Der Kampfsport Judo hat seine Wurzeln im achten Jahrhundert, übersetzt heißt es „sanfter Weg“.
Die Übungen dienten einst der Persönlichkeitsentwicklung.
Erst nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich Judo zu einem Wettkampfsport, es ist die weltweit am meisten verbreitete Kampfsportart.
1956 fand im Mutterland Japan die erste WM statt, acht Jahre später feierte Judo an gleicher Stätte sein olympisches Debüt bei den Männern.
Deutschlands Judoka sorgen international immer wieder für Erfolge.
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So gab es bisher drei Olympiasiege, bei den Männern durch die Halbmittelgewichtler Frank Wieneke (1984 in Los Angeles) und Ole Bischof (2008 in Peking), als einzige deutsche Frau triumphierte Yvonne Bönisch 2004 in Athen.
Das unbestrittene Gesicht der Sportart ist der Franzose Teddy Riner.
Der Franzose gewann 2012 und 2016 Olympiagold und wurde elfmal Weltmeister.
Zwischen 2010 und 2020 blieb er in 154 Kämpfen unbesiegt.
Gekämpft wird auf mittelharten Matten, genannt Tatami.
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Es gibt eine Vielzahl von Wertungen, mit denen Punkte errungen werden können.
Ziel ist es, den Gegner durch Anwendung verschiedener Techniken kontrolliert in die Rückenlage zu bringen.
Beim Grand Slam in Paris wurde ein neues Format für die IJF Judo Awards eingeführt.
Zum ersten Mal konnten nationale Verbände Nominierungen einreichen.
Anschließend stimmte die Judo-Familie für eine Auswahlliste in jeder Kategorie.
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Aus diesen Finalisten wählte ein IJF-Expertengremium die Gewinner aus.
In der Kategorie Beste Coaching-Leistung des Jahres werden Trainer geehrt, die ihre Athleten mit ihrer Weisheit, Leidenschaft und unerschütterlichen Unterstützung zu Höchstleistungen geführt haben.
Jeder dieser Trainer hat seinen Athleten ein unvergleichliches Umfeld geboten und die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass sie in ihrem Sport ein außergewöhnliches Niveau erreichen und andere als großartige Trainer und unglaubliche Vorbilder inspirieren können.
Alle drei ausgewählten Trainer haben im Jahr 2024 zum internationalen Judo beigetragen und daher erhielt jeder von ihnen eine Auszeichnung entsprechend seinem spezifischen Fachgebiet.
Die Auszeichnung als bester Frauen-Trainer erhielt Marko Spittka, der als Trainer in Usbekistan seinen Schützling Diyora Keldiyorova zu sensationellem Olympiagold führte.
Auf ihrem Weg dorthin hat sie bereits in der Vorrunde die haushohe Favoritin Uta Abe aus Japan besiegt, gegen die sie im Finale der Weltmeisterschaften in Abu Dhabi noch verloren hatte.
Auch sie hat einen Award für ihre besonderen Leistungen erhalten.
Marko Spittka hat sich über die hohe Ehrung riesig gefreut.
„Ich habe mich aber noch weitaus mehr gefreut, als Diyora mich in ihrer Laudatio erwähnt hat und sich bei mir bedankt hat.
Das ging mir sehr, sehr nah“, sagt Marko Spittka gerührt.
„Es ist natürlich eine große Ehre für mich, als erster Deutscher diese Auszeichnung im neuen Format zu erhalten.“
Den Award übergab IJF-Vizepräsident und Präsident der Judo Union Asiens, Obaid Al-Anzi.
Marko Spittka ist nach Olympia nun der neue Männer-Bundestrainer in Deutschland und wir wünschen ihm auch für diese Tätigkeit ebensolchen Erfolg wie bisher in Usbekistan.
Als bester Männer-Trainer wurde ein weiterer Deutscher ausgezeichnet.
Der frühere Bundestrainer des Nachwuchses und der Männer, Richard Trautmann, hat diesen Award ebenfalls für herausragende Erfolge seiner Athleten aus Aserbaidschan erhalten.
