18 Karat und Ehefrau: Eine Geschichte von Liebe, Verlust und Hoffnung hinter Gittern

Die Geschichte von Rapper 18 Karat und seiner Ehefrau Maya ist eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Trotz der schwierigen Umstände, dass der Musiker mit der goldenen Maske derzeit wegen Drogenschmuggels eine mehrjährige Haftstrafe verbüßt, konnte das Paar seine Familienpläne verwirklichen.

Liebe hinter Gittern

Die beiden lernten sich vor etwa dreieinhalb Jahren kennen, als Maya noch als Rapperin aktiv war und eigentlich bei dem Label von 18 Karat unterschreiben wollte. Statt eines Plattenvertrags entfachte jedoch schnell die Liebe zwischen ihnen, und sie wurden kurz darauf ein Paar. Ihre Beziehung wurde auf eine harte Probe gestellt, als 18 Karat zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren und drei Monaten verurteilt wurde.

Kurz nach Haftantritt hatte 18 Karat seine damalige Verlobte in der Justizvollzugsanstalt Dortmund geheiratet. Dies hatten sie samt Hochzeitskleid und -torte öffentlichkeitswirksam in den sozialen Medien zelebriert.

Damit inhaftierte Personen ihre Ehen oder Beziehungen auch auf körperlicher Ebene fortführen können, gibt es die Möglichkeit des Langzeitbesuchs. Auf diese Option mussten der Rapper und seine Frau allerdings offenbar eine Weile verzichten. Renovierungsarbeiten sollen der gemeinsamen Zeit der Eheleute unter anderem im Weg gestanden haben.

Das Aufregungslevel vor dem Tag des intimen Zusammentreffens sei extrem gewesen. "[...] als wäre es das erste Date! Eigentlich sogar noch krasser", schildert die Frau des Rappers.

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Ohne Beobachtung durch Kameras oder Wachpersonal ging es demnach um weitaus mehr als um den Austausch von Zärtlichkeiten. "Man konnte sich wieder öffnen, man konnte richtig lachen, man konnte sich einfach wieder geborgen fühlen."

Für alle, die es ganz genau wissen wollen, zählt 18 Karats Ehefrau auf, was das Gefängnis einem Liebespaar so zur Verfügung stellt: Kondome, Gleitgel, Shampoo. Der Supremos-Rapper müsse hingegen mit 7 Euro klarkommen, um die gemeinsame Zeit zu etwas Besonderem zu machen. Er habe dafür Cola, Chips und Schokolade besorgt. Begleitet wurden die wenigen Stunden nach längerer Enthaltsamkeit auch durch aufmunternde Worten.

"Wir haben uns gegenseitig aufgebaut. Wir sagten uns, dass wir stark sind, dass die Zeit vergeht und wir uns aufeinander verlassen können."

Es sei wichtig für die Person hinter Gittern, dass draußen nicht aufgegeben wurde und jemand wartet, erklärt Mrs. Karat.

Tragischer Verlust und erneute Hoffnung

Eigentlich sollte ihr erstes gemeinsames Kind 2024 auf die Welt kommen. Doch im November hatte Maya eine Fehlgeburt.

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Maya musste ihrem Mann die Schreckensnachricht offenbar am Telefon überbringen, ein 45.53-Minuten-Gespräch mit „Telefonzelle 3“. Mit 527.000 Fans auf Instagram teilte „Mrs 18 Karat“ danach ihre Trauer.

„Auch wenn deine kleinen Füße die Erde nie berühren, sind deine Spuren trotzdem da. Leider durften wir dich nie kennenlernen! Ich habe unterschätzt, wie belastend der Verlust von jemandem ist, den man nie ‚gesehen‘ hat. Ich und auch mein Mann können bislang noch gar nicht wirklich realisieren und werden unsere Zeit brauchen. In jeder Träne lebt ein Tropfen Erinnerung.“

Dass es mit einer erneuten Schwangerschaft so schnell klappen würde, damit haben beide nicht gerechnet. Deshalb behielten sie die frohe Botschaft eine Weile für sich, bis sie es öffentlich verkündeten. In der 22. Schwangerschaftswoche war der Babybauch bei Maya aber nicht mehr zu übersehen.

Die Babynews verkündet Maya mit einem Post auf Instagram. Unter ein Foto, das einen kleinen Baby-Prada-Pullover sowie zwei positive Schwangerschaftstests zeigt, schrieb sie: "Mini Karat lädt."

Wie sie dort verrät, ist der errechnete Geburtstermin ihres Kindes der 1. Juni 2025. Bis dahin wird ihr Partner zwar noch nicht auf freiem Fuß sein, dennoch zeigt sie sich optimistisch, dass er bei der Geburt dabei sein darf.

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Auf die Frage, wie der Rapper auf den Nachwuchs reagierte, erklärt sie: "Ich habe es ihm zu seinem Geburtstag mitgeteilt, es war sein größter Wunsch. Dementsprechend [groß war] auch seine Freude."

Blick in die Zukunft

Am 21. September könnte für 18 Karat künftig gleich doppelten Grund zur Freude bieten. An diesem Tag feiert der Rapper, der mit bürgerlichem Namen Ivo V. heißt, seinen Geburtstag - und er ist in diesem Jahr der errechnete Geburtstermin für sein erstes Kind.

Das verriet 18 Karats Frau Maya der "Bild". Auch das Geschlecht des Babys gab sie bekannt: Es soll ein Mädchen werden.

Klar ist wohl bereits, dass der Rapper bei der Geburt dabei sein darf. Die JVA Dortmund stellte 18 Karat einen entsprechenden Sonderurlaub in Aussicht. Das volle Babyglück genießen darf der Rapper aber nicht: Mindestens bis zum Sommer 2026 muss der Rapper im Gefängnis bleiben.

Trotzdem lässt sich Maya die Zuversicht nicht nehmen: „Für alles mussten wir die steinigeren Wege gehen. Aber auch das war bis jetzt nie ein Hindernis für uns …“

Yakary Diss und Reaktion

Yakary hatte auf seinem Track ohne irgendeine Rücksicht gegen 18 Karat ausgeteilt. Sogar der Verlust eines ungeborenen Babys ist Bestandteil des Disses. Die (erwartbar) heftigen Reaktionen bringen Cano scheinbar nicht aus der Ruhe.

Ebenso soll jemand mit Straßenbackground an die Ehefrau von 18 Karat herangetreten sein - um sich auszutauschen. Diese nimmt ein solches Gesprächsangebot jedoch dem Anschein nach nicht an. Stattdessen amüsiert sie sich öffentlich darüber, dass Yakary "Rücken schicken" würde. Ihr Fazit: "Yakary alleine keine Eier" [sic!]. Es gebe aus Sicht von Maya "nichts mehr zu reden."

Yakary hat seit den umfangreichen Angriffen von 18 Karats Frau nur einige Bilder auf Instagram gepostet. Zum Sound seines Disstracks gibt es einen Mittelfinger für die Kamera. Dazu lässt er sich in einem fliederfarbenen Outfit blicken.

In seiner Story ist darüber hinaus ein Selfie beim Friseur zu sehen. Das Ganze kommt mit dem Verweis, dass er sich gerade in Berlin aufhalte.