Die Ultimate Fighting Championship (UFC) ist die Königsklasse im Mixed Martial Arts und erfreut sich auch in Deutschland sehr großer Beliebtheit. Wer es in die UFC schaffen will, der muss spektakulär kämpfen - und gewinnen.
Mit Islam Dulatov steht nun ein Düsseldorfer MMA-Kämpfer vor seinem großen Debüt in der Königklasse. An seinem Stil will der 26-Jährige auch festhalten, das Debüt des Düsseldorfers ist dennoch untypisch für einen Newcomer in der Eliteorganisation.
Dulatov erfüllt diese Voraussetzungen, wie viele vor ihm. An seiner Marschroute wird der 26-Jährige trotz der größtmöglichen Bühne nicht viel ändern, wie er im Interview mit ntv/RTL sagt. "Ich werde bedachter in den Kampf gehen, entspannter und ruhiger sein", sagt Dulatov. An seiner Aggressivität werde er aber festhalten. Das hat ihn erst in die UFC gebracht. Alle seine elf Siege konnte er vorzeitig einfahren.
So auch zuletzt bei der Dana White Contender Series im Oktober 2024, als er den Brasilianer Vanilto Antunes in der ersten Runde durch K.o. besiegte. "Ich werde da nicht mit meinem Gegner drei Runden rumtänzeln und versuchen, das Ding nach Punkten zu holen", ergänzt Dulatov, der einem Motto folgt, das ganz im Sinne der UFC ist: "Ich gehe nicht auf Punktesieg, sonst mache ich mich unbeliebt."
Mit Fugitt (Bilanz 10 Siege, 4 Niederlagen) bekommt Dulatov gleich zu Beginn einen Mann gestellt, der bereits vier Kämpfe in der UFC absolviert hat. "Das ist ein solider Junge", betont der im Düsseldorfer Stadtteil Rath groß gewordene Dulatov. "Er ist nicht der schlechteste, aber auch kein Champion. Irgendwas dazwischen. Aber auf jeden Fall jemand, an dem ich vorbeimuss."
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Dazu ist Dulatov auf einer PPV-Veranstaltung platziert, also einem großen Event der UFC. "Für mich ist das eine Art Wertschätzung", sagt der in Tschetschenien geborene Athlet. "Andere bekommen viel leichtere Gegner zum Start. Dazu stehe ich auf einer großen Fightcard. Die UFC sieht in mir großes Potenzial, sagt sich: Der Junge kann mal ein Star werden, wenn er die Prüfungen besteht. Fugitt ist so eine Prüfung. Der Kampf kann ein Türöffner für mich sein."
Und für diesen nächsten Schritt in seiner Karriere investiert Dulatov viel. In Louisiana hat er sein Trainerteam dabei, einen Spezialisten für Striking und einen für den Bodenkampf. Bereits seit Monaten bereitet er sich in den USA im American Top Team Gym vor. "Die beste Vorbereitung seines Lebens", sagt er. "Ich habe mich mit den Besten der Welt vorbereitet, wie Marvin Vettori, Abus Magomedov oder Johnny Eblen. Er hat ein Haus angemietet für sich und seine Entourage. Mehrere Tausend Dollar kostet die Herberge. Ohne seine anderen Geschäfte in Deutschland, wie seine eigene Modemarke, wäre das nicht möglich. Den reinen Profi-Sportler Islam Dulatov könnte es geben, sagt Dulatov, vorstellen wolle er sich das aber nicht. "Ich habe dem Drumherum viel zu verdanken. Mit Kämpfen alleine wäre das nicht möglich."
UFC-Debüt und erster Sieg
Islam Dulatov hat in der Nacht auf Sonntag seinen allerersten Kampf in der UFC gewonnen. Der Düsseldorfer schlägt Adam Fugitt bei „UFC 318“ in New Orleans (USA) schon in der ersten Runde knallhart k.o. Nach 4:06 Minuten ist bereits Schluss. Dulatov erwischt seinen Gegner mit einer harten Linken. Fugitt geht zu Boden und kassiert dort noch zwei weitere harte Treffer. Dem Ringrichter reicht es. Er beendet den Kampf.
