Die Geschichte des American Badass: Der Undertaker

Der Undertaker - kein anderer Wrestler besitzt eine so einzigartige Aura wie der Sensenmann aus dem Death Valley. Die Geschichte des wohl mitreißendsten Charakters der WWE-Geschichte ist einmalig. Sowohl vor als auch hinter den TV-Kameras. Mark William Calaway ist uns allen als der Undertaker bekannt.

Aber wäre der Verlauf der Geschichte nur etwas anders gewesen, dann würden wir Calaway vielleicht viel weniger als einen der großartigsten Wrestler, sondern viel mehr als einen der besten Basketball-Spieler kennen. Zumindest war dies bis zu seinem zwanzigsten Lebensjahr sein großer Traum. In Texas studierte er Sportmanagement und besaß hohe Ambitionen eine Karriere als Basketball-Profi zu starten. Einziges Problem an der Sache war das nötige Talent dafür.

Für die große Karriere fehlte es einfach an mehreren Stellen, darunter seine Körpergröße von 2,03 m, die im Basketball nur durchschnittliches Mittelfeld bildet. Aber das Schicksal meinte es gut mit Calaway und ihm wurde, aufgrund seiner beeindruckenden Erscheinung, natürlichem Charisma und körperlichen Fitness, eine Laufbahn als Wrestler angeboten. Das Angebot war verlockend genug um das Studium kurz vor dem Abschluss abzubrechen.

Bevor er Geld fürs Catchen verdiente, hielt er sich zeitweise als Türsteher über Wasser. Seinen ersten Wrestling-Kontrakt schloss er 1984 mit World Class Championship Wrestling ab, bei der er vier Jahre aktiv sein sollte. Einen festen Vertrag bei einer anderen Promotion konnte der Master of Pain erst einmal nicht ans Land ziehen und es folgten viele Gastauftritte bei kleinen Independent-Shows. Aber auch für WCW als Mean Mark Gallous und bei NJPW als Punisher Dice Morgan stieg der Frischling vereinzelt in den Ring.

Der Aufstieg des Undertakers

Bei der Survivor Series 1990 kam es dann zum ersten offiziellen Auftritt. Als Mystery Partner des Million Dollar Teams, betrat dieser noch unbekannte und wahrlich mysteriöse Mann mit dunklem Umhang, Hut und übergroßer Krawatte begleitet von seinem Manager Brother Love die Arena. Der als „The Undertaker“ angekündigte Rookie wurde im Laufe des Kampfes ausgezählt, als er Brother Love vor den Attacken von Dusty Rhodes bewahren wollte.

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Die Mühe seinen Manager zu retten hätte er sich aber sparen können, denn nur kurze Zeit später wurde ihm Paul Bearer als Sprachrohr zugeteilt. Eine Konstellation die die 90er Jahre der WWF maßgeblich prägen sollte. Pure Dominanz in Form von Squash-Siegen über Under-Carder und den Start der Wrestlemania-Streak gegen Jimmy „Superfly“ Snuka waren da nur der Anfang.

Und so dauerte es nur lediglich ein Jahr bis er die WWF Championship von Hulk Hogan gewann. Mit 26 Jahren war er somit der bis dato jüngste WWF Champion aller Zeiten. Obwohl er den Titel nur sechs Tage halten durfte, war er schon jetzt als einer der Hauptcharaktere etabliert. Wrestlemania-Siege gegen Jake Roberts und den 2,30 m großen Giant Gonzalez unterstrichen den hohen Stellenwert des Takers.

Gegen den 600 Pfund schweren japanischen Koloss Yokozuna, der eigentlich Samoaner ist, verlor Undertaker das erste wirklich ganz groß inszenierte Casket-Match. Eingeschlossen im Sarg meldete sich der Bestatter auf dem Titantron zu Wort und versprach wiederzukehren. Sein „Geist“ verließ begleitet von Blitz, Donner und Nebel den Sarg und schwebte Richtung Hallendecke. Die nächsten Monate, einschließlich Wrestlemania 10, gab es kein einziges „Lebenszeichen“.

Bis ein gewisser Ted DiBiase nach seinem Debüt nun auch Undertakers Auferstehung präsentierte. Es war jedoch nicht der echte Undertaker. Es war ein Doppelgänger, verkörpert von Brian Lee, dem real-life Cousin von Mark Calaway. Der in Fankreisen als „Underfaker“ beschriebene Charakter führte zur Rückkehr des echten und einzig wahren Undertakers beim Summerslam. Die Geburtsstunde des Deadman-Charakters.

