Wer schon mal auf der Suche nach einem Verlobungsring war oder sich für Schmuck interessiert, ist sicher über die Begriffe Carat und Karat gestolpert. Sie klingen fast gleich, sehen sich äußerst ähnlich - und trotzdem meinen sie nicht dasselbe.
Also: Nicht verwirren lassen von zwei ähnlich klingenden Begriffen. Beide Begriffe haben eine jahrtausendealte Geschichte - und beide sind bis heute im Einsatz. Der Unterschied ist nicht nur technisch, sondern hat auch eine spannende Geschichte.
Carat bei Diamanten - Was ist das?
Im Gegensatz zu Gold bezeichnet Carat (ct) bei Diamanten nicht die Reinheit, sondern das Gewicht - und indirekt oft auch die Größe.
- 1 Carat = 0,2 Gramm
- Je höher der Carat-Wert, desto größer (und meist teurer) ist der Stein
- Das Carat beeinflusst zusammen mit Schliff, Farbe und Reinheit den Gesamtwert
Wenn man bei Diamanten oder anderen Edelsteinen von „Carat“ spricht, meint man damit das Gewicht des Steins. 1 Carat = 0,2 Gramm. Das klingt wenig - aber bei Diamanten kann das ziemlich teuer werden.
Die Bezeichnung „Carat“ geht auf die Samen des Johannisbrotbaums zurück, auf Latein Ceratonia siliqua. Diese Samen haben (angeblich) fast immer dasselbe Gewicht und wurden in der Antike als natürliches Vergleichsgewicht für Edelsteine verwendet.
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Erst Anfang des 20. Jahrhunderts - genauer gesagt 1907 - wurde das metrische Carat international festgelegt: 1 Carat = 200 Milligramm.
In Karat wird das Gewicht eines Diamanten angegeben - nicht seine Größe. Tiffany misst Diamanten bis auf ein Tausendstel eines Karats. Ein Karat entspricht 0,20 Gramm.
„Tw“ (Total weight) ist eine Abkürzung, die für das Gesamtgewicht in Bezug auf das Karatgewicht von Diamanten steht. Online kann die Abkürzung „tw“ verwendet werden, um das Gesamtkaratgewicht aller in einem Schmuckstück enthaltenen Diamanten zu beschreiben.
Das Karatgewicht kann bei den verschiedenen Diamantformen unterschiedlich wirken, wie beispielsweise beim runden Brillantschliff, Prinzess-Schliff, Tropfenschliff, Ovalschliff, Cushion-Schliff, Marquiseschliff, Smaragdschliff, Radiant-Schliff oder Herzschliff.
Ein Diamant kann ein höheres Karatgewicht haben, ohne größer zu wirken, und zwei Diamanten des gleichen Karatgewichts können unterschiedlich groß sein, wenn einer tiefer geschliffen ist als der andere.
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Diamanten werden in Karat gemessen, was das Gewicht eines Diamanten und nicht dessen Größe angibt. Tiffany misst Diamanten bis auf ein Tausendstel eines Karats.
Im Jahr 1886 präsentierte Tiffany den Verlobungsring, so wie man ihn heute kennt.
Sie wissen nun bereits, dass das metrische Karat als Gewichtseinheit zu verstehen ist, wobei ein Karat 0,2 Gramm entspricht. Mit Hilfe dieser Maßeinheit ist es möglich, das Gewicht und den Preis von Edelsteinen zu bestimmen. Von den landesspezifischen Abkürzungen im deutschsprachigen Raum sollten Sie sich allerdings nicht verwirren lassen.
- In Deutschland lautet die Abkürzung für Karat bei Diamanten kt.
- Die Abkürzung für Karat als Maßeinheit für Gold lautet in Deutschland ebenfalls kt oder auch K.
- In Österreich und der Schweiz ist bei Diamanten die internationale Schreibweise Carat gebräuchlicher. Daher lautet die Abkürzung für der Maßeinheit für Diamanten hier ct.
