Der begehrte Schwarzgurt lässt sich schließlich nur durch kontinuierliches Training über einen langen Zeitraum erreichen. Mit dem Erreichen des Schwarzgurtes endet die Ausbildung nicht - sie hat gerade erst richtig begonnen!
Das Dan-System (Schwarzgurte - Kuro Obi) hat Meister Gichin Funakoshi in das Karate - Do eingeführt. Davon sind vier Grade technische Meistergrade, die auch als Yudansha (Danträger) bezeichnet werden. Zur technischen Perfektion übt sich der Yudansha mit geistiger Voraussetzung (Shin) und der richtigen Haltung (Shi-sei).
Die Rolle der Gurte im Training
Die farbigen Gurte der Schüler geben einen Überblick über die zu erwartenden Fähigkeiten des einzelnen Schülers. Dies erleichtert auf Lehrgängen und im Training die Partnerzuweisung. Des Weiteren dienen die Gurtfarben als Motivation für den Schüler, fleissig zu bleiben um die nächste Stufe zu erreichen.
Das Gurtsystem ist unterteilt in KUP-Grade (die 10 Farbgurtstufen) und DAN-Grade (Schwarzgurtränge). Die KUP-Grade werden von 10 bis 1 rückwärts nummeriert, die DAN-Grade vorwärts gezählt. Der ersten Gurt ist der Weißgurt (10. Kup). Er wird beim Eintritt in die Schule verliehen, der Lehrer gibt dem neuen Schüler damit einen "Vertrauensvorschuss".
Die Gürtelprüfung
Um nun Stufe für Stufe weiterzukommen und den entsprechenden Gurt tragen zu dürfen, muss der Schüler das erforderliche Können in einer Gürtelprüfung präsentieren können. Die Zeitabstände zwischen den einzelnen Prüfungen betragen je nach Stufe zwischen drei Monate und mehrere Jahre.
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Der Weg zum Meistergrad
Schwarz ist die Farbe der Meister und im Training diesen vorbehalten. Schwarz als Symbol für das Weltall vereinigt alle anderen Farben in sich und ist somit die stärkste von allen. Schwarz symbolisiert die Autorität, das Wissen und die Erfahrung der Meistergrade.
Die Träger des 1. bis 4. Schwarzgurte mit 1. bis 3. DAN gelten als Meisterschüler. Sie sollen Schritt für Schritt auch an die Kunst des Lehrens herangeführt werden. Im Training übernehmen sie Aufgaben und stehen Anfänger für Fragen zur Verfügung. Mit dem 4. Träger des 5. DAN und höher werden mit dem Titel Sabum-Nim bezeichnet. Dieser Begriff lässt sich am ehesten als "Vorbildlicher Lehrer" übersetzen. Hierzulande wird für diese Stufe auch die Bezeichnung "Meister" oder gar "Großmeister" verwendet.
Mit dem 1. Dan fängt der lange Weg für den Karateka beim Karate erst an, denn Dan bedeutet „Stufe”. Es ist der Anfang einer geistigen, charakterlichen und körperlichen Entwicklung. Der Dan-Träger strebt im Laufe der verschiedenen Meistergrade zur Perfektion. Die letzte Stufe eines lebenden Karateka ist der 10. Dan.
Laut Wikipedia gibt es heute nur noch einen lebenden Meister mit dem 10.Dan. Der Japaner Hirokazu Kanazawa , am 3. Mai 1931 in der Präfektur Iwate, Japan geboren, ist einer der bedeutendsten Karate-Meister. Seit 2002 ist er Träger des 10. Dan Hanshi.
Doch wer sich auf den Weg des traditionellen Karate begibt, lässt sich auch auf den Weg der Charakterbildung und der geistigen Weiterentwicklung ein.
