Kickboxen: Eine umfassende Definition

Kickboxen ist eine körperbetonte Kampfsportart, bei der die Kämpfer Boxschläge und Fußtechniken ausführen, wie man sie beispielsweise vom Karate kennt. Die erste Version des Kickboxens aus dem Jahre 1974 hieß noch All-Style-Karate, denn viele Kickbox-Techniken stammen aus dem traditionellen Karate, wie es schon seit über 200 Jahren in Japan gelehrt wird. Sinn und Zweck der Entwicklung von All-Style-Karate war es, realistische Kämpfe stattfinden zu lassen.

Die Kämpfer sollten sich mit einheitlichen Techniken und Regeln in einem fairen Wettkampf messen können. Im Wettkampf sind ausschließlich Schläge und Tritte erlaubt, nicht aber Griffe, Würfe oder Hebel. Bei den Kämpfen waren anfangs noch viele Verletzungen an der Tagesordnung. Um Kickboxen zu lernen, brauchst du keine besonderen Voraussetzungen zu erfüllen. Du musst nicht super fit und gelenkig sein, bevor du zu einem Probetraining gehst.

Ursprünge und Entwicklung des Kickboxens

Kickboxen steht zum einen für eine Gruppe von Kampfsportarten, die Schläge und Tritte kombinieren. Kickboxen hat seinen Ursprung im Muay Boran, einer Kampfkunst, die später als Muay Thai bekannt wurde. Das moderne Kickboxen entstand in den 1950er Jahren in Japan als eine Mischung aus Karate und Muay Thai Regeln und Techniken.

Die frühesten Ursprünge des Kickboxens gehen auf das 13. und 14. Jahrhundert und eine Kunst namens Muay Boran zurück, die ein Vorläufer des Muay Thai war. Dabei handelte es sich um ein Kampfsystem, das von den siamesischen Kriegern verwendet wurde und sich später zu einem sehr beliebten Sport entwickelte. Die größte Veränderung kam im 19. Jahrhundert. Der König war ein großer Fan der Muay Boran-Kämpfe und half bei der Ausarbeitung der ersten Regeln. Infolgedessen wurden die Kämpfe viel sicherer, und die Veranstaltungen wurden zu einem Teil verschiedener Feste und Feiern.

Ab dem 20. Jahrhundert begann die Geschichte des modernen Kickboxens jedoch in den späten 1950er Jahren. Zu einer Zeit, als es eine große Rivalität zwischen Muay Thai und Karate gab. Ein Karateka namens Tatsuo Yamada war einer der ersten, der Muay Thai zu trainieren begann. Obwohl er dem Karate treu blieb, war Yamada von den Vollkontaktregeln des Muay Thai fasziniert. Also begann Yamada, mit Karate- und Muay-Thai-Techniken und -Regeln zu experimentieren, und legte in gewisser Weise den Grundstein für ein neues Kampfsystem, das später zum Kickboxen werden sollte.

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Der Mann, der oft als Vater oder Erfinder des Kickboxens angesehen wird, war ein bekannter Promoter, Osamu Noguchi. In den späten 1950er Jahren schuf er eine neue Kampfkunst und einen Kampfsport, bei dem Kämpfer aus Karate und Muay Thai gegeneinander antreten konnten. Noguchi nutzte Karate als Grundlage und fügte Techniken und Regeln des Vollkontakts aus dem Muay Thai hinzu.

Noguchi gründete 1966 die erste „Kickboxing Association“ und organisierte kurz darauf am 11. April die erste Veranstaltung in Osaka. 1974 fand die erste Weltmeisterschaft im Kickboxen in Los Angeles, Kalifornien, statt. Ein entscheidender Schritt in der Professionalisierung des Sports wurde 1978 mit der Gründung der WKA (World Kickboxing Association) gemacht. Im Jahr 1980 begannen sich die Regeln und verschiedenen Formen des Kickboxens auch in Deutschland durchzusetzen.

Die Entwicklung des Kickboxens zeigt, wie sich eine Kampfsportart innerhalb weniger Jahrzehnte von einer neuen Disziplin zu einem global anerkannten Sport entwickeln kann. Die Frage "Wer hat Kickboxen erfunden?" lässt sich nicht eindeutig beantworten, da der Sport aus der Verschmelzung verschiedener Kampfkünste entstanden ist.

Verschiedene Stile des Kickboxens

Kickboxen ist sowohl ein eigenständiges Kampfsystem als auch ein Begriff, der für eine Gruppe von Kampfsportarten steht, die Schläge und Tritte miteinander kombinieren. Das bedeutet, dass es beim Kickboxen viele verschiedene Stile gibt. Obwohl es viele Stile und Formen des Kickboxens gibt, sind die Grundtechniken bei allen Kickboxstilen fast gleich.

