Gold 24 Karat Eigenschaften

Wenn du hochwertige Schmuckstücke liebst, hast du bestimmt schon von den Karat im Gold gehört, oder? Dieses Edelmetall ist bekannt für seinen unvergleichlichen Glanz, seine Formbarkeit und seine Beständigkeit gegen Korrosion. Aber, wie du sicher weißt, ist nicht alles Gold gleich. Es wird in verschiedene Karat eingeteilt, die seine Reinheit angeben. Das Verstehen der Karat bei Gold ist entscheidend, um fundierte Entscheidungen beim Kauf von Schmuck zu treffen und sicherzustellen, dass du das richtige Stück für deine Bedürfnisse und Vorlieben auswählst.

Karat sind ein Maß für die Reinheit des Goldes in einer Legierung. Ein Karat entspricht 1/24 des Gesamtgewichts der Legierung. Reines Gold wird daher als 24 Karat (24K) Gold bezeichnet, was bedeutet, dass 24 von 24 Teilen reines Gold sind, was einer Reinheit von 99,9% entspricht. Diese Maßeinheit entstand im Mittelalter, als Johannisbrotkern (carob seeds) aufgrund ihrer einheitlichen Größe als Standardgewichte verwendet wurden.

Die Reinheit von Gold und ihre Bedeutung

Gold gilt seit mehreren tausend Jahren vor allem aufgrund seiner außergewöhnlichen gelben Farbe als beliebtes und wertvolles Edelmetall. Die zahlreichen Nutzungsmöglichkeiten des Edelmetalls Gold hängen mit dessen besonderen Eigenschaften zusammen.

  • Gold besteht aus lediglich einem stabilen Isotop und zählt somit zu den Reinelementen.
  • Als Schwermetall weist Gold eine hohe Dichte auf, was bedeutet, dass die Masse bei einem relativ kleinen Volumen dennoch sehr hoch ist.
  • Gold ist darüber hinaus ein sehr dehnbares Metall, weswegen es als Werkstoff für die Goldschmiedekunst und Elektroindustrie genutzt wird. So reicht bereits ein Gramm Gold aus, um einen über drei Kilometer langen Draht herzustellen.

Aufgrund seines lateinischen Namens „Aurum“ steht Gold mit den beiden Anfangsbuchstaben Au und der Ordnungszahl 79 als chemisches Symbol im Periodensystem. Gold ist im Vergleich zu anderen Elementen weitaus beständiger und ein sehr edles und korrosionsresistentes Metall, welches von Luft, Wasser und Säuren nicht angegriffen wird.

Da reines Gold für die Weiterverarbeitung oft zu weich ist, wird es im Rahmen einer Legierung mit anderen Metallen, wie z.B. Kupfer, Palladium oder auch Silber, vermischt, wodurch die chemischen und physikalischen Eigenschaften von Gold verändert werden. Zwar stellt die Goldwäsche die älteste Methode der Goldgewinnung dar, doch das Vermischen von goldhaltigem Sand und zerkleinertem Gestein mit Wasser löst lediglich 50% der Goldbestandteile vom übrigen Schlamm und Sand. Mithilfe von chemischen Verfahren kann dieser Anteil deutlich erhöht werden.

Lesen Sie auch: Wissenswertes über Goldkarat

Das Amalgamationsverfahren basiert beispielsweise auf der Löslichkeit von Gold durch Quecksilber. Die beiden Stoffe verbinden sich zu einer Legierung, die unter Erhitzung auf 360 Grad Celsius nach dem Abtrennen des Amalgams und dem Verdampfen des Quecksilbers wieder reines Gold ergibt. Ist der Goldgehalt eines Erzes für dieses Verfahren nicht mehr ertragreich, so wird unter dem Verfahren der Cyanidlaugerei mithilfe von Natriumcyanid das Edelmetall Gold abgelöst. Das hieraus gewonnene Rohgold weist oftmals schon einen Feingehalt von 900 auf.

Soll ein noch höherer Feingehalt erreicht werden, so kommt die Chlorgasraffination und Elektrolyse zur Anwendung. Durch das Beimischen von Chlorgas werden die im Vergleich zu Gold nicht so resistenten Begleitmetalle in Chloride umgewandelt, die anschließend als Dämpfe entweichen und flüssiges Gold als Enderzeugnis zurücklassen. Dieses wird zur Weiterverarbeitung in Barren gegossen, die einen Feingehalt von 995 aufweisen.

In Form von Barren oder Münzen wird Gold auch heute noch von Anlegern, Banken oder Regierungen als sogenanntes Anlagegold zu Zwecken der Vermögensabsicherung verwendet.

