Randy Orton: Eine Karriere zwischen WWE und UFC Träumen

Randy Orton, auch bekannt als "The Viper", ist eine feste Größe im Wrestling-Universum. Er entstammt einer wahren Wrestling-Dynastie und stand bei der WWE bereits mehrfach vor dem Rauswurf. Heute ist Randy Orton einer der größten Stars bei World Wrestling Entertainment. SPOX stellt ihn im Kurzporträt vor.

Frühe Karriere und Aufstieg in der WWE

Sein WWE-Debüt feierte Randy Orton am 25. April 2002. Zwei Jahre zuvor hatte der Superstar der dritten Generation, dessen Vater Cowboy Bob Orton und Großvater Bob Orton, Sr. ebenfalls im Business aktiv waren, mit dem Training im Ring angefangen.

Ortons Aufstieg zum Main Eventer begann, als er sich 2003 der Evolution anschloss und in der Folge an der Seite von Triple H, Ric Flair und Batista die WWE dominierte. Bei Armageddon am 14. Als jüngster Heavyweight-Champion aller Zeiten schrieb er Geschichte.

Vom verwöhnten Schnösel, der aufgrund seiner Abstammung glaubte, sich hinter den Kulissen alles erlauben zu können und dadurch mehrmals kurz vor der Entlassung stand, hat Randy Orton sich zu einem der größten Stars im Business gemausert. Einer der Hauptgründe ist neben seiner persönlichen Entwicklung auch, dass Orton seinen Charakter lebt wie kaum ein zweiter.

Er trägt nicht nur den Spitznamen "The Viper", er ist auch eine. Mit seinen reptilienartigen Bewegungen und seiner teilweise regungslosen Stille, aus der er jederzeit blitzschnell mit seinem Finisher, dem RKO, zuschnappen kann, fasziniert er die Fans immer wieder. So sehr, dass sie dem mehrfachen Champion, der im Laufe der Jahre bereits zahlreiche Wrestler mit seinem brutalen Punt Kick an den Schädel aus dem Verkehr gezogen hat, seine früheren Missetaten verziehen haben und ihn mittlerweile bei jedem Auftritt abfeiern.

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Erfolge und Titel

  • Sechsfacher WWE-Champion
  • Zweifacher World-Heavyweight-Champion
  • Royal-Rumble-Sieger 2009
  • Tag-Team-Champion
  • Intercontinental-Champion

2006 gründete Orton eine Allianz mit Edge als Rated-RKO. Zudem entwickelte sich eine große Fehde zwischen der Viper und John Cena, die ihn endgültig an die Spitze der WWE katapultierte.

Seine dritte Gruppierung gründete der mittlerweile fest im Main Event angekommene Orton 2008 inform der Legacy mit Cody Rhodes und Ted Dibiase. Seit 2010 ist der langjährige Heel als Babyface unterwegs. Im Rahmen des 2011er WWE-Drafts wurde Orton von RAW zu SmackDown! geschickt, um seinen mittlerweile zurückgetretenen Ex-Partner Edge als Aushängeschild der Show zu ersetzen.

Bis heute hat Randal Keith Orton sechsmal die WWE- und zweimal die Welt-Schwergewichts-Championship gewonnen. Wrestlingfuchs Randy Orton ist wieder WWE Champion. In einem brutalen Käfig-Match besiegte er den Schotten Drew McIntyre im Hauptkampf von „Hell In A Cell“ und darf sich zum 14. Mal den wichtigsten Titel der Liga umschnallen.

Die Entscheidung kam, als Orton den Champion vom Käfigrand beförderte. Der Schotte krachte hart durch das Kommentatoren-Pult. Davon erholte er sich nicht mehr. Wenige Minuten später zog Randy Orton seinen „RKO“ durch.

Der Ringrichter zählte durch 1...2...3. Ding Dong! Neuer Champion.

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Verletzungen und Comebacks

Randy Orton hat zugegeben, dass eine kürzliche Verletzung seine Karriere beinahe beendet hätte. Bei der diesjährigen Survivor Series „WarGames“ stieg Randy Orton zum ersten Mal seit Mai 2022 wieder in den Ring. The Viper wurde nach einer Attacke von The Bloodline aus dem TV verbannt, doch der Beatdown war mehr als nur eine Pause für den Veteranen.

Schnell wurde bekannt, dass Orton mit einer schweren Rückenverletzung zu kämpfen hatte, die schließlich operiert werden musste. Es gab auch Berichte, dass ihm die Ärzte geraten hätten, nie wieder zu wrestlen. Bei einem Auftritt im Podcast Impaulsive mit Logan Paul sprach Orton über seine Verletzungen. „Ich bin der einzige Typ, der nie weggegangen und zurückgekommen ist, abgesehen von John Cena. Ich werde für den Rest hier sein. Ich werde nicht nach Hollywood gehen. Ich liebe, was ich tue und hatte gerade 18 Monate Pause, um mich von einer Wirbelsäulenversteifung zu erholen. Ich wurde mit der Tatsache konfrontiert, dass ich das hier vielleicht nicht mehr machen kann.“

Es ist fast so, als hätte ich hier eine zweite Chance für meine Karriere bekommen. Ich werde keinen Tag als selbstverständlich ansehen. Keine Sekunde in diesem Ring ist selbstverständlich.“ Orton beschrieb weiter, wie sich die Verletzung auf ihn ausgewirkt hat und wie dankbar er Matt Riddle ist, der ihn während ihres Tag Team Runs getragen hat.

