Die Welt des Kickboxens ist reich an Talenten und beeindruckenden Persönlichkeiten. In der "Hall of Fame" werden all jene Sportler und Funktionäre aufgenommen, die durch ihre Taten und Leistungen den Kickboxsport nach vorne gebracht haben. Ohne diese Persönlichkeiten würde es den Sport Kickboxen in dieser Form nicht geben.
Pioniere und Wegbereiter des Kickboxens
Georg F. Brückner: Der Vater des Kickboxsports
An erster Stelle dieser Hall of Fame steht natürlich der Gründer der Sportart Kickboxen, Georg F. Brückner. Er ist der „Vater des Kickboxsports“, und ihm ist es zu verdanken, dass der Sport in der heutigen Form betrieben werden kann. Er organisierte die ersten Veranstaltungen und bald fanden sich viele Anhänger dieser neuen Sportart.
Brückner reiste durch ganz Europa und gab Lehrgänge und Seminare, um das Kickboxen zu etablieren. Er war der Gründer der WAKO und veranstaltete auch die ersten Welt- und Europameisterschaften in Deutschland. Weiterhin entwickelte er bereits zu den Anfangszeiten des Kickboxens eine Schutzausrüstung, die noch heute den höchsten Sicherheits- und Qualitätsstandards entsprechen.
Man kann ohne Übertreibung sagen, dass Georg F. Brückner es sich zur Lebensaufgabe gemacht hatte, Kickboxen zu verbreiten, was ihm auch gelungen ist.
Dr. Ludger Dietze: Ein Mann der ersten Stunde
Dr. Dr. Ludger Dietze ist ein Mann der ersten Stunde. Zum Kickboxen kam er im Jahr 1977 über das Taekwondo. Seinen ersten internationalen Einsatz im Kickboxen bestritt er 1979 bei der EM in Italien. 1983 in London wurde er Weltmeister im Semikontakt.
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Seinen Abschiedskampf bestritt Dr. Ludger Dietze 1986 beim Europacup in Warschau. Danach zwang ihn ein schweres Hüftleiden zur Beendigung seiner aktiven Laufbahn. Dennoch blieb er dem Kickboxen mit ganzem Herzen verbunden. Zum einem als Trainer in seinem Verein und zum anderen als Funktionär in der WAKO. Er wurde 1987 zum Bundestrainer im Semikontakt berufen.
In Deutschland leitete er über acht Jahre als Präsident die Geschicke des Verbandes. Unter seiner Führung wurden in Deutschland eine Welt- und Europameisterschaft ausgetragen. Auf Weltebene war Dr. Ludger Dietze von 1991 bis zum Jahr 2000 als Vizepräsident tätig. Der Allrounder, der insgesamt fünf Sprachen perfekt spricht, trat immer sehr bescheiden auf.
Ferdinand Mack: Vom Athleten zum Trainer
Begonnen hat der Ausnahmeathlet im Alter von 16 Jahren mit dem Karate. Bereits zwei Jahre später bestritt er die ersten Wettkämpfe im Semikontakt-Kickboxen. 1978 wechselte er dann zur Königsdisziplin, dem Vollkontakt-Kickboxen. Zur damaligen Zeit fanden Welt- und Europameisterschaften noch im selben Jahr statt, erst später wechselte man zum zweijährigen Turnus.
Insgesamt wurde Ferdinand Mack viermal Europameister und viermal Weltmeister der Amateure. 1988 wechselte er ins Profilager und wurde im gleichen Jahr in Mannheim Europameister der PKO, dem damaligen Profiverband, der mit der WAKO zusammenarbeitete. Weltmeister der PKO und Intercontinental Champion der ISKA wurde Ferdinand 1991.
Nach seiner aktiven Laufbahn war Ferdinand Mack von 1987 bis 2011 Bundestrainer im Vollkontakt-Kickboxen. In dieser Tätigkeit hat er zahlreiche Welt- und Europameister mitgeprägt.
