Burg-Wächter Karat MT 26 Test: Ein umfassender Einblick in Sicherheit und Einbruchschutz

Viele Bürger wollen angesichts der hohen Zahl von Einbrüchen ihr Hab und Gut schützen. Viele Hausbesitzer installieren zur Abschreckung eine Überwachungskamera. Wer Wertvolles zu Hause aufbewahren will, kann sich die 70 Euro sparen, die der Stahlsafe kostet. Nur sparen sie oft an der falschen Stelle.

Billigtresore zu knacken, ist für Einbrecher ein Kinderspiel. Das beweist auch der Test. Wir haben zehn kleine Heim- und Möbeltresore für rund 70 bis 400 Euro geprüft, in denen meist zwei A4-Ordner liegend Platz haben. Das Testfeld teilt sich in zwei Gruppen: Tresore mit und ohne Sicherheitsstufe. Sechs Tresore tragen das Label S 2 nach der europäischen Norm DIN EN 14450. Im Test schneiden von den sechs Modellen mit diesem Sicherheitsprüfzeichen immerhin vier gut ab, einer befriedigend.

Die Bedeutung des Gewichts und der Konstruktion

Schon ein Blick auf das Gewicht zeigt den Unterschied in der Konstruktion. Während die aufbruchsicheren Tresore 27 bis 56 Kilogramm wiegen, bringt der Pearl nur knapp 9 Kilogramm auf die Waage. Die widerstandsfähigeren Modelle haben einen zweischaligen Wandaufbau und stabile Türen.

Schlüssel oder Zahlencode: Eine Frage der Vorliebe

Jeder zweite getestete Tresor ist mit einem Doppelbartschlüssel zu verschließen, die anderen haben elektronische Schlösser, die mit einem Zahlencode zu öffnen sind. Die dafür notwendige Energie liefern Batterien. Sie können meist von außen gewechselt werden. Der programmierte Öffnungscode bleibt auch bei Ausfall der Batterie erhalten. Ob Tresor mit Schlüssel oder Zahlencode ist letztlich eine Sache der Vorliebe.

Allerdings haben Schlüsseltresore den Nachteil, dass sie Einbrecher dazu animieren, nach dem Schlüssel zu suchen. Das hat häufig Verwüstungen in der Wohnung zur Folge.

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Die Befestigung der Tresore

Um zu prüfen, ob und wie schnell die Tresore entwendet werden können, haben wir sie zunächst an einer Betonwand beziehungsweise am Betonboden befestigt. Wir verwendeten das mitgelieferte Befestigungsmaterial und gingen nach den Montageanleitungen vor. Das war aber nicht immer möglich.

So fanden wir etwa bei den bauähnlichen Tresoren Format und Bauhaus weder Befestigungsmaterial noch eine Montage- oder Gebrauchsanleitung. Atlas liefert zwei Wandanker mit, aber keinerlei Montageanleitung. Kopfzerbrechen bereitete uns der Hartmann-Tresor. Der Anbieter spart sich nicht nur das Befestigungsmaterial, sondern irritiert den Käufer auch noch in der Anleitung mit verwirrenden Angaben zur Festigkeit der empfohlenen Dübel. Und wie lang die dazu passenden Schrauben sein müssen, sagt er auch nicht.

Wie widerstandsfähig sind die Tresore?

Ausgerüstet mit zwei Schraubendrehern, einem Schlosserhammer, zwei Flachmeißeln und einer Brechstange versuchte nach der Montage ein Tester, den Tresor so schnell wie möglich von der Wand beziehungsweise vom Boden zu trennen. Am schnellsten ging das beim Pearl-Stahlsafe und beim Hellweg. Die Tresore von Bauhaus und Format legten weder Montagematerial noch -anleitung bei.

Wesentlich besser befestigt sind die Modelle von Atlas, Burg-Wächter, Rheinland und Rottner. Sie lösten sich erst nach acht bis zehn Minuten dauernden schweißtreibenden Angriffen aus der Verankerung.

