Seit vielen Jahrzehnten begeistern Wrestling-Stars weltweit die Fans. Viele der besten Showkämpfer erlangten im Laufe der Zeit Kultstatus.
Die Kriterien für den besten Wrestler
Die Frage nach dem besten Wrestler aller Zeiten ist subjektiv und hängt von den Kriterien ab, die man zugrunde legt. Eher In-Ring Work, Selling, Mic Work, Charisma?
Im Grunde kann es das alles sein.
Die Top 15 der legendärsten Wrestling-Stars
Hier kommt unser Ranking, das vor Legenden nur so strotzt:
- The Undertaker: Wurde mit seinem Totengräber-Gimmick zur Kultfigur. Wer an Wrestling denkt, denkt automatisch an den Undertaker. Beendete erst Ende 2020 mit 55 Jahren seine Karriere.
- Hulk Hogan: Erlangte weit über die Wrestling-Grenzen hinaus Berühmtheit. Superstar der 80er, später auch in Film und Fernsehen Dauergast. Wermutstropfen: Hogan produzierte im Laufe der Jahre zu viele Skandale.
- The Rock: Mit seiner einmaligen Ausstrahlung, mehreren Kult-Moves (u.a. "Peoples Elbow") und extrem kurzweiligen Promos dominierte The Rock die Wrestling-Welt zur Jahrtausendwende. Zog sich nach und nach aus dem Business zurück, um auf der Leinwand Karriere zu machen. Heute bestbezahlter Schauspieler der Welt.
- Bret "The Hitman" Hart: Kreierte in den späten 90ern einen unfassbaren Hype, der nach dem sogenannten "Montreal Screwjob" 1997 jedoch abebbte. Legte seine Fehde mit der WWE erst spät bei. Zollte seiner Karriere körperlich Tribut wie kaum ein Zweiter.
- "The Nature Boy" Ric Flair: Seinen charakteristischen "WOOOO"-Ruf kennt jeder Wrestling-Fan in- und auswendig. Erstaunlich, in welchem Alter Flair (Jahrgang 1949) noch im Ring aktiv ist. Feierte 2022 ein (überaus blutiges) Comeback, das angeblich (!) seinen endgültigen Abschied dargestellt haben soll.
- "Stone Cold" Steve Austin: Avancierte als Rebell, der sich gegen das Establishment auflehnt und kein Blatt vor den Mund nimmt, zum Liebling der Fans. Musste seine aktive Karriere verletzungsbedingt allerdings früh beenden. Betreibt heute einen erfolgreichen Wrestling-Podcast, schaute 2022 auch bei WrestleMania vorbei.
- "Macho Man" Randy Savage: Während der 80er bis ins neue Jahrtausend einer der populärsten Akteure im Wrestlinggeschäft. Legendär seine Matches mit Hulk Hogan. Verunglückte 2011 tödlich.
- The Ultimate Warrior: Ende der 80er einer der größten Stars der Szene. Prägte die damalige WWF (später WWE) entscheidend, verkrachte sich mit den Verantwortlichen allerdings. Bitter: Als sich alle Seiten 2014 endlich wieder angenähert hatten, verstarb der Warrior plötzlich - exakt drei Tage nach seiner Aufnahme in die WWE Hall of Fame.
- John Cena: Einer der wenigen Superstars, der stets in der "Face"- Rolle (die des Guten) dargestellt wurde - aller Buh-Rufe zum Trotz. Mittlerweile seltener bei WWE zu sehen, da seine Schauspielkarriere merklich Fahrt aufgenommen hat.
- André the Giant: Wurde in den 80er Jahren nicht zuletzt dank seiner gigantischen Erscheinung zum Superstar. Starb 1993 viel zu früh.
- Triple H: Stieg in den späten 90ern zum Top-Heel (Bösewicht) auf, spielte diese Rolle mit kurzen Pausen bis vor wenigen Jahren äußerst erfolgreich. Mittlerweile ist der Schwiegersohn des abgesetzten WWE-Boss Vince McMahon hinter den Kulissen eines der höchsten Tiere.
- "The Heartbreak Kid" Shawn Michaels: Hinterließ in den letzten drei Dekaden deutliche Spuren im Wrestling-Business - mal im Tag Team "The Rockers", später als führender Kopf der "D-Generation X". Beendete seine aktive Karriere 2010, kehrte 2018 aber noch einmal kurz in den Ring zurück. Sein Finisher "Sweet Chin Music" ist einer der bekanntesten überhaupt.