Sie lehren verschiedene Kicks aus dem Karate, Taekwondo und Muay Thai und wie man sie mit westlichen Boxtechniken kombiniert. Hier sind einige der bemerkenswertesten Kickboxstile:

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  • Japanischer Stil: Eine Mischung aus Karatetechniken und den Regeln des Muay Thai.
  • Niederländischer Stil: Der Schwerpunkt liegt auf Vorwärtsdruck, hoher Schlagkraft und harten Low Kicks.
  • Amerikanischer Stil: Eine Mischung aus Karate und westlichem Boxen, wobei der Schwerpunkt auf hohen Tritten und Handschlägen liegt.
  • Savate: Eine französische Kampfsportart, bei der das Kämpfen durch Tritte erfolgt und Elemente des englischen Faustkampfes integriert.

Kickboxen vs. Muay Thai

Diese beiden Kampfsysteme haben viel gemeinsam, denn Kickboxen hat seinen Ursprung im Muay Thai. Gleichzeitig gibt es aber auch große Unterschiede in Bezug auf Regeln, Schwerpunkte, Techniken und viele andere Faktoren. Muay Thai ist eine Schlagkunst, bei der der Schwerpunkt auf harten Tritten und dem Kampf im Clinch mit Ellbogen und Knien liegt. Das Kickboxen hingegen unterscheidet sich stark davon. Der Schwerpunkt liegt auf Vorwärtsdruck, einer hohen Schlagzahl und Boxkombinationen.

Die Regeln des Muay Thai sind einfach und leicht zu verstehen. Die Kämpfe gehen über 5 Runden, wobei jede Runde 3 Minuten dauert. Die Kämpfer haben zwischen den Runden eine 2-minütige Pause und treten mit gepolsterten Handschuhen und Shorts an. Kämpfe können durch Entscheidung, K.o. Beim Kickboxen gibt es viele verschiedene Regeln. Aber in den meisten Fällen dauern die Kämpfe 3 Runden, wobei jede Runde 3 Minuten dauert. Muay Thai ist eine thailändische Kampfkunst, bei der die Kämpfer Boxschläge, Ellbogentechniken, Tritttechniken und Kniestöße einsetzten. Sie Clinchen auch im Nahbereich den Gegner und führen dann Ellboge- und Knietechniken aus.

Kickboxen ist nicht so vielseitig wie Muay Thai, da die Kämpfer hier „nur“ Tritte und Schläge einsetzen. Die meisten modernen Kickboxstile wie K-1 oder der holländische Stil gebrauchen den Clinch nur kurz, um ein Knie anzubringen.

Kickboxen im MMA

Kickboxen spielt im modernen MMA-Kampf eine große Rolle. In der Tat kann man nicht erwarten, erfolgreich zu sein oder das hohe Niveau des Spiels zu erreichen, ohne zumindest grundlegende Kickboxfähigkeiten zu besitzen. Ob K-1, holländischer Stil oder Muay Thai, die meisten Kickboxstile passen gut zum Käfigkampf.

MMA ist ein Sport, bei dem die Kämpfer alle Gliedmaßen als Waffen einsetzen können, um in allen Bereichen zu kämpfen, auch im Clinch. Im Muay Thai lernt man am besten, wie man Tritte mit Schlägen kombiniert oder im Clinch mit Knien und Ellbogen kämpft. Aber der Aspekt, der eindeutig hervorsticht, sind die bösartigen Muay Thai Low- und Highkicks. Im modernen MMA kann man nicht überleben, wenn man nicht weiß, wie man Tritte mit der richtigen Technik abwehrt oder wirft. Früher oder später würde jemand diese Lücke in deinem Spiel aufdecken, und das wäre eine sehr schmerzhafte Erfahrung.

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Wettkampfdisziplinen im Kickboxen

Beim Kickboxen gibt es verschiedene Wettkampfdisziplinen, die sich in ihren Regeln und Schwerpunkten unterscheiden:

  • Semikontakt: Nach jedem erfolgreichen Treffer wird der Kampf kurzzeitig unterbrochen, und die Treffer werden von Kampfrichtern bewertet.
  • Leichtkontakt: Es geht darum, mehr Treffer als der Gegner zu erzielen, wobei Fußtreffer zum Kopf und gesprungene Treffer mehr Punkte ergeben.
  • Vollkontakt: Der Kampf wird meistens im Boxring ausgetragen und kann sowohl nach Punkten als auch durch K.o. gewonnen werden.
  • Formen: Vergleichbar mit der Kür beim Eislaufen, wird eine frei gestaltete Abfolge von Techniken mit oder ohne Musik vorgeführt.
  • Aerobic Kickboxen: Hier werden Elemente von Kickboxen, Boxen und Aerobic kombiniert, wobei eine Kür mit musikalischer Untermalung ausgeführt wird.