Können Diebe den Tresor nicht aus der Verankerung reißen, wollen sie ihn vielleicht an Ort und Stelle aufbrechen. Bei zwei getesteten Safes könnte selbst das schwierig werden. Die „zerstörende Angriffsprüfung“ ging in drei zeitlich begrenzten Schritten voran. Von Schritt zu Schritt stand den Testaufbrechern mehr und stärkeres Werkzeug zur Verfügung, bis hin zum Winkelschleifer. Im Gegensatz zur Prüfung nach Norm EN 14450 haben wir die drei Angriffsversuche nicht mit jeweils einem neuen Tresor vorgenommen, sondern mit demselben.

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Leicht zu knackende Tresore

Den Hellweg-Tresor kann man schnell aufhebeln. Die Türbolzen hängen an einem dünnen Blech. Allerdings braucht man das stärkere Werkzeug nicht immer. Der Tester konnte die Tresore von Hellweg und Pearl gleich im ersten Anlauf in weniger als zwei Minuten öffnen. Dabei zeigte sich: Die Anbieter bluffen mitunter. So beeindrucken zum Beispiel die zwei dicken Bolzen, mit denen der Hellweg-Tresor verschlossen wird. Manche Billigtresore bekommt man oft sogar ohne Werkzeug ruckzuck auf: einfach draufschlagen und dabei den Drehgriff betätigen.

Wer Dokumente im Tresor aufbewahrt, möchte sie auch vor einem möglichen Brand schützen. Von den getesteten Tresoren bietet nur Burg-Wächter eine Feuerwiderstandsklasse: LFS 30 P.

Drei Tresore werden ohne Gebrauchsanleitung geliefert: Phoenix, Bauhaus und Format. Da es sich um Schlüsseltresore handelt, kann der Nutzer den Safe auch ohne Anleitung bedienen. Die Tür des Phoenix-Tresors schleift. Testsieger Burg-Wächter hat ein paar Schwächen in der Handhabung. Die Batterien lassen sich bei diesem Modell etwas umständlich austauschen. Besser haben es die Konstrukteure des Atlas-Tresors gelöst. Zum Öffnen gibt der Nutzer den sechsstelligen Code ein und dreht das Tastenfeld nach rechts.

Der Fall Pearl-Tresor

Nach Erfahrungen der Berliner Polizei nehmen Wohnungseinbrecher die meisten Tresore mit. Deutlich weniger Safes versuchen sie vor Ort zu knacken. Nicht mal eine Minute hielt die Wandbefestigung dieses Tresors im Test. Er ließ sich auch fix öffnen. Nach knapp anderthalb Minuten hatte der Tester das Schatzkästlein geknackt. Nicht mal eine Minute hielt die Wandbefestigung des Pearl-Tresors im Test. Nach einer kurzen Anstrengung mit Hammer und Meißel hätten Diebe den Tresor einfach wegtragen können. Darauf sehen sie es oft ab. Der Pearl ließ sich auch fix öffnen. Nach knapp anderthalb Minuten hatte der Tester das Schatzkästlein geknackt.

Weitere Tests und Tipps zum Einbruchschutz

Alarm­anlagen, Tür- und Fens­tersicherungen, Schließ­zylinder, Über­wachungs­kameras - die Stiftung Warentest hat viele weitere Tests und Infos rund ums Thema Einbruch­schutz für Sie zusammen­gestellt.

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Viele Menschen rüsten ihr Heim auf - mit Tür- und Fens­tersicherungen, Alarm­anlagen, Über­wachungs­kameras. Die Einbruchs­zahlen sind wieder gestiegen. Wer sein Haus einbruchsicher macht, kann eine staatliche Förderung nutzen. Zwar ist das Zuschuss­programm derzeit ausgeschöpft.