- Für den Feingehalt von Gold ist in Österreich und der Schweiz hingegen die Schreibweise Karat gebräuchlich und daher die Abkürzung kt.
- Speziell bei Uhreneinprägungen wird häufiger die Abkürzung „C“ verwendet.
Eine weitere Maßeinheit gibt es bei sehr kleinen Diamant-Exemplaren: die Unterteilung in Punkte. Hierbei erfolgt eine Unterteilung des Karats in 100 Punkte. Ein Halbkaräter würde demnach ein Gewicht von 50 Punkten aufweisen.
- 0,5 Karat = 50 Punkte
- 0,75 Karat = 75 Punkte
- 1 Karat = 100 Punkte
Übrigens: Bei Silber spricht man niemals von Karat. Hier gibt es eine andere Maßeinheit, die Lötigkeit. Dabei handelt es sich um eine Skala, die aus 16 Einteilungen besteht.
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Der bekannteste Edelstein ist der Diamant. Er ist eine kristalline Form des elementaren Kohlenstoffs. Doch es gibt noch weitere Edelsteine. Grundsätzlich fasst man unter diesem Begriff Schmucksteine zusammen, welche sich durch folgende Kriterien auszeichnen: Sie sind selten, was bedeutet, dass es nur wenige Standorte gibt, an denen man sie findet. Zudem sind sie transparent, also möglichst ohne sichtbare Einschlüsse und von hoher Reinheit. Nicht zuletzt weisen sie eine Edelsteinhärte (auch als Mohshärte bezeichnet) von über 7 auf. Das macht sie robuster und widerstandsfähiger als andere Materialien. Neben dem Diamanten sind auch Rubin, Smaragd, Topas und Saphir bekannte und beliebte Edelsteine.
Sie möchten einen Diamanten kaufen? Dann verlassen Sie sich nicht bloß auf dessen Gewicht. Dieses alleine stellt nämlich keinen zuverlässigen Indikator für die Diamantgröße dar. Merken Sie sich außerdem: Es gibt keinen direkten Zusammenhang zwischen Größe und Wert eines Edelsteins. Dessen Wert lässt sich präziser mithilfe von vier Faktoren ermitteln, und zwar mit den sogenannten 4 Cs:
- Carat
- Color (Farbe)
- Clarity (Reinheit)
- Cut (Schliff)
Unter der Reinheit (clarity) verstehen Experten die Sichtbarkeit von Einschlüssen im Stein. Die Farbgebung (color) von Edelsteinen kann variieren zwischen weiß bis hin zu gelblich. Hier erfolgt eine genaue Einstufung. Je heller der Stein ist, umso wertvoller wird er eingestuft. Dies gilt allerdings nicht für Edelsteine, die alle Regenbogenfarben aufweisen. Diese entstehen durch einen speziellen Schliff und werden als „fancy colored diamonds“ bezeichnet. Nicht zuletzt bestimmt auch der Schliffgrad, wie wertvoll der Edelstein ist (Brillianz).
Sie dürfen auch nicht automatisch davon ausgehen, dass der Preis eines Edelsteins mit seiner Karatzahl gleichmäßig steigt. Hier kommt es für gewöhnlich eher zu einer sprunghaften Preissteigerung. Je größer die Karatzahl wird, umso größer werden diese sprunghaften Steigerungen.
Was den Zusammenhang zwischen Größe und Karat eines Edelsteins betrifft, sollten Sie sich folgendes merken:
- Ein tiefer Edelstein wirkt von oben kleiner, da das Gewicht im unteren Bereich seinen Schwerpunkt hat. Steine mit Tiefe wirken daher kleiner.
- Steine mit hoher Karatzahl wirken kleiner, wenn sie einen einfachen Schliff haben. Achten Sie daher auch auf den Schliffgrad bzw. auf die Brillanz des Edelsteins.