Über 600 Judoka aus 90 Nationen haben für den Judo Grand Prix vom 19. bis 21. Februar 2016 in Düsseldorf gemeldet.
Exakt 50 Athleten schickt der Deutsche Judo-Bund (DJB) bei seinem Heim-Grand-Prix in der Mitsubishi Electric Halle ins Rennen, darunter Vize-Weltmeister Karl-Richard Frey (-100kg/Leverkusen) sowie die WM-Dritten Dimitri Peters (-100kg/Hannover) und Luise Malzahn (-78kg/Halle).
Hinzu kommt die aktuelle Europameisterin Martyna Trajdos (-63kg/Hamburg), die Vize-Europameisterinnen Laura Vargas Koch (-70kg) und Jasmin Külbs (+78kg/Zweibrücken) sowie die EM-Dritten Miryam Roper (-57kg/Leverkusen), Sebastian Seidl (-66kg/Abensberg) und Alexander Wieczerzak (-81kg/Wiesbaden).
"Der Judo Grand Prix in Düsseldorf hat für uns im Olympiajahr den allerhöchsten Stellenwert.
Wir hoffen auf viel Rückenwind durch die heimischen Fans", erklärt DJB-Präsident Peter Frese.
"Ich hoffe, dass sich in der Sportstadt einige unserer Athleten für Olympia empfehlen und in Rio dann um die Medaillen mitkämpfen werden.
Aufgrund der Tatsache, dass beim Judo Grand Prix in einer Gewichtsklasse mehrere Kämpfer aus einer Nation starten können, ist es in Düsseldorf fast schwerer auf das Podium zu kommen als bei den Olympischen Spielen."
Im vergangenen Jahr waren beim Judo Grand Prix in Düsseldorf 550 Athleten aus 75 Nationen am Start.
Insgesamt haben 8000 Zuschauer die Kämpfe verfolgt.
Beste Nation war Japan mit sieben Gold-, zwei Silber- und vier Bronzemedaillen vor Belgien (2/0/0) und Georgien (1/2/2).
Mit einer Silber- und sechs Bronzemedaillen belegten die Athleten des Deutschen Judo-Bundes (DJB) am Ende Rang zehn im Medaillenspiegel.
Am Wochenende kämpfen 600 Judoka in Düsseldorf um Medaillen und Startplätze für die Olympischen Spiele.
Gerd Egger organisiert und führt seit 1980 die Bayerische Frühjahrsschule durch.
Dieses Judo-Highlight mit Top-Referenten wie z.B. Olympiasiegern und -medaillengewinnern sowie weiteren überaus erfolgreichen Judosportlern bietet jährlich ca. 150 - 200 Kindern und Erwachsenen die Möglichkeit ihren Judohorizont zu erweitern und Kontakte zu anderen Judoka, auch aus anderen Landesverbänden, zu knüpfen.
Gerade in den vergangenen Jahren seit 2000 hat Gerd Egger durch seine internationalen Kontakte internationale Spitzentrainer engagieren können.
Z.B.: Hatsu Hamada, Takafumi Shigeoka, Shuinichi Saito, Peter Seisenbacher, Jörg Röthlisberger, Neel Adam.
Gerd Egger organisierte zahlreiche Länderkämpfe, bei denen sich die Athleten gegen Mannschaften z.B. aus Japan, Korea oder Kuba im Wettkampf stellen und so ihre Wettkampfpraxis gegen starke Gegner erweitern konnten.
Gerd Egger organisierte von 1991 bis 2001 mit der Mannschaft des TSV München-Großhadern das World Masters in München.
Dieses als Weltturnier bezeichnete internationale Judoturnier wurde durch sein Engagement zu einem weltweit beachteten und hochklassigen A-Turnier.
Bis zu 60 Nationen nahmen mit ihren Athleten daran teil.
Gerd Egger gelang es, zusammen mit Günther Romenath und dem ehemaligen DJB-Präsidenten W. Höfken, die Judoweltmeisterschaft für das Jahr 2001 nach München zu holen.
