UFC Zuschauerrekord: Ein Blick auf die Geschichte und Höhepunkte

Die UFC, die größte Veranstaltungsreihe im MMA-Sport, hat im Laufe ihrer Geschichte immer wieder für Aufsehen gesorgt. Die Organisation steht für Spektakel und feiert mit UFC 300 seine 300. Großveranstaltung mit prominent besetzten Kämpfen.

Historische Zuschauerrekorde der UFC

Die UFC hat in der Nacht zum Sonntag einen neuen Zuschauerrekord aufgestellt. Bei UFC 193 waren 56.214 Menschen im Etihad Stadium in Melbourne, Australien anwesend. Der bisherige Rekord wurde damit um 490 Zuschauer übertroffen.

Bislang galt UFC 129 in Toronto als meistbesuchter UFC-Event aller Zeiten. Im April 2011 fanden sich hier 55.724 Zuschauer ein, um Georges St. Pierre, Jose Aldo und Randy Couture in Aktion zu erleben. 11 Millionen Dollar nahm man damals an Ticketeinnahmen ein.

Platz hätten im Etihad Stadium bis zu 70.000 Fans gefunden. Im Hauptkampf der Veranstaltung schockte Holly Holm die MMA-Welt, indem sie UFC-Championess Ronda Rousey in der zweiten Runde K.o. schlug. Auch im Co-Hauptkampf haben die Frauen die Fäuste fliegen lassen.

Israel Adesanya: Ein Star, der die Massen bewegt

Mehr als 57 000 Zuschauer waren Zeuge, als Adesanya in Marvel Stadium in Melbourne, Australien gegen Robert Whittaker (31) den UFC-Titel gewann - alleiniger Zuschauerrekord.

Lesen Sie auch: Das Deutsche Derby: Geschichte

Adesanyas Weg an die Spitze

  • Im April 2018 stieg „The Last Stylebender“ das erste Mal in das UFC-Oktagon.
  • Dank einer knappen Punktentscheidung siegte er gegen Marvin Vettori (28), die sich Jahre später ein zweites Mal im Käfig treffen sollten.
  • In seinem ersten PPV-Hauptkampf besiegte er UFC-Legende Anderson Silva (47), der Kampf glich einer Fackelübergabe.
  • Fast auf den Tag ein Jahr nach seinem Debüt in der Organisation trug er das erste Mal UFC-Gold, besiegte Kelvin Gastelum (30) in einer packenden Fünf-Runden-Schlacht.

Adesanyas Kampfstil und Persönlichkeit

Was macht den Champion im Käfig so gefährlich? Schnelle Fäuste, brutale Kicks, unkonventionelle Bewegungen. Und die geheime Zutat: Tanzen.

Interessant: Adesanya tanzt nicht nur im Oktagon. Bei seinen Käfig-Einläufen studiert er immer wieder besondere Shows ein - mit coolen Tanzeinlagen.

UFC 300: Eine Jubiläumsveranstaltung der Superlative

"Die größte Nacht des Kampfsports" verspricht Dana White für UFC 300. Die Jubiläumsveranstaltung der einflussreichsten MMA-Organisation der Welt ist mit Superlativen gespickt: 13 amtierende und ehemalige UFC-Champions, Hall of Famer des Boxens und Olympiasieger.

Für Sobotta ist UFC 300 zwar "nicht das Megaevent", aber zumindest die beste Besetzung an Kämpfen in diesem Jahr.

Der Aufstieg des MMA-Sports in Deutschland

In Frankfurt findet zum ersten Mal ein MMA-Kampfabend in einem Bundesligastadion statt. Die Kulisse von 59.000 Zuschauern bedeutet Rekord, viele Deutsche gewinnen ihre Kämpfe. Der einst verrufene Sport ist hierzulande nun doch auf dem Weg in den Mainstream.

Denn zum ersten Mal findet hier ein Mixed-Martial-Arts-Event in Deutschland in einem Stadion statt. Organisiert hat es die tschechische Liga Oktagon, es ist ihre 62. Veranstaltung.

Damit überflügelt Oktagon in Sachen Zuschauerzahl sogar die größten Events der UFC in Kanada oder Australien um einige Tausend Fans. Ausgerechnet in Deutschland. Welche Ironie.

Ebenfalls ungewöhnlich: dass es nicht die UFC ist, die diesen Erfolg landet. Sondern Oktagon, eine als Schnapsidee zweier Tschechen erst 2016 gegründete Liga.