- Achten Sie auf die Tafel. Das ist der sichtbare Anteil bei Edelsteinen bei der Draufsicht. Ein größerer Sichtbereich (eine größere Tafel) lässt den Diamanten automatisch größer erscheinen.
Die Karatzahl ist einer der Faktoren, welche die Wirkung des Edelsteins am Ring beeinflussen. Wenn Sie den Kauf eines Eherings oder eines Verlobungsrings planen, fragen Sie sich daher vermutlich: „Wie viel Karat sollte ich für den Diamanten des Eheringringes oder Verlobungsringes wählen? Zudem haben Sie die Wahl zwischen dem Kauf eines fertigen Diamantrings oder dem eigenen Zusammenstellen eines Diamantringes und eines dazu passenden Rings. Doch was sind dabei die jeweiligen Vor- und Nachteile?
Ein Vorteil liegt auf der Hand: Entscheiden Sie sich für einen fertiggestellten Diamantring, haben Sie die Möglichkeit, den jeweiligen Ring direkt an Ihrer Hand zu betrachten und dessen Wirkung zu beurteilen. Denn je nachdem, wie groß die eigenen Hände sind, wirkt der Edelstein auf dem Ring auch etwas größer oder kleiner. Hier ist der direkte Vergleich zwischen mehreren Ringen eine echte Entscheidungshilfe. Darüber hinaus ist ein fertiger Ring mit Diamant eine einfache und zeitsparende Alternative - vor allem, wenn die Hochzeit naht und Sie es eilig haben. Haben Sie allerdings etwas mehr Zeit und wünschen sich ein individuelles, exakt auf Sie zugeschnittenes Schmuckstück, ziehen Sie doch die Zusammenstellung von Ring und Diamant in Erwägung. Hierbei können Sie die Diamant-Qualität genau unter die Lupe nehmen, sich für Ihr persönliches Lieblingsstück entscheiden und einen Ring kreieren, der perfekt zu Ihnen passt. Sie haben dabei einzigartige Möglichkeiten zur Gestaltung des Verlobungs- oder Traurings und konzentrieren sich auf die Qualität des Diamanten. Nicht zuletzt haben Sie die Chance, den Stein von allen Seiten zu begutachten, bevor er auf die Fassung des Rings montiert wird.
Wie viel Karat Ihr Verlobungsring haben soll, hängt auch von Ihrem persönlichen Budget ab. Der emotionale Wert des Schmuckstücks ist stets höher als der materielle. Sie finden beim Juwelier Verlobungsringe ab ungefähr 0,10 Karat. Hier ist der Diamant allerdings kaum zu sehen. Wenn Sie eine schlichte Variante suchen, ist dies jedoch vielleicht genau die richtige Wahl. Soll es etwas traditioneller sein? Dann wählen Sie den Klassiker, einen Einkaräter, also einen Diamanten mit einem Karat. Mehr als drei Karat sollten es allerdings nicht werden, wenn Sie oder Ihr Partner nicht der Typ für besonders exzentrische Schmuckstücke sind.
Hier ist eine Tabelle, die die Karatgröße und den entsprechenden Durchmesser darstellt:
| Karat | Größe (ca.) |
|---|---|
| 0,01kt | ca. 1,35mm |
| 0,02kt | ca. 1,75mm |
| 0,03kt | ca. 2,00mm |
| 0,04kt | ca. 2,20mm |
| 0,05kt | ca. 2,40mm |
| 0,06kt | ca. 2,50mm |
| 0,07kt | ca. 2,65mm |
| 0,08kt | ca. 2,75mm |
| 0,09kt | ca. 2,85mm |
| 0,10kt | ca. 3,00mm |
| 0,11kt | ca. 3,10mm |
| 0,12kt | ca. 3,18mm |
| 0,13kt | ca. 3,25mm |
| 0,14kt | ca. 3,35mm |
| 0,15kt | ca. 3,40mm |
| 0,18kt | ca. 3,65mm |
| 0,20kt | ca. 3,80mm |
| 0,25kt | ca. 4,10mm |
| 0,28kt | ca. 4,25mm |
| 0,30kt | ca. 4,30mm |
| 0,38kt | ca. 4,70mm |
| 0,40kt | ca. 4,80mm |
| 0,45kt | ca. 5,00mm |
| 0,50kt | ca. 5,20mm |
| 0,65kt | ca. 5,60mm |
| 0,75kt | ca. 5,90mm |
| 0,85kt | ca. 6,20mm |
| 1,00kt | ca. 6,50mm |
| 1,50kt | ca. 7,40mm |
| 2,00kt | ca. 8,20mm |
| 3,00kt | ca. 9,30mm |
| 5,00kt | ca. 11,00mm |
Karat bei Gold - Was bedeutet das?