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Peter Zaar: Trainer, Autor und Präsident
Für Peter Zaar sind die Tugenden Ehrlichkeit, Verlässlichkeit, Gerechtigkeit, Freundschaft, Disziplin, Respekt und Anerkennung nicht nur leere Worte, sondern Lebensinhalt. Er versucht, diese Eigenschaften auch an seine Schüler weiterzugeben. Begonnen hat er in den 70er Jahren mit dem Kickboxen in Köln. Unter Anleitung von Georg F. Brückners Schüler Gustav Baaden begann er seine Kickboxkarriere in der er vier Deutsche Meistertitel im Leicht - und Semikontakt erkämpfte.
Seit 1990 ist Peter Zaar Bundestrainer im Leichtkontakt Kickboxen. Er zählt mit unzähligen Erfolgen auf nationaler- und internationaler Ebene weltweit zu den erfolgreichsten Trainern. Sein hervorragendes Lehrbuch über das Kickboxen - “von den Grundlagen bis zum Hochleistungstraining” - ist ein wegweisendes Standardwerk zum modernen Kickboxen für Sportler und Trainer.
Seit 1990 modifiziert Peter Zaar federführend das Prüfungsprogramm der WAKO Deutschland als Schnittstelle zum Wettkampf und entwickelte die Voraussetzungen für eine landesweite Trainerausbildung. Dazu gehört auch die langjährige Kooperation mit dem IAT in Leipzig und Dr. 1999 wurde Peter Zaar zum Präsidenten der WAKO Deutschland gewählt. Peter Zaar betreibt nicht nur Kickboxen, Peter Zaar lebt das Kickboxen.
Peter Harbrecht: Der Unbesiegte
Peter Harbrecht erzielte seine Erfolge durch einen kompromisslosen und technisch Brillanten Kampfstil, der gepaart war mit einer ungeheuren Schlagkraft in Fäusten und Füßen. Mit harten Kombinationen, eisernem Willen, großer Disziplin, ja fast mathematischer Präzision, Logik und Ästhetik dominierte er das Kampfgeschehen von 1977 - 1979.
Seine Sportliche Bilanz ist äußerst beeindruckend, vor allem wenn man bedenkt das er sich mit nur 22 Jahren vom aktiven Kampfsport zurück gezogen hat. Es begann im Frühjahr 1973, Peter Harbrecht wurde von seinem Bruder Hans zum Karate Training mitgenommen. Nach nur zwei Jahren stellten sich die ersten Wettkampferfolge ein. Großen Anteil daran hatte sein Bruder Hans der als Diplomsportlehrer ein systematisches, auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basierendes Trainingskonzept für Peter zusammenstellte.
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Von diesem Training profitierten später auch andere deutsche Spitzenkämpfer, als Hans Bundestrainer der WAKO wurde. Teile dieser Konzepte hat Peter Zaar in sein hervorragendes Kickbox Lehrbuch einfließen lassen. Vom traditionellen Karate über das Semikontakt kam Peter schließlich zum „Vollkontakt-Karate“, wie es zur damaligen Zeit hieß.
Er begründete den Wechsel zum Vollkontakt so: „Hier kann man sein Können zeigen, ohne dass die Launen von Punktrichtern so großen Einfluss auf das Resultat haben. Besonders wenn man durch K.O. gewinnt. Nach diesem Prinzip gestaltete er seine Kämpfe. Wenn er sie nicht durch K.O. gewann, war seine Überlegenheit so klar das kein Zweifel an seinem Sieg aufkommen konnte.
Der schnellste K.O. Peter Harbrecht blieb in den 50 Kämpfen seiner Laufbahn unbesiegt. Er wurde im Halb-Mittelgewicht bis 74 Kg 3x Deutschen Meister, 3x Europameister und 1x Weltmeister. Das war 1978 in Berlin. In der Deutschlandhalle vor einer großen Kulisse von 8000 begeisterten Zuschauern fand die 1. Weltmeisterschaft der WAKO statt. Verantwortlich für diese erfolgreiche Veranstaltung waren Georg F. Brückner und der damalige Weltpräsident Mike Andersen.