Training und Technik im Kickboxen

Um Kickboxen zu lernen, brauchst du keine besonderen Voraussetzungen zu erfüllen. Du musst nicht super fit und gelenkig sein, bevor du zu einem Probetraining gehst. Der Trainer steht vorne und demonstriert mit Trockenübungen den Bewegungsablauf einer Technik oder einer Kombination gegen einen imaginären Gegner. Im Partnertraining hält ein Partner spezielle Polster genau an die Position, wo der Trefferpunkt einer Technik ist.

Bei vielen Vereinen hängen Boxsäcke in den Trainingsräumen. Die im Kickboxen angewendeten Boxschläge und Fußtechniken lassen sich auch ohne Partner als reine Fitnesstraining oder begleitendes Training zum Vereinssport sehr gut beim Schattenboxen oder Boxsacktraining ausführen. Das Technik-Training ist ohne Partner jederzeit möglich und verbessert die Ausdauer und Schnellkraft.

Ein Meister in einer Kampfsportart zu werden, ist für die meisten Menschen ein lebenslanger Weg. Das gilt auch für Kickboxen, das ein intensiver und schwer zu erlernender Stil ist. Ohne harte Arbeit, Hingabe und vor allem ohne Leidenschaft wird man nichts erreichen. Im Durchschnitt brauchen Anfänger 4 bis 6 Monate, um alle Grundlagen zu erlernen und mit dem Sparring zu beginnen. Um ein fortgeschrittenes Niveau zu erreichen, brauchen sie ein weiteres Jahr hartes Training. Die Techniken des Kickboxen sind auch für Anfänger recht einfach.

Es wird Ihnen nicht schwer fallen, sich die Grundlagen anzueignen, unabhängig von Ihrem sportlichen Niveau. Es macht auch nichts aus, wenn Sie noch nie einen Schlag ausgeführt haben. Die ersten Monate können hart und für manche sogar schmerzhaft sein.

Im Kickboxen gibt es ca. 30 Techniken und an die 100 Kombinationen. Sie bestehen aus den Fußtechniken der asiatischen Kampfsportarten wie Karate, Taekwondo, Kung Fu etc., während die Handtechniken aus dem traditionellen Boxsportstammen. Fußtechniken werden im Kickboxen „Kicks“ genannt. Es gibt gesprungene„Kicks“ (z. B. „Site“- oder „Frontkick“), „Kicks“ aus der Drehung (z. B.„Round“- oder „Sitekick“), mit Angleiten d.h. mit kurzem Stepp nach vorne (z.B. „Site- oder „Frontkick“) oder auch „Kicks“ aus dem Stand (alle „Kicks“). Natürlich gibt es auch verschiedene Handtechniken wie bspw. die beiden Geraden, die Aufwärtshaken, Sitehaken und „Backfist“.

Fast jede Technik im Kickboxen hat eine englische Bezeichnung, die jeder Sportler bei der Gürtelprüfung wissen muss. Wie in jedem anderen Sport bzw. gegen die Schläfe des Gegners), Gerade nach vorne Kick ,,Frontkick“ (ein gerader Kick nach vorne, mit dem linken und rechten Bein ausführbar) und der „Halbkreiskick“, ,,Roundhousekick“ oder ,,Roundkick“ (einhalbkreisförmig ausgeführter Kick in die Seite des Gegners). Zu jeder Technik gehört auch die Grundlage der Stellung, die sog. Kampfstellung.

Die Kampfstellung wird je nach Links- oder Rechtshändigkeit des Sportlers ausgeführt. Bei Rechtshändern wird die linke Hand, d. h. die vordere, ein paar Zentimeter vor dem Gesicht in Höhe der Nasenspitze gehalten, während die rechte Hand, d. h. die hintere, an die rechte Seite des Kinns gehalten wird, um den Kopf und mit dem Unterarm die Rippen zu schützen. Die Fußstellung ist so gestaltet, dass der linke Fuß etwas weiter vorne steht, in Richtung des Gegners zeigt und ganz aufgesetzt wird, während der rechte Fuß etwas weiter hinten steht, ca. 45 Grad nach außen gedreht ist und die Verse leicht angehoben wird. Bei Linkshändern ist es genau umgekehrt. Wichtig dabei ist, dass der Blick immer auf dem Gegner ruht, um die Techniken sauber und präzise abwehren und kontern zu können. Außerdem gehört zu jeder Technik auch eine spezielle Konter-und Abwehrkombination.

