Bekannte verstorbene Wrestler: Ein Tribut an die Legenden

Der Tod eines geliebten Menschen ist immer etwas Schreckliches. Besonders schlimm ist es, wenn der Person kein langes Leben vergönnt war. Im Ring herrscht bei den Showkämpfen das große Drama: Siege, Niederlagen, bittere Enttäuschungen. Doch die echten Tragödien finden im realen Leben statt.

Der in der Wrestlingszene bekannte US-Amerikaner Bray Wyatt ist im Alter von 36 Jahren gestorben. So sei Wyatt, der mit bürgerlichem Namen Windham Rotunda hieß, unter anderem 2017 WWE Champion geworden. Auch der ehemalige Wrestler »Triple H«, der mit bürgerlichen Namen Paul Michael Levesque heißt und unter anderem die Medieninhalte der WWE verantwortet, informierte über Wyatts Tod. Schauspielstar Dwayne Johnson, der selbst jahrelang in der WWE unter seinem Ringnamen »The Rock« auftrat, zeigte sich auf X »untröstlich über die Nachricht von Bray Wyatts Tod«. Wyatt sei ein einzigartiger, cooler und seltener Charakter gewesen, der in der Welt des Wrestlings nur schwer zu finden sei, schrieb er.

Wrestling ist ein gefährlicher Sport. Auch die besten Sicherheitsvorkehrungen können Unfälle nicht immer verhindern. Auch außerhalb des Ringes hat das Geschäft viele dunkle Seiten und nicht jeder Wrestler erreicht ein hohes Lebensalter.

In dieser Liste beschäftigen wir uns mit Wrestlern, die viel zu früh aus dem Leben getreten sind; sei es durch Drogenmissbrauch, furchtbare Unfälle oder körperliches Versagen.

Einige der tragischsten Verluste in der Wrestling-Geschichte

  1. Owen Hart (34): Owen Harts Tod gilt als eine der größten Tragödien, die jemals während einer WWE-Veranstaltung passiert sind. Am 23. Mai 1999 beim PPV “Over the Edge” sollte Hart als der „Blue Blazer“ von der Hallendecke in den Ring schweben. Tragischerweise löste sich aber der Sicherungshaken von seinem Kostüm, sodass er 24 Meter in die Tiefe stürzte und mit dem Körper auf der Ringecke aufschlug. Aufgrund schwerer innerer Verletzungen starb Owen hart noch im Ring.
  2. Randy Savage (58): Der Macho Man war eine der schillerndsten Figuren der Wrestling-Geschichte. Er prägte die 80er und 90er Jahre der WWE so, wie es sonst nur Hulk Hogan getan hat. Sein Tod warf einige Fragen auf. 2011 verunglückte Savage mit seinem Auto und prallte gegen einen Baum. Zunächst wurde der Zusammenprall als Todesursache vermutet. Dann stellte sich heraus, dass Savage einen Herzinfarkt erlitten hatte, der den Unfall überhaupt erst verursachte.
  3. Andre the Giant (46): Er ist der einzige Wrestler auf dieser Liste, der einen natürlichen Tod gestorben ist, und trotzdem hat er die Welt viel zu früh verlassen. Andre litt seit seiner Geburt an Riesenwuchs. Diese Krankheit führte zu vielen gesundheitlichen Problemen. Am 27. Januar 1993 starb Andre an Herzversagen.
  4. Chyna (46): Das neunte Weltwunder war eine der prägendsten Figuren der Attitude Era und ist bis heute die einzige Frau, die dreimal die Intercontinental Championship gewinnen konnte. Einige Zeit vor ihrem Tod litt Chyna bereits unter Angstzuständen und Schlafstörungen, weswegen sie Medikamente einnahm. Das sollte ihr später zum Verhängnis werden.
  5. Mr. Perfect Curt Hennig (44): Der Vater von WWE-Superstar Curtis Axel gilt als einer der besten Wrestler aller Zeiten, die nie den höchsten Titel des Marktführers gewinnen konnten. Sein Tod hängt im Gegensatz zu den meisten auf dieser Liste nicht mit Anabolika- oder Medikamentenmissbrauch zusammen.
  6. Rick Rude (40): „Ravishing“ Rick Rude war einer der größten WWE-Bösewichte der 80er Jahre. Auch ihm war kein langes Leben vergönnt.
  7. The British Bulldog (39): Davey Boy Smith ist ein weiteres Opfer von Medikamentenmissbrauch unter Wrestlern. Nachdem er 1998 bei einer WCW-Veranstaltung eine schwere Rückenverletzung erlitten hatte, wurde er tablettensüchtig. Am 17. Mai 2002 erlitt er schließlich einen tödlichen Herzinfarkt. Später kam heraus, dass sein Körper zu diesem Zeitpunkt einen hohen Steroidanteil enthielt.
  8. Eddie Guerrero (38): Er steht wohl als Synonym für den frühen Tod einer WWE-Legende. Eddie Guerrero wurde am 13. November 2005 von seinem Neffen Chavo Tod in seinem Hotelzimmer gefunden. Die offizielle Todesursache lautete: Herzinsuffizienz.
  9. Umaga (36): Edward Umar Fatu, besser bekannt unter seinem Ringnamen Umaga, war Teil der traditionsreichen Anoa’i-Familie, der unter anderem auch The Rock und Roman Reigns angehören. Am 4. Dezember 2009 wurde Fatu aufgrund eines Herzinfarkts in ein Krankenhaus in Houston eingeliefert. Dort erlitt er einen zweiten Herzinfarkt und verstarb wenig später.
  10. Brian Pillman (35): Schmerzmittelmissbrauch war bis noch vor wenigen Jahren im Pro-Wrestling keine Seltenheit. So haben diese schmerzlindernden Substanzen viele Tribute gefordert. Einer davon war Brian Pillman, der am 5. Oktober 1997 an Herzversagen starb, verursacht durch Medikamentensucht und eine angeborene Herzschwäche.

