Canton gehört zu den wenigen deutschen HiFi-Marken, die sich über Jahrzehnte hinweg im hart umkämpften HiFi-Markt behaupten konnten.
Die Geschichte von Canton ist so spannend wie die anderer großer Hersteller.
Wenn ich an das Wort Taunussound denke, kommt mir als erstes Canton in den Sinn. Ob Canton diesen Begriff tatsächlich geprägt hat, kann ich nicht mit Sicherheit sagen.
Die Canton Ergo 930 DC ist, wie man es von Canton erwartet, hervorragend verarbeitet. Die Chassis wirken hochwertig und machen einen soliden Eindruck.
Technische Daten der Canton Ergo 930 DC:
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- Gewicht: ca.
- Erstverkaufspreis (1993): ca.
Bevor ich die Lautsprecher probehörte, überlegte ich, welchen Verstärker ich nutzen sollte. Die erste Wahl fiel auf den Onkyo A-8870. Anfangs machten die ersten Töne durchaus Spaß - doch bereits nach etwa 30 Minuten wurde der Hochtonbereich für meine Ohren unangenehm. Besser harmonierte der Marantz 1152DC mit den Canton-Lautsprechern. Erst mit diesem Verstärker konnte ich dem Klang der 930 DC etwas abgewinnen. Die Lautsprecher lieferten endlich das, was sie sollten: Musik!
Die Canton Ergo 930 DC ist ein Produkt, das ganz klar die Gene der erfolgreichen Ergo-Serie trägt: eine solide Verarbeitung, präzise Technik und ein Klangbild, das auf Klarheit und Dynamik ausgelegt ist.
Die Lautsprecher hinterlassen einen wertigen Gesamteindruck, sowohl optisch als auch haptisch.
Für ihre Größe bieten sie einen druckvollen, definierten Bass und einen präsenten Hochtonbereich.
In der Kombination mit wärmer abgestimmten Verstärkern wie dem Marantz 1152DC offenbart die 930 DC ihre Stärken am besten.
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Die Wiedergabe ist dann ausgewogen, detailreich und bringt sowohl Stimmen als auch Instrumente klar zur Geltung.
Die oft zitierte untere Grenzfrequenz von 27 Hz ist in der Praxis kaum wahrnehmbar - zumindest nicht ohne akustische Unterstützung. Wer Wert auf echten Tiefbass legt, wird um einen guten Subwoofer nicht herumkommen.
Auch viele Jahre nach ihrer Markteinführung überzeugt die Canton Ergo 930 DC durch ihre Zuverlässigkeit, Verarbeitung und Wertstabilität.
Hab heute ein Paar Canton Karat 930 an meine Anlage (Denon PMA 880 und Denon DCD 700AE) testweise drangehängt, da ich einer Freundin Boxen organisieren wollte.
Super Sound, fein auflösend, und das gerade mal für nen hunni.
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Anfang der 1980er-Jahre brachte Canton die erste Ergo-Serie auf den Markt - zunächst als Ergo Aktiv, später folgte die passive Variante Ergo P.
Weitere Überlegungen zur Lautsprecherwahl und Aufstellung
Es gibt zu viele Parameter, die den eigenen Hörgeschmack und die akustischen Rahmenbedingungen des Hörraumes beeinflussen oder bestimmen, so dass niemand hier den für dich richtigen LS empfehlen kann.
Je mehr Geld man ausgeben möchte, desto wichtiger wird die Einbeziehung der Raumakustik. Man will schließlich so wenig Potential wie möglich verschenken und den bestmöglichen Kompromiss erzielen.
Es gibt kaum einen größeren klanglichen Unterschied als zwischen Klipsch und KEF. Trotzdem bauen beide gute Lautsprecher.
Alle hier vorgestellten LS sind solide konstruiert.
Im Preisbereich 300 bis 500 Euro (Neuware) tummeln sich so viele Markenhersteller, dass sich niemand leisten kann, etwas richtig schlechtes anzubieten. Noch unübersichtlicher wird es, wenn man Gebrauchtkauf dazu nimmt. Die Nebelwand ist so dick, dass rumstochern ein Glücksspiel ist
Gerade bei LS Kauf sollte man sich Grundkenntnisse anlegen. Das heißt hören, hören, hören, wo auch immer. Wenn einem die KEF Abstimmung nicht gefällt, braucht man auch nicht weiter nach anderen Serien dieser Firma schauen. Wharfdale fällt dann auch raus.
Gleiches bei Klipsch. Gefällt einem das nicht, fällt jeder Horn Lautsprecher raus.
Irgendwann kommt man auf den Trichter, ob einem die typische Cantonabstimmung gefällt oder es doch lieber ein wenig mehr ELAC oder oder oder sein darf.
Dann darf oder solle man auch nach den direkten Vorgängermodellen schauen, die es oft noch als neu im Abverkauf gibt. Bei Massenware wie zB Dali Zensor oder Magnat Quantum 803 ist das sogar noch Jahre später möglich.
Alternativ taucht man in den gebrauchten An-und Verkauf ein, besorgt sich LS zu Wiederverkaufspreisen und testet sich langwierig zu hause durch, bis man das richtige für sich gefunden hat. Das kann durchaus Spaß machen.
Hier hat man häufig das Problem, dass eher eine Seitwärtsbewegung stattfindet, insbesondere dann wenn der Geldrahmen sehr eng gesteckt ist. Da gilt es dann auch mal mutig zu sein.
Tatsächlich könnte man sich hier Gedanken machen mit Kompakt LS zu arbeiten und wenn einem der gewohnte Rumms von Infinity fehlt, einen SUB einzubinden, vorausgesetzt man findet eine gute Aufstellmöglichkeit.
Nicht vergessen sollte man die Option, sich bei Nubert erst einmal beraten zu lassen und sich dann ein paar Lautsprecher versandfrei zuschicken zu lassen, die man dann vier Wochen gründlich in den eigenen vier Wänden probehören kann. Gefallen die Lautsprecher nicht, kann man diese - ebenfalls kostenfrei - zurücksenden. Ich finde das sehr fair.
Bräuchte ich neue Lautsprecherboxen und würde keine gebrauchten Lautsprecherboxen in Erwägung ziehen, würde ich das wohl nutzen. Was nützt es, wenn sich die Lautsprecher z.B. Also probieren und testhören...klingt absolut plausibel...denn, ja, irgendwie logisch, dass die Raumsituation einen erheblichen Einfluss haben dürfte.
Für mich nehm ich mal mit, dass ich, wenn ich weiterhin auch den "RummsKrawall" brauch (ja, brauch ich, mach ich mir keine Illusionen), über einen Sub und kleinere kompaktere LS nachdenken sollte.
Ich würde heute keine neuen Hifi-Boxen mehr kaufen, angesichts feinster Hifi-Boxen auf dem Gebrauchtmarkt aus den 90ger Jahren für kleines Geld. Und da kann man mit 500€ so einiges anstellen, was früher unbezahlbar war.