Peter Harbrecht besiegte in einem grandiosen Kampf den Amerikaner Harold Roth, der in der 2. Runde nur knapp einem K.O. entging. Nach dem Gewinn des 3. Mit der Konsequenz die ihm im Sport zu eigen war, hat er sich im Laufe der Jahre bei Mercedes Benz vom Automechaniker in die Führungsebene vorgearbeitet. Dem Kampfsport ist Peter Harbrecht treu geblieben. Er hat im Laufe der Jahre sein Repertoire an Kampftechniken immer wieder weiterentwickelt und verändert.
Peter Kruckenhauser: Vom Kämpfer zum Unternehmer
Peter Kruckenhauser begann 1978, durch Bruce Lee Filme inspiriert, mit dem Taekwondo. Zu diesem Zeitpunkt wurde viel über das neue All - Style - Karate diskutiert und bereits 1979 wechselte er ins All - Style - Karate. (später Kickboxen) In den darauf folgenden Jahren verbuchte er europaweite Erfolge im Semikontakt als mehrfacher österreichischer Meister; mehrfacher internationaler Meister, dreifacher Europacupsieger und 3facher Grand Champion.
Als Mitfavorit für die legendäre WM in München, erlitt er bei einem Turnier einen komplizierten Handbruch und musste sich einer OP unterziehen, und somit war er zum Zuschauen degradiert. Peter Kruckenhauser konnte als einer der ersten in Österreich auch Erfolge in der neuen Disziplin, Leichtkontakt-Kickboxen verbuchen. Sein Verein den 1984 gegründet hat, zählte zu den erfolgreichsten in Österreich.
Sein Meisterschüler war sein Bruder und Freund Michel Kruckenhauser, der WAKO Europa- und Weltmeister wurde und zweimal den WAKO Pro Welttitel erkämpfte. Dem Kampfsport verschrieben, machte er sein Hobby zum Beruf und gründete 1992 die Firma Budoland, die er durch die Übernahme der Marken HAYASHI, TOP TEN und MANUS sowie durch unermüdlichen Einsatz und Willen zum Global Player ausbauen konnte.
Ein weltweites Vertriebsnetz wurde aufgebaut und Peter Kruckenhauser konnte u. a. den WAKO Begründer und Vater des Kickboxen, Mike Anderson als USA Vertriebsmann und Freund gewinnen.
Andreas Riem: Allroundtalent und Bundestrainer
Andreas begann 1974 im Alter von 14 Jahren mit dem Kampfsport. Der leidenschaftliche Sportler, der für den Kampfsport lebte wie kaum ein anderer, trainierte schon in jungen Jahren mit sehr viel Disziplin, Ausdauer und Fleiß. Einen seiner größten Erfolge feierte er mit 19 Jahren auf der WM in Tampa/Florida. Er wurde Einzel- und Mannschaftsweltmeister im Semikontakt Kickboxen.
Mit dem damaligen German Power Team, in dem sich die besten Kämpfer Deutschland befanden, sammelte Andreas immer mehr internationale Erfahrung. Doch das Allroundtalent konnte sich auch im Voll- und Leichtkontakt und bei den Formen mehrere deutsche Meistertitel erkämpfen. Aufgrund seiner herausragenden sportlichen Leistungen wurde er 1995 Bundestrainers im Semikontakt Kickboxent.
1990 eröffnete er sein Fitnessstudio in Bad Nauheim. Dazu absolvierte Andreas 1995 sein Diplom Fitnesstrainer und Aerobic A-Trainerschein. Seit 1997 ist er zusätzlich Ausbilder bei Lead international for Fitness and Health. Andreas hat dem Sport viel gegeben und war immer ein Vorbild für die jungen Sportler.
Birgid Sasse: Deutschlands erfolgreichste Leichtkontakt Kickboxerin
Birgid Sasse, 3-fache WAKO Weltmeisterin und 3-fache Tae Kwon Do Weltmeisterin, ist mit Sicherheit Deutschlands erfolgreichste Leichtkontakt Kickboxerin und Taekwondo Kämpferin aller Zeiten. In der WAKO gewann Birgid von 1985 - 2001 insgesamt 10 Deutsche Meister Titel im Semi- und Leichtkontakt Kickboxen, sowie zwei Internationale Deutsche Meisterschaften und folgende Weltmeisterschaften der WAKO: 1993 in der Klasse -65 kg in Atlantic City/USA, 1994 in der Klasse -65 kg in Venedig/Italien den der WAKO Pro und 2001 in der Klasse -70 kg in Maribor/Slowenien.