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Die einzelnen Dan-Grade im Überblick:
- 1. Dan (Shodan): Am Anfang seines langen Wegs der Dan Stufen hat der Shodan eine „Vorahnung” über das Wissen der Techniken. Der erste Dan bedeutet für ihn ein Ausgangspunkt für seine Entwicklung. Mit der technischen Grundlage des Trainings und seiner inneren Haltung hat er den Weg des Karate do gemeistert und begibt sich jetzt als „Suchender Schüler ” auf den Weg zur geistigen Reife. Er ist interessiert an der Verbindung von Geist und Technik und sieht das als nächste Herausforderung.
- 2. Dan (Nidan): Der Schüler hat nun die Bedingungen des Weges durch seine rechte Haltung verstanden. Noch warten viele Hindernissen auf seinem Weg, doch er hat sich noch nicht endgültig entschieden, diese Herausforderungen mit allen Konsequenzen zu meistern. Dieser Dan-Grad wird auch “Schülers am Anfang des Weges” genannt. Seine intensive Karate-Praxis und sein Studium des Weges lassen ihn über den Tellerrand des reinen Kampfsports blicken und ihn den Weg der Kampfkunst verstehen. Er kann sie auf seine täglichen Lebenssituationen übertragen.
- 3. Dan (Sandan): Der Karateka ist nun entschlossen den Weg der Kampfkunst bis an sein Lebensende zu gehen. Erst jetzt wird ihn der Meister als wahren Wegschüler anerkennen. Hier beginnt der Eintritt in die Ha-Form( Zweite Stufe des Shu-Ha-Ri - Wege und stufen des Lehrens) “Der anerkannte Schüler” zeigt an seiner Haltung und nicht nur an seinem technischen Fortschritt seine Weg-Stufe. Er lässt sich durch nichts von seinem Weg abbringen. Seine Treue gegenüber dem Stil (Ryu), dem Weg (Do), der Schule (Dojo) und dem Lehrer (Sensei) haben Kopf, Herz und Hand gleichermaßen gestärkt.
- 4. Dan (Yondan): Ab dem 4. Dan beginnt der Weg des Budos. Der Karateka hat nun die technischen und körperlichen Grenzen erreicht und weiß nun, dass er sich auf einer anderen Ebene des Budo-Weges neuen Herausforderungen stellen muss. Er lebt und verinnerlicht die geistigen Aspekte der Kampfkunst täglich im Dojo oder im Alltag. Der Yondan verbindet die Karate Philosophie und die Budo-Technik so miteinander, dass er Wege zur inneren Perfektion suchen und finden kann. Er ist in der Lage, seinen Geist, seine Atmung und seinen Ki-Fluß in den körperlichen Übungen zu kontrollieren und verleiht damit seiner Technik die maximale Wirkung.
- 5. Dan (Godan): Der Karateka mit dem 5. Dan Grad bekommt den Titel Renshi - Mensch mit reifem Bewusstsein. Dieser Grad kann frühestens im Alter von 31 Jahren erreicht werden. Die Voraussetzung sind eine entsprechende Budo-Erfahrung und Lebenserfahrung. Der 5. Dan (Godan) und 6. Dan (Rokudan) zeichnen sich durch viel Wissen, Lebenserfahrung und eine starke innere Haltung aus. Das Karate-Do ist mit seiner Tradition ein wichtiges Lebensprinzip geworden. Der “Kodansha” ist kein “Schüler” mehr, sondern ein wahrer Meister. Er hat die Theorie und die Praxis verinnerlicht und ist ein Vorbild und mit seinem Wissen eine Autorität für seine Schüler.
Die Entwicklung des Menschen auf dem Weg zur Meisterschaft, darf man sich nicht unbedingt als hierarchisches Pyramidenmodell vorstellen, ähnlich der Maslow zugeschriebenen Bedürfnispyramide. Eher passt die Idee eines Fasses, mit einzelnen Dauben unterschiedlicher Länge. Dies sind die Langhölzer, aus welchen das Fass gezimmert und mit Metallreifen zusammengehalten wird.
