Eine Kampfsportarten Übersicht ist heutzutage kaum noch möglich, da Stile aus der ganzen Welt im Angebot sind. Die für mich passende Kampfsportart ist in diesem Überangebot schwer zu finden. Die einfachste Ordnung ist immer noch die, nach dem Alphabet. Da passt jeder Stil in die Liste.
Heutzutage wird aber ein viel breiteres Spektrum an Kampfsportarten oder Kampfstilen angeboten. Alle haben ihre eigenen Vorteile und verschiedene Ausrichtungen. Sei es nun eine Spezialisierung auf Kampfsport Selbstverteidigung, der Fokus auf sportliche Herausforderung oder das Ziel der geistigen Ausgeglichenheit.
Mit unserer Kampfsportarten Liste hast du einen schnellen Überblick über nahezu alle bekannten Kampfkünste weltweit. Mittlerweile haben wir schon 200 Kampfstile aufgelistet. Kampfsportarten bieten eine Vielzahl von Möglichkeiten, sich physisch und mental herauszufordern. Von Selbstverteidigung bis zur Verbesserung von Ausdauer und Koordination bieten sie eine ganzheitliche Erfahrung für Interessierte. Von traditionellen Stilen bis hin zu modernen Disziplinen gibt es für jeden etwas Passendes. Entdecke die aufregende Welt der Kampfsportarten!
Im Folgenden finden Sie eine Liste mit Kampfsportarten. Im Prinzip kann jede/r jeden Kampfsport ausüben, egal welches Alter oder körperlichen Voraussetzungen ihr habt.
Um einen Überblick über alle Kampfsportarten und Kampfkünste (Material art) zu erhalten, hilft eine übersichtliche Liste von Kampfsportarten und den verschiedenen Kampfkünsten in alphabetischer Reihenfolge. Es sei aber dazu gesagt, dass diese Kampfsport-Liste bzw. Kampfkunst-Liste nicht vollständig ist, da es zu vielen Kampfsportarten und Kampfkünsten diverse Kampfstile gibt. Hinzu kommen zahlreiche verschiedene Kampfstile der jeweiligen Kampfkunst, welche in dieser Liste der Kampfsportarten und Kampfkünste jedoch nicht einzelne aufgeführt sind.
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Ein häufiger Grund, eine Kampfsportart zu erlernen, ist es, die eigenen Fähigkeiten zur Selbstverteidigung zu verbessern. Mit welchem Training kann ich am besten Fähigkeiten erwerben, mit einem Angreifer fertig zu werden?
Die meisten Menschen lernen einen Kampfsport, weil sie etwas für ihre Gesundheit tun wollen. Kampfsportarten trainieren Körper und Geist vielseitig. Jeder Stil hat dabei seine eigenen Methoden und Ziele.
Östliche und westliche KampfsportartenMit Kampfkunst (engl.: martial art; martial heißt „kriegerisch“ und art „Kunst“) sind in der Regel Selbstverteidigungstechniken aus östlichen Kulturen gemeint, etwa chinesische Kampfkünste wie Kung-Fu, japanische wie Aikido oder das koreanische Taekwondo.[1] Kampfsportarten mit einer langen Tradition in Europa sind Ringen, Boxen und Fechten. Zum Fechten gehört eine Waffe, weshalb diese Kampfsportart eine Sonderrolle einnimmt. Es gibt auch asiatische Kampfsportarten, die mit Waffen betrieben werden, etwa das japanische Kendo, eine Art Schwertkampf.
Kampfsport, Kampfkunst, Selbstverteidigung: Was ist der Unterschied?
Kampfsport wird häufig als Oberbegriff für verschiedene Kampfstile verwendet. Beim Kampfsport geht es vor allem um eines: den sportlichen Wettkampf. Die bekannteste Kampfsportart ist das Boxen. MMA ist keine eigene Sportart - vielmehr kombiniert sie mehrere Kampfsportarten miteinander. Beim MMA sind neben Boxschlägen unter anderem auch Tritte, Schläge mit Ellenbogen oder Bodenkampf erlaubt. Weitere beliebte Kampfsportarten sind Judo oder Ringen.