Der echte Undertaker beseitigte den Fake Undertaker. Ein Titelmatch als Lohn wurde durch Mankind zunichte gemacht. Der Beginn dieser hasserfüllten Fehde startete mit einem Boiler-Room Match, nachdem sich beide in den Wochen zuvor dauerhaft durch den Backstage-Bereich geprügelt hatten. In Erinnerung bleibt dieses Match aber nicht aufgrund der großartigen Stipulation, sondern wegen des Turns von Paul Bearer. Bearer attackierte seinen Klienten mit einer Urne und ermöglichte Mankind somit die „mandible claw“ siegbringend anzuwenden.

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Der Hass aufeinander stieg weiter an und so kam es zum ersten „Buried Alive Match“. Undertaker schaffte es Mankind mit einem Chokeslam in das ausgehobene Grab zu befördern und gewann somit das Match. Das Grab zu zuschütten und Mankind lebendig zu begraben, misslang jedoch. Der übermächtige Undertaker stellte für jeden Wrestler eine große Bedrohung dar, wodurch die halbe Mid-Card, zumindest die Heels, dafür sorgten, dass am Ende der Undertaker selbst im Grab landete und lebendig begraben wurde.

Wie schon bei seiner ersten Beerdigung markierte auch diese hier einen Wendepunkt in seiner Karriere. Nach seinem Comeback trat er nun noch düsterer und allem voran rebellischer auf und bezeichnete sich selbst als „Lord of Darkness“. Sein erstes Ziel war Paul Bearer. Zunächst schaffte er es nicht ihn in die Finger zu bekommen und Bearer setzte seine Sabotage an Takers Werdegang ungehindert fort. Den Gewinn der WWF Championship bei der 1997-Ausgabe von Wrestlemania konnte Bearer aber nicht verhindern.

Jetzt wo der Undertaker an der Spitze der WWF stand, versuchte Paul Bearer sich wieder mit dem Lord of Darkness zu vereinigen. Taker entschied sich natürlich dagegen. Bearer drohte dem Undertaker sein tiefstes und dunkelstes Geheimnis ans Licht zu bringen, wenn dieser die Kooperation weiter verweigern sollte. Demnach sei Undertaker verantwortlich für den Tod seiner Eltern und seines jüngeren Halbbruders Kane.

Während Taker alle Anschuldigungen von sich wich, erklärte Bearer den lebenden Beweis dafür zu haben und verkündete, dass Kane das Feuer überlebt habe und seitdem nach Rache lechzt. Undertaker schob die Schuld des Feuers auf Kane und hielt ihn weiterhin für tot. Beim legendären ersten Hell in a Cell Match zwischen Undertaker und Shawn Michaels bei Bad Blood 1997 stand das Debüt von Kane bevor.

Die Arenaatmosphäre wechselte in eine tiefrote Beleuchtung, Feuer stieg im Eingangsbereich empor und begleitet von Paul Bearer marschierte Takers Halbbruder mit den berühmten Worten „that’s gotta be Kane“ zur Zelle. Das erste von vielen Undertaker vs Kane-Matches fand bei Wrestlemania XIV statt. Undertaker ging hier, wie auch in einem Inferno-Rückmatch als Sieger hervor. Die Rivalität sollte von nun an erst einmal ruhen.

Stattdessen war mal wieder Mankind der größte Feind vom Taker. Die jahrelangen Differenzen sollten im Hell in a Cell-Käfig endgültig beseitigt werden. Ein Kampf für die Geschichtsbücher. Im Verlaufe des Kampfes fiel Mankind erst von der Zelle durch einen Kommentatorentisch und dann durch das Dach des Käfigs auf den Ringboden. Beim letzteren verlor er daraufhin sogar das Bewusstsein. Dennoch workte Mankind das Match bis zum bitteren Ende. Sieger war dennoch der Undertaker.

Nach einer gemeinsamen Attacke gegen Kane gründeten Undertaker und Paul Bearer die „Ministry of Darkness“. Die ständigen Gimmickwechsel hielten den ab jetzt als Lord of Darkness bekannten Sektenanführer stets interessant und allem voran relevant. Als Leader der Ministry auf Darkness agierte er auf Anordnung einer „Höheren Macht“ und versuchte aus diversen Wrestlern den dunkelsten Teil ihrer Seele zum Vorschein zu bringen.