Das "Tonnen-Modell", ebenso bekannt als Minimum-Tonne oder Minimumgesetz. Jedes Holz steht für einen Dan bzw. einen Entwicklungsschwerpunkt unserer Persönlichkeit. Diese entfalten sich in all unseren Lebensphasen gleichzeitig, jedoch jeweils unterschiedlich stark. So existieren jederzeit längere und kürzere Dauben.
Egal wie gut wir anderweitig wachsen, das kürzeste Holz - der Minimumfaktor - markiert unsere momentan höchstmögliche Entwicklungsgrenze. Gleichzeitig ist dies der Punkt, bei welchem sich Veränderungen maximal auf unser Wachstum auswirken.
Erst bei unserer Vollendung 😇 - in diesem Modell der 10. Das Wasser versinnbildlicht unser mögliches Potenzial, unsere Gabe/Begabung/Talent. Am niedrigsten Holz läuft sozusagen das Wasser aus "unserem Leben". Unser Wachstum ist begrenzt durch unsere "niedrigst entwickelte" Kompetenz. Wobei es nach oben kein Limit gibt.
Es ist ein Bild, eine Metapher, Ver-Sinn-Bildlichung, um etwas Unsichtbares fassbar, vorstellbar zu machen. Ein Bild kann nie die Wirklichkeit abbilden, so wie ein Foto niemals abbilden kann, was du z. B. im Grand Canyon erlebt hast.
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Die einzelnen Dan-Stufen repräsentieren den persönlichen, technischen bzw. geistigen Entwicklungsstand der Weg-SchülerInnen in speziellen Bereichen. Meisterschaft ist die Bereitschaft zu gehen, Schritt für Schritt und sich selbst hinzugeben. Ich opfere mein kleines Ich und verschreibe mit mit Allem dieser einen Sache. 1.-4.
Bereits als Voraussetzung zum 1. Dan muss man sämtliche Grundtechniken des Taekwondo beherrschen. Bei allen weiteren Dan-Prüfungen dreht es sich um Vervollkommnung. Es reicht nicht aus, Techniken vorführen zu können. Der Schüler geht immer wieder um die Kurve auf seinem Weg und lernt etwas Neues. Auf diese Weise perfektioniert er seine Technik immer weiter und erhält sich die Frische seiner Fähigkeiten. Es reicht nicht aus, etwas nur zu können. Man muss es auch praktizieren. 1.
Die Reise auf dem Weg zu "wahrer" Meisterschaft stellt an die Reisenden gewisse Bedingungen. Es fällt der "Weg-Schülerin" leicht ihre Kompetenz im Lehren weiter zu verbessern. Dieser DAN steht im Besonderen für Ying & Yang, männlich & weiblich, Licht & Schatten und somit für die Ambivalenz und Unentschlossenheit seiner Trägerin. Bleibt die Schülerin beständig und bescheiden, wird der beschrittene Weg zum Erfolg führen.Sie spürt das sie den "Anfang des Weges" erreicht hat und ist sich der vielen Hindernisse, welche noch vor ihr liegen, durchaus bewusst. Die größte Gefahr besteht in dieser Stufe darin, die notwendigen Konfrontationen und "Prüfungen" zu vermeiden, sich durch zu lavieren. Nach der Glückseligkeit, dem Überschwang und dem berechtigten Stolz des ersehnten 1. DAN, ist die folgende Stufe eher ruhig, langsam und stetig. 2.
Das Ziel vor Augen, ist der Danträger unerschütterlich entschlossen den eingeschlagenen Weg (DO) bis ans Ende seiner Tage fortzuführen. Es gibt nichts was ihn davon abhalten kann.Von den kommenden Herausforderungen lässt er sich nicht (mehr) einschüchtern. Seinem Lehrer, seiner Schule, seiner Kampfkunst und seinem Weg bleibt er treu ergeben. Seine Kampfkunst ist ein untrennbarer Teil seines Lebens und Wesens geworden. Oft kann er den Meister in sich wahrnehmen und beginnt entsprechend zu handeln. Wie in dem Bild des Ying-Yang, sind seine hellen und dunklen Seiten im Gleichgewicht. Nach einem stürmischen Weg voller Höhen und Tiefen hat er seinen inneren Frieden gefunden und ist zur Ruhe gekommen. Alles an ihm strahlt Harmonie aus. Der Weg hat das Potenzial zu schnellem Wachstum, Anerkennung und Ehre. 3.
