Kampfsport übt seit Jahrhunderten eine Faszination auf viele Menschen aus. Kampfsport macht dich nicht nur physisch, sondern auch psychisch stark. Neben der körperlichen Fitness, die du durch das Ganzkörpertraining aufbaust, wird Stress abgebaut und dein Selbstbewusstsein aufgebaut. Gleichzeitig wird deine Beweglichkeit, Koordination und Ausdauer trainiert.
Kampfsportarten gibt es zahlreiche. Dazu kommen immer neue Abwandlungen und Kombinationen. Um sich sicherer zu fühlen, kann das Erlernen einer Kampfsportart helfen. Jeder gute Kampfsportlehrer sagt zwar als Erstes: Flucht geht vor Kampf. Wenn es möglich ist, solltest du also die Konfrontation meiden, um dich - gerade als Kampfsport-Einsteiger - nicht in Gefahr zu bringen.
Was macht ein gutes Verteidigungssystem aus?
Wenn du nach dem besten Kampfsport für Selbstverteidigung suchst, dann stehst du vor einer Großzahl an Möglichkeiten. Mit einer breiten Auswahl an Stilen und Techniken stehen dir zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung. Von wettkampforientierten Kampfsportarten bis hin zu traditionellen Kampfkünsten. Alle diese Arten haben ihre Berechtigung und Vorzüge. Manche konzentrieren sich auf die Verteidigung in engen Räumen, während andere den Kampf gegen mehrere Gegner oder das Waffentraining behandeln.
Doch welcher Kampfsport ist der beste für die Selbstverteidigung? Die Antwort hängt von deinen individuellen Bedürfnissen und Voraussetzungen ab. So findest du heraus, welche Kampfsport Selbstverteidigung am besten zu deinen Bedürfnissen passt.
Wichtige Faktoren für Kampfsport Selbstverteidigung
Bei der Auswahl einer Kampfsportart sind mehrere Faktoren zu beachten. Viele Kampfsportarten oder Systeme sind einfach zu erlernen und schwer zu meistern. Manche konzentrieren sich auf wenige Techniken, die viele Situationen abdecken. Eine grundsätzliche Fitness ist nicht verkehrt. Je nach Alter oder persönlichen Präferenzen fällt dieser Aspekt mehr oder weniger ins Gewicht. Manche der Kampfsportarten legen ebenfalls den Fokus gezielt auf Fitness oder setzen dies voraus. Berücksichtige auch den Aufwand und die Zeit, welche du investieren kannst. Verfügbarkeit in der Nähe oder Online Kurse. Setze für dich einen Fokus und und du findest den besten Kampfsport für Selbstverteidigung oder das beste Selbstverteidigungssystem für dich.
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Die besten Kampfsportarten für Selbstverteidigung
Unsere Auswahl der besten Kampfsportarten zur Selbstverteidigung basiert auf ihrer Effektivität, praktischen Anwendbarkeit und ihrer Fähigkeit, dich in bedrohlichen Situationen zu schützen. Die Nachfolgende Liste mit der Beschreibung ist alphabetisch geordnet.
Alpha Combat System
Das Alpha Combat System wurde ursprünglich für militärische Zwecke entwickelt. Seitdem hat es sich nicht nur bei anderen Eliteeinheiten bewährt, sondern auch den Weg in die breite Öffentlichkeit gefunden. Es konzentriert sich auf wenige, leicht erlernbare, aber effektive Kampftechniken.
Atemi Combat System
Das Atemi Combat System ist eine zeitgemäße und dedizierte Selbstverteidigungsmethode, die sich auf den individuellen Schutz und den Personenschutz durch Sicherheitskräfte konzentriert. Diese Techniken werden ausschließlich im Rahmen der “World Combat Association” (W.C.A.) gelehrt.
Bojuka
Bojuka ist ein umfassendes Selbstverteidigungssystem, das sich auf den waffenlosen Kampf, die Entwaffnung und bewaffnete Selbstverteidigung konzentriert. Der Gründer, Tom Schrenk, verfügt über 30 Jahre praktische Erfahrung in diesem Bereich. Dieses System wird hauptsächlich in Amerika und Kanada unterrichtet.
