runde landete er einen brutalen Ellbogenschlag, der Antunes bewusstlos zu Boden schickte.
Reaktionen und Unterstützung
Islam Dulatov, der nebenher als Model arbeitet, genießt seit jeher große Beliebtheit in der Deutschrap-Szene. Dementsprechend groß war auch der Support für den jungen Kampfsportler am gestrigen Abend. So posteten Rapper wie Kalim, Massiv und Asche reichlich Glückwünsche für den UFC-Debütanten und drückten ihren Support aus. Letzterer pflegt bekanntermaßen eine enge Beziehung zu den Dulatov-Brüdern.
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Dulatovs Persönlichkeit und Ziele
"Ich habe vorher gesagt, dass ich auch mit Köpfchen kämpfen kann. Aber ich werde immer auf den Knockout gehen. 12 Kämpfe, 12 Finishes. Hier sind wir!", sagte der Düsseldorfer. Im Sieger-Interview: „Ich habe es euch schon vor zwei Tagen gesagt. Ich gehe immer auf den Knockout. 12 Kämpfe, 12 Finishes. Let's go.“
An seiner Marschroute wird der 26-Jährige trotz der größtmöglichen Bühne nicht viel ändern, wie er im Interview mit ntv/RTL sagt."Ich werde bedachter in den Kampf gehen, entspannter und ruhiger sein", sagt Dulatov. An seiner Aggressivität werde er aber festhalten.
„Ich werde da nicht mit meinem Gegner drei Runden rumtänzeln und versuchen, das Ding nach Punkten zu holen", ergänzt Dulatov, der einem Motto folgt, das ganz im Sinne der UFC ist: "Ich gehe nicht auf Punktesieg, sonst mache ich mich unbeliebt."
Zu BILD sagte Dulatov vor zwei Jahren selbstbewusst: „Ich will dort nicht nur einfach kämpfen, ich will dort Champion werden. Das habe ich jeden Tag im Kopf und glaube fest daran.“
Dulatov (l.) erwischt seinen Gegner mit einer harten LinkenFoto: JONATHAN BACHMAN/Getty Images via AFP
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Mit seinem spektakulären Sieg bei der Dana White Contender Series hat Islam Dulatov bewiesen, dass er das Potenzial hat, in der UFC erfolgreich zu sein.
Dabei ist Dulatov an diesem langen Kampfabend in New Orleans nur ein kleiner Teil des Vorprogramms. Als der Moderator ihn dort als „The Ripper“ aus Düsseldorf, Germany, vorstellt, schwenkt die Kamera auf eine einsame deutsche Flagge im Publikum.