Der Weg ist zum Lebensprinzip geworden und gleichzeitig der Beginn des Budo. Die körperlichen und technischen Grenzen sind erreicht, neue Herausforderungen stehen an. Die Schülerin ist fest mit ihrem Weg verbunden. Die Theorie, Praxis und vor allem die geistigen Aspekte der Kampfkunst haben sie durchdrungen und werden im Alltag gelebt. Bei allem, was sie tut, ist sie auf der Suche nach innerer Vollkommenheit und Wahrheit, dem Weg zu authentischer Meisterschaft. Doch noch ist sie keine Meisterin, sie steht an der Schwelle zu den Stufen des Wissens (5.-6. Dan) und der Reife (7.-10. Dan). Die korrekte innere Haltung steht vor dem Beherrschen der reinen Technik. Von der Dan-Trägerin werden Kenntnisse der Geschichte, der philosophischen Grundlagen ihrer Kampfkunst und Geübtheit in Achtsamkeitstechniken erwartet. Das Erreichen des 4.
Wer diese Stufe erreicht, wird bestätigen das Strenge, Ernsthaftigkeit, Geradlinigkeit, Regelmäßigkeit und auch Schönheit diese Passage kennzeichnen. Wenn die Dan-Trägerin hartnäckig bleibt, sind materieller Erfolg, hohe Auszeichnungen und die zunehmende gesellschaftliche Anerkennung gewiss. Vorausgesetzt, sie nimmt weiterhin regelmäßig an Prüfungen und Fortbildungen teil. Dieser Dan steht für das Materielle, Unverwüstliche und Konkrete und gilt als besonders konstant und vollkommen in substantieller und geistiger Hinsicht. Erst jetzt sind die Lernenden wahre Meister- und LehrerInnen: Mit Herz, Geist und Seele. Sie sind die Menschen mit Bewusstsein.Die Abschnitte des Wissens und der Reife liegen jetzt vor ihnen. Die Kunst ist verinnerlicht und ein untrennbarer Teil des Lebens. Der Mensch und der Weg sind eins. Mit den philosophischen Grundlagen ihrer Kunst sind sie vertraut.Umfangreiches Wissen, Gespür, Abgeklärtheit und eine unerschütterliche innere Haltung zeichnen den Weg aus. Gerade auch im Alltag leben sie den DO. 5.
Dieser Dan wird nicht vor dem Alter von 30 verliehen (Rainer Grytt schreibt: 50!).Er verkörpert das gesamte Leben des Kampfkünstlers - Bewegung. Freiheit, Schnelligkeit, Kraft, Beharrlichkeit, Geschicklichkeit und symbolisiert das Erreichen einer höheren Ebene. Ein Mensch mit reifem Bewusstsein. Zwanzig Jahre Praxis in den Kampfkünsten prägen den Adepten. Training, Schweiß, Schmerzen, Durchhalten und Kampf, vor allem mit sich selbst, haben ihn geformt und zum Meister werden lassen. Hohes Wissen, Lebenserfahrung und ein starker Geist machen ihn aus. Der Weg des Kämpfers hat ihn durchdrungen, gleichwie er ihn. Er ist ein untrennbarer Teil seiner Persönlichkeit geworden. Mit seinem ganzen Sein ist er ein Meister der Kampfkunst. Exzesse auf persönlicher oder sportlicher Ebene bringen unüberschaubare Risiken mit sich und können dem Meister gefährlich werden. Er ist ein Feind aller Mittelmäßigkeit. Unklare Zustände kann er nur schlecht ertragen. 6.