Close Quarter Combat Systems (CQCS)
Close Quarter Combat Systems (CQCS) basiert auf der Kampfkunst Defendu, die vor dem Zweiten Weltkrieg von zwei Briten entwickelt wurde. Durch den Einfluss des Krieges wurden sie beauftragt, ein effektives Nahkampfsystem für das Militär zu entwickeln. CQCS konzentriert sich mehr auf offensive und gefährliche Techniken als auf den Selbstschutz.
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Combat Hapkido
Combat Hapkido ist ein dynamischer Kampfsport, der sich auf praktische Selbstverteidigungstechniken konzentriert. Es ist aus der traditionellen Kampfkunst Hapkido entstanden.
Esdo (European Selfdefence Organization)
Die European Selfdefence Organization (Esdo) wurde in Heidelberg gegründet und basiert auf den Erfahrungen im Vollkontakt-Karate und Taekwondo. Das Selbstverteidigungssystem wurde im Laufe der Zeit weiterentwickelt, um den Bedürfnissen und Herausforderungen der heutigen Zeit gerecht zu werden.
Hashita
Dieses Überlebens- und Selbstverteidigungssystem hat seinen Ursprung in Israel und legt nicht nur Wert auf Selbstverteidigung, sondern umfasst auch Trainingseinheiten für Undercover-Einsätze. Dadurch ist es sowohl für Spezialeinheiten, Sicherheitskräfte, Militär und Polizei geeignet. Doch auch Privatpersonen profitieren davon.
Jeet Kune Do
Bereits in den 1960er Jahren entwickelte Kampfkunst-Meister Bruce Lee Jeet Kune Do - eine Hybridtechnik. Dieser Kampfsport ist nicht statisch, sondern entwickelt sich immer weiter. Sie soll zur möglichst effektiven Selbstverteidigung dienen. Der Name wird zumeist übersetzt mit „der Weg der abgefangenen Faust“.
Zunächst vereinte Bruce Lee im Jeet Kune Do Einflüsse aus dem Boxen, dem Wing Chun und dem Fechten. Inzwischen sind aber zahlreiche weitere Techniken integriert worden, die aus dem Judo und dem Karate stammen, aus dem Kung-Fu, dem Kickboxen, dem Taekwondo und dem Brazilian Jiu-Jitsu, um nur einige zu nennen. Tatsächlich ist das Ziel, einen individuellen Selbstverteidigungsstil zu entwickeln. Das Training verschafft dir die Grundlagen dafür. Die Kampftechniken sollen so einfach und kurz wie möglich sein, damit du sie auch in einem Überraschungsmoment zur Selbstverteidigung nutzen kannst.
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Ju Jutsu
Ju Jutsu ist ein modernes Selbstverteidigungssystem aus Deutschland, welches auf verschiedenen japanischen Kampfkünsten basiert. Es setzt sich zusammen aus Karate, Judo, Aikido und Jiu-Jitsu. Neben dem Aspekt der Selbstverteidigung wird es auch Kampfkunst unterrichtet und bietet verschiedene Disziplinen für Wettkampfsport. Unterrichtet wird im klassischen Gi (Trainingsanzug mit Gürtel gebunden).
Ju-Jutsu konzentriert sich darauf, die Kraft des Angreifers geschickt zu nutzen, um ihn zu besiegen. Dies geschieht durch geschicktes Ausweichen oder Nachgeben. Zusätzlich werden Schocktechniken (Atemi) eingesetzt. Die Techniken werden ökonomisch durchgeführt. Das bedeutet mit möglichst wenig Aufwand den größtmöglichen Nutzen zu erzielen. Daher eignen sich die Techniken für effektive Selbstverteidigung. Der Fokus liegt auf der Nutzung der Kraft des Gegners, um ihn zu kontrollieren und zu überwältigen. Mit Techniken wie Hebeln, Würfen, Schlag- und Tritttechniken sowie Bodenkampf bietet Ju Jutsu ein breites Spektrum an Werkzeugen für die Selbstverteidigung in verschiedenen Situationen. Durch das Training in Ju Jutsu erlangt man nicht nur körperliche Stärke, sondern auch Selbstvertrauen und die Fähigkeit, sich effektiv zu verteidigen.
