Seit mehr als 60 Jahren begeistert der britische Geheimagent 007 die Welt. In der 60-jährigen Geschichte der James-Bond-Filmreihe wurde der Spion mit der Lizenz zum Töten bislang von sechs Schauspielern verkörpert.
James Bond Darsteller
Daniel Craig trat in fünf Filmen als 007 auf und ist mit einer Zeitspanne von 15 Jahren der am längsten durchgehend aktive Bond-Darsteller.
James-Bond-Darsteller-Reihenfolge:
- Sean Connery (1962-1967)
- George Lazenby (1969)
- Sean Connery (1971)
- Roger Moore (1973-1985)
- Timothy Dalton (1987-1989)
- Pierce Brosnan (1995-2002)
- Daniel Craig (2008-2021)
James Bond Filme mit Daniel Craig
Was wäre die James-Bond-Filmreihe ohne Daniel Craig? Der Brite mit den stahlblauen Augen definierte die Rolle des Geheimagenten 007 völlig neu. Seine Version von James Bond war kantiger, verbitterter, brutaler und mit dickeren Muskeln bepackt als die vorherigen. Wie ein Blick auf die Kritiken verrät, kam das sehr gut an: Drei der fünf James-Bond-Filme mit Daniel Craig finden sich unter den Top 10 besten 007-Streifen.
Diese Fassade wird jedoch von Bond-Girl Eva Green alias Bonds große Liebe Vesper Lynd demontiert, die einen viel gequälteren und verletzlicheren 007 hervorkitzelt, als wir ihn aus den Zeiten von Pierce Brosnan, Roger Moore oder Sean Connery kannten.
Casino Royale (2006)
Der erste Bond-Film, in dem Daniel Craig die Titelrolle spielt, kommt im Jahr 2006 in die Kinos, „James Bond 007 - Casino Royale“.
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Ein Quantum Trost (2008)
Der zweite von Craigs Bond-Filmen wurde seinerzeit viel kritisiert; nicht nur wegen seiner angeblich schwer nachvollziehbaren Handlung und schlecht inszenierter Action-Einlagen, sondern weil es vielen Fans der Reihe unangenehm war, den sonst so unerschütterlichen Helden gebrochen und gequält zu sehen - und das wegen einer Frau.
Denn wenn man den politischen Plot bei Seite lässt, geht es in diesem 007-Kapitel um Bonds Trauer um Vesper Lynd, seiner Geliebten aus "Casino Royale", die ihn verriet und schließlich den Tod fand.
Craigs Bond in “Quantum” trinkt nicht souverän, sondern bis zur hässlichen Trunkenheit; er tötet Dutzende von Menschen, verliert mindestens zwei Freunde, und am Ende - obwohl er und seine rechte Hand Camille (Olga Kurylenko) sowohl den scheinheiligen Philanthropen als auch den korrupten General zur Strecke bringen - bekommen die Bolivianer nicht einmal ihr Wasser zurück. Aber genau dieser Nihilismus macht den Film so stark, denn: Was können Spione an der Misere der Welt schon ändern?
Skyfall (2012)
„Skyfall“ mag zwar nicht der beste Bond-Film aller Zeiten sein, dafür aber der kommerziell erfolgreichste. Kein Wunder, denn er verzurrt die Handlungsstränge von “Casino Royale” und “Ein Quantum Trost” kunstvoll zu einem vielschichtigen Porträt des kultigen Geheimagenten, das weit über die hochgezogene Augenbraue, die geschüttelten und nicht gerührten Martinis und die Witzeleien hinausgeht.
Ein totgeglaubter Bond (Daniel Craig) muss sich seiner düsteren Vergangenheit stellen, während sich seine Chefin M (Judi Dench) mit ihren ganz eigenen Dämonen auseinander setzen muss. Obendrein begegnet der Zuschauer in diesem Film zum ersten Mal Craigs Quartermaster (Ben Whishaw).
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Spectre (2015)
Craig nimmt sich eine kleine Auszeit und erscheint 2015 im nächsten Bond-Abenteuer „James Bond 007 - Spectre“.
Weitere Filme mit Daniel Craig
Einige Wochen nach dem Ende der Dreharbeiten zum Film „Munich“ wird Daniel Craig im Oktober 2005 offiziell als sechster James Bond-Darsteller vorgestellt. Neben seiner Rolle als James Bond hat Daniel Craig in zahlreichen weiteren Filmen mitgespielt.