Weitere tragische Todesfälle

Crash Holly: Vielen dürfte Crash Holly als der bekannteste Träger der WWF Hardcore Championship bekannt sein. Zwischen 2000 und 2002 durfte er sich den Titel insgesamt 21mal sichern. 2003 wurde Crash Holly jedoch von der WWE entlassen. Er starb im November 2003, nachdem er infolge eines Medikamentencocktails an seinem eigenen Erbrochenen erstickt war. Aufgrund der gefundenen Menge an Schmerzmitteln wurde sein Tod später als Suizid erklärt.

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Test: Auch der Kanadier Test hatte seine beste Zeit bei WWE während der Attitude Era. Er war unter anderem Teil der Fraktion „The Corporation“ und vor den Kameras auch der Geliebte von Stephanie McMahon. 2007 wurde er aufgrund eines positiven Drogentests entlassen. Trotz eines Entzugsprogrammes konnte er den Drogen nicht entkommen.

Shad Gaspard: Der Mai 2020 sollte vielen Wrestling-Fans als ein trauriger Höhepunkt des Jahres in Erinnerung bleiben. Shad Gaspard, früher Mitglied des Tag Teams „Cryme Tyme“, war nach einer starken Welle am Strand von Los Angeles vermisst worden. Drei Tage nach seinem Verschwinden wurde sein Leichnam am Strand angespült und von den Behörden identifiziert.

Davey Boy Smith: Hall-of-Famer Davey Boy Smith hatte während seiner Hochzeiten Ende der 80er- und Anfang der 90er-Jahre viele großen Fehden. Besonders die Hart Foundation war die Grundlage vieler Rivalitäten. Smith verließ die WWF im Jahr 2000 und beendete seine Ringkarriere. Zwei Jahre später starb er im Alter von 39 Jahren durch einen Herzinfarkt.

Umaga: Als Mitglied der berühmten samoanischen Anoa’i-Familie war der Weg ins Wrestling-Geschäft für Umaga quasi vorgegeben. Der Cousin von Roman Reigns durfte während seiner Zeit bei WWE unter anderem zweimal die Intercontinental Championship gewinnen. Im Juni 2009 wurde Umaga wegen Verstößen gegen das Drogenprogramm der WWE entlassen. Ein halbes Jahr später starb der damals 36-jährige infolge zweier Herzinfarkte.

Yokozuna: Auch der als japanischer Sumo-Ringer dargestellte Yokozuna war Teil des Anoa’i-Clans. Am Anfang der 1990er-Jahre war er an vielen großen Rivalitäten beteiligt, kämpfte unter anderem gegen Bret Hart und Hulk Hogan. Auch die WWF World Championship konnte er in dieser Zeit zweimal gewinnen. 1996 wurde er wegen Gewichtsproblemen entlassen. 2000 starb er in London an einem Lungenödem, einer tödlichen Ansammlung von Flüssigkeit in der Lunge.

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Eddie Guerrero: Für viele Fans gilt Eddie Guerrero als einer der größten Publikumslieblinge der Geschichte und seine starken Leistungen im Ring waren rund um den Globus bekannt. Guerreros größter Moment war der Gewinn der WWE Championship bei „No Way Out“ 2004 gegen Brock Lesnar. Doch auch seine sehr emotionale Rivalität um das Sorgerecht von Rey Mysterios Sohn Dominik sollte den meisten Zuschauern bekannt sein. Trotz großer Erfolge kam auch Guerrero nicht ohne Drogen aus. Er war alkoholsüchig, nahm Schmerzmittel und Steroide zum Muskelaufbau. Diese Mischung verschiedenster Substanzen waren schlussendlich mitverantwortlich für seinen frühen Tod.

Hulk Hogan: Der Wrestler und Schauspieler Hulk Hogan ist tot. Hogan sei eine der «Figuren der Pop-Kultur mit dem höchsten Wiedererkennungswert» gewesen und habe der WWE in den 1980er Jahren zum weltweiten Erfolg verholfen, hieß es von der Organisation.

Terry Funk: Als Sohn eines Wrestlers wuchs Funk in Amarillo, Texas, auf und tauchte schon früh in die Wrestling-Welt ein. Seine aktive Karriere begann er 1965. Zehn Jahre später holte er sich den Titel NWA World Heavyweight Champion. In seiner langen Karriere wurde er unter anderem in die WCW Hall of Fame und die WWE Hall of Fame aufgenommen. 2017 sah man Funk das letzte Mal im Ring.