Wer sich für klassischen Kampfsport, in Kombination mit Selbstverteidigung, Fitness und Wettkampfsport interessiert ist hier richtig.
Karate
Karate ist eine Mischung aus chinesischen Kung Fu-Elementen und japanischen Kampfelementen. Schläge und Tritte stehen im Vordergrund, zusätzlich kommen Hebel- und Wurftechniken vor.
Keysi Fighting Method
Keysi Fighting Method (KFM) ist ein modernes und effektives Selbstverteidigungssystem, das entwickelt wurde, um Menschen in realen Kampfsituationen zu schützen. Ursprünglich in Spanien von Justo Dieguez Serano gegründet, basiert KFM auf natürlichen Bewegungsprinzipien und nutzt die Reflexe und Instinkte des Körpers. Es basiert auf Natur- und Universalgesetzen und lässt sich nicht durch einen Kampfstil einschränken.
Kickboxen
Kickboxen kombiniert das klassische Boxen mit Elementen aus beispielsweise Taekwondo oder Karate. Dabei kommen Hände und Füße zum Einsatz. Bei der Wettkampfdisziplin wird bis zum K.O. gekämpft.
Komak
Komak ist ein effektives Selbstverteidigungssystem, das seinen Ursprung in Deutschland hat. Es wurde von einem erfahrenen Kampfsportexperten entwickelt. Ziel ist es, Menschen dabei zu unterstützen, sich in Gefahrensituationen zu schützen. Komak legt großen Wert auf realistisches Training und praktische Anwendbarkeit. Es ist für Menschen jeden Alters und Geschlechts zugänglich. Es ermöglicht dir deine Selbstverteidigungsfähigkeiten zu stärken und ein höheres Maß an Sicherheit und Selbstbewusstsein zu erlangen.
Krav Maga
Krav Maga ist ein modernes und hochpraktisches Selbstverteidigungssystem, das entwickelt wurde, um Menschen effektiv in realen Bedrohungssituationen zu schützen. Ursprünglich für das israelische Militär entwickelt, konzentriert sich Krav Maga auf schnelle und instinktive Reaktionen, um den Angreifer schnell zu neutralisieren und zu entkommen. Es basiert auf einfachen und natürlichen Bewegungen, die leicht erlernbar sind und unabhängig von Alter, Geschlecht oder körperlicher Stärke angewendet werden können.
Krav Maga beinhaltet Techniken aus verschiedenen Kampfsportarten sowie Elemente des Nahkampfs, Grapplings und Waffenabwehr. Es legt auch großen Wert auf das Training unter realistischen Bedingungen und simuliert potenzielle Angriffe, um die Reaktionsfähigkeit und den Stressabbau zu verbessern. Krav Maga stärkt nicht nur die physische Stärke und das Selbstvertrauen, sondern entwickelt auch die mentale Wachsamkeit und Entschlossenheit.
„Krav Maga“ kommt aus dem Hebräischen und heißt „Kontaktkampf“. Und genau das ist es: Es geht direkt und distanzlos zur Sache - ins Gesicht, zwischen die Beine, ganz egal. Hauptsache, du unterliegst deinem Angreifer nicht. Denn befindest du dich in einer bedrohlichen Situation und musst dich verteidigen, bringt es dir viele Vorteile, wenn du genau weißt, wie du erfolgreich auf deinen Gegner reagierst - notfalls auch mit unfairen Moves. Die Kampfkunst umfasst viele Bestandteile anderer Kampfsportarten, wie etwa Faustkampf, Ringen, die Tritte aus dem Karate sowie das Werfen, Hebeln und den Bodenkampf aus dem Jiu-Jitsu. Außerdem bezieht Krav Maga natürliche Reflexe und Reaktionen ein. Der israelische Kampfsport ist dadurch verhältnismäßig leicht zu erlernen. Nach einem halben Jahr Training hast du die Grundlagen so weit drauf, dass du in der Lage bist, einen Angreifer abzuwehren und dich selbst zu verteidigen. Das gilt sogar, wenn er bewaffnet ist. Denn zu diesem Kampfsport gehört auch die Entwaffnung des Angreifers.