Wer Kampfkunst betreibt, der beschränkt sich nicht auf den sportlichen Bereich, sondern verfolgt einen ganzheitlichen Aspekt. Kampfkünste folgen häufig einer langen Tradition, die oft im fernen Osten ihren Ursprung haben. Dazu zählen zum Beispiel Kung-Fu, Aikido oder Karate. Bei Kampfkunst liegt der Fokus nicht auf dem sportlichen Wettkampf, sondern auch auf der Entwicklung der eigenen Persönlichkeit.
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Bei Selbstverteidigung kommt es nicht auf den sportlichen Wettkampf an. Außerdem spielen Tradition und Disziplin keine Rolle. Denn: Bei Selbstverteidigung kommt es einzig darauf an, sich im Ernstfall gegen einen oder mehrere Angreifer zu schützen. Eine Fragestellung bei Selbstverteidigung ist häufig: Was tue ich, wenn mich jemand auf der Straße angreift? Die Antwort darauf ist in vielen Fällen eine einfache, aber hart und schnell ausgeführte Technik.
Technische Unterschiede bei Kampfsportarten
Jeder Kampfsport hat eigene Techniken und Schwerpunkte. Beim Ringen besteht ein enger Körperkontakt und beim Boxen werden Schläge primär aus der Distanz abgegeben. Bei einigen Kampfsportarten sind Tritte verboten, bei anderen geben sie gerade den Ausschlag. Manche Kampfsportarten lassen sich den Stilen „weich“ und „hart“ zuordnen. Weich bedeutet, die Energie von gegnerischen Angriffen aufzufangen und umzuleiten. Eigene Attacken werden nicht in voller Härte ausgeführt (zum Beispiel beim Aikido). Harte Kampfsportarten zielen ursprünglich darauf ab, das Gegenüber zu verletzen. Zu dieser Art Kampfsport gehört zum Beispiel Taekwondo.
Kampfsportarten Liste (A-Z)
Die Kampfsportarten Liste ist sortiert nach dem ABC, soweit dies sinnvoll möglich ist. Die Kampfsportarten mit Links verweisen alle auf einen Text auf dieser Homepage.
- Aikido: Ist eine japanische Kampfkunst aus dem frühen 20. Jahrhundert. Die Kampfsportart Aikido ist defensiv: Hauptziel ist, die Bewegunsgenergie, die in einem Angriff steckt, abzuleiten und es dem Gegner oder der Gegnerin zu erschweren, den Angriff fortzuführen. Dazu gibt es spezielle Wurf- und Haltetechniken. Auf einen Gegenangriff wird verzichtet. Die Grundidee beim Aikido ist nicht, die angreifende Person zu bezwingen, sondern sie zur Aufgabe zu bewegen. Beim Aikido gibt es weder Alters- oder Gewichtsklassen noch eine Aufteilung nach Geschlechtern. Alle trainieren miteinander.
- Amarok: Ist ein sehr junger Kampfsport aus der Türkei, dessen Übungen zusammengestellt wurden aus den Kampftechniken der Turkvölker.
- Anti Terror Combat: Die Organisation „Anti Terror Combat“ wurde 2012 in England gegründet. Zweck ist die Verbreitung und Entwicklung von Kampfmethoden, die zur Selbstverteidigung gedacht sind.
- Arnis: Ein besonderer Kampfsport von den Philippinen. Zuerst wird der Kampf mit Waffen gelernt, dann erst mit der Hand.
- Boxen: Gilt neben Ringen als die älteste Kampfsportart der Welt: Schon auf über 5000 Jahre alten Höhlenzeichnungen sind Boxer und Ringer abgebildet. Beim modernen Boxen versuchen die Sportler und Sportlerinnen Schläge auf den gegnerischen Kopf oder den Oberkörper zu landen, um Punkte zu erzielen oder einen Kampf durch K. O. zu gewinnen. Schläge auf den Kopf oder andere empfindliche Körperteile sind auch mit angemessener Schutzbekleidung gefährlich. Aus diesem Grund gibt es in Deutschland das Leichtkontaktboxen. Hier sind harte Schläge verboten, um Verletzungen zu vermeiden. Es gibt keinen K. O.: Über Sieg und Niederlage wird ausschließlich nach Punkten entschieden.