„Karat“ bezeichnet nicht das Gewicht, sondern die Reinheit von Gold. 18 Karat = 75 % Gold, der Rest ist z. B. Reines Gold ist sehr weich - daher wird es meist mit anderen Metallen gemischt, um es stabiler und haltbarer zu machen.
Das System stammt aus dem Römischen Reich. Damals gab es Goldmünzen, die man in 24 Teile (sogenannte Siliquae) aufteilte. So konnte man den Feingehalt des Goldes recht genau bestimmen.
Als Karat wird in Fachkreisen auch der Feingehalt von Gold bezeichnet.
Mit diesem Feingehalt ist der Gewichtsanteil von reinem Gold gemeint, der in der gesamten Masse einer Legierung vorliegt. Typische Goldlegierungen sind Kupfer oder Silber, aber auch die Verschmelzung mit Palladium und weiteren Metallen ist möglich. Der Zweck hinter diesen Verschmelzungen ist hauptsächlich die Verhärtung des relativ weichen Goldes. Aber auch Farbgoldlegierungen sind beliebt, um dem Edelmetall eine besondere Farbgebung zu verleihen.
Wenn der Gold-Feingehalt in Karat angegeben wird, erfolgt dies in x/24 Teilen. So hat beispielsweise einkarätiges Gold einen Gewichtsanteil von 1/24 der Gesamtmasse, also knapp 4,2 Prozent. Hierbei ist zu beachten, dass es sich um eine theoretische Angabe handelt. In der Praxis sieht es etwas anders aus: Durch Verunreinigungen, die sich kaum vermeiden lassen, wird die Reinheit etwas beeinträchtigt. So kann man davon ausgehen, dass 24-karätiges Gold eine Reinheit von nicht 100, sondern 99,99 Prozent hat. Neben der Maßeinheit Karat ist auch die Angabe in 1/1000 Teilen bei Goldlegierungen üblich. In dem Fall hätte 24-karätiges Gold einen Anteil von 999,9 Teilen. Dieses wird auch als Feingold bezeichnet. Gold mit einem Feingehalt von 333 besteht zu 1/3 aus dem reinen Edelmetall.
Hier eine Tabelle, die den Zusammenhang zwischen Legierung, Karat und Goldanteil verdeutlicht:
| Legierung | Karat | Goldanteil |
|---|---|---|
| 333 | 8 | 333/1000=33,3% |
| 375 | 9 | 375/1000=37,5% |
| 585 | 14 | 585/1000=58,5% |
| 750 | 18 | 750/1000=75,0% |
| 875 | 21 | 875/1000=87,5% |
| 900 | 21,6 | 900/1000=90,0% |
| 916 | 22 | 916/1000=91,6% |
| 965 | 23,2 | 965/1000=96,5% |
| 999,0, Feingold | 24 | 999,9/1000=99,99% |
Hierzulande bezeichnete man früher ein Goldgewicht als Karat. Damit war der 24. Teil einer Mark gemeint, also einer von 24 Teilen, in die eine Mark eingeteilt wurde. Diese Einheit nutzte man zur Bestimmung der Feinheit von Gold. Meistens unterteilte man dabei ein Karat in 12 Grän. Die Untereinheit Grän (auch Gran) ist auf das römische Wort Gran zurückzuführen, was vermutlich für ein Gerstenkorn stand.