The Brood (Christian, Edge und Gangrel), The Acolytes (Bradshaw und Faarooq), Mideon und Viscera traten der Ministry bei. Ziel war die totale Kontrolle über die WWF. Dabei machten sie selbst vor Mr. McMahons Tochter Stephanie keinen Halt. Taker wollte sie vor den TV-Kameras heiraten und zugleich der Höheren Macht opfern. Die von Mr. McMahon als Gegenwehr eingesetzte Corporation konnte zwar die Opfergabe verhindern, den Undertaker und seine Gefolgschaft im Gesamten aber nicht aufhalten.

Als die Fehde kurz vor dem Höhepunkt stand, verbündeten sich beide Seiten kontroverserweise zur Corporate Ministry. Mr. McMahon offenbarte sich dabei als die so oft angepriesen „Höhere Macht“. Vom übernatürlichen Lord transformierte sich der Undertaker zum eher menschlichen „American Badass“. Statt mit einer Urne kam er nun mit einem leistungsstarken Motorrad zum Ring.

Der American Badass

Undertaker sah sich zu dieser Zeit von der Welle an neuen Stars aus der WCW bedroht und fehdete mit Diamond Dallas Page. Zum ersten Mal wurde dabei das Privatleben von Mark Calaway in die Shows miteinbezogen. Als Teil einer Storyline stalkte DDP Takers damalige Ehefrau Sara und bekam den Zorn vom „Big Evil“ zu spüren. Der Weg zur WWE Championship führte über Brock Lesnar.

Bereits 2002 zeichnete sich ab, dass Lesnar ein nahezu unüberwindbarer Gegner für den Taker sein sollte. Er verlor gegen „the next big thing“ im Hell in a Cell-Käfig. Knapp ein Jahr später bekam er erneut die Chance Lesnar den Titel abzunehmen. In einem Biker Chain Match verlor er aber erneut. WWE-Boss Vince McMahon sorgte dabei für die Niederlage.

Mr. McMahon traf in den letzten Jahren viele gute Entscheidungen um die Monday Night Wars gewinnen zu können. Den Undertaker zum persönlichen Feind zu machen ist dann aber wohl eher eine seiner schlechteren Einfälle gewesen. Wie die meisten Erzfeinde des Takers musste sich so nun auch der Chairman in einem Buried Aive Match beweisen.

Gegen den Wunsch vieler Fans wurde McMahon aber an diesem Tag nicht begraben. Letztlich war es Kane, der den Undertaker in das Grab beförderte und verkündete, dass Undertaker tot und für immer begraben sei. Zum dritten Mal begraben, zum dritten Mal auferstanden. Der Deadman bewies sich als wahrlich lebende Legende. Die Ruthless Aggression Ära war aber kein guter Platz für lebende Legenden.

Der junge aufstrebende Star Randy Orton wollte seinen Namen als „Legend Killer“ aller Ehre machen. Sein Ziel war es die Wrestlemania-Siegesserie zu brechen. Besiegen konnte Orton den Undertaker bei Wrestlemania 21 trotzdem nicht. Dies sollte ihm erst fünf Monate später beim Summerslam gelingen. Auch wenn Orton die Legende nicht „killen“ konnte, so nahm er anscheinend zumindest ein bisschen Wind aus den Segeln des Takers.

Dafür begann dann beim Royal Rumble von 2007 die wrestlerisch stärkste Zeit des Undertakers. Mit der Startnummer 30 gewann er endlich sein erstes Royal Rumble Match und forderte World Heavyweight Champion Batista um dessen Titel bei Wrestlemania 23 heraus. Obwohl es schon Wrestlemania-Match Nummer 15 war, trat der Deadman erst zum zweiten Mal um einen Titel bei der Show of Shows an.

Die Fehde Batista gegen Undertaker lebte von der Ausgeglichenheit. Anfangs galt sogar ein Streak-Ende als realistisch, um Batista endgültig als DEN neuen Topstar zu etablieren. Am Ende hieß es aber 15-0 und nicht 14-1. Die Rematches in Form von Last Man Standing und Steel Cage Matches endeten beide kontroverserweise in einem Draw und es war nicht Batista sondern Edge, der Takers erste Regentschaft als World Heavyweight Champion beendete.