Mixed Martial Arts (MMA)
Mixed Marterial Arts bedeutet übersetzt „gemischte Kampfkünste“. Bei dieser Sportart werden Schlag- und Tritttechniken mit Bodenkampf- und Ringtechniken aus verschiedenen Kampfsportarten miteinander gemischt. Die Techniken kommen sowohl aus dem Boxen und Kickboxen, dem Taekwondo sowie Karate als auch aus Judo, dem Ringen und Jiu Jitsu. Anders als in anderen Kampfsportarten gibt es wenig reglementierte Beschränkungen, was dazu führt, dass selbst im Bodenkampf noch geschlagen und getreten werden darf. Ziel ist es, dass der Gegner entweder aufgibt, K.O. geht, oder letztendlich ein Schiedsrichter abbricht.
Für manche Profis gelten die Mixed Martial Arts (MMA) als härteste Kampfsportart der Welt. Zieht man andere Kampfkünste zum Vergleich heran, kann da etwas Wahres dran sein. Die Mischkampfkunst umfasst Techniken aus dem Kickboxen, dem Muay Thai, dem Boxen, dem Ringen und dem Brazilian Jiu-Jitsu. Zu den wenigen geltenden Regeln gehört, dass Attacken gegen Augen, Hals und Genitalien nicht erlaubt sind, Wirbelsäule und Hinterkopf dürfen nicht das Ziel von Schlägen werden. Allerdings bekommst du im MMA-Training so viele Griffe und Techniken beigebracht, dass dir diese speziellen Methoden kaum fehlen werden.
Modern Arnis
Modern Arnis ist ein philippinischer Kampfkunststil, der sich auf den Einsatz von Waffen wie Stöcken und Messern konzentriert. Es kombiniert Elemente aus verschiedenen traditionellen philippinischen Kampfkünsten. Modern Arnis legt Wert auf effiziente Bewegungen, Selbstverteidigungstechniken und die Entwicklung von koordinierten Kampffähigkeiten. Neben dem Waffenkampf werden auch Techniken für den unbewaffneten Nahkampf gelehrt. Somit bietet es eine praktische Methode der Selbstverteidigung.
Muay Thai
Thaiboxen wird ursprünglich Muay Thai genannt und ist der thailändische Nationalsport. Das Thaiboxen erfolgt waffenlos, es gibt allerdings auch Abwandlungen mit Waffen. Zu den charakteristischen Techniken im Muay Thai zählen die Knietechniken, Klammergriffe und der Einsatz der Ellenbogen. Da Muay Thai sowohl Abwehr- als auch Kontertechniken gegen bewaffnete und unbewaffnete Gegner beinhaltet, sowie effektive Verteidigungselemente, zählt dieser Kampfsport zu den besten und beliebtesten Kampfkünsten, die sich zur Selbstverteidigung einsetzen lassen.
Pencak Silat
Pencak Silat ist eine traditionelle indonesische Kampfkunst, die Kampftechniken und kulturelle Aspekte umfasst. Es ist eine vielseitige Disziplin, die sowohl waffenlose Techniken als auch den Einsatz von traditionellen Waffen wie Dolch oder Stock beinhaltet. Pencak Silat basiert auf fließenden Bewegungen, Schlag- und Tritttechniken sowie Grappling- und Wurftechniken. Neben der Selbstverteidigung ist Pencak Silat auch ein Weg, um körperliche Fitness, mentale Stärke und kulturelles Bewusstsein zu entwickeln.