- Bill Goldberg: Führte die WCW mit seiner unglaublichen Siegesserie um die Jahrtausendwende herum in ungeahnte Höhen. Auch heute noch unregelmäßig im Ring zu sehen, zuletzt bei WWE.
- Sting: Wurde als mystischer Charakter bei WCW einst zur Kultfigur. Immer noch aktiv, derzeit bei AEW.
- Mick Foley aka Mankind aka Cactus Jack aka Dude Love: Verwandlungs-Künstler und Hardcore-Legende. Bis heute tief im Wrestling-Business verwurzelt, genießt überall Respekt.
Weitere bemerkenswerte Wrestler
Neben den Top 15 gibt es noch viele weitere Wrestler, die in die Geschichte eingegangen sind:
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- Lou Thesz
- Jim Londos
- Frank Gotch
- Ed Lewis
- Rikidozan
- El Santo
- Antonio Inoki
- Bruno Sammartino
- Georg Hackenschmidt
- Buddy Rogers
- Giant Baba
- Misawa Mitsuharu
- Joe Stecher
- William Muldoon
- Blue Demon
Die Bedeutung von Stars im Wrestling
Nichts in der Wrestling-Welt ist so wichtig wie Stars. Sie sorgen dafür, dass die Hallen bis auf den letzten Platz ausverkauft werden, dass die Zuschauer vor den Fernsehbildschirmen einschalten und T-Shirts, Poster und sonstiges Merchandise an den Mann gebracht werden. Insbesondere die WWE, als unangefochtener Primus, lebte schon immer von diesen „larger-than-life“-Charakteren.
Die Topstars der WWE sicherten der Firma von Vince McMahon den heutigen fast milliardenschweren Jahresumsatz und Möglichkeiten zum Expandieren. Ohne einige dieser Stars würde die WWE wie wir sie heute kennen vermutlich gar nicht existieren.
Hulk Hogan: Die ultimative Wrestling-Ikone
Der Hulkster hat mit Start der Wrestlemania-Ära die Massen begeistert. Die Hallen waren bis zum letzten Platz gefüllt und die Stimmung auf dem Höhepunkt. Und das meist nicht, weil die Zuschauer Wrestling, sondern viel mehr Hulk Hogan sehen wollten - „Hulkamania runs wild“. Seine Popularität machte WWE vom nationalen zum globalen Player. Jeder kennt Hulk Hogan. Und im Gegensatz zu The Rock entspringt Hogans Bekanntheit einzig und allein aus seiner Zeit als aktiver Wrestler.
"Stone Cold" Steve Austin und die Attitude Era
Wir befinden uns am Ende der 90er Jahre. Die WWF ist drauf und dran in den Monday Night Wars den Anschluss an WCW Nitro zu verlieren. McMahon muss sein Produkt dringend neu ausrichten um irgendwie fortbestehen zu können. Was folgt war die Attitude Era. Bis heute gilt sie als die glorreichste und erfolgreichste Ära der WWE-Geschichte. Und nun stellt euch mal eine Attitude Era ohne „Stone Cold“ Steve Austin vor - undenkbar.
Die WWF wurde erwachsener, anstößiger, obszöner. Mit Steve Austin als Speerspitze der kein Blatt vor den Mund nahm, sich in Bier duschte und jeden aber auch jeden seinen legendären Stunner verpasste. Die Fans liebten diese Neuausrichtung und dankten Vince McMahon mit einem rasanten Anstieg der Einschaltquoten. Insbesondere Stone Cold wurde zum gefeierten Star. Wohl kein anderer Wrestler wird jemals wieder so over sein wie die texanische Klapperschlange.
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John Cena: Mehr als nur ein Wrestler
Jetzt wo der 16-malige World Champion aber nur noch selten im Ring zu sehen ist wird einem die Bedeutung John Cenas erst so richtig bewusst. Bei jedem Auftritt von Cena war und ist die Halle am Toben. Manchmal positiv, manchmal extrem negativ, meistens aber gemischt. Die Zuschauer stachelten sich mit Zuneigung oder Ablehnung gegenseitig an und sorgten so für eine elektrisierende Atmosphäre. Besonders bei der jüngeren Generation kommt er bis heute sehr gut an und war jahrelang alleinige Spitze bei Merchandise-Verkäufen.