Defiance (Unbeugsam) (2008)
Als kraftvoll und actionreich gelobt, als wahre Begebenheiten arg vereinfachend kritisiert: Der Kriegsfilm „Defiance - Mut war ihre stärkste Waffe“ spaltet die Gemüter. Im Original heißt der auf wahren Begebenheiten basierende Kriegsfilm, in dem Daniel Craig ein Vierteil eines Brüder-Gespanns spielt, das heroisch den Kampf gegen die Nazis aufnahm, schlicht „Defiance“.
Polen im Juli 1941: Die jüdischen Brüder Tuvia (Daniel Craig), Zus (Liev Schreiber), Asael (Jamie Bell) und Aron Bielski (George MacKay) können in die nahegelegenen Wälder fliehen, nachdem ihre Eltern durch die nunmehr von deutschen Besatzungstruppen befehligte Polizei ermordet wurden. Das Brüder-Quartett schwört, seine Eltern zu rächen und übernimmt alsbald das schützende Geleit einer Gruppe jüdischer Flüchtlinge.
FILMSTARTS-Autor Björn Helbig verteilte wiederum in seiner Besprechung solide 3 Sterne und lobte „Unbeugsam“ als „kraftvoll inszeniertes Drama“, selbst wenn er ihm eine wacklige Balance zwischen den Identitäten „eines Actionfilms, der in erster Linie unterhalten soll und eines historisch akkuraten filmischen Denkmals für die Bielski-Brüder, die während des Krieges so viele Leben retteten“ attestiert.
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Renaissance (2006)
Science Fiction-Film von Christian Volckman mit Daniel Craig und Patrick Floersheim. Der Grosskonzern Avalon hat die Stadt mit omnipräsenten Videokameras völlig unter Kontrolle. Als eine der besten Wissenschaftlerinnnen des Konzerns, die ebenso geniale wie gutaussehende Ilona Tasuiev, entführt wird, beginnt eine fieberhafte Suche nach der jungen Frau. Vor ihrem Verschwinden war sie einem Geheinmis auf der Spur, das die Zukunft der Menschheit für immer verändern könnte - zum Guten oder zum Schlechten.
Weitere Filme
- Kaltes Blut - Auf den Spuren von Truman Capote
- Sword of Honour - Im Dienst der Krone
- Ich küsse meinen Mörder
- Obsession
Daniel Craig - Frühe Jahre
Seine Mutter Carol Olivia ist Kunstlehrerin, sein Vater Timothy John Wroughton Craig arbeitet zunächst als Seemann, dann Stahlarbeiter, später ist er Wirt der „Pubs Ring o' Bells“ und „Boot Inn“.
Mit der Schauspielerei beginnt Daniel Craig im Alter von sechs Jahren, unterstützt von seiner Mutter. Sein Interesse wird durch Besuche im Everyman Theater in Liverpool geweckt. Sein Bühnendebüt gibt er bei einer Aufführung des Stücks „Oliver!“ an der Frodsham Primary School.
Daniel Craig Karriere
Sein Filmdebüt gibt er ein Jahr später mit einer kleinen Rolle in dem Film „The Power of One“ („Im Glanz der Sonne“), an der Seite von Armin Mueller-Stahl und Stephen Dorff. Seine Karriere setzt er zunächst auf der kleinen Mattscheibe fort.
1997 folgt eine Hauptrolle in dem Film „Obsession“, wo er an der Seite von Heike Makatsch spielt, mit der er zu diesem Zeitpunkt in einer Beziehung ist. Der internationale Durchbruch gelingt ihm mit Rollen in den Filmen „Lara Croft: Tomb Raider“ (2001) an der Seite von Angelina Jolie und „Road to Perdition“ (2002) mit Tom Hanks.
Privatleben
Im Jahr 1992 heiratete Daniel Craig die Schauspielerin Fiona Loudon, mit der er eine Tochter hat, Ella. Die Ehe wurde 1994 geschieden. Es folgt eine siebenjährige Beziehung mit Heike Makatsch, die im Jahr 2001 endete. Am 22. Juni 2011 folgte die Hochzeit mit Rachel Weisz.
Zukunftspläne
Der nächste Film mit dem Arbeitstitel “Bond 26” befindet sich derzeit in der frühen Konzeptionsphase. Wann dieser neue James Bond Film erscheinen soll, ist derzeit ein ebenso großes Rätsel, wie der Schauspieler, der ihn spielen soll.
