Taekwondo Vereine in Bad Oeynhausen: Eine Einführung

Taekwon Do ist ein südkoreanischer Kampfsport, dessen Name sich aus den Silben "Tae" (Fuß), "Kwon" (Hand) und "Do" (Weg) zusammensetzt.

Obwohl Taekwondo für den Betrachter Ähnlichkeiten mit anderen asiatischen Kampfsportarten aufweist, unterscheidet es sich in einigen wesentlichen Punkten.

Ein wichtiger Unterschied ist der stark ausgeprägte Formenlauf (Tul genannt), in dem insbesondere Stellungen, Bewegungsabläufe und Präzision trainiert werden. Darüber hinaus ist die Taekwondo-Technik sehr auf Schnelligkeit und Dynamik ausgelegt, was nicht zuletzt durch den Wettkampf bedingt ist.

Die Bedeutung des Namens Taekwon Do

  • TAE: steht für alle Fußtechniken, wie zum Beispiel Springen, Stoßen, Schlagen mit den Füßen
  • KWON: steht für alle Handtechniken, wie zum Beispiel Stoßen, Schlagen, Stechen mit den Händen
  • DO: bedeutet der Weg zu:
    • Höflichkeit
    • Integrität
    • Durchhaltevermögen
    • Selbstdisziplin
    • Unbezwinglichkeit

Höflichkeit bedeutet im Taekwondo nicht nur äußerliche Höflichkeit zu zeigen, sondern auch den anderen achten oder andere gerecht zu behandeln.

Integrität bedeutet im Taekwondo unter anderem die Fähigkeit, Recht und Unrecht unterscheiden zu können und ein Gewissen zu haben (Bedeutung in Europa ist Unbescholtenheit, Unverletzlichkeit).

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Durchhaltevermögen bedeutet im Taekwondo unter anderem die Fähigkeit, Geduld zu haben.

Selbstdisziplin bedeutet im Taekwondo unter anderem, sich selbst jederzeit körperlich und geistig kontrollieren zu können.

Unbezwinglichkeit bedeutet im Taekwondo unter anderem die Fähigkeit, bei scheinbar unüberwindbaren Schwierigkeiten den Kampf aufzunehmen.

Taekwondo ist ein System der waffenlosen Selbstverteidigung, dessen Ursprungsland Korea ist.

In einer für den Laien verständlichen Fassung lässt sich Taekwondo als Kampfkunst interpretieren, deren System von variationsreichen Techniken mit allen Teilen der Hände, Arme, Beine und Füße erlernt wird und die damit in erster Linie der Persönlichkeitsentfaltung des Einzelnen dient.

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Die Geschichte des Taekwondo

General Choi Hong Hi wurde am 9. November 1918 in der Hwa Dae Myong Chun Region von Korea geboren.

Im Alter von zwölf begann er, Taek Kyon zu studieren, eine alte koreanische Art des Kampfes mit den Füßen.

Später, als er zum Studium in Japan war, traf er einen Karate-Lehrer, der ihm half, seinen ersten akademischen Grad Black Belt zu verdienen.

In weniger als zwei Jahren intensivierte er sein Training und versuchte, seinen zweiten Grad zu verdienen. Etwa zur gleichen Zeit begann er zu unterrichten.

Als er im Zweiten Weltkrieg in die japanische Armee eingezogen wurde, wurde er nach Pjöngjang versetzt, wo er gefangen gehalten wurde. Um seine gute körperliche und psychische Gesundheit während seiner Gefangenschaft zu erhalten, praktizierte er Karate, erst allein, dann unterrichtete er die Mitarbeiter des Gefängnisses und die anderen Gefangenen.

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Nach dem Ende des Krieges wurde er ein Offizier in der neuen koreanischen Armee und fuhr fort, seine Kampfkunst zu lehren, seine Soldaten sowie US-Soldaten in Korea.

Seine Überzeugungen und seine Vision von einem anderen Ansatz für das Lehren von Kampfkünsten führten General Choi dazu, Elemente des Taek Kyon und Karate-Techniken zu kombinieren, um eine moderne Kampfkunst zu entwickeln.