So viel zur Geschichte des Karats bezüglich des Goldes. Doch wie sieht die Verwendung dieser Einheit heute aus? Und gibt es landesspezifische Regelungen, wie hoch der Reinheitsgrad sein muss, damit Gold überhaupt als Gold verkauft werden darf? Die Antworten auf diese und weitere spannende Fragen erwarten Sie im folgenden Abschnitt.
In den verschiedenen Ländern gibt es unterschiedliche Definierungen des Mindest-Reinheitsgrades von Gold, die sich auf den üblichen Gebrauch oder auf den gesetzlichen Mindestwert beziehen können. Dieser Mindest-Reinheitsgrad muss eingehalten werden, damit Schmuck aus Gold auch als solches in den Handel gebracht werden darf.
In Deutschland regelt dies das sogenannte „Gesetz über den Feingehalt der Gold- und Silberwaren“. Das Gesetz besagt, dass die Reinheit des Edelmetalls mindestens 8 Karat, entsprechend eine 333-er Feinheit, haben muss, um als Gold verkauft zu werden. Dies gilt für Goldlegierungen. In Spanien beispielsweise liegt dieser Mindestwert mit 375 bzw. 9 Karat nur geringfügig höher, während etwa Italien, Frankreich und die Schweiz mit 750er-Feinheit bzw. mindestens 18 Karat vergleichsweise hohe Werte ansetzen. Im mittleren Bereich befinden sich Länder wie Holland (585 bzw. 14 Karat) oder die USA (417 bzw. 10 Karat).
Hier eine Übersicht über die Mindest-Reinheitsgrade für Goldlegierungen in verschiedenen Ländern:
| Land | Feinheit | Karat |
|---|---|---|
| Deutschland | Gold 333 | mindestens 8kt |
| Spanien | Gold 375 | mindestens 9kt |
| Großbritannien | Gold 375 | mindestens 9kt |
| USA | Gold 417 | mindestens 10kt |
| Niederlande | Gold 585 | mindestens 14kt |
| Frankreich | Gold 750 | mindestens 18kt |
| Italien | Gold 750 | mindestens 18kt |
| Schweiz | Gold 750 | mindestens 18kt |
Was ist der Unterschied zwischen 9, 14, 18 und 24 Karat Gold?
Je höher die Karatzahl, desto reiner ist das Gold. Traditioneller und hochwertiger Schmuck verwendet viel 18 Karat, aber 9 Karat taucht immer mehr auf. Goldgehalt, Stärke, Haltbarkeit... Aber was sind dann die Unterschiede zwischen all diesen Karat? Um die 24-Karat-Problematik zu umgehen, werden andere Metalle hinzugefügt, hauptsächlich Zink, Kupfer und Silber, um das Material härter zu machen, was man als "Legierung" bezeichnet.
- 24-Karat-Gold besteht also zu 99,99 % aus Gold (die restlichen 0,001 % können nicht garantiert werden). 24-Karat-Gold hat außerdem eine einzigartige, leuchtend gelbe Farbe. Es ist wichtig zu wissen, dass es keinen höheren Reinheitsgrad als 24 Karat Gold gibt. Da 24-karätiges Gold vollständig aus Gold besteht, ist es weniger hart als Gold mit einem niedrigeren Feingehalt, das härter und gleichzeitig weich ist. Das ist logisch: Ein geringerer Goldgehalt ist eine Legierung, also eine Verbindung/Mischung aus verschiedenen Metallen und Gold, während 24 Karat Gold ein reines Metall ist. 24 Karat Gold eignet sich nicht für Ringe oder regelmäßige Schmuckformen. Es ist zu weich, zart und wenig kratzfest.
