EA Sports UFC 4: Gewichtsklassenwechsel und Gameplay-Verbesserungen

Wird Mixed-Martial-Arts jetzt endlich Mainstream? Zweieinhalb Jahre nach dem dritten Teil soll „EA Sports UFC 4“ mit verbessertem Gameplay und entschlackter Steuerung die breite Masse erreichen. EA Sports erleichtert gerade Einsteigern das Leben, bietet aber gewohnte Komplexität für Profis.

Präsentation und Technik

Wie schon die Vorgänger setzt auch „EA Sports UFC 4“ die Lizenz der Kampfsport-Promotion Ultimate Fighting Championship gewinnbringend ein. Die Präsentation bleibt erstklassig und reicht vom Einzug in die Arena, über die Ansagen von Bruce Buffer bis hin zum englischen Kommentar. Technisch kann sich das Spiel ebenso sehen lassen: EA Sports passt noch einmal die Charaktermodelle an, feilt an Details und Animationen.

Verbessertes Kampfsystem

Das Wichtigste ist allerdings das Kampfsystem, an dem EA Sports im Vergleich zum Vorgänger viele Verbesserungen vornimmt. Für Einsteiger gibt es verschiedene Tutorial-Funktionen wie Onscreen-Hilfen, einem Training innerhalb der Karriere und einem Online-Handbuch. Komplex ist die Steuerung weiterhin - gerade wenn ihr die fortgeschrittenen Aktionen einsetzen möchtet.

Im Gegenzug aber erleichtert man sowohl das Clinchen als auch das Aufgabesystem. Für letzteres greift ihr jetzt auf die so genannte Submission-Hilfe zurück, bei der ihr zwischen „Aufstehen“, „Ground-and-Pound“ und „Submission“ wählt, um so Positionswechsel durchzuführen. Die eigentlichen Aufgabegriffe sind dann Mini-Spielchen, bei denen ihr Balken übereinander legen müsst, während euer Opfer dies zu verhindern versucht.

Das Standup-Game wiederum fußt vor allem auf den Aktionstasten und Modifikatoren. Hier sind gerade beim Abblocken von Takedowns gute Reaktionen an den Schultertasten gefragt. Treffer hinterlassen nicht nur kleine Schweißwölkchen, sondern auch gut sichtbare Blessuren. Wer ordentlich Rippen oder Beine bearbeitet, bringt seinen Gegner damit ebenfalls zu Boden oder betäubt ihn kurzfristig.

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Der Karrieremodus

Der Karrieremodus ist das zentrale Spielelement in „EA Sports UFC 4“. Hier begrüßt euch zunächst Coach Davis, ehe er euch in den Charaktereditor entlässt. Dort bastelt ihr euch einen eigenen Kämpfer (oder Kämpferin) mitsamt Gewichtsklasse und Stilrichtung - also etwa Boxen oder Ringen - zusammen. Ihr startet natürlich nicht in der UFC, sondern verdient euch eure Sporen zunächst im Amateurbereich.

Nach einigen Siegen erhaltet ihr erste Angebote kleinerer Ligen, ehe es euch in den Dunstkreis der UFC verschlägt. Hier beginnt das Spiel so richtig. Vor jedem Kampf habt ihr eine bestimmte Anzahl an Wochen zum Trainieren und Hypen des Matches Zeit. Später heuert ihr Sponsoren an und müsst Pflichttermine erfüllen. Zu viel oder zu wenig Zeit im Gym wirkt sich negativ auf eure Kampfform aus.

Ziel der Karriere ist neben dem Gewinn des Championtitels auch das Erobern des Titels Greatest of All Time. Den Charakterfortschritt koppelt „UFC 4“ geschickt an Training und euren Kampfstil. Benutzt ihr bestimmte Aktionen häufiger, steigen diese im Rang auf, das wiederum erhöht die Effektivität und beschert euch neue Entwicklungspunkte, die ihr in Talente oder Erweiterungen investiert. Zudem ladet ihr mit den verdienten Gagen andere UFC-Stars ein, die euch dann neue Aktionen beibringen.

Sehr schön: Für jede Aktion sammelt ihr im übergeordneten Spielerprofil Erfahrungspunkte. Damit schaltet ihr neue Kleidungsstücke sowie zusätzliche Coins frei, mit denen ihr neue Emojis und andere Individualisierungsobjekte frei.

Abseits der Karriere bietet „UFC 4“ die Möglichkeit zum Kreieren eigener Events und Turniere. Im Einzelkampfmodus könnt ihr auch Modifikatoren wie „Stand & Bang“ (kein Bodenkampf vornehmen.

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So spannend die Karriere vor allem aufgrund des motivierenden Kampf-Gameplays und dem Aufbau des eigenen UFC-Talents sein mag, so mangelt es ihr doch an Abwechslung. Die Karriere ist - trotz im Vergleich zum Vorgänger - zu unspektakulär. Zu schade, dass lediglich Coach Davis eine prominente Rolle spielt und nicht etwa Dana White oder gar einige der Top-Talente von Ultimate Fighting Championship Gastauftritte übernehmen. Wie bereits erwähnt, gefielen uns die Kämpfe an sich ausgezeichnet.

Balancing-Probleme und Bugs

Trotzdem hatten wir den Eindruck, als hätte „UFC 4“ mit einigen Balancing-Problemen zu tun. Beispielsweise erwiesen sich Legkicks als extrem effektiv, gleiches gilt für Tritte auf den Körper. Wie bei vielen Spielen dieser Art, kämpft auch „UFC 4“ mit kleineren Bugs und Glitches. Gerade bei Kollisionen kommt es immer wieder zu merkwürdigen Verrenkungen. Auch haben Schläge in turbulenten Situationen manchmal nicht nachvollziehbare Wirkung.

Gewichtsklassenwechsel im Karrieremodus

Soweit ich mich erinnere, musste den Meisterschaftsgürtel gewinnen. Dann wird dir angeboten die Klasse zu wechseln. War sozusagen ein „Story Erfolg“.

Hallo, wenn du direkt im Schwergewicht anfängst, bekommst du keine Anfrage ob du wechseln magst, wenn du allerdings Leichtgewicht/Leichtschwergewicht beginnst, dann hast du die Möglichkeit zu wechseln und am Ende dann Schwergewicht zu sein. Leider ist es also nicht möglich in einer geringeren Gewichtsklasse zu kämpfen, wenn du mit einer höheren angefangen hast.

Weitere Features und Modi

Neben der Karriere bietet „UFC 4“ die Möglichkeit eigene Events und Turniere abzuhalten. Im Einzelkampfmodus könnt ihr auch Modifikationen wie „Stand & Bang“ (kein Bodenkampf) vornehmen. Mit UFC 4 liefert EA Sports die bisher beste MMA-Kampfsimulation ab.

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Fazit

Knockout! EA Sports räumt mit den größten Schwächen des Vorgängers auf und baut Stärken wie beispielsweise das Kickboxen weiter aus. Dank neuer Hilfe- und Trainingsfunktionen finden sich auch Anfänger schneller zurecht, ein wirklich einsteigerfreundliches Prügelspiel aber ist die MMA-Simulation trotzdem nicht. Doch eure Mühe belohnt das Spiel auch mit spektakulären Niederschlägen und spannenden Kämpfen. Deshalb können wir „EA Sports UFC 4“ allen Fans und Interessierten nur ans Herz legen.