Daneben gewann Birgid unzählige Bronze und Silber Medaillen bei Europa-, Welt- und Internationalen Meisterschaften. 1983 erlitt sie bei einem Autounfall einen beidseitigen Beckenringbruch und Lendenwirbelquerfortsatzabriss bei dem sie bei einem acht Wochen dauernden Krankenhausaufenthalt ans Bett gefesselt war.
Gustav Baaden: Pionier und Weltkampfrichter
Mit Gustav Baaden verbindet man viele Jahrzehnte Kampfsporterfahrung. Bereits 1953 trainierte er im Charlottenburger Box - Club, bevor er 1962 in die bekannte Sportschule von Georg F. Brückner in Berlin wechselte. Unter Georg F. Brückner lernte er Taekwon Do und Selbstverteidigung. 1974 holten Georg F. Brückner und der aus Florida stammende Mike Anderson die US Elite des Sportkarate wie Bill Wallace, Jeff Smith, Joe Lewis, Gordon Franks und den Mexikaner Ramiro Guzman nach Berlin.
Sowohl Brückner als auch Gustav Baaden ließen sich von der neuen Kampfsportart Full und Semikontakt Karate überzeugen. Anfang 1976 zog Gustav Baaden mit seiner Familie nach Köln. Nach der Gründung der WAKO Germany durch Georg F. Brückner, Gustav Baaden, Jochen Böckmann, Peter Blankenburg, Gerd Lemmens und Mike Anderson 1977 in Berlin, folgte 1979 die Gründung der WAKO NRW durch Gustav Baaden.
Gustav Baaden gehörte zu den ersten Weltkampfrichtern im Kickboxen mit erstem Einsatz 1979 bei der zweiten WM in Florida/USA. Heute kann Gustav Baaden mit einer Vielzahl von Deutschen- Europa- und Weltmeistern auf eine unglaubliche und kaum vergleichbare Erfolgsgeschichte zurückblicken.
Rüdiger Hermann: Trainer und Kämpfer mit Herz
Am Sonntag, dem 2. Juli 2006 ist der Gelsenkirchener Rüdiger Hermann im Alter von 41 Jahren überraschend an Herzversagen gestorben. Rüdiger Hermann war jahrelang Mitglied der Nationalmannschaft im Leichtkontakt-Kickboxen. Er war Jugend-Landestrainer von NRW. Noch auf der Deutschen Meisterschaft in Siegen haben wir miteinander gesprochen und gelacht. Niemand hätte damals an den Tod gedacht.
Doch hier kann man wieder einmal sehen, wie schnell und unerwartet es jeden von uns treffen kann. Trainer, Funktionäre, Sportler und Freunde, alle waren geschockt, als sie die Nachricht von dem unerwarteten Tod Rüdigers erfahren haben. Rüdiger Hermann war in seinem Heimatverein, dem Polizei SV Gelsenkirchen Trainer und Abteilungsleiter. Auch als Kämpfer war er immer noch aktiv.
Ab 1990 wechselte er zum Kickboxen in die WAKO Deutschland. Er kämpfte in den Disziplinen Semi-, Leicht- und Vollkontakt. Rüdiger wurde 12 mal Landesmeister von Nordrhein-Westfalen im Leichtkontakt und 3 mal Landesmeister im Semikontakt. Weiterhin wurde er 2 mal Deutscher und 4 mal Deutscher Vizemeister im Leichtkontakt. Auf Grund dieser Leistungen wurde er von Bundestrainer Peter Zaar auch in den Kader der Deutschen Nationalmannschaft berufen.
Bis zum Schluss war Rüdiger als Trainer erfolgreich. Vor allen Dingen widmete er seine Energie, sein Wissen und seine Erfahrung dem Nachwuchs in der Jugendarbeit. Alle Kickboxer die ihn kannten, werden ihn nicht vergessen.
