Olympische Spiele sind die grösste Bühne für Sport-Dramen aller Art. Etwa für jenes, das sich im Ringen der Frauen in der Klasse bis 50 Kilogramm abspielte.
Der Traum platzt vor dem Final: Disqualifikation einer Ringerin
Da qualifizierte sich Vinesh Phogat als erste Ringerin aus Indien für einen Olympia-Final. Und dann platzte der Traum von Gold noch vor dem Betreten der Matte, weil die 29-Jährige beim Wiegen zu schwer war.
Die olympische Waage war unerbittlich. «Ein paar Gramm» hätten den Ausschlag gegeben, teilte das indische olympische Komitee mit. Von «hundert Gramm», welche die Sportlerin über der erlaubten Grenze war, sprach Dinshaw Pardiwala, der Chefarzt der indischen Delegation. Man habe sich enorm bemüht, darunter zu bleiben.
«Alle möglichen drastischen Massnahmen, darunter das Abschneiden ihrer Haare, wurden ergriffen.» In der Verzweiflung wurde ihr gar das Haar gestutzt. Das brachte auch nichts mehr.
Selbstredend wurde ohnehin mit den üblichen Mitteln versucht, das Gewicht unter den Grenzwert zu drücken. «Abkochen» heisst das in der Szene oder «Gewichtmachen». Man isst wenig bis nichts, trinkt kaum, versucht dafür viel zu schwitzen. Nach dem Wiegen werden die körpereigenen Energiespeicher bis zum Kampf wieder aufgefüllt.
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Arzt Pardiwala teilte mit, ihr sei nach der Disqualifikation als Vorsichtsmassnahme intravenös Flüssigkeit verabreicht worden. So habe man einer Dehydrierung vorbeugen wollen. Zur Sicherheit wurde die Ringerin für Bluttests in ein Spital geschickt.
Die Athletin fühle sich «perfekt normal» und sei enttäuscht über ihre Disqualifikation, heisst es weiter.
Um den Olympiasieg kämpft Sarah Ann Hildebrandt aus den USA gegen die Kubanerin Yusneylis Guzman Lopez, welche Phogat unterlegen war.
Derweil spendete selbst Indiens Premierminister Trost. «Vinesh, Sie sind ein Champion unter den Champions! Sie sind der Stolz Indiens und eine Inspiration für jeden Inder», schrieb er auf X. Dieser Rückschlag tue weh. «Ich wünschte, Worte könnten das Gefühl der Verzweiflung ausdrücken, das ich erlebe. Gleichzeitig weiss ich, dass Sie der Inbegriff der Unverwüstlichkeit sind. Es lag schon immer in Ihrer Natur, Herausforderungen anzunehmen. Kommen Sie gestärkt zurück.
Die Geschichte des olympischen Ringens
Bei den antiken Kulturvölkern war der Ringkampf sehr populär. Dies belegen zahlreiche Überlieferungen der alten Ägypter, Perser, Griechen und Römer. Ringen gehörte von Anfang an zu den olympischen Sportarten.
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Die Regeln des modernen olympischen Ringens
Heute figurieren zwei Stilarten im Programm der Olympischen Spiele:
- Freistilringen (Männer und Frauen)
- Griechisch-römisch oder kurz Greco-Ringen (Männer)
Im Freistil wird unter Einsatz des ganzen Körpers gekämpft, während im Greco Griffe nur oberhalb der Taille angesetzt werden dürfen. Oberstes Ziel ist es immer, den Gegner für einen sichtbaren Moment auf die Schultern zu zwingen. Gelingt dies nicht, bestimmt das Kampfgericht nach Ablauf der Kampfzeit den Sieger aufgrund der bewertenden Aktionen.
Durch ständige Weiterentwicklung der Regeln will das Ringen ein attraktiver, spektakulärer Kampfsport bleiben, der beiden Geschlechtern offen steht. Die Wettkämpfe werden in verschiedenen Gewichtsklassen ausgetragen. So haben alle eine Chance, Grösse und Gewicht sind nicht entscheiden für den Erfolg. Dies im unterschied etwa zum schweizerischen Nationalsport, dem Schwingen, welches keine Gewichtsklassen kennt.
Ringen bei den Olympischen Spielen Los Angeles 2028
Das Sportartenprogramm der Olympischen Spiele Los Angeles 2028 umfasst vorerst 28 Sportarten und soll von der IOC-Session im Februar 2022 abgestimmt werden. Unter den 28 Sportarten sind auch Skateboarding, Sportklettern und Surfen.
Die 28 Sportarten sind (in protokollarischer Anordnung der zuständigen internationalen Sportverbände):
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- Leichtathletik
- Rudern
- Badminton
- Basketball
- Kanu
- Radsport
- Reiten
- Fechten
- Fussball
- Golf
- Turnen
- Handball
- Hockey
- Judo
- Ringen
- Schwimmen
- Rugby
- Taekwondo
- Tennis
- Tischtennis
- Schiessen
- Bogenschießen
- Triathlon
- Segeln
- Volleyball
- Surfen
- Skateboarding
- Sportklettern
Tickets für die Olympischen Spiele Paris 2024
Die Tickets für die einzelnen Wettkämpfe werden über die zentrale und weltweit zugängliche Ticket-Plattform des Organisationskomitees von Paris 2024 verkauft. Dies ist die erste Verkaufsphase, die für alle offen ist, ohne Verlosung. Stattdessen gilt das Prinzip: First come, first serve (solange Vorrat).
Seit dem 15. Mai 2024 ist die offizielle Wiederverkaufsplattform geöffnet, über welche ebenfalls Tickets ergattert werden können.
Hospitality-Pakete
«Hospitality-Paket inkl. Hospitality-Pakete enthalten neben dem Ticket für den sportlichen Wettkampf immer ein oder mehrere zusätzliche Hospitality-Angebote, wie eine Privatloge mit Verpflegung, eine Hotelübernachtung oder beides zusammen.
Der Verkauf von Hospitality-Tickets für die Olympischen Spiele Paris 2024 begann am 23. Mai 2023 und bleibt bis zum Start der Olympischen Spiele Paris 2024 offen.
On Location ist der offizielle Hospitality-Anbieter für die Olympischen Spiele Paris 2024.
Fortius ist ein in der Schweiz ansässiger Hospitality-Spezialist und offizieller Sub-Distributor von On Location für Hospitality- und Reisepakete für die Schweiz, Deutschland und Österreich.
Wer Tickets oder Hospitality-Pakete ausserhalb der offiziellen Kanäle erwirbt, geht das Risiko ein, dass die Tickets oder Pakete nicht zugestellt werden oder der Zugang gemäss den Geschäftsbedingungen durch das Organisationskomitee von Paris 2024 verweigert wird.
Offizielle Ticket-App
Mitte Mai hat das OK Paris 2024 die offizielle Ticket-App «Paris 2024 Tickets» veröffentlicht. Die Applikation, die auf das Smartphone heruntergeladen werden kann, ist das unverzichtbare Tool für den Zugriff auf die gekauften Tickets (Einzeltickets und Tickets mit Hospitality) für die Olympischen Spiele Paris 2024.
Am Wettkampftag ist der Zutritt zu den Sportstätten nur mit einem Ticket möglich, das über die App vorgezeigt wird.
Personalisierung der Tickets
Wichtig: Alle Tickets müssen individuell mit Vor- und Nachnamen personalisiert werden.
