Kyokushin-Karate, eine der bekanntesten und reflektiertesten Kampfkünste, bietet nicht nur physische Vorteile, sondern auch zahlreiche psychologische und soziale Vorteile. Egal, ob Sie 20 oder 60 Jahre alt sind, es ist nie zu spät, mit Kyokushin-Karate zu beginnen. In Asien verbindet man mit dem Alter wertvolle Lebenserfahrung und Weisheit. Und Karate als Kampfkunst ist eine Kunst für das Alter.
Warum Karate im Alter von 40 Jahren beginnen?
Karate gehört zu den besten Trainingsmöglichkeiten für Körper und Geist und das in jeder Altersstufe. Das regelmäßige Ganzkörpertraining verbessert die Herz- Kreislauf-Funktion, die Reaktionszeit, das Körpergefühl, aber auch die emotionale Befindlichkeit. Karate lässt sich als Kampfsport, nur einen kurzen Lebensabschnitt lang betreiben.
Körperliche und gesundheitliche Vorteile
Kyokushin-Karate ist nicht nur eine Kunst der Selbstverteidigung, sondern auch eine intensive körperliche Aktivität. Neben der körperlichen Fitness bietet Kyokushin-Karate auch gesundheitliche Vorteile. Mit Karate hält sich der Trainierende 40 plus also jung, fit und beweglich und er fördert seine Gesundheit. Anfänger und Wiedereinsteiger sollten sich vor der ersten Trainingseinheit kurz vom Arzt durchchecken lassen.
- Verbesserung der Herz-Kreislauf-Funktion
- Steigerung der Reaktionszeit
- Verbesserung des Körpergefühls
- Förderung der emotionalen Befindlichkeit
Mentale und soziale Vorteile
Durch die Konzentration auf Techniken und Bewegungen bietet Kyokushin-Karate eine Pause vom hektischen Alltag. Mit jeder gemeisterten Technik und jedem erreichten Ziel wächst Ihr Selbstbewusstsein. In der Ü-40-Gruppe trifft man auf offene und freundliche Menschen. Hier findet man keine Schlägertypen und wird auch zu keinem ausgebildet.
- Stressabbau
- Steigerung des Selbstbewusstseins
- Teil einer Gemeinschaft von Gleichgesinnten
Selbstverteidigung
In einer Welt, in der Sicherheit immer mehr zu einer Priorität wird, bietet Kyokushin Karate effektive Techniken zur Selbstverteidigung.
Lesen Sie auch: Mehr über Karate
Bedenken und Widerlegungen
"Kampfsport ist nur was für junge Menschen!" Diese Aussage ist völliger Quatsch. Denn das Alter spielt bei Sport nie eine Rolle.
Herausforderungen und wie man sie überwindet
Dagegen spricht, dass die Lernfortschritte kleiner sein werden als früher, denke mal du hast mehr Verpflichtungen und dadurch weniger Zeit das Hobby auf nem gewissen Level auszuüben. Deine Regenerationszeit ist schlechter als vor 20 Jahren und du wirst am an Anfang echt rein hauen müssen m den Wissensstand auf zu holen. Verletzungen heilen deutlich langsamer als vor 20 Jahren. Auch wenn Du schon einige Erfahrung hast wird es schwerer werden alte Bewegungsmuster über zu programmieren. Dein Umfeld (Freunde, Arbeitgeber,...) erwarten von Dir als 40-jährigen eine deutlich höhere Reife als von einem 20-jährigen.
Anpassung des Trainings
Wie bei den meisten Kampfkünsten erfordert auch Kyokushin-Karate Disziplin und Engagement. Das Karatetraining Ü-40 mit Helmut Kossen steigert sich in kleinen Schritten und stets individuell. Obwohl in einer Trainingseinheit Karateka unterschiedlicher Leistungsstufen miteinander trainieren, ist durch gegenseitige Rücksichtnahme, die zur Pflicht gehört, die stufenweise Heranführung an das Thema Karate inhaltlich, sportlich und technisch auch für Anfänger problemlos möglich.