Nach einer längeren Verletzungspause war mittlerweile Batista wieder Champion und die am Ende des Jahres vom Wrestling Observer Newsletter ausgezeichnete Fehde des Jahres ging in die nächste Runde. Um den Titel gebracht wurde Undertaker allerdings erneut durch Edge, der sich als Kammermann verkleidet Zugang in den Hell in a Cell-Käfig verschaffte und Batista zum Sieg verhalf.

Nun stand bereits das große 25. Jubiläum von Wrestlemania vor der Tür. Und Takers Gegner war jemand, den er noch nie in einem Singles Match besiegen konnte - Shawn Michaels. Michaels wollte nach Ric Flairs Karriere im Vorjahr nun auch die Streak zu Ende bringen. Auch wenn dies dem Heart Break Kid nicht gelingen sollte, so ging dieses Match dennoch in die Geschichte ein. Und zwar als das vielleicht beste Wrestlemania-Match jemals.

Selten fühlte sich eine Undertaker-Niederlage bei Wrestlemania so wahrscheinlich an und führte zu einer so derartigen Matchdramatik. Michaels hingegen war unzufrieden die Serie nicht beendet zu haben und forderte ein Rückmatch. World Heavyweight Champion Undertaker lehnte die Herausforderung, mit der Begründung Michaels nichts mehr beweisen zu müssen, ab.

Mit einem Sieg beim Royal Rumble-Match könnte HBK allerdings einen Champion seiner Wahl zu einem Wrestlemania-Match herausfordern. Nach sechs Eliminierungen und insgesamt über 25 Minuten Ringzeit wurde Michaels jedoch von Batista aus dem Ring befördert. Sein Ziel Undertaker bei Wrestlemania zu schlagen geriet in weiter Ferne. Erst als er für den Titelverlust des Phenoms beim letzten PPV vor Wrestlemania sorgte, nahm Undertaker Michaels Herausforderung an.

Aber nur unter der Bedingung, dass Shawn Michaels seine Karriere beenden müsse, falls er das Match verlieren sollte. Das Streak vs Career Match war zu groß und bedeutsam für jeden Titel und stand daher folgerichtig im Main-Event der größten Show des Jahres. Die hohen Erwartungen durch den Klassiker vom Vorjahr konnten alle mal eingehalten, wenn nicht sogar übertroffen werden. Für viele Fans sind diese beiden Matches die besten der Wrestlemania-Geschichte.

Das Vermächtnis des Undertakers

Ab diesem Zeitpunkt wurde die Karriere vom Undertaker ruhiger und der Deadman transformierte sich jetzt immer mehr zum Part-Timer. Zum Teil zwangen ihn auch viele kleinere Verletzungen zu dieser Entscheidung. Obwohl das Gimmick als Deadman bestehen blieb, schien sich der Charakter des Takers immer weiter Stück für Stück zu wandeln. Zwar nicht vor den TV-Kameras, dafür aber umso mehr dahinter.

Normalerweise bekam man vom Privatleben von Mark Calaway als Fan fast gar nichts mit und Auftritte in Talkshows oder ähnlichem waren sehr rar. Kayfabe schien Calaway bis dato sehr wichtig zu sein. Jetzt wo ihm aber mehr Zeit zur Verfügung steht, da er immer weniger im WWE-TV auftritt, kommt auch immer mehr über Mark Calaway als Mensch ans Licht.

Die körperliche Angeschlagenheit sollte sich bei seinem Comeback-Match bei Wrestlemania 27 gegen Triple H zeigen. Zwar gewann er den Kampf, aber die Halle auf eigenen Füßen konnte er nicht verlassen. Erst knapp zehn Monate später sollte man den Deadman wieder sehen. Er forderte ein Wrestlemania-Rematch gegen Triple H um die Bilder eines gebrochenen Undertakers vom Vorjahr aus den Köpfen der Menschen zu streichen.

Hunter lehnte dies zunächst ab. Taker unterstellte HHH sich vor dem Match zu drücken, da er genau weiß, dass er nicht das erreichen könne, was sein langjähriger Weggefährte Shawn Michaels nicht geschafft hat. Harte Worte die Triple H nicht auf sich sitzen lassen konnte. Es willigte einem Hell in a Cell-Match bei Wrestlemania mit Shawn Michaels als Special-Guest-Referee ein.

Aber selbst eine Superkick-Pedigree-Kombo konnte die Streak nicht zu Ende bringen und so stand es am Ende des Abends 20-0. Die drei Männer, die die WWE in den letzten zwei Jahrzehnten geprägt haben sorgten bei Wrestlemania 28 für das Ende einer Ära. Die Undertaker-Ära war aber noch nicht vorbei.

