Gold, das kostbare Edelmetall, übt seit jeher eine unwiderstehliche Faszination auf die Menschheit aus. Es symbolisiert Reichtum, Schönheit und zeitlose Eleganz. Die Geschichte von Gold reicht bis in die Antike zurück, wo es von verschiedenen Kulturen für seine Seltenheit und Brillanz geschätzt wurde. Von den ägyptischen Pharaonen bis zu den prunkvollen königlichen Gewändern vergangener Epochen - Gold hat immer schon einen besonderen Platz in der Schmuckherstellung eingenommen. Heute noch wird es für seine Beständigkeit geschätzt, da es nicht korrodiert und seine Strahlkraft über die Zeit hinweg bewahrt.
Die zeitlose Eleganz von Goldschmuck ist unbestreitbar. Seine warme Farbe schmeichelt der Haut und verleiht jedem Outfit einen Hauch von Raffinesse. Goldschmuck ist nicht nur ein glänzendes Accessoire, sondern oft auch ein Ausdruck der Persönlichkeit. Von filigranen Stücken bis hin zu kühnen und kreativen Designs spiegelt die Wahl des Goldschmucks die Einzigartigkeit und den Stil eines Individuums wider. Es ermöglicht den Trägern, ihre Geschichte und Vorlieben auf subtile und dennoch ausdrucksstarke Weise zu teilen.
Ein weiterer faszinierender Aspekt von Goldschmuck ist seine Rolle als Erbstück. Viele Familien schätzen Goldschmuck als wertvolles Erbe, das von Generation zu Generation weitergegeben wird. Diese Stücke tragen nicht nur materiellen Wert, sondern auch emotionale Bindungen und Geschichten mit sich - sie verbinden Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft auf einzigartige Weise. RetinaSchmuck wird von vielen Kunden als eben solches Erbstück angesehen. Ein wertvolles Accessoire, ein Erinnerungsstück mit unglaublicher Symbolkraft, das Folgegenerationen die eigene Existenz belegen wird und staunen lässt.
In der modernen Welt gewinnt die Nachhaltigkeit von Goldschmuck zunehmend an Bedeutung. Viele Hersteller setzen auf umweltfreundliche Abbaupraktiken und faire Arbeitsbedingungen, um die negativen Auswirkungen auf Mensch und Umwelt zu minimieren. Beim Kauf von Goldschmuck ist es ratsam, nach Zertifikaten und Herkunftsangaben zu suchen, um sicherzustellen, dass die Werte, die Gold verkörpert, in jeder Hinsicht respektiert werden.
Was bedeutet Karat bei Gold?
Wenn es um den Kauf von Goldschmuck oder -barren geht, ist es wichtig, die Qualität und Reinheit des Goldes zu verstehen. Eine gängige Maßeinheit, die oft in diesem Zusammenhang verwendet wird, ist das "Karat". Karat ist eine Einheit, die verwendet wird, um den Reinheitsgrad von Gold zu messen. Es bezieht sich auf den Anteil von reinem Gold in einer Legierung. Reines Gold, auch als 24-karätiges Gold bekannt, enthält 100% Gold. Je niedriger der Karatwert, desto geringer der Goldanteil und desto mehr andere Metalle sind in der Legierung enthalten. Zum Beispiel enthält 18-karätiges Gold 75% Gold und 25% andere Metalle wie Kupfer oder Silber.
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Es ist wichtig zu verstehen, dass ein höherer Karatwert nicht unbedingt auf bessere Qualität hinweist, sondern auf den Feingehalt, also wieviel % oder besser gesagt Promille (/000) Gold in der Legierung enthalten sind. Der Feingehalt wird als 3-stellige Zahl angegeben: "750er"-Gold entspricht 75% Gold-Anteil und ist gleichbedeutend mit 18 Karat. Während 24-karätiges Gold (999/000) die reinste Form ist, ist es auch weicher und anfälliger für Kratzer und Verformungen. Daher wird für Schmuck in der Schweiz normalerweise 18 Karat Gold verwendet, da es eine bessere Balance zwischen Haltbarkeit und Glanz bietet. Viele Goldschmieden verarbeiten auch Legierungen mit weniger als 58.5% Goldanteil (geringer als 14 Karat).
Gold wird seit Jahrtausenden für die Herstellung von Schmuck genutzt. Das funkelnde Material wird unter anderem wegen seiner Seltenheit, Beständigkeit und der einzigartigen Farbe sehr geschätzt. Reines Gold (Feingold) wird für die Schmuckherstellung in der Regel mit Silber und Kupfer legiert (vermischt), sodass die Härte, Festigkeit und Polierbarkeit optimiert werden können, denn Feingold ist extrem weich und somit nicht sehr stabil und alltagstauglich. Die sogenannte «Legierung» wird dann z.B. als 18 Karat bzw. Die hochwertigste und beliebteste Legierung für Goldschmuck in der Schweiz ist 18 Karat (750), die auch wir nutzen. Eine 18 Karat (750er) Legierung besteht in der Regel aus Feingold, Silber und Kupfer. Die Anteile an Silber und Kupfer variieren je nach gewünschter Goldfarbe. 18 Karat Gelbgold hat durch den hohen Goldanteil (75 %) eine wunderschöne warme Gelbgoldfarbe.