Erfahrungen und Erfolge
Die Ü-40 Gruppe ist 2012 gegründet worden. Fast alle TeilnehmerInnen der damaligen Startgruppe haben 2019 die Prüfung zum 1. Dan (Schwarzgurt) bestanden. Die Zeit für die Vorbereitung betrug ca. ein Jahr. Die Prüfer waren H. Kossen und Dr. M. Man benötigt für Karate keine besonders großen Kräfte und als Anfänger oder Wiedereinsteiger kann man die Anforderungen an den Körper mit Hilfe des Trainers individuell steuern.
Wie man anfängt
Wenn du mit Kampfsport anfangen möchtest, dann solltest du jedoch die Bereitschaft mitbringen, fitter werden zu wollen. Und auch die Bereitschaft, dafür reichlich Schweiß aufzubringen. Expertentipp: Es ist zu empfehlen, dass du selbst lieber eine kurze Pause einlegst, wenn du nicht mehr kannst, anstatt über dein körperliches Limit zu gehen. Menschen, die z.B. Es kommt natürlich auf die Kampfsportart an.
Lesen Sie auch: Rapserdflöhe bekämpfen mit Karate Zeon
Tipps für Anfänger
- Wenn du im Verein oder in einer Kampfsportschule trainieren möchtest, ist es sinnvoll, sich vorher dort bei einem Verantwortlichen anzumelden und mit diesem ein Vorgespräch über deine Ziele zu führen.
- Anschließend kannst du dir dann überlegen, ob die Kampfsportart für dich die Richtige ist oder ob du evtl.
Die richtige Kampfsportart wählen
Neben den Kampfsportarten gibt es auch die Kampfkünste wie z.B. Aikido oder Tai Chi. Kampfsportarten haben unterschiedliche Schwerpunkte. Z.B. Deshalb ist es am besten, mal in dich zu gehen und zu zu schauen, was du meinst, was dir wohl am ehesten liegt.
Ausrüstung und Kosten
Wenn du mit Kampfsport beginnst, benötigst du für die Probetrainings zunächst kein Equipment. Es gibt Kampfsportarten mit „GI“, dem sog. Anzug. Beim Boxen musst du dir hingegen Boxhandschuhe kaufen. Welches Equipment du genau benötigst, kann dir dann dein Trainer vor Ort genau sagen.
Selbstvertrauen und mentale Stärke
Durch Kampfsport bekommst du enormes Selbstvertrauen. Warum? Du erfährst, welche Fähigkeiten in dir stecken und fängst an, an dich zu glauben. Dadurch steigert sich dann dein Selbstvertrauen. Du weißt, was in dir steckt! Automatisch wird sich dies dann auch auf andere Lebensbereiche übertragen und du wirst anfangen, dir dann plötzlich mehr zuzutrauen. Was auch positiv ist: Du lernst, dich richtig einzuschätzen und gewinnst dadurch ein gesundes Selbstvertrauen. Somit hast du gute Chancen, dich reell einzuschätzen und läufst nicht Gefahr, dich zu überschätzen.
Umgang mit Ängsten
Oftmals sind Menschen von Ängsten geplagt. Menschen, die Kampfsport wettkampfmäßig betreiben, kommen oft an den Punkt, dass sie ihre Angst überwinden müssen, gegen z.B. stärkere Gegner anzutreten. All dies wird aber sehr oft mit Unsicherheit verwechselt. Unsicherheiten sind mentaler Natur. Deshalb spielt mentale Stärke beim Wettkampfsport eine sehr große Rolle. Ein guter Trainer kann dich in diesem Bereich enorm nach vorne bringen. Erfahrene Wettkämpfer haben eine enorme mentale Stärke.
