Die Unterschiede zwischen Boxen und Kickboxen

In der Welt der Kampfsportarten gibt es eine Vielzahl von Disziplinen, die jeweils ihre eigenen einzigartigen Techniken, Regeln und Vorteile bieten. Unter diesen Disziplinen stehen Kickboxen und Boxen als zwei der beliebtesten Optionen.

Der Boxsport ist als solcher schon sehr alt und die Anfänge liegen um 3000 vor Christus in Ägypten. In den folgenden Jahrhunderten breitete sich dieser Sport zunehmend auf der Welt aus.

Kickboxen entstand in den USA zu Beginn der 1970iger Jahre und ist eine Zusammenstellung von Techniken unterschiedlicher Kampfsportarten wie Karate, Tae-Kwon-Do und Boxen, um Wettkämpfe unter einheitlichen Regeln und mit Schutzausrüstung zur Verletzungsminimierung zu veranstalten.

Während beide Sportarten physische Fitness, Disziplin und Selbstverteidigungsfähigkeiten fördern, gibt es wesentliche Unterschiede, die sie voneinander abgrenzen.

Die wichtigsten Unterschiede

Der Unterschied zwischen Boxen und Kickboxen ist doch nicht nur, dass man bei letzterer Kampfsportart auch kicken darf. Auch die Beinarbeit dürfte unterschiedlich sein.

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Die Unterschiede hingegen liegen vor allem beim Regelwerk, welches genau festlegt welche Körperpartien beim Boxen eingesetzt bzw.

Beim Boxen sind lediglich Schläge mit geschlossenen Fäusten erlaubt; Tritte, Kniestöße und Beißen sind hingegen komplett verboten. Die verwendeten Boxhandschuhe müssen beim Wettkampf den Normen des jeweiligen Dachverbandes entsprechen.

Dadurch das keinerlei Tritte erlaubt sind, braucht es zum Training auch keinen langen Boxsack.

Beim Kickboxen dürfen im Vergleich zum Boxen auch Tritte ausgeführt werden; daher auch der Name Kick (für Treten) und Boxen (für Faustschläge).

Kickboxer tragen spezielle Kickbox Handschuhe, die im Vergleich zu normalen Boxhandschuhen wesentlich flexibler und auch gleichem Gewicht dünner sind.

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Dass man beim Kickboxen auch kicken darf ändert sehr vieles. Die Art wie man im Ring steht. Die Art der Verteidigung.

Wenn ich im Ring beim Kickboxen so breitbeinig da stehe, wie ich es vom Boxen her kenne, dürfte das beim Kickboxen nicht ganz so ideal sein. (Wahrscheinlich kann ich dann nicht so flink kicken und auch nicht so schnell gegnerische Kicks abblocken.) Das ist aber nur mein Gedanke als Boxer.

Muay Thai als Erweiterung

Beim Muay Thai oder auch Thaiboxen genannt ist ein Vollkontaktsportart bei der weitere Schlag- und Tritttechniken erlaubt sind.

Wie auch beim Kickboxing sind die Kickbox Handschuhe deutlich flexibler und am Handrücken dünner gestaltet als beim klassischen Boxen. Darüber hinaus werden oftmals auch Schienbeinschoner, Fußbandagen und ein Bauchschutz getragen.

Muay Thai stammt aus Thailand und ist bekannt als "die Kunst der acht Gliedmaßen". Das bedeutet, dass du mit acht verschiedenen Körperteilen kämpfst: deinen Fäusten, Ellbogen, Knien und Schienbeinen.

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Im Muay Thai ist der Clinch ein sehr wichtiger Bestandteil. Muay Thai ist in der Regel etwas langsamer und taktischer.

Mixed Martial Arts (MMA)

Bei Mixed Martial Arts, abgekürzt MMA, handelt es sich um eine Mischform vieler unterschiedlicher Kampfsportarten.

Wie auch beim Muay Thai ist auch bei Mixed Martial Arts das Clinchen erlaubt und darüber hinaus auch das Werfen und der Bodenkampf.

Im Gegensatz zu den anderen Kampfsportarten sind MMA Handschuhe keine Fäustlinge, sondern sehen wie stark gepolsterte Fahrradhandschuhe aus. Während Handrücken und Handinnenseite stärker gepolstert werden, sind die Finger nicht geschützt.