Bedeutung der Schutzausrüstung

Neben dem Training-Outfit, zu dem eine vom Verein bestimmte Hose, ein T-Shirt und ein Gürtel zählen, ist die Schutzausrüstung eine der wichtigsten Mittel, um den Sport ausüben zu können. Die Schutzausrüstung ist deshalb sehr wichtig, da sie den Sportler vor schweren Verletzungen bewahren soll. Jeder Kickboxer sollte folgende Ausrüstungsgegenstände besitzen: Kopfschutz, Mund- bzw. Zahnschutz, Brustschutz (bei Frauen), Handschuhe, Tiefschutz, Schienbeinschutz und Fußschützer.

Die Ausrüstungsgegenstände gibt es in verschiedenen Größen, die mit S, M, L, XL etc. wie normale Kleidungsstücke gekennzeichnet sind. Anders ist es bei den Handschuhen. Es gibt sie in 2 Varianten: die ,,geschlossenen Handschuhe“ und die offenen sog. ,,Openhands“. Sie werden nicht in den normalen Kleidungsgrößen S, M, L, XL etc. angeboten, sondern mit der Größenbezeichnung „Unzen“ beworben. So kann man bspw. 8oz, 10oz, 12oz, 14oz oder 16oz Handschuhe kaufen. Es gibt verschiedene Firmen, die Schutzausrüstungen herstellen.

Kickboxen als Fitness-Training

Ganz gleich, ob als Kampfsport oder als reines Fitnesstraining: Kickboxen hat das positive Auswirkungen auf das gesamte Herz-Kreislauf-System hat. Beim Fitness Kickboxen spielt die korrekte Ausführung der Techniken zwar ebenfalls eine Rolle. Der Fokus liegt aber ganz klar auf dem Training des Herz-Kreislauf-Systems sowie einer Verbesserung der körperlichen Fitness. Kickboxen als Kampfsport muss deutlich von einem auf den Kickbox-Techniken basierenden Fitnesstraining abgegrenzt werden.

Der Kampfsportler versucht einen imaginären Gegner beim Schattenboxen zu besiegen, während für die Teilnehmer von Fitness-Kursen die körperliche Bewegung im Vordergrund steht. Die im Kickboxen angewendeten Boxschläge und Fußtechniken lassen sich auch ohne Partner als reine Fitnesstraining oder begleitendes Training zum Vereinssport sehr gut beim Schattenboxen oder Boxsacktraining ausführen.

Im Fitness-Kickboxen wird bewusst auf das Sparring (Kämpfen) verzichtet. Wer Fitness-Kickboxen betreibt, kann verletzungsfrei seine Fitness ideal fördern und aufbauen. Der Vorteil beim Fitness-Kickboxen liegt darin, dass mit relativ wenig Zeitaufwand Fett verbrannt und die Muskulatur aufgebaut wird. Neben dem Fitnesseffekt trainiert man gleichzeitig Selbstverteidigung. Die Kick- und Boxtechniken werden beim Training schnell erlernt. Allerdings erlernt man nicht das Verhalten im Kampf und das Distanzgefühl. Der Einstieg ist ohne Vorkenntnisse möglich. Fitness und Spaß stehen beim Fitness-Kickboxen im Vordergrund. Kickboxen ist eine äußerst vielseitige Sportart, die nahezu den gesamten Körper beansprucht und trainiert. Diese umfassende Beanspruchung des Körpers erklärt, warum Kickboxen oft zu deutlichen körperlichen Veränderungen führt. Für diejenigen, die nach einer ganzheitlichen Trainingsmethode suchen, bietet Kickboxen eine exzellente Option. Ob als Fitness Kickboxen Frauen oder für Männer, die Sportart bietet für jeden Fitnesslevel passende Herausforderungen.

Gürtelprüfungen im Kickboxen

Neben Weittkämpfen kann die Leistungsfähigkeit des Kickboxers durch Gurtprüfungen (weiß - schwarz) nachgewiesen werden. Danach können weitere Abschlüsse durch Prüfungen erreicht werden. Infolgedessen tragen die Athleten den entsprechenden Gürtel und erhalten oft ein Zertifikat für eine erfolgreiche Prüfung. Der schwarze Gürtel entspricht der Meisterklasse (Dan). Danach können weitere Master-Abschlüsse durch spezielle Prüfungen erreicht werden, in den meisten Verbänden sind Prüfungen bis zum 4. Dan möglich.

