Zum nunmehr vierten Mal legt EA die offiziell lizenzierte Videospielumsetzung zur UFC vor. Fans der Ultimate Fighting Championship, kurz UFC, kennen Namen wie Kamaru Usman, Alexander Gustafsson, Walt Harris oder Jessica Andrade nur zu gut. Sie und alle anderen wichtigen Kämpfer und Kämpferinnen aus allen Gewichtsklassen sind natürlich auch in UFC 4 enthalten, dem neuesten Teil der offiziellen Sportspielumsetzung zum äußerst umstrittenen Mixed-Martial-Arts-Fight im achteckigen Käfig.
Wie schon in den Vorgängern dürft ihr aber auch in einem ausführlichen Karriere-Modus die Gesichter der KI-Gegner so dermaßen zerdellen, dass nicht einmal mehr ihre Motherboards sie erkennen würden. Ganz nebenher verbessert ihr noch euren eigenen Kämpfer. Ich habe mich für euch mit den harten Kämpfern im Ring mit den anderen gemessen und mich nicht zuletzt mit dem stark überarbeiteten Karriere-Modus auseinandergesetzt.
Karrieremodus: Mehr als nur Kämpfen
Für mich persönlich war der Karriere-Modus, gerade auch im direkten Vorgänger, die liebste Spielvariante. EA erweitert sie in diesem Jahr um etliche voll vertonte Zwischensequenzen. Schön: Die Szenen sind auch komplett auf Deutsch eingesprochen worden. Vor allem aber passen die Macher das Fortschrittssystem an, das sowohl beim stetigen Training als auch in den regelmäßigen Fights für viel Motivation sorgt.
Allerdings neigt die Mechanik auch dazu, sehr kleinteilig zu werden. Härte der Kicks, Härte der Schläge, Widerstandskraft, Ausdauer. Hier verbessert ihr ständig was, aber spürbar wird das alles erst auf längere Sicht. Gerade der Ausdauerwert ist zu entscheidend, insbesondere wenn ihr die Möglichkeit nutzt, nach guten Leistungen schneller in der UFC aufzusteigen. Optimal geregelt ist der Fortschrittt also nicht, aber dafür bietet die Karriere noch weitere Neuerungen.
So spielt auch der Umgang mit den (spielinternen) Social-Media-Kanälen eine Rolle, in denen ihr euch langfristige Freundschaften oder eben Rivalitäten aufbaut. Das macht die Karriere unterm Strich nur dezent besser als im Vorgänger.
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In UFC 4 bestimmen die Spieler selbst den Weg ihres Kämpfers bzw. ihrer Kämpferin. Dank Social Media könnt ihr zum Fanliebling oder zum polarisierenden Widerling werden und eure Kampfergebnisse bestimmen über eure Bekanntheit als Ringer oder K.O.-Champion. Wie ihr eure Wochen verbringt bleibt euch überlassen. Doch Vorsicht, zu viel oder zu wenig Zeit im Gym wirkt sich negativ auf euren Athleten aus. Zudem seid ihr auch im Training nicht vor Verletzungen geschützt und diese sind immer negativ behaftet. Entweder werden euch Pausen zur Genesung aufgezwungen oder ihr habt handfeste Nachteile im nächsten Kampf.
Schön ist, dass EA den Charakterfortschritt an das eigene Training und den individuellen Kampfstil gekoppelt hat. Jede Aktion, also jeder bestimmte Schlag oder Tritt, steigt mit der Häufigkeit seiner Nutzung im Rang auf. Hierdurch wird die Effektivität eurer Aktionen deutlich erhöht und ihr erhaltet zudem Entwicklungspunkte, die ihr in Talente oder Erweiterungen investieren könnt.
Leider nutzen sich die unterschiedlichen Möglichkeiten im Karriere-Modus schnell ab, da es an Abwechslung mangelt. Vor allem die Sparring-Einheiten mutieren zu einer nervigen Fleißarbeit, wodurch man schnell gewillt ist die Wochen zum nächsten Kampf automatisch simulieren zu lassen. Es fehlt einfach an Highlights und einer spannenden Inszenierung. Es hätte vermutlich schon gereicht mit Prominenten Stars der Szene in Kontakt zu treten, um auf diese Weise etwas näher am Produkt zu sein.