Systema
Systema ist ein russisches Kampfsystem, das sich auf effektive Selbstverteidigungstechniken konzentriert. Es basiert auf natürlichen Bewegungen, die es den Praktizierenden ermöglichen, sich an verschiedene Situationen anzupassen und sich effektiv zu verteidigen. Im Systema geht es nicht nur um die physische Bekämpfung eines Gegners, sondern auch um die Entwicklung einer starken mentalen Haltung und emotionalen Kontrolle.
Durch das Training in Systema werden die Praktizierenden dazu angeleitet, Stress abzubauen, ihre Intuition zu stärken und ihre körperlichen und geistigen Fähigkeiten zu verbessern. Systema beinhaltet Techniken des Schlages, Tretens, Würfens und der Bodenkampf, wobei der Fokus auf dem Fluss der Bewegung und der Nutzung der Körpermechanik liegt. Es ist eine ganzheitliche Selbstverteidigungskunst, die den Praktizierenden hilft, sich in gefährlichen Situationen zu schützen und ihre Sicherheit zu gewährleisten.
Taiho Jutsu
Taiho Jutsu ist ein japanisches Selbstverteidigungssystem, das von der japanischen Polizei entwickelt wurde. Es basiert auf traditionellen Kampfkunsttechniken wie Judo, Aikido und Karate. Taiho Jutsu konzentriert sich darauf, Angreifer effektiv zu kontrollieren, zu neutralisieren und festzunehmen, indem es Würfe, Hebeltechniken und Schlag- und Tritttechniken einsetzt. Ziel dieses Selbstverteidigungssystems ist es, diese verschiedenen Techniken anzuwenden, um eine effektive Festnahme mit möglichst geringem Verletzungsrisiko durchzuführen. Es fördert ebenso das Verständnis für effektive Konfliktlösungsstrategien.
US Army’s Modern Army Combatives Program
Das Modern Army Combatives Program (MACP) ist ein Selbstverteidigungssystem, das von der US Army entwickelt wurde. Es wurde speziell für Soldaten entwickelt, um sie auf reale kampfbezogene Situationen vorzubereiten. Das MACP basiert auf verschiedenen Kampfkunststilen und Techniken, darunter Brazilian Jiu-Jitsu, Muay Thai, Judo und Boxen. Es ist ein integraler Bestandteil der Ausbildung für Soldaten in der US Army, um ihnen die notwendigen Fähigkeiten für den Ernstfall zu vermitteln.
Wing Tsun
Wing Tsun, auch bekannt als Wing Chun, ist eine chinesische Kampfkunst, die sich auf effektive Selbstverteidigungsprinzipien konzentriert. Es wurde entwickelt, um es einer Person mit körperlicher Unterlegenheit zu ermöglichen, sich erfolgreich gegen einen stärkeren Gegner zu verteidigen. Wing Tsun basiert auf der Idee der Effizienz, bei der unnötige Kraft und Bewegungen vermieden werden. Stattdessen nutzt es die Prinzipien der Körpermechanik und der Strategie, um den Gegner auszugleichen und zu kontrollieren. Es beinhaltet schnelle und gezielte Schläge. Intelligente Abwehrtechniken zielen darauf ab, den Angriff des Gegners zu neutralisieren und gleichzeitig die eigene Sicherheit zu gewährleisten. Das Training in Wing Tsun entwickelt auch die mentale Fokussierung, Entschlossenheit und Reaktionsfähigkeit. Es ist eine Kampfkunst für Selbstverteidigung, die sich sowohl für Frauen als auch für Männer jeden Alters eignet und viele Vorteile bietet. Neben der Verbesserung deiner Selbstverteidigungsfähigkeiten hilft Wing Tsun auch dabei, deine Konzentration, Koordination und dein Selbstvertrauen zu stärken. Wenn du regelmäßig trainierst, wirst du deine mentale Stärke aufbauen und deine Reaktionsfähigkeit verbessern können.