- Capoeira: Die afro-brasilianische Kampfkunst Capoeira vereint Kampf, Musik und Tanz. Capoeira entstand im 17. Jahrhundert unter den Sklaven auf den Plantagen Brasiliens als eine Art Kampftanz. Im 20. Jahrhundert kamen Einflüsse anderer Kampfsportarten hinzu. Bei Capoeira kämpft man nicht gegen sein Gegenüber, sondern spielt mit ihm. Zwei Personen inszenieren in fließenden Bewegungen einen Kampf. Es gibt eine Vielzahl von Bewegungen und Bewegungskombinationen, darunter Kopfstöße, Würfe und Fußfeger, wobei Angriffe im letzten Moment gestoppt werden oder der Gegner oder die Gegnerin ausweicht. Den Bewegungsabläufen liegen unterschiedliche erlernbare Regeln zugrunde. Es gibt Capoeira-Meisterschaften, aber nicht alle betrachten Capoeira als Wettkampfsport, da der Wettkampfgedanke nicht zum kulturellen Hintergrund der Capoeira passe.
- Escrima: Ein Kampfsport von den Philippinen.
- Fu Lung Pai: Ist ein chinesischer Kung Fu Stil in der Shaolin Tradition. Die Wurzeln dieses Kampfsportes liegen im Tigerstil und Drachenstil.
- Gatka: Ist der Kampfsport der indischen Sikhs.
- Hapkido: Ein koreanischer Kampfsport.
- Jiu Jitsu: Die Kampfsportart Jiu Jitsu geht auf die japanischen Samurai zurück. Die Grundidee ist „Siegen durch Nachgeben“. Deshalb ist die erste Verteidigungsmaßnahme beim Jiu Jitsu schnelles und geschicktes Ausweichen, um dann die Kraft eines Angriffs gegen die angreifende Person selbst zu verwenden. Dazu stehen verschiedene Wurf-, Griff-, Hebel- und Schlagtechniken zur Verfügung. Je nach Art des gegnerischen Angriffs gehören zur Selbstverteidigung beim Jiu Jitsu auch Tritte und Würgen. Es gibt verschiedene Schulen des Jiu Jitsu, in denen jeweils unterschiedliche Techniken bevorzugt werden.
- Judo: Der Jiu-Jitsu-Lehrer Jigoro Kano entwickelte Judo (deutsch: der „sanfte Weg“) Ende des 19. Jahrhunderts aus dem Jiu Jitsu. Kano setzte den Schwerpunkt beim Judo auf Griffe, Hebel und Würfe - gefährliche Kampftechniken wie Schläge und Tritte strich er zugunsten von Fallübungen aus dem Training. Bei einem Judo-Wettkampf ist das Ziel, den Gegner oder die Gegnerin zu Boden zu bringen und dort für eine bestimmte Zeit festzuhalten. Außerdem gibt es Punkte für eingesetzte Wurf- und Grifftechniken.
- Karate: Um 500 nach Christus erschufen chinesische Mönche aus gymnastischen Übungen eine waffenlose Kampfkunst zur Selbstverteidigung. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts etablierte sich diese Kampftradition in Japan unter dem Namen Karate als Sport mit eigenem Regelwerk. Beim Karate erlernt man Stoß-, Schlag- und Tritttechniken. Schläge und Tritte müssen aber im Training und im Wettkampf abgestoppt werden, bevor sie den Gegner oder die Gegnerin berühren. Das erfordert eine gute Körperbeherrschung, die bei dieser Kampfsportart systematisch trainiert wird.
- Kickboxen: Kickboxen nahm als „Sport-Karate“ seinen Anfang in den USA der 1970er Jahre. Die Kampfsportart verbindet Schlagtechniken des klassischen Boxens mit Tritttechniken aus Karate und Taekwondo. Es gibt verschiedene Wettkampfarten des Kickboxens. Die Hauptvarianten sind Leicht-, Semi- und Vollkontakt. Die ersten beiden werden wie Karate auf der Matte ausgeübt. Es geht um die Anzahl der gelandeten Treffer und darum, wie sauber die Kämpfenden die Schlag- und Kicktechniken ausführen. Beim Vollkontakt-Kickboxen im Boxring ist ein Sieg auch über K. O. möglich.
