Der maskierte Rapper 18 Karat, bekannt für seine harten Beats und ungeschönten Texte, veröffentlichte kürzlich seine Single "Verliebt In Einen Gangster 2". In diesem Song wird er von der ehemaligen SXTN-Rapperin Nura unterstützt. Im zugehörigen Video inszeniert er sich als gefährlicher Gangster, der für seine Liebe sogar eine Kugel fängt.
Inhalt und Botschaft des Songs
Drogendeals und dicke Geldbatzen prägen das Image, das 18 Karat im Clip vermittelt. Nura singt verträumt: "Wegen Kilos gehst du rein, für die Mios gehst du rein." Doch 18 Karat selbst liefert die Ernüchterung für alle, die ein romantisches Liebeslied erwartet haben: "Ich hab noch nie deine Liebe gebraucht, wieso sage ich 'Ich liebe dich auch'".
Gefühle scheinen für den Düsseldorfer Rapper nebensächlich zu sein. Nura hingegen scheint zu ihrer Rolle zu stehen und singt: "Bleibe dein Babe ganz egal wie sie's drehen. Sie werdens nie verstehen."
Dennoch zeigt 18 Karat auch eine gefühlvolle Seite. Als seiner Partnerin am Ende des Clips eine Waffe an die Schläfe gehalten wird, eilt er ihr zu Hilfe und fängt eine Kugel ab.
Kontroverse um das Musikvideo
Die Dreharbeiten zum Musikvideo waren jedoch von Kontroversen begleitet. Für die Produktion wurde unter anderem ein Sturmgewehr verwendet, das sich jedoch als Spielzeugwaffe herausstellte.
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Laut 18 Karats Ehefrau, die sich auf Instagram "Mrs. Karat" nennt, war sie für die Produktion verantwortlich. Sie gab an, dass die Spielzeugwaffe "nur für zwei Sekunden aus dem Kofferraum genommen worden" sei. Der Kameramann habe jedoch sofort vor dem Posieren mit der Waffe gewarnt, weswegen sie es schlussendlich gelassen haben. Diese kurze Zurschaustellung reichte jedoch aus, um eine Person in der Nähe zu alarmieren, die daraufhin die Polizei verständigte.
Mrs. Karat empfand die polizeilichen Maßnahmen als "vollkommen übertrieben".
Rechtliche Konsequenzen
Trotzdem könnten die Dreharbeiten ernsthafte Konsequenzen für das 18 Karat-Team haben. Denn auch das Posieren mit sogenannten "Anscheinwaffen" in der Öffentlichkeit verstößt gegen das Waffengesetz. Laut dem zuständigen Polizeisprecher wurde bereits ein entsprechendes Verfahren eingeleitet.
Haftstrafe für 18 Karat
18 Karat befindet sich derzeit im Gefängnis. Im Dezember wurde der Supremos-Chef zu einer Haftstrafe von sechs Jahren verurteilt. Ihm wird vorgeworfen, mehrere Kilos Gras nach Deutschland geschmuggelt und hier verkauft zu haben.
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