Wing Tsun hilft dir dabei, Gefahrensituationen früh zu erkennen und Deeskalationstechniken anzuwenden. So können einige Situationen ganz ohne körperlichen Einsatz entschärft werden. Reicht das nicht aus, und dein Angreifer ist dir körperlich überlegen? Dann brauchst du auf jeden Fall eine Technik, die diesen Nachteil ausgleicht, um dich verteidigen zu können. Die beste Kampfsportart für so eine Situation ist vielleicht Wing Tsun: Es ist darauf angelegt, dass du einen Kampf so schnell wie möglich erfolgreich beendest. Besonders wichtig ist, dass du mit möglichst wenig Energie und Kraftaufwand möglichst effiziente Treffer landest. Deine einzelnen Gliedmaßen agieren dafür unabhängig voneinander, wofür deine Koordinationsfähigkeit geschult wird.
Weitere Arten von Kampfsport für Selbstverteidigung
Es gibt weitere erwähnenswerte Kampfsportarten für Selbstverteidigung.
Eignung verschiedener Kampfsportarten
Generell sind alle Kampfsportarten gleichermaßen für Männer wie für Frauen geeignet. Welche Kampfsportart also für dich als Frau am besten geeignet ist, ist abhängig von deinen Zielen. Interessierst du dich hauptsächlich für den Fitnessaspekt, sind für dich auch die neuen Mischformen Capoera, Piloxing oder Tae Bo interessant.
Im Prinzip kann jede/r jeden Kampfsport ausüben, egal welches Alter oder körperlichen Voraussetzungen ihr habt. Euer Wille ist entscheidend. Allerdings sind manche Kampfsportarten härter als andere, erfordern mehr Beweglichkeiten etc. Daher eignen sich manche Kampfsportarten besser für manche Geschlechter bzw. Für Kinder gibt es eigentlich keine auszuschließende Kampfsportart. Wichtig ist nur, dass sie in einem guten Kurs landen und der Trainer ein gutes Händchen für den Umgang mit Kindern hat. Die meisten Kampfkünste sind für Kinder eher spielerischer Natur. Senioren sind zumeist in ihrer Beweglichkeit, Kraft und Schnelligkeit eingeschränkt. Daher gilt es hierbei einen geeigneten Kampfsport zu finden. Fokussiert auf Selbstverteidigung ist Krav Maga oder ein Selbstverteidigungskurs. Es gibt keine Einschränkungen bei Kampfsportarten für Frauen. Falls gewünscht, werden oft spezielle Frauenkurse angeboten, die ohne Männer stattfinden. Beliebt sind auch Kampfarten, die eine gewisse Härte mit sich bringen. Effektiv ist u.a.
Wie finde ich die richtige Kampfsportart für mich?
Ihr wisst noch nicht genau welcher Kampfsport für Euch geeignet sein könnte?
- Zunächst einmal müsst ihr wissen, dass Kampfsportarten teilweise andere Zielstellung haben: Verteidigung (für das Militär oder Bevölkerung), sportliche Ertüchtigung oder Training des Geistes/ Konzentration.
- Manche Kampfsportarten sind härter als andere: Kickboxen und MMA sind sehr hart, Tai Chi hingegen ist auf sanfte Abläufe ausgelegt. Und habt keine Sorge, bei einer Anfängergruppe im Kickboxen schlägt man sich nicht sofort die Zähne ein.
- Probieren geht über studieren - nehmt an einem Probetraining teil: Es ist sehr empfehlenswert ein paar Schnupperkurse zu besuchen und sich einen Einblick zu verschaffen. Denn das Umfeld, eure Trainingspartner und der Trainer machen sehr viel aus. Sie entscheiden maßgeblich über den Erfolg.
➡️ Überlegt euch auch zunächst was euer Ziel ist.
Häufige Fragen zum Thema Kampfsport
Hier findet ihr Antworten auf häufige Fragen rund um das Thema Kampfsport.
Kann man einen Kampfsport zuhause erlernen?
Nein, eher nicht. Sicherlich könnt ihr eure Fitness verbessern und Grundtechniken zur Abwehr und zum Angriff üben.