- Krav Maga: Krav Maga ist hebräisch und bedeutet auf Deutsch „Kontaktkampf“. Der Selbstverteidigungsstil wurde für israelische Sicherheitskräfte entwickelt. Nach eigenem Selbstverständnis ist Krav Maga kein Sport, sondern ein Selbstverteidigungssystem. Deshalb gibt es auch keine sportlichen Wettkämpfe. Krav Maga beruht vor allem auf den intuitiven menschlichen Reaktionsmustern und Reflexen. Es geht weniger um Spezialtechniken wie in der asiatischen Kampfkunst, sondern um einfache und dennoch effektive Methoden, um sich gegen Angriffe zu wehren
- Kyudo: Das japanische Bogenschießen, dessen viele rituell festgelegte Abläufe einen stark meditativen Charakter besitzen.
- Luta Livre: Ein brasilianischer Ringkampfsystem zwischen dem Ringen und Judo. Der Gegner wird zu Boden gebracht und zur Aufgabe gezwungen.
- Muay Thai: Eine Kampfsportart aus Thailand. Es umfasst waffenlose Techniken aber mit Schwert, Stock, Schild, Lanze oder Degen.
- Ninjutsu: Ist die Kampfkunst der japanischen Ninja.
- Pencak Silat: Ist ein Kampfsport aus Südostasien (Indonesien, Malaysia, Singapur, Brunei). Es ist eigentlich die Zusammenfassung oder Vereinigung verschiedenster lokaler Stile.
- Ringen: Seit 708 vor Christus ist Ringen eine Disziplin der antiken olympischen Spiele und ist bis heute olympisch. Schon in der Antike waren beim Ringen Schläge und Tritte verboten. Heute geht es bei der Kampfsportart darum, den Gegner oder die Gegnerin mit beiden Schultern auf die Matte zu bringen oder Punkte zu sammeln. Es gibt zwei Ringstile: griechisch-römisch und Freistil. Beim griechisch-römischen Ringen dürfen nur die Arme und der Oberkörper eingesetzt und festgehalten werden. Beim Freistil setzen die Sportler und Sportlerinnen auch ihre Beine ein und dürfen ihr Gegenüber auch unterhalb der Taille festhalten. Punkte gibt es für Techniken wie Würfe, Schleuder- und Hebelgriffe.
- Sambo: Ist eine russische (sowjetische) Kampfsportart. Es wurde entwickelt aus Jiu-Jitsu, Judo und Ringen.
- Savate: Ein französischer Kampfsport, der ursprünglich von Matrosen für ihre Raufereien entwickelt wurde. Ähnlich wie in vielen asiatischen Kampfstilen wird mit Schlägen und Tritten gekämpft.
- Shaolin Kung Fu: Das Shaolin Kloster ist eines der großen, legendären Zentren der chinesischen Kampfsportarten. Es gilt als Geburtstätte vieler Kung Fu Stile. Es gibt nicht einen, großen „Shaolin Kung Fu Stil“ sondern viele Stile, die mit dem Shaolin Kloster verbunden werden.
- Systema: Ist ein traditioneller russischer Kampfsport. Wird vor allem innerhalb der Familie und mit Freunden geübt. Es geht um ein Training von Körper und Geist bis in die Tiefen hinein.
- Taekwondo: Taekwondo ist eine koreanische Kampfsportart und bedeutet auf Deutsch „Fuß, Faust, Disziplin“. Taekwondo stammt aus der Zeit um 50 vor Christus und ist seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts der populärste Kampfsport in Korea. Es ähnelt vordergründig chinesischen oder japanischen Selbstverteidigungsstilen, ist aber eine selbständige Kampfsportart, die seit dem Jahr 2000 olympische Disziplin ist. Besondere Merkmale von Taekwondo sind die ausgeprägten Fußtechniken, Tritte, Drehungen und Sprünge. Der Gebrauch der Hände ist erlaubt, sie werden aber nicht so oft eingesetzt wie etwa beim Karate.
