Wie man einen Karate Gürtel richtig bindet – Eine Anleitung

Karate ist eine Kampfkunst mit einer langen Tradition. Der Karate Gürtel ist ein wichtiges Symbol für den Fortschritt und die Leistung eines Karatekas. Ein richtig gebundener Gürtel gehört im Kampfsport einfach dazu. Damit du von Anfang an sicher und ordentlich trainierst, zeigen wir dir hier Schritt für Schritt, wie du deinen Gürtel richtig bindest.

Ob du gerade erst mit Karate beginnst oder bereits Erfahrung hast, hier findest du wertvolle Informationen, die dir auf deinem Karate-Weg helfen werden.

Die Bedeutung der Karate Gürtel

Ein essenzieller Bestandteil der Karate Ausrüstung ist der Gürtel, der den Fortschritt und die Rangordnung eines Karateka symbolisiert. Die Karate Gürtel spiegeln in der Kampfkunst, den Fortschritt des Karatekas wieder. Die Farben der Gürtel sind dabei nicht nur dekorativ, sondern haben auch eine tiefe Bedeutung.

Das Karate-Gürtelsystem variiert je nach Karateschule oder -organisation, weist jedoch einige Gemeinsamkeiten mit anderen Kampfkünsten wie Taekwondo, Judo oder Hapkido auf. Die Farben der Gürtel folgen in der Regel einer bestimmten Reihenfolge, die dabei den Fortschritt des Schülers vom Anfänger- bis zum Meistergrad symbolisiert.

Im Karate gibt es zudem zwei Arten von Gürtelgraden: Schülergrade (Kyu) und Meistergrade (Dan). Je nach Kampfsportschule kann dabei die farbliche Gestaltung und Bedeutung unterschiedlich sein.

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Schülergrade (Kyu)

Hier eine mögliche Variante der Farbgestaltung der Schülergrade:

  • Weißer Gürtel 9. Kyu (Kukyu): Der weiße Gürtel ist der Beginn der Karate-Reise.
  • Gelber Gürtel 8.
  • Oranger Gürtel 7.
  • Grüner Gürtel 6. Kyu (Rokukyu): Der grüne Gürtel steht für Wachstum und Entwicklung.
  • Violetter/Blauer Gürtel 5. Kyu (Gokyu): Der violette/blaue Gürtel steht für Kraft und Ausdauer.
  • Violetter Gürtel 4.
  • Brauner Gürtel 3/2/1. Kyu (Sankyu, Nikyu, Ikkyu): Der braune Gürtel steht für Erfahrung und Reife. Der Karateka ist in der Lage, die Karatetechniken in einer Vielzahl von Situationen anzuwenden.

Meistergrade (Dan)

Der schwarze Gürtel ist übrigens der erste Meistergrad und wird im Karate “Shodan” genannt. Er steht für den Meisterschüler, der die Karatetechniken vollständig beherrscht. Die Dan-Grade stehen übrigens für die weiteren Meistergrade im Karate. Je höher der Dan-Grad, desto erfahrener und versierter ist der Karateka. Darüber hinaus tragen alle Meister vom 1 bis 10.

Anleitung: So bindest du deinen Karate Gürtel richtig

Es gibt darüber hinaus viele verschiedene Möglichkeiten, den Gürtel zu binden. Die folgende Bindeanleitung ist dabei eine der gebräuchlichsten Methoden.

Schritt-für-Schritt Anleitung

  1. Gürtel in der Mitte finden: Lege den Gürtel so zusammen, dass beide Enden gleich lang sind. Halte die Mitte vor deinen Bauch.
  2. Gürtel um den Körper legen: Führe die Enden einmal um deinen Rücken und wieder nach vorne.
  3. Enden überkreuzen: Lege das rechte Ende über das linke und führe das rechte Ende unter beiden Gürtel-Lagen nach oben durch.
  4. Festziehen: Ziehe beide Enden straff, damit der Gürtel gut sitzt.
  5. Knoten binden: Lege das obere Ende über das untere, führe es durch die entstandene Schlaufe und ziehe den Knoten fest.

Das Binden des Karategürtels folgt, wenn Sie es richtig machen, einer festen Abfolge. Wir verraten Ihnen die einzelnen Schritte.

Wenn Sie einen Karate-Anzug (Gi) mit dem Gürtel (Obi) binden möchten, ist das kein Hexenwerk, aber wie in Japan üblich, folgt dieses Ritual gewissen Schritten, damit der Gürtel richtig gebunden ist.

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Suchen Sie die Mitte Ihres Karategürtels. Diese halten Sie mittig vor Ihren Bauch. Nun können Sie den Gürtel links und rechts um Ihre Taille legen. So entstehen zwei Bahnen. Die Enden halten Sie vor sich. Sie können Ihren Gürtel auch eleganter binden, indem Sie eine Bahn um sich legen und die zweite Bahn genau darüber. Anschließend justieren Sie die Enden, damit sie gleich lang sind. Anschließend knoten Sie die beiden Enden zusammen. Der Knoten ist richtig, wenn beide Enden ungefähr gleich lang sind.

Wichtige Hinweise

  • Gürtellänge: Die richtige Gurtlänge ist sehr wichtig. Ein zu kurzer Gurt verhindert das korrekte Anlegen, während ein zu langer Gurt stören kann. Im Allgemeinen sollte der Gurt, wenn er einmal um den Körper geschlungen ist, an beiden Enden bis zu den Oberschenkeln reichen. Manche bevorzugen, dass die Enden bis zu den Knien reichen, aber das ist Geschmackssache. Die Länge wird normalerweise in 20 Zentimeterschritten angegeben. Die richtige Länge für Sie ist ihr doppelter Taillenumfang (im Gi) zuzüglich 60 bis 80 Zentimetern. Bei 70 Zentimetern Taille wäre also ein Obi mit 180 bis 200 Zentimetern Länge für Sie gut.
  • Gürtelbreite: Die Gürtelbreite variiert je nach Kampfsport. Im Allgemeinen sollte der Gürtel breit genug sein, um fest und sicher zu sitzen, aber nicht so breit, dass er einengt oder unbequem ist.

Wissenswertes zu Karategürteln

Vielleicht fragen Sie sich, welchen Gürtel Sie kaufen sollen und ob sich die Gürtel bei den verschiedenen Sportarten und Kampfkünsten unterscheiden.

Karategürtel aus Baumwolle und Kunstseide sind in der Regel farbecht und unverwüstlich. Außerdem sind sie schon für wenige Euro erhältlich. Karategürtel aus Seide sind teurer, aber auch edler. Außerdem verlieren diese nach einiger Zeit die Farbe, was bei einem schwarzen Gürtel eine gewisse Erfahrung impliziert.

Ein falsch gebundener Gürtel kann nicht nur unprofessionell aussehen, sondern auch beim Training stören.

Das Binden eines Kampfsport-Gürtels mag auf den ersten Blick kompliziert erscheinen, aber mit ein wenig Übung wird es zur zweiten Natur.

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