„Ich habe in den letzten 18 Monaten viel verändert. Ich habe diese Zeit wirklich gebraucht. Ich hatte viele Beschwerden und konnte nicht länger als ein paar Minuten stehen, ohne dass mir die Beine weh taten. Wenn ich saß, rutschte mir beim Bücken immer eine Bandscheibe heraus. Wenn ich im Flugzeug saß, wurden meine Füße taub und ich hatte Schmerzen in den Beinen. Das war wirklich schei*e. Es war wirklich hart. Letztes Jahr, bevor ich wegen meines Rückens aufhören musste, war ich in einem Tag Team mit dem ehemaligen WWE-Superstar Matt Riddle. Ich muss ihm Respekt zollen, denn in dem Jahr, in dem wir zusammen waren, konnte ich nur mit jemandem wie ihm im Ring stehen. Er war in der Lage, die Hauptlast der Physis zu tragen. Ohne ihn wäre ich nicht so weit gekommen. Ich hatte tolle Ärzte, die haben mich wieder zusammengeflickt. Sie haben keine Muskeln durchgeschnitten, damit ich wieder in den Ring steigen kann. Wenn man Muskeln durchschneidet, heilen sie nie wieder. Dann ist man fertig. Ich bin gesegnet, in jeder Hinsicht“.

Nach seiner Rückkehr zur WWE trat Orton bei Raw auf, um gegen „Dirty“ Dominik Mysterio anzutreten, bevor er zu SmackDown wechselte. Am Ende der Ausgabe vom 1. Dezember unterschrieb der ehemalige World Champion offiziell bei der blauen Marke.

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Spekulationen über einen Wechsel zu AEW oder UFC

Verlässt Randy Orton im kommenden Jahr die WWE und schließt sich All Elite Wrestling an, oder spielt der „Apex Predator“ gerade nur mit den Fans und seinem derzeitigen Arbeitgeber? Sicher kann man dies nicht beantworten, Orton ist seit einigen Tagen in jedem Fall bemüht, einen möglichen Abgang für 2020 anzudeuten.

So postete der mehrmalige World Champion zu Beginn der Woche ein Bild bei Instagram, auf dem ein Schild mit der Aufschrift „Elite Level“ stand und untermalte dies mit den Worten „tick tock tick tock„. Außerdem markierte er The Revival, Luke Harper, Elias, Riddick Moss, AEW Executive Vice President Cody Rhodes sowie AEW World Champion Chris Jericho. Dies ist auch daher interessant, weil The Revival und Luke Harper bereits mehrfach um ihre Entlassung gebeten haben und ihre Verträge bald auslaufen. Ferner postete Scott Dawson in dieser Woche ein Foto von sich, Dash Wilder und Randy Orton und schrieb dazu: „What SHOULD’VE been! Thank you, Randy. We’ll see ya down the road.“ Dies kommentierte Wilder mit den Worten „What WILL be. Eventually.„, während Orton einfach nur ein „2020“ hinterherschob.

Wir bereits eingangs erwähnt, es ist nicht ganz klar, ob Orton wirklich Interesse an einem Abschied von WWE hat. Fakt ist jedenfalls, dass er im Jahr 2010 einen 10-Jahres-Vertrag unterschrieben hatte, dieser läuft dementsprechend im kommenden Jahr aus. Schon zuvor erwähnte er gegenüber diversen Leuten, dass es ihm ab Juni 2020 frei steht, woanders zu wrestlen.

Es ist natürlich auch durchaus möglich, dass der Veteran die Gunst der Stunde nutzt und im Hinblick auf einen neuen Vertrag hoch pokert. AEW bietet lukrative Verträge mit guten Bezügen, es sind auf absehbare Zeit nur wenige Topstars auf dem Markt und im Vergleich zu NXT schlägt sich die neue Liga am Mittwoch gemäß ihrer Erwartungen bestens. Orton könnte dies wie andere Wrestler vor ihm nutzen, um WWE unter Druck zu setzen und bei der kommenden Unterschrift richtig abzukassieren.

Es ist übrigens nicht das erste Mal, dass sich der Legend Killer über All Elite Wrestling äußert. Direkt nach dem Debüt lobte er die Company und im speziellen Sammy Guervara in den höchsten Tönen. Orton gab an, das Match zwischen Guervara und Cody Rhodes geliebt zu haben und dass er in Zukunft sehr gerne mit Guevara arbeiten würde.