Michael Kuhr: Vom Talent zum Vize-Weltmeister
Im Alter von nur 12 Jahren betrat Michael Kuhr zum ersten Mal das Sportstudio Blankenburg in der Luxemburger Straße in Berlin Wedding. Er wollte TAE-KWON-DO lernen. Sehr schnell wurde Michaels außergewöhnliches Talent vom Trainer P. Blankenburg erkannt und zielgerichtet gefördert. Charakterzüge, die auch heute noch den Grundstein für dauerhaften Erfolg legen. Er wurde in der Klasse bis 57 kg auf Anhieb Berliner Meister.
Seine erste wirkliche Bewährungsprobe stand dann mit nur 16 Jahren bevor: die Deutsche Meisterschaft im Full-Contact Kick-Boxen. Diesen Erfolg konnte Michael noch 9-mal wiederholen. Im Jahr 1979 wurde er bei den Weltmeisterschaften in Florida als 17-Jähriger Vize-Weltmeister. Später wechselte er ins Profilager.
Peter Blankenburg: Mitgründer und Organisator
Seine ersten Erfahrungen sammelte er im Judo und Boxen. 1965 wechselte zu Georg Brückner um Tae Kwon Do zu lernen. Mitte der 70er Jahre, Peter Blankenburg hatte mittlerweile sein eigenes Kampfsportstudio, folgte er gerne der Einladung zur Gründung eines Verbandes für eine neue, einzigartigen Kampfsportart.
Peter Blankenburg war nicht nur Mitgründer sondern auch langjähriger Geschäftsführer der WAKO Germany sowie Präsident der WAKO Berlin. Bei den meisten Turnieren die in Berlin und Deutschlandweit stattfanden stand er als Organisator seinem Freund G.
Klemens Willner: Kämpfen mit dem Kopf
Eiserner Wille, Disziplin und vor allem seine mentale Stärke machten Klemens Willner so erfolgreich. Denn wo einige seiner Konkurrenten pure Muskelkraft einsetzen, kämpft Willner vor allem mit dem Kopf. Die Faszination und Begeisterung für den Kampfsport packt Klemens schon früh. Kickboxen ist für Willner eine der ehrlichsten Sportarten, der verborgene Stärken freisetzen kann. Von Beginn an hat er das Ziel Weltmeister zu werden. Konsequent verfolgt er seinen Traum. Mit 13 Jahren beginnt er in Berlin bei Georg F. Brückner mit dem Training und bereits nach einem Monat legt er seine erste Gürtelprüfung ab. 1983 tritt Klemens zu seinem ersten Vollkontaktkampf an.
Die Besten der Besten im Muay Thai
Muay Thai ist eine der effektivsten Kampfsportarten und hat im Laufe der Jahre stark an Popularität gewonnen. Die Kampfkunst ist seit dem 17. Jahrhundert ein beliebter Sport in Thailand, gewann aber im 20. Jahrhundert weltweit an Bedeutung. Es gab einige berüchtigte westliche Muay-Thai-Kämpfer, von denen es einige auf die Liste der besten Muay-Thai Kämpfer aller Zeiten geschafft haben.
- Buakaw Por Pramuk (Sombat Banchamek): Gilt als einer der größten Muay-Thai-Kämpfer aller Zeiten.
- Yodsanklai Fairtex: Bekannt als der „Boxcomputer“.
- Petchboonchu FA Group: Einer der höchstdekorierten Muay Thai-Kämpfer der Welt, bekannt für seinen einzigartigen Stil und seine Knieangriffe.
- Samart Payakaroon: Obwohl er anfangs nicht sehr erfolgreich war, wurde er zu einem Star der Muay-Thai-Szene.
- Ramon Deckers: Ein aggressiver Kämpfer, der 8 Weltmeistertitel im Muay Thai und Kickboxen gewann.
- Dieselnoi Chor Thanasukarn: Bekannt als „The Sky Piercing Knee Kicker“.
- Somrak Khamsing: Spielte eine wichtige Rolle dabei, das Muay Thai auf die Landkarte zu bringen und gewann als erster Thailänder eine olympische Goldmedaille.
- Sagat Petchyindee: Überwand eine Pechsträhne und bildet nun neue Kämpfer aus.
- John Wayne Parr: Ein beliebter Kämpfer in Thailand und Australien, der mehrere Titel im Muay Thai, Kickboxen und Boxen gewann.