Zusammenfassend

Insgesamt unterscheiden sich die 4 Kampfsportarten vor allem durch die erlaubten Schlag- bzw. Tritttechniken und die verwendeten Handschuhe.

Beim Training der jeweiligen Sportarten bieten sich primär hochwertige Standboxsäcke, lange hängende Boxsäcke und der Boxdummy als Trainingsobjekte an.

Vergleich von Boxen und Kickboxen

Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Unterschiede zwischen Boxen und Kickboxen zusammen:

Merkmal Boxen Kickboxen
Erlaubte Techniken Schläge mit Fäusten Schläge und Tritte
Ausrüstung Boxhandschuhe Kickboxhandschuhe, ggf. Schienbeinschoner
Beinarbeit Spezifische Beinarbeit für Faustschläge Anpassungsfähige Beinarbeit für Schläge und Tritte
Training Fokus auf Schlagkraft und -technik Ganzkörpertraining mit Fokus auf Schlag- und Tritttechniken

Weitere Aspekte

Es gibt sicherlich Überschneidungen in den "Boxtechniken". Aber man würde wahrscheinlich auch Gemeinsamkeiten in anderen Kampfsportarten finden.

Du kannst beides trainieren und natürlich haben beide Ähnlichkeiten. Beim Boxen boxt man nur mit den Fäusten . Beim Kickboxen auch mit den Füßen .

Grundsätzlich sagt dir jeder kluge Kampfkünstler, dass es keine guten oder schlechten Kampfkünste gibt, sondern nur gute oder schlechte Kämpfer.

Kickboxen vs. Thai-Boxen

Für viele, die gerade erst anfangen, Kampfsport in Bergisch Gladbach oder Köln zu üben, stellt sich die Frage, inwiefern sich Kickboxen von Thai-Boxen unterscheidet. Auf den ersten Blick ist der Unterschied fast unsichtbar.

Der erste grundlegende und wichtige Unterschied ist der Herkunfts- und Geschichten. Kickboxen ist relativ neu aufgetaucht - in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts in Nordamerika, während die Geschichte des Thai-Boxens mehrere tausend Jahre zurückreicht und in Thailand ihren Ursprung hat.

Das Thai-Boxen oder Muay-Thai ist auf natürliche Weise entstanden und gilt als eine der starrsten und effektivsten Kontaktsporte, da es praktisch keine Einschränkungen gibt.

Jede dieser Sportarten hat ihre eigenen spezifischen Stile. Beide Kampfkünste verwenden im Aussehen einen Arbeitsstil mit Armen und Beinen. Die Hauptunterschiede sind jedoch genau dies.

Beim Kickboxen werden hauptsächlich lange und kurze Distanz zum Schlagen genutzt. In Muay Thai können solche Aktionen durch einen engeren Kontakt ergänzt werden - einen Clinch.

Darüber hinaus sind die Unterschiede zwischen Thai-Boxen und Kickboxen auch an Kampftechnik auffällig. Beim Kickboxen sind es nur Hände und Füße. Dann im Thai-Boxen dazu gehören: Ellenbogen, Knie, Unterarm, Unterschenkel.

Die Ähnlichkeiten in Stilen sind in gemeinsamen Kombinationen. Sie basieren auf kombinierten Ansätzen in 2-5 Treffern. Kickboxen kombiniert verschiedene Arten von Kampfkünsten: Karate, Wushu, Taekwondo, Thai und Englisch Boxen.

Boxen vs. MMA

MMA und Boxen sind fantastische Kampfsportarten, je nach deinen Zielen. Obwohl es Vor- und Nachteile hat, beides zu trainieren, führt das MMA-Training oft zu einem vielseitigeren Kämpfer, weil es sowohl Stand-up als auch Bodentraining beinhaltet.

MMA hat einige der besten Kämpfer der Welt hervorgebracht, so wie das Boxen den besten Boxern den Weg geebnet hat.

Die wohl bekannteste Kampfsportart neben dem Ringen ist das Boxen. Dabei schlagen zwei Personen über einen bestimmten Zeitraum aufeinander ein. Sie tragen Schutzausrüstungen wie Mundschutz, Bandagen und Boxhandschuhe. Der Boxsport hat berühmte Boxer und denkwürdige Wettkämpfe hervorgebracht.