Oktagon 62: Eckerlin gegen Jungwirth

Vor über 59.000 Fans im Stadion der Eintracht gewann MMA-Kämpfer Christian Eckerlin den lang erwarteten Kampf gegen Landsmann Christian Jungwirth und holte sich die inoffizielle Krone als „King of GErMMAny“.

Mit dem Mega-Event verewigte sich die tschechische Liga Oktagon dabei in den Annalen ihrer Sportart: Es war nicht nur der meistbesuchte MMA-Event in Deutschland, sondern auch in der gesamten westlichen Welt (nur einige Events in Japan um die Jahrtausendwende waren besser besucht).

Mehr Fans als Oktagon 62 hat auch der Marktführer UFC nie angelockt, auch nicht, wenn Superstar Conor McGregor in den Käfig gestiegen war.

Die Entwicklung der UFC im Laufe der Jahre

Keine Sportorganisation profitierte so stark von der Pandemie wie die UFC, die als erste wieder Live-Sport anbot. Im vorigen Geschäftsjahr verbuchte die UFC Einnahmen von mehr als einer Milliarde Dollar, der Großteil kommt aus dem TV-Deal mit ESPN.

Von den Abläufen ist die UFC das Nonplusultra. Da habe ich noch nie etwas Besseres erlebt. Vom Geschäftsmodell hat sich in der UFC in den vergangenen Jahren dafür sehr viel getan.

Die enorme Zahl der Athleten sorgt nun auch dafür, dass die UFC rigoros aussiebt. "Die UFC ist halt eine Saftpresse. Die pressen, solange da Saft rauskommt. Und wenn sie meinen, da kommt nicht mehr genug, dann wird man entsorgt", sagt der 37-Jährige über die Organisation, die in seinen Augen zwar Konkurrenz bekommen hat, was die Bezahlung der Kämpfer angeht, rein sportlich aber noch das Ziel jedes MMA-Fighters sein sollte.

Die Zukunft der UFC in Deutschland

Bis UFC 400 werde es aber nicht dauern, ehe der "Zirkus" noch einmal in der Bundesrepublik aufschlägt. Es brauche Lokalmatadoren und die seien derzeit in der Entwicklung, meint Sobotta.

Es gibt die nötigen Trainingsstrukturen und die Kontakte, um die Jungs da hinzuführen. "Die Generation an Kämpfern, die jetzt zwischen 18 und 25 sind, da könnte es schon der eine oder andere schaffen, dass er auch in der UFC mitkämpfen kann.

Die Anfänge der UFC

Im Grunde genommen war die erste Veranstaltung der UFC als Marketing-Gag für das brasilianische Jiu-Jitsu gedacht; eine Bodenkampfkunst, die darauf abzielt, den Gegner mit Würgegriffen oder Hebeltechniken zur Aufgabe zu zwingen.

Gemeinsam entwarfen sie das Konzept einer Veranstaltung, die den Amerikanern die Effektivität des brasilianischen Jiu-Jitsus näherbringen sollte: ein Turnier mit acht Kämpfern unterschiedlicher Stilrichtungen.

Diese acht Kämpfer stiegen am 12. November 1993 in Denver, Colorado in das „Octagon“, eine achteckige Matte, die von einem schwarzen Maschendrahtzaun umgeben ist.

Die erste „UFC“ war ein großer Erfolg für die Gracie-Familie. Von der Veranstaltung inspiriert und motiviert, begannen tausende Amerikaner damit, brasilianisches Jiu-Jitsu zu trainieren. Royce Gracie wurde zur Kampfsportikone.

Der Weg zur Regulierung und Akzeptanz

Die UFC reagierte auf die Kritik, indem sie mit den Sportbehörden der Staaten zusammenarbeitete, die auch den Boxsport regulieren. Schritt für Schritt änderte man das Regelwerk, um den sportlichen Charakter der Kämpfe besser hervorzuheben.

In Zusammenarbeit mit den staatlichen Sportkommissionen erarbeitete die UFC ein Regelwerk, das noch heute gültig ist: die „Unified Rules of Mixed Martial Arts“.

Dana White und die Fertitta-Brüder übernehmen die UFC

Als SEG Ende 2000 kurz vor dem Bankrott stand, kauften zwei Milliardäre aus Las Vegas die am Boden liegende Organisation. Frank und Lorenzo Fertitta, Eigentümer der mächtigen Station Casinos, erstanden die UFC im Januar 2001 für zwei Millionen US-Dollar.

Lorenzos Kindheitsfreund, Dana White - welcher den Kauf angestachelt hatte - wurde der Präsident der UFC.