- Fehler in der Stellung und Lücken in der Abwehr werdet ihr allerdings nicht bemerken.
- Zudem fehlt euch ein ganz wichtiger Baustein: Die Partnerübungen und Übungskämpfe. Im Verein oder mit erfahrenen Übungspartner lernt ihr die richtigen Grundlagen, macht schneller Fortschritte und schärft euer Auge für Bewegungen. Kurzum, zu Beginn solltet ihr auf alle Fälle in einen Verein gehen, Bewegungsabläufe können und sollten aber zuhause vertieft werden.
Wann ist man bereit für einen Wettkampf?
Es dauert mindestens Jahre bis man im Vollkontakt kämpfen kann, und nicht völlig untergeht. Je nach Kampfstil müssen Kampftechniken, Hebel, Faustkampf, Fußtechniken, Bodenkampf oder der Kampf mit Waffen lange geübt und perfekt beherrscht werden, bevor man für einen Wettkampf bereit ist.
Man muss zwar keinen schwarzen Gürtel haben, bis man an einem Wettkampf teilnehmen kann, allerdings sollte man schon fortgeschrittener sein.
Wie oft sollte man Kampfsport trainieren?
Das ist ganz von eurem Ziel abhängig:
- Wenn ihr an einem Wettkampf teilnehmen und euch mit den besten messen wollt, dann solltet ihr täglich trainieren oder mindestens 5-mal die Woche. Und das über mehrere Jahre.
- Wenn ihr euch fit halten und im Ernstfall verteidigen möchtet, dann ist es ausreichend, wenn ihr zweimal die Woche trainiert. Und noch einen weiteren Sport (Joggen, Schwimmen, Fitnessstudio…) ausübt.
- Wenn euer Ziel ist, besser auf einen Ernstfall vorbereitet zu sein, dann solltet ihr ein paar Intensivkurse besuchen (bspw.
Was kostet eine Mitgliedschaft in einem Kampfsport-Verein?
Die Mitgliedschaft im Verein für Kampfkunst variiert sehr nach Region und beläuft sich auf 30€ bis 100€ im Monat. Das hängt ganz davon ab, wie viele Mitglieder es gibt, wie teuer die Miete ist, welche Ausrüstung vorhanden ist.
Ein reiner Selbstverteidigungskurs, der einen Nachmittag lang geht, kostet meist um die 100€.
Ju Jutsu: Wichtige Faktoren im Überblick
| Faktor | Punkte (x / 10) | Kommentar |
|---|---|---|
| Effektivität | 6 | Die Tritte und Würfe sind eher für den sportlichen Aspekt relevant. Wettkampf mit Leichtkontakt. |
| Anwendbarkeit | 6 | Hohe Tritte, Beweglichkeit und Fitness führen im Alter zu mehr Belastung |
| Zielgruppe | 8 | Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Ältere |
| Sicherheit | 7 | Durch Leichtkontakt und Schutzausrüstung |
| Training und Disziplin | 6 | Regelmäßiges Partner-Training ist wichtig |
| Spaß und Motivation | 7 | Abwechslungsreiches Training mit Gürtelstufen |
| Erlernbarkeit | 6 | Viele Techniken Prinzipien, Konzepte und Wettkampf-Disziplinen |
| Fitnessanteil | 8 | Für den Wettkampfsport relevant |
| Gesundheitsaspekt | 6 | Fitness, Ausdauer, Beweglichkeit |
| Waffentraining | 0 | - |
| Zeitaufwand | 7 | Mehr Zeitaufwand für Wettkampf und Verteidigung |
| Verfügbarkeit in Deutschland | 8 | Gut vertreten in größeren Städten |
| Verfügbarkeit von Online-Kursen | 2 | Einzelne YouTube Videos vorhanden. Bisher noch keine strukturierten Online-Kurse gefunden. |
| Lernmaterial | 6 | Ju Jutsu Bücher und Nachschlagewerke für Prüfungen und Wettkampf |