- Wing Chun (Wing Chun Kung-Fu, Wingtsun): Wing Chun ist ein spezieller Kung-Fu-Stil. Kung-Fu ist der Oberbegriff für unterschiedliche chinesische Kampfkünste. Ähnlich wie bei Aikido kommt es auch beim Wing Chun darauf an, die Kraft des gegnerischen Angriffs durch Schritttechniken und geschickte Wendungen abzuleiten. Wing Chun wurde konsequent von einer Frau entwickelt, um sich gegen die aggressiven Shaolin-Techniken wehren zu können, die in vergangenen Jahrhunderten das Kung Fu prägten.
Welche Kampfsportart passt zu mir?
Welcher Kampfsport für Sie in Frage kommt, folgen hier elf populäre Kampfsportarten im Kurzportrait. Diese Kampfsportarten-Liste lässt Sportarten wie Fechten oder Kendo aus, für die eine (kostspielige) Spezialausrüstung erforderlich ist.
1. Zunächst einmal müsst ihr wissen, dass Kampfsportarten teilweise andere Zielstellung haben: Verteidigung (für das Militär oder Bevölkerung), sportliche Ertüchtigung oder Training des Geistes/ Konzentration.
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2. Manche Kampfsportarten sind härter als andere: Kickboxen und MMA sind sehr hart, Tai Chi hingegen ist auf sanfte Abläufe ausgelegt. Und habt keine Sorge, bei einer Anfängergruppe im Kickboxen schlägt man sich nicht sofort die Zähne ein.
3. Probieren geht über studieren - nehmt an einem Probetraining teil: Es ist sehr empfehlenswert ein paar Schnupperkurse zu besuchen und sich einen Einblick zu verschaffen. Denn das Umfeld, eure Trainingspartner und der Trainer machen sehr viel aus. Sie entscheiden maßgeblich über den Erfolg.
➡️ Überlegt euch auch zunächst was euer Ziel ist.
Auch ein besonderes Maß an Fitness ist für die meisten Kampfsportarten nicht erforderlich.
Kampfsport und Gesundheit
Viele Sportvereine bieten altersgerechte Trainigsmöglichkeiten an, die die individuellen Voraussetzungen der Teilnehmenden berücksichtigen. Allerdings beanspruchen bestimmte Kampfsporttechniken den Bewegungsapparat stark. Bei Rücken- und Gelenkproblemen ist Kampfsport daher nur bedingt zu empfehlen. Außerdem sollten schwangere Frauen bedenken, dass Kampfsport mit einer Sturzgefahr verbunden ist und vor allem bei „harten“ Disziplinen Tritte und Schläge die Kindesgesundheit gefährden. Auch für Menschen mit gesundheitlichen oder körperlichen Einschränkungen ist in jedem Fall eine ärztliche Beratung und Untersuchung vor dem ersten Training sinnvoll.
Tatsächlich trainieren die meisten Kampfsportarten körperliche Fähigkeiten wie Beweglichkeit, Gleichgewicht, Koordination und Kondition. Studien haben positive Effekte von regelmäßigem Kampfsporttraining auf die körperliche Fitness nachgewiesen. Außerdem scheinen die Bewegungsabläufe bei asiatischen Kampfkünsten die Knochengesundheit besonders gut zu fördern . Studien haben zum Beispiel eine verbesserte Knochendichte bei jungen Menschen nachgewiesen, die Judo, Karate und Taekwondo ausüben. Als Gesundheitssport für Menschen über 60 Jahre sind vor allem „weiche“ Kampfsportarten gut geeignet.
Kampfsport kann sich zudem günstig auf die psychische Gesundheit auswirken. Die Rituale für Achtsamkeit, die Teil traditioneller asiatischer Kampfkünste sind, fördern die Selbstachtung und die Wertschätzung des Gegenübers. Eine neuere Studie liefert Hinweise darauf, dass Menschen, die japanische Kampfkünste über einen längeren Zeitraum regelmäßig ausüben, zufriedener und weniger anfällig für psychische Erkrankungen sind als der Durchschnitt der Bevölkerung. Außerdem lassen sich mit Kampfsportarten Aggressionen zielgerichtet abbauen. Und schließlich verleiht Kampfsport Sicherheit. Das Wissen, sich bei Gefahr angemessen verteidigen zu können fördert die Selbstsicherheit und das Selbstbewusstsein.