Gameplay-Verbesserungen und Spielmodi
Letztlich sind es gerade die vielen kleineren Anpassungen und Verbesserungen, die UFC 4 zu einem besseren Spiel als den Vorgänger machen. Die vielen Fortschritte bei Trefferfeedback, Kollisionsabfrage und Animationen aber bringen einiges. Das soll nicht heißen, dass es nicht noch Fehler gibt. Bei parallel ausgeführten Angriffen habe ich immer wieder Situationen erlebt, in denen das Spiel einfach überfordert war.
Denn das komplexe, aber gut vermittelte Kampfsystem ist die große Stärke des Spiels, neben der enormen Wuchtigkeit der vielseitigen Attacken. Und auch die Steuerung ist den Entwicklern von EA sehr gut gelungen. Submissions, also Sieg durch Aufgabe des Gegners, sind im realen UFC gewiss von sehr großer Bedetung. Es ist also verständlich, dass EA Grapplings und Co. nicht generell ausklammert.
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Überhaupt ist das Angebot an Spielmodi mit Turnieren und Einzelkämpfen online wie offline sehr großzügig ausgefallen. Sogar das Mischen von Gewichtsklassen ist in UFC 4 möglich. Das heißt, ihr könnt auch mit dem Weltergewichtler gegen einen Schwergewichtler antreten, wobei offenkundig gewisse Stärkewerte angepasst werden. Das einzige, was nicht geht, sind Fights zwischen männlichen und weiblichen Kämpfern.
Nicht zu anspruchsvoll, um auch Neulingen die Chance zu geben ins Spiel rein zu finden, aber komplex genug, um auch anspruchsvolle Spieler zu befriedigen. Mit unterschiedlichen Tutorial-Funktionen wie Onscreen-Hilfen, einem Training innerhalb der Karriere und einem Online-Handbuch wird sich jeder Einsteiger schnell in UFC 4 zurechtfinden können. Veteranen hingegen erfreuen sich an den unzähligen Combos und fortgeschrittenen Techniken, die eine gewisse Fingerfertigkeit abverlangen.
Gewichtsklassenwechsel im Karrieremodus
Eine häufig gestellte Frage ist, wie man die Gewichtsklasse im Karrieremodus wechseln kann. Soweit ich mich erinnere, musste den Meisterschaftgürtel gewinnen. Dann wird dir angeboten die Klasse zu wechseln. War sozusagen ein „Story Erfolg“. Hallo, wenn du dirket im Schwergewicht anfängst, bekommst du keine Anfrage ob du wechseln magst, wenn du allerdings Leichtgewicht/Leichtschwergewicht beginnst, dann hast du die Möglichkeit zu wechseln und am Ende dann Schwergewicht zu sein. Leider ist es also nicht möglich in einer geringeren Gewichtsklasse zu kämpfen, wenn du mit einer höheren angefangen hast.
EA Sports bringt die beliebte MMA-Simulation UFC mit dem mittlerweile vierten Ableger zurück. Seit dem 14. August 2020 können sich Fans dieser Sportart selbst in den Käfig trauen. So setzt man auf die sogenannte Real-Player-Motion-Technologie (RPM-Technologie), um den Spielern ein flüssigeres Kampferlebnis bieten zu können, welches auf Positionierung und Physis basiert. Hierdurch sollen bei UFC 4 nicht nur die Animationen besser aussehen auch die Clinch-Kontrolle, die Takedowns und das Ground-and-Pound konnten deutlich überarbeitet werden.
So werdet ihr gleich zu Spielbeginn in den Karriere-Modus geschmissen, um euch einen individuellen Kämpfer bzw. Kämpferin erstellen zu können. Hier stehen euch alle Freiheiten offen und ihr dürft nicht nur über das Aussehen, sondern auch die Gewichtsklasse sowie Stilrichtung entscheiden. Bereits hier legt ihr den Grundstein eures Kämpfers fest und entscheidet ob es sich bei ihm um einen Boxer, Kickboxer oder Ringer handeln soll.