Nicht zu unterschätzen ist dabei allem voran seine Arbeit außerhalb des Rings. „Hustle, Loyalty & Respect“ ist nicht nur ein müder Spruch, sondern auch die Charaktereinstellung des echten John Cenas. Mit über 600 Einsätzen bei der Make-A-Wish Foundation hält er einen weltweiten Rekord und bereitet schwerkranken Kindern regelmäßig eine große Freude.
Shawn Michaels: Mr. Wrestlemania
In was war Shawn Michaels nicht großartig? Im Ring einer der besten. Am Mikrofon authentisch. Und in den Storylines emotional und mitreißend. The Heart Break Kid gilt generell als der kompletteste Wrestler jeher. Alles was er anrührte wurde große TV-Unterhaltung. Bei jeder Show war er der „Showstealer“. Nicht umsonst verpasste man Michaels den Beinamen Mr. Wrestlemania.
Das Herabseilen von der Hallendecke, der langersehnte Titelgewinn gegen Bret Hart, das letzte Match von Ric Flair, die Kämpfe gegen Kurt Angle, John Cena oder Undertaker. HBK lieferte immer ab und hatte mit aller Regelmäßigkeit das Match des Abends, riss die Zuschauer in seinen Bann und generierte das so ominöse Big-Time-Feeling.
The Undertaker: Das berühmteste Gimmick der Wrestling-Geschichte
Das wohl berühmteste Gimmick der Wrestling-Geschichte. Kein anderer Superstar mit der Reichweite des Takers besaß einen so dermaßen realitätsfernen Charakter. Aber gerade dieses außergewöhnlich Einzigartige machte den Deadman so legendär. In seinen Geschichten gab es keine Grenzen. Übernatürliche Fähigkeiten wie das plötzliche Auftauchen im Ring nach dem markanten Gongschlag, das Herbeischwören von Feuer und Blitzen und die Auferstehung vom Tod. Durch diese Attribute lassen sich seit knapp drei Jahrzehnten unvergleichliche Stories erzählen, die häufig in neuartigen und innovativen Matches wie dem Hell in a Cell-, Casket-, Buried Alive oder dem erst kürzlich kreierten Boneyard-Match mündeten.
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The Rock: Vom Wrestler zum Hollywood-Star
Der wohl bekannteste Wrestler der Welt! Wobei man natürlich sagen muss, dass seine globale Bekanntheit eher auf seinen Werdegang als Schauspieler zurückzuführen ist. Dennoch weiß so gut wie jeder, dass Dwayne Johnson seine TV-Laufbahn in der WWF startete. In der Attitude Era war er einer der Topstars der McMahon-Promotion und Fehden gegen Steve Austin und Hulk Hogan gingen in die Geschichtsbücher ein. Zudem gilt The Rock als der beste aller Zeiten am Mikrofon.
Brock Lesnar: Glaubwürdigkeit und Dominanz
Einer der noch verbliebenen Draws ist Brock Lesnar. Seine Auftritte, egal ob gut oder schlecht, sind immer das Hauptgesprächsthema. Auf YouTube erzielen Lesnar-Segmente in der Regel ein Vielfaches an Klicks als jede andere Szene der Show. Ein Grund dafür ist mit Sicherheit die Glaubwürdigkeit, die ein Lesnar mitbringt. Der 42-jährige bringt neben einem beeindruckenden Körperbau und Kraftaktionen auch mehrere Erfolge aus dem echten Kampfsport mit. 2008 gewann er die UFC Heavyweight Championship in seinem erst vierten Kampf und hielt den Titel fast zwei Jahre lang.
Triple H: Die Zukunft der WWE
Irgendwann wird die WWE ohne Vince McMahon weiterbestehen müssen. Ob der Chairman freiwillig das Feld räumen wird oder ob er bis zum buchstäblich letzten Atemzug die Company weiterführt, bleibt abzuwarten. So gut wie fest steht nur, dass Triple H dann die Leitung des Konzerns übernehmen wird. Ein nicht allzu geringer Teil der Fans sehnt diesen Tag sogar schon regelrecht herbei. Schließlich ist NXT unter Triple Hs Leitung zu einer der besten Wrestling-Shows gereift, die das Herz insbesondere von Hardcore-Wrestling-Fans höher schlagen lässt.
Top 10 In-Ring Performer
Was rein die In-Ring Fähigkeiten angeht, wären das meine Top 10:
- Kazuchika Okada
- Kenta Kobashi
- Kenny Omega
- Mitsuharu Misawa
- Kurt Angle
- Ric Flair
- Eddie Guerrerro
- Toshiaki Kawada
- Bryan Danielson
