Canton Karat M 80 DC: Technische Daten und Klangqualität im Test

Die Frage, ob es den "hochwertigen Standlautsprecher" gibt, der allen Anforderungen gerecht wird, lässt sich nicht unbedingt einfach beantworten. Receiver und Box bestimmen das akustische Endergebnis. Es ist schlichtweg unmöglich, es für jeden richtig zu machen.

Im Testfeld gab es deutliche Unterschiede. Canton-Lautsprecher konnten sich dabei in ein sehr gutes Licht setzen.

Design und Verarbeitung

Noblesse auch im eleganten Wohnzimmer. Der Wohnwert wird gesteigert, anstatt ihn durch plumpes Design zu senken. Die Gestaltung ist sehr nüchtern und wenig aufregend. Die Verarbeitungsqualität jedoch verdient sich die Note "gut". Bei der Gehäuseverarbeitung wurde sehr sorgfältig und mit Liebe zum Detail vorgegangen.

Ordentlich ist das Bi-Wiring-fähige Terminal der Canton Carat.

Technische Details und Klangqualität

Die Karat bietet generell ein gutes Zeugnis. Die Wiedergabe ist praktisch nahtlos, was für ein homogenes Klangbild sorgt. Die Karat hinterlässt einen rundherum harmonischen, passenden Eindruck. Der Bassbereich wirkt raumfüllend. Die Karat bringt auch eine bessere Struktur im Bassbereich zustande. Differenziert werden alle Bassanteile wiedergegeben.

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Der Hochtonbereich ist außerordentlich gut gelungen. Zugleich sorgt die Box für einen präzisen Klangeindruck.

Die Karat weist die edle KEF im Bassbereich in die Schranken. Wer am liebsten klassische Kammerkonzerte und Jazz-Musik hört, ist mit der KEF nicht optimal bedient.

Einige technische Merkmale im Überblick:

  • DC-Technologie: Diese verhindert, dass die Membran des Basslautsprechers bei tiefen Tönen unkontrolliert auslenkt.
  • Hochtöner: Im Mitteltöner untergebracht, was keine nicht-linearen Verzerrungen des Hochtons verursacht.
  • Biegeschwingermembran: Sie muss weniger Luftmasse vor sich herschieben, um Schall zu erzeugen, was positive Folgen hat.

Vergleich mit anderen Lautsprechern

Im Vergleich zu anderen Lautsprechern im Testfeld zeigt die Canton Karat M 80 DC Stärken und Schwächen. Die Platinum M von Quadral ist dynamischer, während die KEF Reference im Bassbereich unterlegen ist. Die Pioneer S-V810-H bietet eine ausgezeichnete Vorstellung und ein sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis. Die Infinity Beta 50 ist ein weiterer Preis-/Leistungstipp.

Die Platinum kommt dem Ideal, den Klang völlig unverfälscht und neutral wiederzugeben, am nächsten.

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Fazit aus Nutzererfahrungen

Einige Nutzer bemängeln überbetonte Mitten und unerträgliche Höhen bei der Canton Karat M 80 DC, während andere die Klarheit und den ausgewogenen Klang loben. Ein hochwertiger Verstärker ist Pflicht für das Zusammenspiel mit der KEF. Die Meinungen gehen auseinander, was die Bedeutung persönlicher Präferenzen und die Notwendigkeit eines Probehörens unterstreicht.

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