Kaum ein Charakter hat die WWE-Geschichte so nachhaltig geprägt wie der Undertaker. Über drei Jahrzehnte hinweg verkörperte Mark Calaway, wie der Mann hinter der Figur heißt, eine düstere und mystische Präsenz, die in der Welt des Sports Entertainment einzigartig war.

Viele Fans haben sich in den vergangenen Jahren gefragt, ob jemals ein anderer Wrestler eine ähnliche Wirkung entfalten könnte. In einem aktuellen Gespräch in der Talkshow Nightcap wurde der Deadman selbst gefragt, ob ihn im heutigen Wrestling jemand an seine eigene Präsenz erinnere. Seine Antwort fiel eindeutig aus: Kein aktueller Superstar habe bislang dieses Niveau erreicht.

„Es ist schwer, einen direkten Vergleich zu ziehen. Ich sehe viele Talente, die das Potenzial haben, große Stars zu werden. Bray Wyatt, der im August 2023 im Alter von nur 36 Jahren unerwartet verstarb, gilt als einer der kreativsten Köpfe seiner Generation.

Mit Gimmicks wie „The Fiend“ oder den unheimlichen Firefly-Funhouse-Segmenten brachte er neue Facetten in das WWE-Programm und fesselte das Publikum auf eine Weise, die viele an den Undertaker erinnerte. Der Tod von Bray Wyatt erschütterte die gesamte Wrestling-Welt. Fans, Kollegen und Wegbegleiter würdigten ihn als jemanden, der es schaffte, moderne Kreativität mit klassischen Horror-Elementen zu verbinden.

Wyatt hatte mit seiner Darstellung des Fiend-Charakters bewiesen, dass ein Wrestler nicht nur durch sportliche Fähigkeiten, sondern auch durch psychologische Tiefe und einprägsame Symbolik unvergesslich werden kann. „Wir haben ihn zu früh verloren. Er war auf einem Weg, auf dem er das Publikum auf einzigartige Weise mitnehmen konnte.

Trotz der Lücke, die Bray Wyatts Tod hinterließ, zeigte sich der Undertaker optimistisch in Bezug auf die Zukunft der WWE. Er hob hervor, dass viele junge Wrestler durch das Trainings- und Entwicklungssystem des Unternehmens gehen und großes Potenzial mitbringen. Noch habe niemand den Platz eingenommen, den er oder Bray Wyatt im kollektiven Gedächtnis der Fans hinterlassen hätten.

Die WWE investiert seit Jahren intensiv in ihr Performance Center in Orlando, wo Nachwuchstalente nicht nur in den Grundlagen des Wrestlings ausgebildet werden, sondern auch den Umgang mit Kameras, Promos und Charakterarbeit erlernen. Der Undertaker sieht darin die Basis, auf der die nächste Generation von Superstars entstehen wird. „Die Maschine ist da, und sie produziert kontinuierlich neue Talente.

Ein zentrales Thema, das der Undertaker immer wieder betont, ist die Bedeutung des Storytellings im Wrestling. „Viele junge Wrestler wollen heute zeigen, wie athletisch sie sind. Sie führen riskante Manöver aus, die beeindruckend aussehen. Aber das Publikum gewöhnt sich daran und verlangt nach immer mehr. Wenn du sie jedoch in die Geschichte deiner Figur hineinziehst, wenn sie in dich investieren, dann bleibt es in Erinnerung. Moves sind nur ein Werkzeug.

Er verglich die emotionale Bindung mit einer Art stillen Vertrag zwischen Wrestler und Zuschauer: Wer einen Charakter liebt, zahlt, um ihn siegen zu sehen. Wer ihn hasst, zahlt, um ihn verlieren zu sehen. Phänomen! American Badass! Unter welchem Namen man ihn auch kennen mag, der Undertaker ist vierfacher WWE-Champion, sechsfacher Tag-Team Champion und ein Superstar des allerhöchsten Ranges.

Legenden, Champions, ja, sogar der Besitzer der WWE, mussten sich seiner Dominanz beugen. Den Höhepunkt seiner Karriere stellt eine makellose 13:0 Siegesserie bei WrestleMania dar.

Titel und Erfolge des Undertakers

  • 4-mal WWE Champion
  • 3-mal World Heavyweight Champion
  • 6-mal Tag-Team Champion
  • Royal Rumble Gewinner 2007
  • 21-0 WrestleMania Streak