Jürg Röthlisberger (* 2. Februar 1955 in Zürich) ist ein ehemaliger Schweizer Judoka und Olympiasieger. Er trägt den 6. Dan. Röthlisberger ist in Zürich geboren und aufgewachsen. Er ist verheiratet, wohnt in Adliswil und seine Tochter Bianca ist 15 Monate alt. Jürg Röthlisberger ist 1,83 m groß und 85 kg schwer. Der gelernte Bauzeichner arbeitet als Lehrer am Sportcenter Nippon Zürich.
Jürg Röthlisberger: Eine beeindruckende Karriere
Jürg Röthlisberger begann mit dem Judosport 1965 bei den "Weissen Löwen" in Oerlikon und wechselte im Alter von 15 Jahren zu Nippon Zürich. 1972 wurde er Schweizer Jugendmeister, 1974 Schweizer Juniorenmeister und Dritter bei der Europameisterschaft der Junioren. 1975 wurde er Dritter bei der Elitemeisterschaft im Mittelgewicht.
Erfolge im Überblick
- 1976: Elitemeister im Mittelgewicht und Open, internationaler Meister von England und Spanien, Fünfter bei der Europameisterschaft in Kiew, Olympiadritter in Montreal, Europacup-Finalist mit Nippon Zürich (alles im Halbschwergewicht 93 kg).
- 1977: Schweizer Meisterschaft, Zweiter bei den Europameisterschaften in Ludwigshafen im neuen Mittelgewicht (86 kg).
- 1978: Schweizer Meister, Dritter bei der Europameisterschaft in Helsinki (86 kg).
- 1979: Europameisterschaft in Brüssel (86 kg), Ausscheiden bei der Weltmeisterschaft in Paris gegen den Briten Donnelly.
- 1980: Olympiasieger im Mittelgewicht.
Schweizer Judoka; Olympiasieger 1980 im Mittelgewicht, Olympiadritter 1976 im Halbschwergewicht; Europameister 1979; mehrf. Schweizer Meister Erfolge/Funktion: Olympiasieger 1980.
Weitere Schweizer Judo-Erfolge
Jürg Röthlisberger gewann als dritter Schweizer nach Eric Hänni (1964) eine Medaille im Judo.
Die Erfolge Röthlisbergers lösten einen Judo-Boom in der Schweiz aus.
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Olympische Spiele 2024 in Paris
Für Judoka Timo Cavelius sind die Olympischen Spiele in Paris nach nur einem Kampf schon wieder vorbei. In seinem Auftaktduell unterlag er einem Ex-Weltmeister. Im Halbmittelgewicht bis 81 Kilogramm musste sich Cavelius in der ersten Runde dem Israeli Sagi Muki nach Ippon geschlagen geben. "Natürlich wusste ich, als ich aufgekommen bin: Scheiße, das war Ippon", sagte der 27-Jährige aus Hof. "Aber ich hab in der Grifferöffnung daneben gegriffen, er hat das gnadenlos ausgenutzt. Cavelius lieferte sich mit dem Ex-Weltmeister und ehemaligen Nummer eins der Welt zunächst einen Kampf auf Augenhöhe. Seine Schultertechniken und auch der Bodenkampf führten aber zu keiner Wertung. Diesmal aber kam es anders: 45 Sekunden vor Ablauf der regulären Kampfzeit knallte Muki seinen Gegner mit einem Hüftwurf auf die Matte und bekam die kampfentscheidende Wertung. Völlig konsterniert lag Cavelius auf dem Boden und konnte auch beim Verlassen der Arena noch nicht wirklich fassen, was da gerade passiert war. Der alte und neue Olympiasieger im Halbmittelgewicht kommt aus Japan. Takanori Nagase besiegte im Finale den Georgier Tato Grigalashvili nach Ippon. Bei den Frauen bis 63 Kilo gewann Andreja Leski (Slowenien) gegen die Mexikanerin Prisca Aqiti Alcaraz ebenfalls nach Ippon Gold.
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