Er nannte es Tae Kwon Do, was soviel bedeutet wie die Art und Weise der Füße und die Hände, und dieser Name wurde offiziell am 11. April 1955 verabschiedet.

Im Jahr 1959 wurde General Choi zum Präsidenten der koreanischen Taekwon-Do Verband.

Sieben Jahre später, am 22. März 1966, gründete er die Internationale Taekwon-Do Federation (ITF).

Als Gründer des Taekwon-Do und Präsident der ITF hatte er die Möglichkeit, seine Kunst mit Studenten überall zu teilen. Heute ist Taekwon-Do Training auf der ganzen Welt möglich.

Nach einem Leben, das der Entwicklung des Taekwon-Do gewidmet war, einer modernen Kampfkunst, die auf traditionelle Werte, Philosophie und Ausbildung aufbaut, starb General Choi, Gründer des Taekwon-Do und Präsident der International Taekwon-Do Federation, am 15. Juni 2002 an Krebs.

Taekwon Do TOSAN Bad Oeynhausen e.V.

Der Taekwon Do TOSAN Bad Oeynhausen e.V. wurde im Jahr 1991 gegründet.

1. Vorsitzender war Michael Derbysher.

Seit 1998 wurde der Verein vom 1. Vorsitzenden Peter Fuchs geleitet.

Seit 2024 ist Sirko Krause der 1. Vorsitzende in Bad Oeynhausen.

Der Verein Tosan begeht in diesem Jahr mehrere Jubiläen: 25 Jahre Taekwon Do Bad Oeynhausen e.V. und 10 Jahre Kampfkunstzentrum Tosan im Werre Park.

Der neue Trainer und jetzt auch Mitglied im Tosan ist der 5. Dan-Träger Sirko Krause aus Bielefeld. Er bringt seine Erfahrungen im Turniersport bei Tosan mit ein.

Mit diversen Erfolgen, wie zum Beispiel:

  • Junioren-National Team 1997
  • Deutscher Vizemeister 1996, 1997, 2003 und 2005
  • Deutscher Meister 2009
  • Mitglied im Nationalteam ITF bei der WM 2005
  • 2. Platz beim WAKO German Open 2010

Weiter im Team ist Dietrich Busch. Er hat seine Laufbahn als Kind im Kampfkunstzentrum Tosan begonnen. Nach seiner Prüfung zum 1. Dan holte er sich den letzten Schliff im Bielefelder Kampfkunstzentrum unter der Leitung von Gassem Mitri (7. Dan) und wurde auch Mitglied der Deutschen Nationalmannschaft.

Der 1. Vorsitzende und Leiter der Schule, Peter Fuchs, leitet weiter die Kinder- (ab 4 Jahre) und Jugendgruppen.

"Mit 62 Jahren muss ich auch an die Nachfolge denken", sagt Peter Fuchs. "Die Kinder- und Jugendarbeit liegt mir besonders am Herzen und so kann ich schon mal nach der übernächsten Generation Trainer und Übungsleiter Ausschau halten. Zur Zeit werden auch zwei Gruppen Ganztagskinder von mir betreut. Auch hier möchte ich das Taekwon Do bekannt machen. Neu möchte ich eine Taekwon Do Gruppe Ü40 oder Ü50 gründen. Aber es gibt sicher Erwachsene, die früher schon mal Kontakt zu Kampfkünsten hatten, oder es schon immer probieren wollten. Und die spricht auch Peter Fuchs vom Tosan an.

Auf der Internetseite des Vereins kann sich jeder Bürger über den Stand der Kurse informieren. "Wir trainieren auch in den Ferien mit einem leicht eingeschränkten Programm. Jeder kann bei uns zwei Wochen zur Probe trainieren und testen, ob diese Kampfkunst, die auch zur Selbstverteidigung geeignet ist, ihn begeistert - so wie sie uns begeistert!", so Peter Fuchs.