Die Bedeutung der Trainingsgemeinschaft
Die Trainingsgemeinschaft in den Kampfsportschulen ist im Normalfall sehr gut. Die Schläge, Tritte und Hebel werden kontrolliert angewendet, jeder hilft jedem und die Stärkeren trainieren mit den Schwächeren. Das respektvolle harte Körpertraining schweißt zudem auch ziemlich zusammen, denn man schenkt sich gegenseitig großes Vertrauen. Nicht zu verachten ist das große Netzwerk, das sich beim Kampfsporttraining bildet.
Lesen Sie auch: Die Lehre im Karate Dojo
Der Fall von Doreen Brumme
“Es ist nie zu spät für Karate.” Doreen Brumme, #motherof4, Karateanfängerin mit fast 47 Und dann meldete sich ein Kindheitstraum aus den Tiefen der Vergangenheit. KARATE. Das wollte ich als Kind schon lernen. Doch in der Kleinstadt, in der ich aufwuchs, gab’s dazu keine Gelegenheit.
Ihre Erfahrungen
Mein Schritt, mich als Frau, als #motherof4 und karatetechnisch vollkommen unwissend mit fast 47 auf die Matte im Dojo zu bewegen, fiel mir nicht leicht. Ich folgte zwar einem starken Drang, resultierend aus jahrzehntelang mehr oder weniger gehegtem Traum und einem festen Willen, etwas für mich zu tun, was Kopf, Körper und Seele nährt, hatte aber auch jede Menge Hemmungen.Die waren sogar so krass, dass ich beim ersten Mal vor der Turnhalle umdrehte und unverrichteter Dinge wieder nach Hause ging. Ich bekam den Gelbgurt (8. Kyu), meinen ersten Farbgurt. Ein halbes Jahr später machte ich die Prüfung zum Orangegurt (7. Kyu) und im Dezember 2019 zum Grüngurt (6. Kyu). Ich bin so stolz auf mich und grinse beim Schreiben dessen hier gerade von Ohr zu Ohr.
Ihre Erkenntnisse
Meine 10 wichtigsten Erkenntnisse aus diesem me-time-Karate-Prozess: Es ist nie zu spät, Träume zu verwirklichen. Es ist nie zu spät für Karate. Auch mit fast 47 kannst du als #motherof4 mit Karate anfangen und so deinen Körper und Geist verändern. Ich kann Liegestütze, Bauchaufzüge und choreografierte Bewegunsabläufe besser als früher. Ich kann kämpfen. Ich kann abwehren, fallen, aufstehen und angreifen. Ich bin nicht wehrlos. Regelmäßiger Sport bringt mir eine bessere Haltung und hält mich in wackeligen Zeiten aufrecht. Ich kann kampfschreien. Ich habe Spaß am Karate - ich habe meinen Sport gefunden. Hajime! Karate! Eure Doreen
Karate als lebenslanger Lernprozess
Karate ist so vielseitig und man lernt nie aus. Eine Technik kann unterschiedlich interpretiert werden. Und diese verschiedenen Bedeutungen möchte ich erforschen, lernen und ausprobieren. Dieses Wissen kann ich dann an meine Schüler weitergeben. Die Fortschritte meiner Schüler motivieren mich. Zu sehen wie sie sich über die Jahre entwickeln und meine Techniken übernehmen macht mich sehr stolz und glücklich.
Auch meine Techniken sind etwas langsamer geworden. Aber die langjährige Erfahrung bedeutet, dass ich Techniken schneller verstehe und umsetzen kann. Meine Atemtechnik ist viel feiner und präziser geworden, und ich habe ein gutes Auge für Techniken und Bewegungen entwickelt. Es gibt mittlerweile in vielen Dojos spezielle Einheiten und Lehrgänge für ältere Karateka, also für uns Jukuren.
Zusammenfassung der Vorteile
Abschließend kann gesagt werden, dass Kyokushin Karate im Fusion Dojo weit mehr bietet als nur Tritte und Schläge. Es ist eine Reise der Selbstentdeckung, des Lernens und des Wachstums.