Die verschiedenen Karatwerte im Überblick

  • 24 Karat: Repräsentiert das Gold in seiner reinsten Form, das heißt 99,9% Gold.
  • 18 Karat: Besteht aus 75% Gold und 25% anderen Metallen (wie Kupfer oder Silber).
  • 14 Karat: Enthält 58,3% Gold und 41,7% andere Metalle. Es ist noch widerstandsfähiger und weniger anfällig für Schäden, was es zu einer beliebten Wahl für täglich getragenen Schmuck macht.

Eigenschaften und Verwendung von 24 Karat Gold

24 Karat Gold ist das Gold in seiner reinsten Form mit einem Goldanteil von 99,9%. Aufgrund seiner hohen Reinheit ist es extrem weich und formbar, was es weniger geeignet für täglich getragenen Schmuck macht. Ein 24K Goldarmband kann ein atemberaubendes Stück für besondere Anlässe sein, ist jedoch besser für Events reserviert, anstatt es täglich zu tragen.

999er Gold bedeutet, dass das Material zu 99,9 % aus reinem Gold besteht. Die Bezeichnung „999“ bezieht sich auf den Feingehalt und ist die höchste Reinheitsstufe für Gold.

Lesen Sie auch: Bedeutung von Karat Gold

Eine der häufigsten Verwendungsarten für 999er Gold ist in Form von Goldmünzen und Barren. Aufgrund seiner hervorragenden Leitfähigkeit und Korrosionsbeständigkeit wird 24 Karat Gold in der Elektronikindustrie verwendet. 999er Gold ist nicht nur wegen seiner Reinheit wertvoll, sondern auch aufgrund seiner Seltenheit und stabilen Nachfrage.

Gold, insbesondere 999er Gold, ist eine beliebte Anlageform, weil es als sichere Wertanlage gilt. 999er Gold, oder 24 Karat Feingold, ist das reinste Gold, das auf dem Markt erhältlich ist. Mit seiner extremen Reinheit, Wertbeständigkeit und weltweiten Akzeptanz bietet es die ideale Lösung für Anleger und Liebhaber von Edelmetallen.

Alternativen zu 24 Karat Gold

18 Karat Gold besteht aus 75% reinem Gold und 25% anderen Metallen und bietet ein perfektes Gleichgewicht zwischen Reinheit und Haltbarkeit. Eine 18K Goldkette strahlt nicht nur intensiv, sondern ist auch stark genug, um regelmäßigen Gebrauch zu widerstehen.

Für den täglichen Gebrauch und hohe Belastbarkeit ist 14K Gold ideal. Wenn du einen Verlobungsring suchst, der dem täglichen Verschleiß standhält, ohne seine Schönheit zu verlieren, wäre ein 14K Ring ideal.

Worauf du beim Kauf von Goldschmuck achten solltest

Bei der Wahl von Goldschmuck sollte der Zweck des Schmuckstücks, das Budget und die erforderliche Pflege berücksichtigt werden. Zusätzlich zur Haltbarkeit und dem vorgesehenen Verwendungszweck ist es wichtig, das Budget und die persönlichen Vorlieben zu berücksichtigen. Der Karatwert, also der Anteil von reinem Gold in einem Schmuckstück, ist ein entscheidender Faktor sowohl für den Anfangspreis als auch für den langfristigen Wert.

Lesen Sie auch: Reinheit und Legierungen von 18 Karat Gold

Mit steigendem Karatwert erhöht sich auch der Preis des Goldes, da der Anteil an reinem Gold in der Legierung zunimmt. Die Preise können je nach Markt und Design variieren. Reines Gold ist ein seltenes und wertvolles Edelmetall.

Mit steigendem Karatwert nimmt der Anteil des Goldes in der Legierung zu, was den intrinsischen Wert erhöht. Jedoch ist die Wahl des Karats vom Verwendungszweck und den persönlichen Vorlieben abhängig. Ein 24K Ring kann für den täglichen Gebrauch weniger praktisch sein, da er anfälliger für Kratzer oder Verformungen ist.

Verlobungsringe bestehen meist aus 18K oder 14K Gold, das ein gutes Gleichgewicht zwischen Reinheit und Haltbarkeit bietet.

Wie erkennst du den Karatwert?

Um festzustellen, wie viele Karat ein Schmuckstück hat, suche nach den Markierungen oder Stempeln, die die Reinheit des Goldes anzeigen. Häufige Stempel umfassen "24K", "18K" oder "14K", die den Anteil des reinen Goldes in der Legierung angeben.