Der 6. Dan zeigt an, das die TrägerInnen ihre eigene Entwicklung, vor allem in Charakter und Technik, vervollkommnet haben.Ihr Weg hat eine bisher unbekannte Harmonie und Schönheit erreicht. Sie stehen auf einem soliden Fundament von Konzentration und Fokus, Intuition und täglicher Meditation. Die Gefahren kommen eher von Außen denn von Innen, in Form von Zeit- und Energieräubern, welche nur zu gern etwas von dem Glanz abhaben möchten, ohne selbst etwas dafür zu tun. Dem muss mit großer Sorgfalt und Wachsamkeit Einhalt geboten werden. 7.
Der 7.Dan steht für das außergewöhnliche Geschenk großer Freiheit. Disziplin und Achtsamkeit sind weiterhin die täglichen Begleiter des Großmeisters. Der Meister bejaht das Leben i...
Im Wesentlichen hat der Gürtel (jap. Obi) zwei Funktionen.
Der Obi im Karate besteht aus vielen Lagen an Material, ist normalerweise etwa 4 cm breit und muss lang genug sein, um ihn zweimal um den Körper zu wickeln und an der Vorderseite mit einem traditionellen Knoten zu binden.
Solltet Ihr Neueinsteiger sein, dann benötigt Ihr einen weißen Karategürtel, wobei dieser einem neuen Karateanzug häufig ohne Aufpreis beiliegt. Beachtet das, wenn Ihr auch einen Gi kaufen wollt und achtet auch darauf, dass es tatsächlich ein Karategürtel ist, weil der Obi bei den unterschiedlichen asiatischen Kampfsportarten Unterschiede aufweist. Ihr würdet sonst unvorteilhaft aus dem Bild Eures Dojos herausstechen.
Es gibt die folgenden Farben, aufsteigend nach dem Grad angeordnet:- weiß- gelb- orange- grün- blau- violett (je nach Verband und Dojo werden blau und violett auch gleichwertig verwendet)- braun- schwarz- weiß-rot (nur 10.
In der Regel sind die Karategürtel aus reiner Baumwolle gefertigt, können in einigen Fällen allerdings auch Seide beinhalten. Für die Haltbarkeit macht das keinen Unterschied, da dem Gürtel während des Karatetrainings keine große Belastung zukommt.
Oftmals kaufen sich erst Schwarzgurte einen hochwertigen Gürtel, da sie diesen in der Regel für eine sehr lange Zeit tragen.
Eine Besonderheit bildet die Teilnahme an Wettkämpfen, da der jeweilige Veranstalter hier eventuell spezielle Vorschriften hat. Für die Teilnahme an WKF Turnieren beispielsweise bieten die Shops gesonderte Karategürtel an, welche auf deren Anforderungen zugeschnitten sind.
Diverse Shops bieten die Möglichkeit, natürlich gegen Aufpreis, persönliche Schriften, Zeichen oder sogar Bilder auf den Gürtel aufzusticken. Hier bestimmt in der Regel die Menge der Schrift oder die Komplexität des Bildes den Preis.
Normalerweise steht hier ausschließlich die Handwäsche und selbst diese ist nur kalt zu empfehlen.
Traditionell werden Karategürtel nicht gewaschen, da der Gürtel mit dem Schüler zusammen „an Erfahrung gewinnt“.
In erster Linie müsst Ihr Eure Gürtellänge bestimmen, was einfach über die Körpergröße geschieht. Die Hersteller halten hier Tabellen bereit.
Der Karategürtel ist nicht nur das schließende Element des Karateanzugs, sondern signalisiert auch euren Kenntnisstand über die Kampfsportart.
Für Kinder und Schüler bis 14 Jahren können Zwischenprüfungen mit farblicher Kennzeichnung am Gürtel (Querstreifen in der Farbe des nächsten Gürtelgrades) durchgeführt werden, z.B. nach der 1.
Bei der 2. Prüfung, der Prüfung zum 9. Kyu, zwei gelbe Querstreifen. Bei der Prüfung zum 8.