Die Popularität von Mixed Martial Arts, auch bekannt als MMA, nimmt zu. Aber die meisten Menschen wissen nicht, dass es nicht nur eine weitere Trainingsmethode ist. Es ist ein Vollkontakt-Kampfsport, der Schläge, Griffe und Bodenkämpfe beinhaltet. In der Welt des Kampfsports gibt es einen besonderen Platz für Mixed Martial Arts.

Der Grund dafür ist, dass es darauf abzielt, Bewegungen aus verschiedenen Kampfsportarten, Taekwondo, Kickboxen, Brazilian Jiu-Jitsu, Ringen, Luta Livre und Boxen zu vereinen. Natürlich sind nicht alle Kampfsportarten bei einem MMA Kampf im Ring von Vorteil.

Da die meisten Kämpfe im Stand beginnen, ist es auch für die Selbstverteidigung sehr nützlich. Der Boxsport wurde im Laufe der Geschichte immer weiter erforscht und hat sich sogar so weit entwickelt, dass MMA-Kämpfer wie Conor McGregor sich auf die Boxtechniken konzentrieren.

Vorteile des Boxens im Vergleich zu MMA

  • Bessere Verteidigung beim Boxen: Im Vergleich zu MMA-Kämpfern können Boxer viel besser ausweichen, blocken, parieren und mit den Schlägen rollen. Die Boxer verfügen daher über eine viel bessere Schlagtechnik. Außerdem ist eine bessere Technik gleichbedeutend mit mehr Kraft.
  • Bessere Handgeschwindigkeit: Die Muskeln von Boxern sind viel mehr an die Schläge gewöhnt; daher sind ihre Schläge viel schneller.
  • Bessere Beinarbeit: Die beste Beinarbeit aller Kampfsportarten findet man beim Boxen.
  • Besserer Jab: Der Jab ist der wichtigste Schlag im Boxen. Wenn ein Boxer gegen einen MMA-Kämpfer antritt, wird das seine Hauptwaffe sein.

Nachteile des Boxens im Vergleich zu MMA

  • Leg Kicks: Weil die Boxhaltung leicht seitlich ist, ist es schwierig für den Boxer, die Beinkicks zu kontern. Bei einem MMA-Kampf werden seine Beine durch die Kicks getroffen.
  • Takedowns und Submissions: Für einen MMA-Kämpfer ist der Takwdown die beste Waffe gegen einen Boxer.

Welche Kampfsportart ist die richtige für dich?

Wenn du keine Erfahrung mit Kampfsportarten hast, ist Boxen vielleicht der bessere Einstieg für dich. Es hat nur eine stehende Haltung und hält sich an strengere Richtlinien.

Für neue Wettkämpferinnen und Wettkämpfer ist das einfach, weil sie sich leicht daran gewöhnen können. Sie müssen jedoch Körper, Kraft, Geschwindigkeit und Griffkontrolle entwickeln. Das Wichtigste ist, sich seiner Grenzen bewusst zu sein. So kannst du dich auf die Boxbewegungen konzentrieren, die dir helfen, dich in einem Kampf durchzusetzen.

Es ist besser, viele verschiedene Bewegungen und Methoden zu lernen. Du kannst davon profitieren, MMA dem Boxen vorzuziehen, wenn du bereits Erfahrung in mehr als einer Kampfsportart hast.

MMA lehrt dich, deine Schwächen zu erkennen und gibt dir Hinweise, wie du sie verbessern kannst, damit du dich zu einem vielseitigen Kämpfer entwickeln kannst. Dadurch wirst du zu einem stärkeren Kämpfer.

Du kannst selbst entscheiden, welche Art von Kämpfer du sein möchtest. MMA ist zum Beispiel die richtige Sportart für dich, wenn du dich zu einem vielseitigen Kämpfer entwickeln willst; ansonsten ist Boxen die bessere Wahl.

Es kommt darauf an, wie geschickt du als Kämpferin oder Kämpfer bist und wie du deine Fähigkeiten einsetzt, um effizienter zu sein, wer sich in einem Kampf durchsetzen würde. Ein Kampfstil verbessert sich durch Wiederholung und Übung.

Fang an, MMA zu lernen, wenn du Selbstverteidigung üben willst. Im Vergleich zum Boxen bietet es eine wesentlich größere Auswahl an Waffen. Aber achte auf dein Boxen, auch wenn du MMA trainierst.