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Verletzungen und Erholung
Dadurch, dass dein Sparringspartner aufgrund des Schwierigkeitsgrads von Haus aus aktiver ist, kann man sich schneller verletzen als einem lieb ist. Mir ist es jetzt passiert und ganz nebenbei hat sich mein Vertragsbonus von 100 000 Dollar ("Beende drei Kämpfe ohne Verletzung") erstmal erledigt. Es gibt nun mehrere Möglichkeiten, um sich von den Verletzungen zu erholen. Du opferst Entwicklungspunkte, um DAUERHAFT verlorene Attribute wieder zurückzuholen, denn man kann sich nun vorübergehend oder dauerhaft verletzen. Bei einer dauerhaften Verletzung werden Attribute abegezogen und sind dann auch erstmal weg. Möglichkeit 3: Du nimmst ordentlich Geld in die Hand, um dir die verloren gegangenen Wochenpunkte wieder zurückzuholen und dauerhafte Verletzungen zu heilen. Es gibt eine Auswahl von Ärzten, Spezialbehandlungen usw., die alle unterschiedlich viel Geld kosten.
Fazit
Mit UFC 4 liefert EA Sports die bisher beste MMA-Kampfsimulation ab. Dank neuer Hilfs- sowie Trainingsfunktionen sollten sich Anfänger schnell zurechtfinden können, dennoch bleibt das Kampfsystem anspruchsvoll und komplex. Die größten Schwächen des Vorgängers wurden aus dem Weg geräumt und die Stärken weiter ausgebaut. Zwar treten weiterhin kleine Probleme bei der Kollisionsabfrage und dem Treffer-Feedback auf, doch spätestens beim spektakulär inszenierten Knockout sind diese wieder vergessen. Die Kämpfe sind packend und großartig präsentiert. Die Soundeffekte sowie der Soundtrack sind erstklassig und die Lizenz wird mit über 100 Kämpfern ausgereizt.
Potential wäre natürlich viel größer (wie z.B. Letztendlich ist es wohl mehr ein Spiel für Zwischendurch, auch wenn mir der Karrieremodus gut gefällt, aber irgendwann spielt er sich halt tot, sobald man alles gewonnen hat.
UFC und MMA Gewichtsklassen
In der UFC, wie in anderen Kampfsportarten, werden die Kämpfe in verschiedenen MMA Gewichtsklassen ausgetragen. Diese Klassen und die damit einhergehenden UFC Regeln Verbote tragen zur Wahrung der Chancengleichheit bei und sind sowohl für Männer als auch für Frauen definiert.
Unsere Übersicht enthält die 15 anerkannten Gewichtsklassen. Derzeit gibt es neun offizielle MMA Gewichtsklassen, die vom Fliegengewicht bis zum Superschwergewicht reichen, wobei die Kategorien Super Leicht-, Super Welter- und Cruisergewicht nicht genutzt werden.
Die UFC nutzt ebenso neun Gewichtsklassen, allerdings beginnen diese beim Strohgewicht und enden beim Schwergewicht.
Die UFC Frauenmeisterschaften und die damit geltenden MMA UFC Regeln finden ausschließlich in den Gewichtsklassen Stroh-, Fliegen-, Bantam- und MMA Federgewicht sowie MMA Weltergewicht statt. Hierbei ist das Strohgewicht ausschließlich den Damen vorbehalten.
| MMA / UFC Gewichtsklassen | KG |
|---|---|
| 👊 Atomweight / Atomgewicht | 47,6 Kg |
| 👊 Strawweight / Strohgewicht | 52,2 Kg |
| 👊 Flyweight / Fliegengewicht | 56,7 Kg |
| 👊 Bantamweight / Bantamgewicht | 61,2 Kg |
| 👊 Featherweight / Federgewicht | 65,8 Kg |
| 👊 Lightweight / Leichtgewicht | 70,3 Kg |
| 👊 Super Lightweight / Super Leichtgewicht | 74,8 Kg |
| 👊 Welterweight / Weltergewicht | 77,1 Kg |
| 👊 Super Welterweight / Super Weltergewicht | 79,4 Kg |
| 👊 Middleweight / Mittelgewicht | 83,9 Kg |
| 👊 Super Middleweight / Super Mittelgewicht | 88,5 Kg |
| 👊 Light heavyweight / Halbschwergewicht | 93,0 Kg |
| 👊 Cruiserweight / Cruisergewicht | 102,1 Kg |
| 👊 Heavyweight / Schwergewicht | 120,2 Kg |
| 👊 Super Heavyweight / Super Schwergewicht | kein Limit |
Info: Die MMA Gewichtsklassen beziehen sich jeweils auf das maximale Gewichts-Limit, um an der angegebenen UFC Gewichtsklasse teilnehmen zu dürfen.
