Es gibt wahrscheinlich nur wenige heute 30-Jährige, die in ihrer Kindheit oder Jugend nicht Corey Yuens „Karate Tiger“ gesehen haben - und denen dabei nicht die Faust juckte. Der erste Teil gab den Startschuss zu einem „Karate Tiger“-Franchise, das sich zu einer der populärsten Kampfsportreihen überhaupt mauserte - ohne dass dabei auch nur zwei Teile einen gemeinsamen Handlungsstrang verfolgen würden.
Die Reihe, so wie sie bei uns veröffentlicht wurde, ist eine rein europäische Erfindung, das Resultat einer Vermarktungsstrategie und eines Übersetzungswirrwars. Sie setzt sich zusammen aus den amerikanischen „No Retreat, No Surrender“- und „Kickboxer“-Streifen.
Die Handlung im Überblick
Der Teenager Jason Stillwell (Kurt McKinney) ist ein glühender Bruce-Lee-Verehrer und trainiert im Karate-Dojo seines Vaters.
Als dieser von Ivan Kraschensky (Jean-Claude Van Damme), dem Schläger eines Verbrecher-Syndikats, invalide geprügelt wird und somit gezwungen ist, das Dojo aufzugeben, zieht die Familie von Los Angeles nach Seattle.
Jason ist enttäuscht vom dem seiner Meinung nach feigen Rückzug seines Vaters und wird darüber hinaus kurz nach der Ankunft in Seattle von einer Clique um den schleimigen Scott (Kent Lipham) als neues Opfer auserkoren.
Lesen Sie auch: Die Schauspieler von Karate Tiger
Nach einer schmerzhaften Prügelei und einem heftigen Streit mit seinem Vater fleht der verzweifelte Jason sein Idol Bruce Lee um Beistand an.
Noch in derselben Nacht erscheint ihm der Geist von Sensei Lee (Tai Chung Kim), der Jason fortan in den Künsten der Selbstverteidigung unterrichtet.
Währenddessen verbreitet das Syndikat aus L.A. auch in Seattles Dojos Angst und Schrecken.
Von einem skrupellosen Verbrecher-Syndikat unter Druck gesetzt, flieht der Karate-Lehrer Stillwell von Los nach Seattle um eine neue Existenz aufzubauen.
Sein Sohn Jason (Kurt Mc Kinney), ein glühender Verehrer von Bruce Lee, ist über das feige Verhalten seines Vaters tief enttäuscht.
Lesen Sie auch: Karriere-Überblick: Jean-Claude Van Damme
Niedergeschlagen pilgert Jason in Seattle, der Heimatstadt Lee¹s, zu dessen Grab und fleht um Beistand.
Eines Nachts erscheint ihm der Meister im Traum und lehrt ihn die Geheimnisse der Karate-Kunst.
Gewappnet mit kostbarem Wissen und stählernem Mut nimmt Jason den Kampf gegen das Verbrecher-Syndikat auf.
Doch mit dem Russen Ivan (Jean-Claude Van Damme) steht ihm ein übermächtiger Gegner gegenüber.
Die Bedeutung des Films
Bekannt ist der Film heute vorwiegend als erster Hollywood-Stehversuch von Jean-Claude Van Damme, bevor diesem zwei Jahre später mit Bloodsport der endgültige Durchbruch gelang.
Lesen Sie auch: Die Rolle von Van Damme im Film
Ich hatte den Film das erste mal als Kind gesehen, sogar mehrmals, und damals hatte er mich schon sehr beeinflusst.
Besonders bewundernswert fand ich den Auftritt des Geistes von Bruce Lee und natürlich dieses unglaubliche Selbstbewusstsein, das Jason entwickelt; sowohl bezogen auf seinen Kampfsport als auch seine Unabhängigkeit von seinem Vater. Sowas prägt einem eben in jungen Jahren, selbst wenn der Film formal (siehe Filmkritik) vermutlich ...
Ein Absoluter Klassiker schlecht hin.
Entgegen so mancher fast schon dümmlichen Bewertung die der ein oder andere hier von sich gegeben haben und den Film anscheinend mit der heutigen Zeit Vergleichen, finde ich ihn auch heute noch wirklich gut. Wer alte Filme mag und ein wenig Action bzw Kampfsport, ...
Schauspieler Liste
| Schauspieler | Rolle |
|---|---|
| Kurt McKinney | Jason Stillwell |
| Jean-Claude Van Damme | Ivan Kraschensky |
| Tai Chung Kim | Geist von Sensei Lee |
| Kent Lipham | Scott |