Karat bezieht sich auf die Reinheit des Goldes unabhängig von der Farbe. Weißgold entsteht durch die Mischung von reinem Gold mit weißen Metallen wie Palladium oder Nickel, während Roségold durch die Mischung mit Kupfer entsteht.

Die Beliebtheit verschiedener Karatwerte

18K und 14K Gold sind in der Schmuckherstellung am beliebtesten aufgrund ihres Gleichgewichts zwischen Reinheit und Haltbarkeit. 14K Gold, das 58,3% reines Gold enthält, ist widerstandsfähiger gegen Abnutzung und eignet sich ideal für Alltagsschmuck.

Goldlegierungen und ihre Eigenschaften

Schmuck besteht grundsätzlich nicht aus reinem Gold: Es wird mit anderen Metallen vermengt, um seine Eigenschaften zu modifizieren, denn reines Gold ist für die Schmuckproduktion viel zu weich. Goldlegierungen werden vorwiegend zusammen mit Silber und Kupfer angereichert.

Legierungen in Rosé-Gold und Rotgold begeistern durch ihren edlen und diskreten Glanz. Ihre charakteristische rötliche Farbe entsteht durch unterschiedliche Mengen an Kupfer: Je größer der Anteil, umso intensiver der Rotton. Rotgold enthält einen höheren Kupferanteil als Rosé-Gold, weshalb es deutlich rötlicher ist. Das edle Rosé-Gold hingegen besteht zu größeren Anteilen aus Gold. Das Farbspektrum ist aufgrund der möglichen Variation der Bestandteile äußerst vielfältig: Rotgold gibt es in intensivem Rostrot sowie in orange-goldenen Nuancen. Roséfarbene Geschmeide variieren auf einer Farbpalette von silbrigem Rosa bis hin zu einem warmen Apricot.

Rosé-Gold ist auch unter anderen Begrifflichkeiten bekannt: Anfang des 19. Jahrhunderts war es in Russland sehr begehrt, weshalb sich der Begriff “Russengold” verbreitete.

1912 wurden in Pforzheim erstmals Schmuckstücke aus Weißgold hergestellt. Die Legierung entsteht dadurch, dass Silber, Chrom oder Platinmetalle dem Gold seine ursprüngliche Farbe entziehen, wodurch sich eine silberne Kolorierung präsentiert, die Platin sehr ähnlich sieht. Auch gegenüber Silber hat Weißgold einige Vorteile: Es oxidiert nicht und verfärbt sich nicht. Geschmeide aus Weißgold gibt es in vielfältigen Kombinationen mit anderen Metallen wie Palladium, Platin, Silber, Chrom, Eisen, Mangan und Nickel. Die verschiedenen Legierungen variieren in ihrem Aussehen, in der Qualität und im Preis. Aufgrund dieser Vielfalt ist es für Laien schwierig, den Wert von weißgoldenem Schmuck zu beurteilen.

Eine gelbgoldene Legierung besteht aus Gold, Silber und Kupfer, wobei das Verhältnis der beiden letztgenannten Elemente in der Regel 1:1 beträgt. In dieser Maßgabe neutralisiert das Silber die rötliche Schattierung, die durch das Kupfer entsteht - und die goldene Farbe bleibt erhalten. Die Komponenten variieren in ihrer Menge, sodass sich unterschiedliche Farbtöne ergeben: Ist mehr Silber enthalten, erhält das Schmuckstück eine hellgelbe Couleur. Wenn Kupfer den größeren Bestandteil ausmacht, entsteht ein Ton in Orangegelb.

Gelbgold muss in Deutschland einen Feingehalt von mindestens 33,3 Prozent aufweisen, um als solches deklariert zu werden. Schmuckstücke findet man hierzulande häufig aus 585er- oder 750er-Gelbgold.

Karat-Tabelle: Welcher Wert entspricht welcher Feinheit?

Karat (kt) Feingehalt in Tausendsteln Goldanteil in Prozent*
8 kt 333er Gold 33,3 %
9 kt 375er Gold 37,5 %
10 kt 417er Gold 41,7 %
14 kt 585er Gold 58,5 %
18 kt 750er Gold 75 %
20 kt 833er Gold 83,3 %
21 kt 875er Gold 87,5 %
22 kt 916,66er Gold 91,666 %
24 kt 999er Gold 99,9 %

*Anmerkung zur Karat Goldtabelle: Prozentangaben nur zur Veranschaulichung. Prozentwerte sind in der Edelmetallbranche unüblich