Im Kickboxen gibt es verschiedene Gürtelklassen. Die erste Gürtelklasse ist die Kinderklasse. Bis zum einschließlich 13. Lebensjahr werden in dieser Klasse auch Zwischengürtel gemacht, wie z.B. Ab dem 14. Lebensjahr ist man in der Jungend- Erwachsenenklasse und macht dann nur noch sog. volle Gürtel, wie z.B. weiß oder gelb. Die Farben der Gürtel sind weißgelb, gelb, gelborange, orange, orangegrün, grün (ab 13 Jahren), grünblau (ab 14 Jahren), blau (ab15 Jahren), braun (ab 16 Jahren), schwarz 1. Dan (ab 18 Jahren). Es gibt natürlich auch noch höhere Grade. folgende Schwarzgurtgrade erwerben: den 2. Dan, 3.Dan und 4. Dan.

Zu jeder Prüfung im Kickboxen gehören bestimmte Kenntnisse: Grundtechniken, Gürteltechniken und ihre englischen Bezeichnungen, die Selbstverteidigung, Fragen, die das Kickboxen und seine Anwendung im Besonderen betreffen, alle Gürtelfarben und die sog. Fallschule. Eine Prüfung im Kickboxen besteht aus 5 Teilen. Der zweite Teil ist das Modelsparring (Kampf nur mit den Gürteltechniken) und Sparring (Kampf mit allen Techniken, die man kennt). Der dritte Teil besteht aus der Selbstverteidigung, bei der man sich aus verschiedenen Griffen z.B. dem Schwitzkasten befreien muss. Der vierte Teilbesteht aus der mündlichen Prüfung, dem Basiswissen über den jeweiligen Verein und über das Kickboxen im Allgemeinen. Der fünfte Teil besteht aus der Fallschule, bei der verschiedene Abroll- und Sturztechniken geprüft werden. Die Prüfung selbst dauert zwischen 4-5 Stunden. Dabei dürfen Eltern, Freunde und Verwandte je nach Vereinsregeln zuschauen. Alles wird vom Prüfer und zwei weiteren Trainern streng überwacht.

Bekannte Persönlichkeiten im Kickboxen

In der Welt des Kickboxens gibt es zahlreiche herausragende Athleten, die durch ihre Leistungen und Erfolge den Sport geprägt haben. Tyrone Spong ist ein niederländisch-surinamischer Kickboxer, der für seine beeindruckenden Leistungen im Ring bekannt ist. Marie Lang ist eine herausragende Vertreterin des Kickboxen Frauen Deutschland. Diese Athleten zeigen, dass Kickboxen eine Sportart ist, die sowohl Männern als auch Frauen die Möglichkeit bietet, auf höchstem Niveau zu konkurrieren.

Parallel zum Boxen startete Vitali Klitschko seine Karriere im Kickboxen. Michael Kuhr ist Deutschlands bekanntester Türsteher und Inhaber einer Security Firma in Berlin. Auch er startete seine Karriere als Kickboxer und wurde als Amateur zehnmal Deutscher Meister, viermal Europameister und 1985 Weltmeister der WAKO. Nach seinem Wechsel in das Profilager wurde er 1990 erster deutscher Profi Kickbox-Weltmeister. Michael Smolik gehört zu den bekanntesten deutschen Kickboxern der Gegenwart.

Zusammenfassung der wichtigsten Punkte

Kickboxen ist eine faszinierende Kampfsportart, die Elemente des traditionellen Boxens mit Beintechniken aus anderen Kampfkünsten verbindet. Diese Übersicht verspricht einen umfassenden Einblick in die Welt des Kickboxens, von seinen Grundlagen bis hin zu seinen Auswirkungen auf den Körper. Kickboxing is a dynamic combat sport combining boxing techniques with... Diese Regeln machen Kickboxen zu einer dynamischen und technisch anspruchsvollen Sportart, die sowohl Kraft als auch Präzision erfordert. Kickboxen ist eine verhältnismäßig junge Sportart und kann daher nicht auf langfristige Traditionen zurück blicken.

Tabelle: Vergleich der Kickboxstile

Stil Ursprung Merkmale
Japanischer Stil Japan Mischung aus Karatetechniken und Muay Thai Regeln
Niederländischer Stil Niederlande Vorwärtsdruck, hohe Schlagkraft, harte Low Kicks
Amerikanischer Stil USA Mischung aus Karate und westlichem Boxen, Fokus auf hohe Tritte und Handschläge
Savate Frankreich Kampf durch Tritte, Elemente des englischen Faustkampfes