Was bedeutet 750er Gold?
Die Zahl 750 steht für den Feingehalt einer Goldlegierung, d.h. Je kleiner die Zahl des Feingehalts (750, 585 etc.), desto weniger Gold ist effektiv in der Legierung enthalten. In Deutschland gibt es zudem noch 333er Gold. Die beigemischten Bestandteile sind wesentlich günstiger als Gold, weshalb der Preis mit sinkendem Goldgehalt tiefer wird. Optisch sind für Laien die unterschiedlichen Legierungen meist nur am Feingehaltsstempel erkennbar (z.B.
Goldlegierungen und ihre Farben
Reines Gold ist immer gelb glänzend. Goldlegierungen (bei denen man in der Alltagssprache auch einfach von Gold redet) können aber andere Farben und Farbtönungen aufweisen - je nachdem, welches bzw. welche anderen Metalle dem Gold in welchen Anteilen beilegiert werden. Die wichtigsten Goldfarben sind gelb, rot und weiss. Man spricht dann von Gelbgold, von Rotgold und von Weissgold. Daneben ist es aber beispielsweise auch möglich, Grüngoldlegierungen herzustellen.
Bei einer Goldlegierung mit einem Goldgehalt von 75% (d.h. 18 Karat bzw. Gold 750) werden durch Zugabe von 25% anderer Metalle folgende Farben erzielt:
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- Gelb: Dem Gold werden hauptsächlich Kupfer und Silber zu etwa gleichen Teilen beilegiert.
- Rot: Dem Gold wird vor allem Kupfer beilegiert. Je mehr Kupfer beilegiert wird, desto intensiver wird die Färbung.
- Weiss: Dem Gold werden als farbgebende Metalle entweder Palladium oder Nickel beilegiert. Entsprechend unterscheidet man zwischen Palladium- und Nickelweissgold. Palladiumweissgold setzt sich grösstenteils aus Gold, Palladium und zusätzlich Silber zusammen - Nickelweissgold grösstenteils aus Gold, Nickel und zusätzlich Kupfer.
- Grün: Dem Gold wird vor allen Silber beilegiert. Grüngold wird in der Schmuckverarbeitung beispielsweise eingesetzt, um möglichst naturgetreue Blätter nachzuahmen.
Bei Roségold wird etwas mehr Kupfer als Silber verwendet, sodass die Farbe etwas rötlicher wird als beispielsweise bei Gelbgold.
Um der Legierung die gelbe Goldfarbe weitgehend zu entziehen, werden Edelmetalle wie z.B. Palladium, Platin oder Silber beigemischt. Um den Gelbstich noch weiter zu minimieren, wird Weissgoldschmuck am Schluss oftmals noch mit einer Schicht Rhodium überzogen. Weissgold gibt es in dieser dunkelgrauen Farbe nicht in der Natur.
Durch den Zusatz von etwas Kupfer färbt sich diese Goldlegierung leicht rosa und es entsteht Roségold. Bei höherem Kupferanteil spricht man dann von Rotgold, diese Legierung wird bei uns häufig verwendet. Ein wunderschöner, sehr angenehm warmer Farbton, der über die letzten Jahre für immer mehr Interesse bei unseren Kunden sorgt. Mischt man Gelbgold mit Palladium, entfärbt dieses das Gold und es entsteht streng genommen ein grauer Ton: Graugold. Wir nutzen hauptsächlich Weissgoldlegierungen mit 16% Palladium - hier ist die gelbe Farbe komplett entfärbt und wir erhalten ein interessantes Anthrazit, das wir unseren Kunden immer wieder auch in seiner reinen Form empfehlen. Ein sehr edler, dunkler Farbton, wie wir finden. Die meisten Kunden kennen Weissgold wie der Name schon sagt als sehr helles Edelmetall. Wissen muss man hier allerdings, dass Weissgold erst durch Rhodinierung wirklich hell wird. Rhodium ist ein sehr hartes, helles Edelmetall aus der Platingruppe, das in einem elektrochemischen Prozess, der Galvanisierung, auf Edelmetalloberflächen aufgebracht werden kann. Im Fall von Graugold wird dieses dann zu Weissgold. Technisch bedingt erreicht man aber nur eine Schichtdicke von ca. 1 Mikrometer. Diese Schicht ist zwar relativ stabil, kann sich aber insbesondere bei Fingerringen durch mechanischen Abrieb mit der Zeit abtragen.
Feingehalt: 750, 585 und 375
Die dreistelligen Zahlen geben an, wieviele Gewichtsteile einer Goldlegierung - von total tausend Teilen - aus reinem Gold bestehen. Man spricht dann vom sogenannten Feingehalt oder einfach von der Feinheit des Goldes. Die Punzierung (Stempelung) eines Schmuckstückes mit 750, 585 oder 375 bedeutet, dass dieses einen Goldgehalt von 750/1000, 585/1000 oder 375/1000 besitzt, d.h. 75%, 58.5% oder 37.5%.