Bei der 3. Zwischenprüfung einen orangenen Querstreifen auf dem gelben Gurt usw. Die letzte Zwischenprüfung liegt zwischen dem grünen und dem blauen Gurt. Die Wartezeit bei Kindern beträgt beim 8. bis 1. Kyu 5 Monate.
Eine Kopie des Dan-Antrages (bis 4.
| Gürtelfarbe | Prüfungsinhalt |
|---|---|
| Weißer Gurt | Grundlegende Techniken und ist die einzige Prüfung, welche übersprungen werden kann. |
| Gelber Gurt | Einige Einzeltechniken sowie eine neue Fußposition im Kihon und die Kata Heian Shodan. |
| Oranger Gurt | Eine erste Kombination im Kihon und die Kata Heian Nidan. |
| Grüner Gurt | Überwiegend Kombinationen erlernen, welche langsam die Einzeltechniken verdrängen. Weiterhin müsst Ihr die Kata Heian Sandan beherrschen, eine neue Variante des Kumite lernen und einen neuen Prüfungsteil, die Partnerübung zum Freikampf, vorführen. |
| 1. Blauer Gurt | Ausschließlich aus Kombinationen. Die benötigte Kata nennt sich Heian Yondan und im Kumite findet Ihr die Sonderform, dass der Partner, welcher den ersten Angriff ausführt, auch den Treffer landet. |
| 2. Blauer Gurt | Den aus Filmen bekannten Rückwärtstritt Ushiro-Geri lernen und die Kata Heian Godan beherrschen. |
| 1. Braune Gurt | Die Kata Tekki Shodan beherrschen und erstmals das Bunkai (die Anwendung einer Kata am Gegner) der Kata Heian Godan vorführen können. Im Kumite sind von hier an keine Kontertechniken mehr vorgegeben, sondern von Euch frei zu wählen. |
| 2. Braune Gurt | Die Kata Bassai Dai und deren Bunkai zum Bestehen. Das Kumite sollte inzwischen mit deutlich mehr Geschwindigkeit und Improvisation ausgeführt werden können. |
| 3. Braune Gurt | Hier könnt Ihr erstmals Eure Kata selbst wählen, wobei Euch einige zur Auswahl vorgegeben werden. Diese müsst Ihr laufen können und im Bunkai anwenden. |
| 1. Schwarze Gurt | Hier steigt nicht nur die Schwierigkeit des Kihon enorm an, sondern auch der Wert der Kata und des Bunkai. Von größter Wichtigkeit ist es für einen Karate Dan, den Sinn hinter den Techniken einer Kata korrekt zu erkennen. |
| 2. Schwarze Gurt | Die letzte Prüfung, deren Programm noch weitestgehend vorgeschrieben ist. Ihr müsst diverse Techniken im Kihon beherrschen, eine Kata nach eigener Wahl laufen und analysieren und bekommt 2 weitere vom Prüfer genannt. |
| 3. Schwarze Gurt | Ab der Prüfung zum 3. Dan bestehen die Prüfungsinhalte im Kihon zum Teil aus von Euch gewählten Techniken, bei denen Ihr Eure Stärken demonstrieren könnt und zum Teil aus vom Prüfer Gewählten. Bei der Kata bleibt das Verhältnis einer selbst Gewählten zu zwei vom Prüfer ausgesuchten Kata bestehen, wobei der angehende Karate Meister hier den Ablauf einer Kata erklären muss. Das Kumite besteht ausschließlich aus vom Prüfer vorgegebenen Techniken. |
| 4 - 9. Schwarze Gurt | Die Prüfungen der Dan Grade 4 bis 9 kennzeichnen sich dadurch, dass der praktische Teil der Prüfung schrumpft, während der theoretische Teil, das Wissen um die Anwendung der einzelnen Kata, weiter an Bedeutung gewinnt. |
| 10. Schwarze Gurt | Die oberen Schwarzgurte unterscheiden sich beim japanischen und chinesischen System. Ein 10. Dan wird nur im japanischen System vergeben, dort endet die Ausbildung mit dem 9. Dan. Ab dem 7. |