Dana White äußerte sich in einem TMZ-Interview zu Brock Lesnar. Dieser sei fertig mit UFC. Seine MMA-Karriere ist beendet. Er freue sich auf den nächsten Vertrag mit Vince McMahon.

Fehden und denkwürdige Momente

Finn Balor verletzte sich schwer am Arm und musste seinen frisch gewonnenen Universal Title wieder abtreten, Samoa Joe renkte sich den Kiefer aus - und zum Abschluss bekam Randy Orton eine klaffende Platzwunde ab: Das SummerSlam-Wochenende 2016 endete für diverse Showkämpfer von WWE mit realen Schmerzen.

Falsches oder echtes Blut, geplante Einlage, üble Panne oder gar ein gewalttätiges Abweichen Lesnars vom Skript? Im Netz wurde viel diskutiert. Es war auch so beabsichtigt.

Der blutige Kampfabbruch war geplant - wenn auch nicht in dieser Heftigkeit.

Brock Lesnar führte Blut absichtlich herbei

Man muss wissen: Im Wrestling wird falsches oder echtes Blut traditionell als dramaturgisches Mittel eingesetzt. Entweder durch Kunstblut-Kapseln oder bewusstes Wundenritzen mit Rasierklingen, genannt "Blading".

Bei WWE ist letztere Methode eigentlich seit mehreren Jahren verpönt, generell vermeidet WWE Blut-Aktionen, da ihr Programm auf eine Altersfreigabe für junge Fans zielt. Für Lesnar hatte das Unternehmen zum wiederholten Mal eine Ausnahme gemacht, um das Brutalo-Image des früheren UFC-Champions zu nähren.

Getrickst wurde dabei nicht: Laut WrestlingObserver sollte Lesnar die Platzwunde gezielt mit seinen Ellbogen- und Vorderarmschlägen herbeiführen, auf ganz realem Wege. Keine schmerzarme und auch keine ungefährliche Methode, noch mehr, da Orton im Lauf seiner Karriere schon Gehirnerschütterungen erlitten hat.

Die Wunde wurde schließlich größer als angedacht und musste hinter den Kulissen mit zehn Tackernadeln geschlossen werden.

Bei WWE Monday Night RAW folgt auf den Titel-Hammer um The Miz eine neue Ekel-Inszenierung um Randy Orton. Sie erinnert an einen legendären WWE-Moment.

Bei der TV-Show Monday Night RAW wurde zum einen das Titelgeschehen mit Blick auf WrestleMania 37 mit einem Gigantenduell der alten Rivalen Bobby Lashley und Braun Strowman vorangetrieben.

Zum anderen wurde die düstere Storyline mit Randy Orton, Alexa Bliss und der vermeintlich in den Feuertod geschickten Horror-Figur The Fiend mit einem heftigen Schockmoment weiter vorangetrieben.

Orton, der sich in einer wütenden Backstage-Ansprache an Bliss wandte, zeigte plötzlich Anzeichen von Übelkeit - und spuckte eine Flüssigkeit aus, die auf den ersten Blick wirkte, als hätte er Blut erbrechen müssen.

Orton - am Sonntag im Sechskampf um den WWE-Titel früh ausgeschieden - gab Bliss die Schuld daran, dass ihre Kopfspielchen der vergangenen Wochen ihn aus dem Tritt gebracht hätten und deutete an, dass er sich dafür explizit an ihr rächen wollen würde. Ehe die "Viper" das näher ausführen konnte, kam die schwarze Flüssigkeit aus seinem Mund.

Für Fans der Liga war der schlimm aussehende Effekt schnell zuzuordnen: Er passt in die Story, spiegelt den Moment wider, in dem Bliss in der Nacht nach dem Royal Rumble Orton das Match gegen Edge kostete - indem sie unvermittelt im Ring auftauchte selbst schwarzes Pseudo-Blut aus ihrem Mund laufen ließ. Das ließ sich als symbolische Andeutung der baldigen Fiend-Wiederkehr lesen.

Der Spuck-Schocker um Orton weckte nun auch Erinnerung an einen berühmten WWE-Schocker der frühen Neunziger: den Moment, in dem der 2014 verstorbene Ultimate Warrior nach einem Match sich aus zunächst unerklärlichen Gründen erbrochen zu haben schien - was dann als Ergebnis eines Voodoo-Fluchs seines damaligen Rivalen Papa Shango erklärt wurde.

Zukunftspläne und mögliche Gegner

Randy Orton hat Einfluss auf kreative Entscheidungen und hatte sich in der Vergangenheit häufiger bestimmte Fehdengegner gewünscht. So wolle er gegen Aleister Black und Finn Bálor antreten.

Interessanterweise wurde das Orton-Segment von Michael Hayes produziert, der sich normalerweise um alles kümmert, was mit Roman Reigns und The Bloodline zu tun hat. Damit haben sich die Gerüchte verdichtet, dass Orton beim Royal Rumble im Jahr 2024 gegen Roman Reigns antreten wird.