- Thongchai Tor Silachai: Hat während seiner Muay Thai-Karriere viel erreicht.
- Pud Pad Noy Worawoot: Trug den Spitznamen „Das goldene Bein“ aufgrund seines bevorzugten linken Fußtritts.
- Apidej Sit Hirun: Einer der besten Kämpfer mit einer Bilanz von 340 Siegen, 10 Niederlagen und 1 Unentschieden.
- Kaopong Sittichuchai: Ein gefährlicher Muay-Thai-Kämpfer, der sowohl Geschicklichkeit als auch Kraft beherrschte.
- Saenchai: Immer noch aktiv und bekannt für seinen auffälligen und trickreichen Kampfstil, gilt als der Erfinder des Cartwheel Kick.
- Nong-O: Ein siebenfacher Muay-Thai-Champion, der auch als Ausbilder tätig ist und mit einem kalkulierten und technischen Stil kämpft.
- Enrico Kehl: Ein sehr bekannter deutscher Muay Thai Kämpfer und Kickboxer, der im Jahr 2014 zum Champion des K-1 World Max Turniers gekrönt wurde.
- Panpayak: Tritt oft gegen Elitekämpfer an und gewinnt weit mehr Kämpfe als er verliert.
- Superlek: Begann sein Training im Alter von acht Jahren und zeichnet sich durch schnelle, präzise und verheerende Kicks aus.
- Rodtang: Zeichnet sich durch seine Ausdauer und sein aggressives Vorgehen aus.
- Janet Todd: Eine amerikanische Muay Thai Kickboxerin und die aktuelle ONE Kickboxing Weltmeisterin in ihrer Gewichtsklasse.
- Sangmanee: Inhaber mehrerer Titel im hart umkämpften thailändischen Stadionkreis und ein strategischer Kämpfer.
- Rungkit: Ein technisch versierter Muay-Thai-Kämpfer, der eine Kombination aus Strategie und Kraft einsetzt.
- Kongklai: Bekannt für seinen unterhaltsamen Kampfstil und wurde von der thailändischen Sportbehörde zum Kämpfer des Jahres 2020 gekürt.
- Anueng Khatthamarasri: In die Muay Thai Kultur hineingeboren.
- Capitan: Hat einen aggressiven, strategischen Kampfstil.
- Ruumet: Eine estnische Kickboxerin und Muay-Thai-Kämpferin, deren wilde Schläge sich mit der Anmut einer Balletttänzerin entfalten.
- Meksen: Eine ehemalige professionelle Muay-Thai-Weltmeisterin im Fliegengewicht.
- Tawanchai P.K.: Er ist ein technischer und strategischer Kämpfer, der die Bewegungen seines Gegners voraussieht und kontert.
- Barlow: Praktiziert Muay Thai und Kickboxen, eine Kombination, die sich zu einem effektiven Kampfstil verbindet.
- Haggerty: Ein britischer Muay-Thai-Kämpfer, der es wegen seines taktischen und strategischen Ansatzes auf die Liste geschafft hat.
- Kiewpayak: Die thailändische Sportbehörde zeichnete Kiewpayak mit dem Titel „Kämpfer des Jahres 2019“ aus.
- Sawsing: Eine federgewichtige Muay-Thai-Kämpferin, die mit neun Jahren mit dem Training begann.
- Superbon: Ein Veteran mit jahrelanger Erfahrung, der im Amateurbereich des Muay Thai begann.
- Prajanchai: Ist Inhaber von sechs Muay Thai-Meistertiteln, von denen er vier in der sehr wettbewerbsintensiven Stadionrunde gewann.
- Tapaokaew: Ist ein Muay Khao (Knie) Kämpfer mit einem explosiven Kampfstil, der spannend zu beobachten ist.
- Ferrari: Ist ein rechtshändiger Muay Femur mit anmutiger, flüssiger Ausführung, die eine solide Verteidigung ermöglicht.