Empfehlungen und Alternativen

Der Möbeltresor PointSafe P 2 E FS von Burg-Wächter überzeugt mit seiner fortschrittlichen Kombination aus Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit. Mit einem elektronischen Zahlenschloss und einem Fingerabdrucksensor ermöglicht er einen schnellen und sicheren Zugriff auf Ihre Wertsachen. Das doppelwandige Türdesign und der einwandige Korpus bieten einen soliden Basis-Wertschutz, während die Wand- und Bodenbefestigung zusätzliche Sicherheit bieten. Die motorbetriebene Verriegelung und automatische Türöffnung erleichtern den Zugriff. Mit einem kompakten Design und einem Volumen von 20,5 Litern ist er ideal für den Heimgebrauch oder kleinere Büros geeignet. Bei der Batterieabhängigkeit des Schlosses besteht das Potenzial für Zugriffsprobleme bei leerer Batterie. Dennoch ist dieser Tresor eine zuverlässige, benutzerfreundliche und kompakte Wahl für all jene, die moderne Sicherheitstechnologie mit traditioneller Robustheit suchen.

Der Wandtresor von Brug Wächter ist ein sicherer und stabiler Tresor, der in die Wand eingebaut werden kann. Durch den Zahlencode ist er optimal gesichert und erfüllt die europäische Norm EN 1143-1 der Sicherheitsklasse B. Mit einem Gewicht von 18,0 kg und einem Volumen von 10,7-17,4 Litern bietet er genügend Platz für Wertgegenstände. Der Wandtresor ist eine ideale Wahl für die sichere Aufbewahrung von Bargeld, Schmuck und wichtigen Dokumenten.

Der Wandtresor Ideal-10 281380 von Arregui überzeugt in unserer Vergleichsanalyse mit einer extra robusten, 10 mm starken Stahlfront und einer dreiseitigen Fünfbolzen-Verriegelung mit Sägeschutz. Mit seinem entnehmbaren Regal und einer kompakten Größe von 52 x 36 x 22 cm ist er besonders praktisch für private Haushalte.

Der Safe-Tresor von Mejasg gefällt uns durch eine robuste 25-Liter-Konstruktion. Die feuerfeste Bauweise und die wasserdichte Geldtasche gewährleisten hohen Schutz unter extremen Bedingungen. Das herausnehmbare Regal bietet flexible Lagerungsmöglichkeiten, während die Alarmfunktion bei falscher Codeeingabe für zusätzliche Sicherheit sorgt. Nutzer sollten jedoch die begrenzte Kapazität für größere Wertsachen beachten. Dieses Produkt empfehlen wir für den Heimanwender.

Der Kesser elektrische Tresor XXL zeichnet sich durch seine ausgezeichnete Sicherheitsbewertung aus, dank des eingebauten Doppelbartschlosses und der mitgelieferten Ersatzschlüssel. Besonders hervorzuheben ist die robuste Verriegelungsmechanik sowie die Konstruktion mit einer doppelwandigen Tür und einem einwandigen Korpus. Diese Merkmale machen den Tresor ideal für Nutzer, die eine sichere Aufbewahrungsmöglichkeit für eine größere Menge an Wertgegenständen benötigen.

Tresor Sicherheitsmerkmale Besonderheiten
Burg-Wächter PointSafe P 2 E FS Elektronisches Zahlenschloss, Fingerabdrucksensor, doppelwandige Tür Motorbetriebene Verriegelung, automatische Türöffnung
Brug Wächter Wandtresor Zahlencode, EN 1143-1 Sicherheitsklasse B Einbau in die Wand
Arregui Ideal-10 281380 10 mm Stahlfront, dreiseitige Fünfbolzen-Verriegelung Entnehmbares Regal
Mejasg Safe-Tresor Feuerfest, wasserdichte Geldtasche, Alarmfunktion Herausnehmbares Regal
Kesser Elektrischer Tresor XXL Doppelbartschloss, Ersatzschlüssel, doppelwandige Tür Robuste Verriegelungsmechanik