- Schmuck aus 22 Karat Gold bedeutet, dass 22 Teile des Schmuckstücks aus Gold bestehen und die restlichen 2 Teile aus anderen Metallen. Diese Art von Gold wird häufig für die Herstellung von Schmuck in der Türkei, im Nahen Osten, in Indien und im restlichen Asien verwendet. Bei 22-karätigem Gold sind von 100% nur 91,67% reines Gold. Die restlichen 8,33% enthalten Metalle wie Silber, Zink, Kupfer und andere Metalle, um die Legierung zu bilden. Es ist diese Beimischung von Metallen, die die Textur des Goldes weniger weich macht, wodurch der Schmuck haltbar wird. Sie sollten jedoch wissen, dass dies zwar zur Herstellung von Goldschmuck verwendet werden kann, 22-karätiges Gold jedoch nicht für Diamantschmuck und Schmuck, der stark mit Edelsteinen besetzt ist, geeignet ist.
- Einige asiatische Länder stellen trotzdem Schmuck aus 24-karätigem Gold her. Dies ist in Thailand oder Hongkong der Fall. Der eigentliche Nutzen von 24 Karat Gold zeigt sich eher bei physischem Anlagegold. Goldbarren bestehen nämlich aus 24 Karat Gold oder 999,9‰ (bei Anlagegold spricht man eher von Tausendsteln). Es werden auch einige Anlagegoldmünzen aus 24 Karat Gold geprägt. Dies ist zum Beispiel bei der Maple Leaf oder der American Buffalo der Fall.
- 18 Karat entspricht 750/1000, d. h. 75 % reines Gold + 25 % andere Metalle (Kupfer und Silber). Es ist das am häufigsten verwendete Gold für hochwertigen traditionellen Schmuck und Juwelierwaren. Es hat eine etwas weniger leuchtend gelbe Goldfarbe. Man erkennt es an seiner Punze: 18 K, 750 oder auch der Kopf eines Adlers. Gold in Portugal ist überwiegend 19,2 Karat Gold, d. h. 80 % Gold und 20 % andere Metalle. Die Bezeichnung 19-Karat-Gold zeigt zwar einen geringeren Goldgehalt, als tatsächlich vorhanden, aber es ist die höchste Feingehaltsstufe für Schmuck in Europa.
- 14 Karat Gold, das vor allem in den USA, Deutschland und in den nordischen Ländern verwendet wird, entspricht 585/1000, d. h. 58,5 % reines Gold + Legierung mit anderen Metallen (Zink, Silber und Kupfer) und ist preisgünstiger als 18 Karat Gold. Die Punzen sind 14 K , 14 KT und 585.
- Das in Europa verwendete und viel günstigere 9-Karat-Gold entspricht 375/1000, d. h. 37,5 % reines Gold + Legierung. Da es nur halb so viel Gold enthält, ist ein 9-karätiges Schmuckstück tendenziell etwas härter als ein 18-karätiges. Es ist jedoch weniger stabil (härter = spröder) und daher anfälliger für häufige Stöße und Druck. Was die Abnutzung angeht, so fördert die stärkere Legierung mit anderen Metallen in 9 Karat die Oxidation und kann dazu führen, dass er schneller seinen Glanz verliert. Außerdem wird er anfälliger für Chemikalien, Schweiß und Wasser. Im Allgemeinen ist Schmuck aus 9-karätigem Gold weniger witterungsbeständig als 18-karätiges Gold, das nach wie vor am häufigsten für hochwertigen Schmuck verwendet wird. Die Punze ist entweder 9 K oder 9 Kt und 375.
- Es ist eine noch günstigere Legierung als 9 Karat Gold und wird manchmal in Europa verwendet. Allerdings scheint 8-karätiges Gold zu schnell zu oxidieren, weshalb ihm oft 9-karätiges Gold vorgezogen wird. 8-karätiges Gold wird mit 8 K, 8 KT oder 333 punziert.
Wenn du Schmuck kaufst oder bewertest, ist es entscheidend zu wissen, ob du über das Gewicht eines Steins oder die Reinheit von Gold sprichst. Bei Edelsteinen gibt es noch andere „C“s auf die du achten kannst.