Deutsche Meisterschaft im Kickboxen
In Bad Neustadt an der Saale kommen die besten Kickboxer Deutschlands zusammen, um in den Disziplinen Pointfighting, Leicht- und Vollkontakt, LowKick, K1, Kick Light sowie Musikformen in den Altersklassen Kinder, Junioren, Damen und Herren sowie Master (ab 40 Jahren) die Meister auszukämpfen. Es ist ohne Frage der sportliche Höhepunkt im ersten Halbjahr.
Alle Teilnehmer haben sich über ihren jeweiligen Landesverband beziehungsweise die Landesmeisterschaft für die Deutschen Meisterschaften qualifiziert. Was die Teilnehmerzahl betrifft, gab es die dritte Steigerung in Folge, 601 registrierte Sportler aus 15 Bundesländern sind dabei.
Neben der Titelvergabe für die besten nationalen Kickboxer dienen die Meisterschaften auch als Qualifikationsturnier für die WM 2017 in Budapest (4. bis 12. November) und als Start der Qualifikation für die EM 2018.
"Ich erwarte spannende Kämpfe und mehr oder weniger eine Dominanz der Nationalkämpfer. Ich hoffe daneben natürlich auch den einen oder anderen aus dem Nachwuchs als Überraschung zu sehen", sagte Vollkontakt-Bundestrainer Kai Becker. Denn auch die Nachwuchsleistungssportler werden das letzte Quali-Turnier vor der EM Anfang September als Standortbestimmung und Sichtung für die Bundestrainer nutzen wollen. "Es sind einige Talente dabei und wir werden dieses Jahr das erste Mal mit einem größeren Ringsportteam zu einer Jugend/Junioren-EM fahren", so Becker.
Bekannte Kämpfer im Vollkontakt
Die Liste der Kämpfer aus dem Vollkontakt kann sich sehen lassen, es wird das komplette Nationalteam am Start sein, mit Ausnahme von Julia Irmen. Sie bestreitet zwar schon wieder Aufbautraining, darf nach ihrer Daumenfraktur aber noch keine Wettkämpfe bestreiten.
- Eugen Waigel: Zweimaliger Weltmeister im Superschwergewicht +91 Kg.
- Kian Golpira: Steht vor einer großen Herausforderung in der Gewichtsklasse -67 Kg mit Said Hashimi und Manuel Leist.
- Steffen Luer: Gilt als klarer Favorit in der Gewichtsklasse -75 Kg.
- Gabriel Pempel: Ebenso in der Gewichtsklasse -81 Kg.
- Jessica Schütte: Tritt in ihrer neuen Gewichtsklasse -70 Kg an.
- Tatjana Obermeier: Peilt nach ihrem ersten Worldcup-Sieg in Ungarn in der Gewichtsklasse -52 Kg den Sieg an.
Kämpfer im Leichtkontakt
Auch für Leichtkontakt-Bundestrainer Peter Zaar steht der erste Saisonhöhepunkt an. Im Fokus stehen zahlreiche Kämpfer und Gewichtsklassen, so zum Beispiel in der Gewichtsklasse -63 Kg.
- Dominik Hill: Möchte auf den WM-Zug aufspringen.
- Jan Sievert und Ken Atasever: Wollen es ihm so schwer wie möglich machen.
- Denny Schmidt oder Sebastian Sandoval: Werden in der Gewichtsklasse -69 Kg kämpfen.
- Mike Höfer: Weltranglistenerster in der Gewichtsklasse +94 Kg.
- Peter Zaar Junior: In der Gewichtsklasse -89 Kg bereits ein alter Hase auf Weltklasse-Niveau.
Frauen im Leichtkontakt
- Nadine Kürten: Muss sich in der Gewichtsklasse -55 Kg den Verfolgern Sarah Lehne, Jenny Glück und Bernadette Bernhard stellen.
- Sarah Zimmermann uns Sophia Grieser: Es wird ein heißer Tanz in der Gewichtsklasse -60 Kg erwartet.
Nach den Deutschen Meisterschaften werden sich die Verantwortlichen ein festes Nominierungsbild gemacht haben. Die offizielle Nominierung findet im September am Olympiastützpunkt Hennef statt und setzt noch eine Leistungsdiagnostik und die Kaderteilnahme sowie die Teilnahme an der unmittelbaren Wettkampfvorbereitung verpflichtend voraus.