Karat-Angaben: 18K, 14K und 9K
Das K steht für Karat. Mit Karat wird der gewichtsmässige Anteil von reinem Gold in einer Goldlegierung bezeichnet. Die Bezeichnung 24K steht für reines Gold, 1K steht für einen Goldanteil von 1/24. Die Punzierung (Stempelung) eines Schmuckstückes mit 18K, 14K oder 9K bedeutet, dass dieses einen gewichtsmässigen Goldanteil von 75% (18/24), 58.5% (14/24) oder 37.5% (9/24) aufweist. In der Schweiz ist die Angabe des Goldanteils in Karat veraltet, sie erfolgt über die Angabe des Feingehaltes.
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18 karat Gold ist in der Schweiz das am meisten verarbeitete. Diese Legierung ist optimiert in Hinsicht auf Stabilität, Farbe und Tragekomfort. Es läuft nicht an und ist relativ kratzfest (jedoch ist kein Edelmetall zu 100% vor Abrieb geschützt). 14 karat Gold hat einen Feingehalt von 585 von Tausend Teilen und wird daher auch oft als “585er”-Gold bezeichnet. Man findet es häufig in deutschen Trauringen, kann aber eine hellere Farbe haben, da es eben nur zu 58.5% aus Gold besteht, der Rest sind andere Legierungsbestandteile, die die Farbe (und Härte) beeinflussen können.
Wir selbst verarbeiten nur Legierungen ab 14 karat und auch diese Form eher selten. Gold mit niedrigerem Karatwert ist zudem auch meist heller. Dahingegen haben wir Höherkarätiges Gold wie 21 und 24 karat Goldschmuck im Angebot, da dies wunderschöne warme Farbtöne besitzt. 24 karat benutzen wir jedoch nicht für Ringe, da diese normalerweise zu starkem Abrieb ausgesetzt sind. Wir empfehlen hoch legiertes Gold immer wieder gerne speziellen Kunden, die das Besondere suchen und auch bereit sind, etwas mehr auf Ihren wertvollen Schmuck aufzupassen: Tragen Sie 21 karat Ringe an der Nicht-dominanten Hand: Sind Sie Rechtshänder*in, tragen Sie den Ring besser links und umgekehrt.
Hier ist eine Tabelle, die die Karatangabe und die Angabe des Feingehalts von Gold vergleicht:
| Goldanteil (%) | Karat-Angabe | Feingehalts-Angabe |
|---|---|---|
| 100% | 24K | 999.9 |
| 91.6% | 22K | 916 |
| 75% | 18K | 750 |
| 58.5% | 14K | 585 |
| 37.5% | 9K | 375 |
Karat hat daneben aber noch eine zweite Bedeutung. Das Karat ist auch eine Masseinheit für das Gewicht von Edelsteinen, wobei 1 Karat für 0.2 Gramm steht.
Kann Gold anlaufen?
Feingold oxidiert nicht, d.h. es läuft nicht an. Reines Gold kann nicht anlaufen, da es chemisch sehr träge ist. Mit «anlaufen» ist umgangssprachlich der bräunliche/schwarze Belag (Silbersulfid) gemeint, welcher sich bei Silber mit der Zeit an der Oberfläche bilden kann, da das Material unweigerlich mit Schwefelverbindungen in der Luft in Kontakt kommt und diese chemische Reaktion so ausgelöst wird. Auch bei Goldschmuck mit niedrigem Feingehalt (z.B. Besonders bei Goldlegierungen mit niedrigen Goldgehalten (wie beispielsweise 9 Karat und 14 Karat) kann sich das Schmuckstück jedoch verfärben. Das Anlaufen wird dabei durch beilegierte Metalle, wie z.B. Silber und Kupfer, verursacht. Die Folge davon sind oft schwarze Ablagerungen auf Haut oder Kleidung. Je höher der Goldgehalt ist, desto weniger besteht die Gefahr des Anlaufens.
Die wunderschöne Goldfarbe bleibt ein Leben lang erhalten. Gold ist härter als Silber und somit insgesamt robuster und widerstandsfähiger.
Allergische Reaktionen bei Goldschmuck
Oftmals ist die Freude an Modeschmuck nur von kurzer Dauer. Nebst der raschen Abtragung der Goldschicht (bei vergoldetem Modeschmuck) sind auch sogenannte «Kontaktallergien» keine Seltenheit. In der Schweiz sind etwa 15 % der Bevölkerung betroffen, meist Mädchen und Frauen. Jede vierte weibliche Person reagiert allergisch auf Nickel. Bei 750er Goldlegierungen sind keine allergenen Bestandteile enthalten.
Es gibt Menschen, die allergisch auf Nickel reagieren. Diese reagieren deshalb allergisch auf Weissgold, welches Nickel als farbgebende Komponente enthält.