Dino Bravo: Fans, die bereits in den 80er Jahren dabei waren, werden sich an Dino Bravo erinnern. Der gebürtige Italiener (der sich u.a. als stärkster Mann Kanadas ausgab) kämpfte in seinen letzten Jahren vorwiegend in der WWE - unter anderen an der Seite von Earthquake († 42) gegen Hulk Hogan und den Ultimate Warrior. Im März 1993 wurde Bravo in seinem Haus in Quebec erschossen aufgefunden. Auch wenn die Todesumstände niemals ganz geklärt wurden konnten, so geht man davon aus, dass er in den Fokus der Mafia geriet - da sich Bravo am illegalen Zigaretten-Schmuggel beteiligt haben soll.

Bruiser Brody: Er gilt als einer der Pioniere der Hardcore-Szene: Bruiser Brody mochte es im Ring sehr roh und ungeschliffen. Seine Karriere nahm am 16. Juli 1988 in Puerto Rico ein abruptes Ende. Vor einem Match gegen Dan Spivey rief ihn sein Wrestling-Kollege José Huertas González in den Duschbereich, um sich mit ihm über einige Geschäfte zu unterhalten. Nach wenigen Minuten kam es zu einer Rauferei, kurz darauf waren zwei Schreie zu hören. Als Tony Atlas den Raum betrat, entdeckt er Brody, der sich vor Schmerzen auf dem Boden krümmte. Dann sah er González - mit einem Messer in der Hand.

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Darren Drozdov: Darren Drozdovs Wrestling-Karriere war nur von kurzer Dauer. 1998 trat er zum ersten Mal für die größte Wrestling-Liga der Welt auf, am 5. Oktober 1999 kämpfte er gegen D-Lo Brown. Dieser wollte an Drozdov eine Powerbomb ausführen. Leider ging die Aktion schief, Drozdov landete auf dem Nacken. Die Folge: Querschnittslähmung. Seit diesem Tag sitzt Darren Drozdov im Rollstuhl.

Miss Elizabeth: Sie war die Königin der WWE-Diven, die erste Frau, die in der WWE in den 80er Jahren große Popularität erfuhr, ohne als aktive Wrestlerin in den Ring zu steigen. Am 1. Mai 2003 brach Elizabeth neben Lex Luger beim gemeinsamen Abendbrot zusammen. Er rief sofort den Notarzt, im Krankenhaus konnten die Ärzte nur ihren Tod feststellen. Als Ursache wurde ein tödlicher Mix aus Alkohol und Schmerzmitteln festgestellt.

Chris Benoit: Der gebürtige Kanadier war zu Lebzeiten einer der technisch besten Wrestler der Welt, gewann sogar den Hauptkampf von Wrestlemania 20 (2004, gegen Triple H und Shawn Michaels) im New Yorker Madison Square Garden. Als Benoit am 24. Juli 2007 zur WWE-Veranstaltung „Vengeance: Night of Champions“ (2007) für sein geplantes Match gegen CM Punk nicht auftauchte, sorgten sich die Offiziellen und Wrestlerkollegen um das Wohlergehen von Chris Benoit und alarmierten die Polizei. Diese machte am folgenden Tag im Wohnhaus der Familie eine schreckliche Entdeckung: Chris Benoit, seine Ehefrau Nancy (43) und ihr gemeinsamer Sohn Daniel (7) waren tot.

Brian Pillman: Noch zu Zeiten seiner aktiven Football-Karriere begannen Pillmans Probleme mit Alkohol und Drogen. Am 5. Oktober 1997 hätte Brian Pillman ein Match gegen Dude Love (Mick Foley) bestreiten sollen, doch er erschien nicht zu der Veranstaltung. Die Polizei wurde zu seinem Hotel geschickt und fand den leblosen Körper des Wrestlers. Als Todesursache wurde Herzversagen genannt, verursacht durch Medikamentensucht und eine angeborene Herzschwäche.

Die Tragödie der Familie Von Erich: Die Familie der Von Erichs war real - und von vielen Tragödien gezeichnet. Fünf seiner sechs Söhne wurden selber zu Wrestlern und erlangten einen riesigen Bekanntheitsgrad. Der sechste Sohn (Jack Jr.) kam bereits im Alter von sechs Jahren bei einem Stromunfall ins Leben. Seine anderen Söhne (Kerry, Kevin, David, Mike und Chris) stiegen alle ins Wrestlinggeschäft ein und kämpften in der Liga des Vaters.

Tabelle: Übersicht einiger verstorbener Wrestler

Name Alter Todesursache
Owen Hart 34 Unfall während einer Show
Randy Savage 58 Herzinfarkt
Andre the Giant 46 Herzversagen
Eddie Guerrero 38 Herzinsuffizienz
Brian Pillman 35 Herzversagen (Medikamentensucht)
Yokozuna 34 Lungenödem
Umaga 36 Herzinfarkt
Davey Boy Smith 39 Herzinfarkt (Medikamentenmissbrauch)