Dulatov macht gegen Fugitt von Beginn an Druck, landet schon nach 20 Sekunden den ersten harten Treffer mit einem rechten Schwinger. Der Ami hat in keiner Phase des Kampfes eine Chance. Stark: Sein MMA-Debüt hat Dulatov erst vor fünf Jahren gegeben - und ist schon jetzt in der Weltspitze angekommen.
Im Oktober 2024 hatte sich Dulatov über „Dana White‘s Contender Series“ einen UFC-Vertrag erkämpft. Schon damals hatte er seinen Gegner per K.o. in der ersten Runde geschlagen und UFC-Boss White so zum Ausrasten gebracht. Der sagte: „Es macht Spaß, dich kämpfen zu sehen. Es macht echt Spaß. Ich kann es kaum erwarten, dich wieder kämpfen zu sehen.“
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Dulatov im Sieger-Interview: „Ich habe es euch schon vor zwei Tagen gesagt. Ich gehe immer auf den Knockout. 12 Kämpfe, 12 Finishes. Let's go.“
Weitere Pläne und Ambitionen
Neben seinem ersten Kampf im Februar in Saudi-Arabien verfolgt Islam Dulatov ambitionierte Ziele für das kommende Jahr. Er plant, 2025 drei UFC-Kämpfe zu absolvieren, um sich als festes Mitglied in der Liga zu etablieren. Sein Sechs-Kämpfe-Vertrag erlaubt es ihm, in den kommenden Jahren regelmäßig im Oktagon zu stehen und sein Können unter Beweis zu stellen.
Vor seinem großen UFC-Durchbruch kämpfte der Weltergewichtler bei „OKTAGON MMA“ und in kleineren regionalen Organisationen. Sein großes Ziel blieb aber immer die UFC. Zu BILD sagte Dulatov vor zwei Jahren selbstbewusst: „Ich will dort nicht nur einfach kämpfen, ich will dort Champion werden. Das habe ich jeden Tag im Kopf und glaube fest daran.“
Tamerlan Dulatov: Ein weiteres Talent der Familie
Wenn am 20. September OKTAGON 76 die Türen öffnet, blickt die Kampfsport-Welt gespannt auf einen Mann: Tamerlan Dulatov. Der Düsseldorfer gilt als eines der größten Talente im Weltergewicht - und hat etwas gutzumachen.
Mit einem makellosen 2-0 Rekord hat sich der gebürtige Düsseldorfer bereits früh einen Namen gemacht. Besonders sein Debüt sorgte für Aufsehen: In nur 16 Sekunden beendete er seinen ersten Profi-Kampf per Submission - ein Rekord in der Geschichte von OKTAGON MMA. Seitdem gilt der 25-Jährige als einer der vielversprechendsten Kämpfer der deutschen MMA-Szene.
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Und auch familiär liegt der Kampfsport in den Genen: Die Dulatovs gelten als Kämpfernatur. Fans dürfen sich auf einen intensiven Kampf freuen - mit einem Dulatov, der bereit ist, erneut Geschichte zu schreiben.
Dana White Contender Series
Am 8. Oktober geht die Dana White’s Contender Series mit der achten Staffel in die neunte Woche. Diese Woche dürfen sich die Zuschauer auf einen deutschen Kämpfer freuen, wenn der Düsseldorfer Islam Dulatov auf den Brasilianer Vanilto Antunes trifft.
Islam Dulatov hat eine beeindruckende Bilanz von zehn Siegen und einer Niederlage. Zuletzt stand er im Februar bei Oktagon 53 im Käfig, wo er sich einen TKO-Sieg über Ioannis Palaioglogos sicherte. Dieser TKO markierte seinen zehnten vorzeitigen Sieg, wobei neun davon in der zweiten Runde erzielt wurden.