Reality-Show „The Ultimate Fighter“ verhilft UFC zum Durchbruch in den Mainstream

2004 nahmen die Fertittas an der Reality-TV-Serie „American Casino“ teil und erkannten schnell, wie sich solche realitätsnahen Formate zu Promotionzwecken nutzen lassen.

Ihre Idee sah vor, 16 talentierte Kämpfer, die es noch nicht in die UFC geschafft hatten, in ein Haus zu stecken. Sie sollten gemeinsam wohnen, unter der Leitung bekannter Kämpfer trainieren und in Trainingskämpfen im Turniermodus gegeneinander antreten, bis nur noch einer von ihnen übrig blieb.

Zahlreiche TV-Stationen lehnten die Show ab. Für die erste Staffel von „TUF“, welche am 18. Januar 2005 erstmals über die Bildschirme flimmerte, wurden die UFC-Legenden Chuck Liddell und Randy Couture als Trainer engagiert.

Zwei der Teilnehmer von „The Ultimate Fighter 1“ waren Stephan Bonnar und Forrest Griffin, der spätere Sieger des Turniers der Halbschwergewichte. Sie sind es, die im Finale jenen fantastischen Kampf im April 2005 bestritten, der Dana White und den Fertittas noch heute Freudentränen in die Augen treibt.

Ihre Reality TV-Show bescherte der UFC nach langem Warten endlich den heiß ersehnten Sendeplatz im Kabelfernsehen und darüber hinaus eine völlig neue Fanbasis.

Der Aufstieg der UFC

Im Dezember knackte die UFC mit „UFC 66“ erstmals die bahnbrechende Marke von einer Million Käufen. Im selben Monat kaufte die UFC eine kleinere Organisation aus Kalifornien: World Extreme Cagefighting (WEC).

Weitaus bedeutender war jedoch der Kauf einer anderen Organisation am 27. März 2007. PRIDE Fighting Championship (PRIDE FC) aus Japan war jahrelang der größte - und einzig ernstzunehmende - Rivale der UFC.

Am 11. Juli 2009 veranstaltete die UFC die geschichtsträchtige „UFC 100“.

Eine neue TV-Zukunft

Am 18. August 2011 enthüllte die UFC, dass sie sich mit dem TV-Netzwerk FOX auf einen Vertrag über sieben Jahre geeinigt hatte.

Frauen an die Macht

Im November 2012 verpflichtete die UFC ihre erste weibliche Kämpferin. Ronda Rousey, Bronzemedaillengewinnerin im Judo bei den Olympischen Spielen 2008, bestritt am 23. Februar 2013 bei „UFC 153“ gegen Liz Carmouche den ersten Frauenkampf im Octagon.

Historisches Event toppt auch die UFC

Fast 60.000 Zuschauer sind am Samstagabend in Frankfurt Zeuge eines historischen Ereignisses geworden - und zwei deutsche Kampfsportler spielten die Hauptrolle.

Vor über 59.000 Fans im Stadion der Eintracht gewann MMA-Kämpfer Christian Eckerlin den lang erwarteten Kampf gegen Landsmann Christian Jungwirth und holte sich die inoffizielle Krone als „King of GErMMAny“.

Mit dem Mega-Event verewigte sich die tschechische Liga Oktagon dabei in den Annalen ihrer Sportart: Es war nicht nur der meistbesuchte MMA-Event in Deutschland, sondern auch in der gesamten westlichen Welt (nur einige Events in Japan um die Jahrtausendwende waren besser besucht).

Mehr Fans als Oktagon 62 hat auch der Marktführer UFC nie angelockt, auch nicht, wenn Superstar Conor McGregor in den Käfig gestiegen war.

UFC 129 in Toronto

Am 30. April 2011 wird mit UFC 129 aus dem Rogers Center in Toronto, Ontario Geschichte geschrieben.

Höhepunkt ist natürlich der Fight des Lokalmatadoren und amtierenden UFC Welterweight Champion George St-Pierre. Er wird seinen Titel gegen den seit 6 Jahren unbesiegten Jake Shields verteidigen.

Zuschauerrekorde im Überblick

Event Ort Zuschauerzahl
UFC 193 Etihad Stadium, Melbourne, Australien 56.214
UFC 129 Rogers Center, Toronto, Kanada 55.724
Oktagon 62 Deutsche Bank Park, Frankfurt, Deutschland Ca. 59.000
Marvel Stadium, Melbourne Marvel Stadium, Melbourne, Australien 57.127