Große Sorgen um Michael Smolik! Für Michael Smolik (32) beginnt nun ein gänzlich neuer Kampf.
In wenigen Tagen wollte er für einen seiner größten Kämpfe in den Ring steigen, jetzt folgt plötzlich die grauenvolle Diagnose: Michael Smolik (32) hat einen Hirntumor, muss operiert werden - und kann bis auf weiteres nicht mehr kämpfen!
Der MMA-Kämpfer muss sich innerhalb der nächsten Tage einer Operation unterziehen, nachdem bei ihm ein Hirntumor entdeckt wurde. Hoffnung gibt es für Smolik, da bisher nicht geklärt wurde, ob es sich um einen gut- oder bösartigen Tumor handelt.
Die Diagnose und ihre Folgen
„Am besten komme ich direkt zum Punkt: Vor ein paar Tagen wurde bei mir ein Hirntumor diagnostiziert und das heißt, dass ich nicht kämpfen kann“, berichtet der 32-Jährige. Smolik richtet sich auf YouTube an seine Fans. Publiziert hat der deutsche Kampfsportler die tragische Erkrankung auf seinem YouTube-Kanal, auf dem er normalerweise Videos rund um den Kampfsport veröffentlicht.
„Das Ganze fing vor zwei Monaten an. Ich habe beim Joggen gemerkt, dass mir schwindelig und schlecht wurde. Dann kam es immer wieder im Training vor. Ich dachte, es läge am Wetter und habe mir nicht viel dabei gedacht.“
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Entgegen seiner Vermutung seien die Symptome allerdings immer schlimmer geworden. Glücklicherweise ließ sich der Kampfsportler daraufhin auf eine Untersuchung ein, bei der die Ärzte den Hirntumor entdeckten.
Er beklagt „Ausfallerscheinungen“, die anfingen, „plötzlich auch am Tag zu kommen.“
Absage des Mega-Kampfes
Besonders unglücklich: In acht Tagen steht der Mega-Kampf mit Internet-Star „Ringlife“ auf dem Plan!
Fest steht damit auch, dass Smolik seine geplanten Kämpfe erst einmal auf Eis legen muss. Am 14. Oktober war in der Rudolf-Weber-Arena (Oberhausen) ursprünglich ein Kampf zwischen Smolik und Kampfsport-Influencer „Ringlife“ (bgl. Edmon Avagyan) angesetzt.
Die Geschichte dieser Rivalität begann bereits im Sommer 2021 und wurde seither von regelmäßigen Kampfansagen und Herausforderungen begleitet. „Ringlife“ wird nach dem Ausfall von Smolik stattdessen gegen den Profiboxer Rafael Bejaran antreten. Sein planmäßiger Gegner geht aber trotzdem nicht leer aus, trifft bei der „Legacy Crossover Fight Night“ in Oberhausen auf Box-Profi Rafael Bejaran.
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Seine Gedanken drehen sich trotz allem weiterhin um den geplanten Kampf. Smolik überlegte wohl sogar, dennoch teilzunehmen. Eine wahnsinniges Gedankenspiel, das ihm sein Trainer aber doch ausreden konnte. Und mit diesem Entschluss ist der kranke Sportler nun auch einverstanden.
Smolik's Erfolge im Kampfsport und TV
Zu den wahrscheinlich größten Erfolgen in Smoliks sportlicher Laufbahn gehören unter anderem Weltmeisterschafts- und Europameisterschaftstitel im Kickboxen.
Neben seiner Kampfsportkarriere wurde Michael Smolik auch durch das Fernsehen bekannt.
Rückblick auf den Kampf gegen Raphael Pessoa
Im Main Event des Abends trafen der Brasilianer Raphael Pessoa (Hybrid Training Center Porto) und der Deutsche Gigant Michael Smolik (UFD Gym Düsseldorf) im Schwergewicht aufeinander. Smolik startete druckvoll mit gezielten Lowkicks und einem Highkick.
Pessoa reagierte mit einem Takedown, den Smolik jedoch rasch neutralisierte und seinerseits mit Groundandpound antwortete. In Runde zwei entwickelte sich ein intensiver Schlagabtausch. Pessoa versuchte erneut, den Kampf auf den Boden zu bringen, doch Smolik verteidigte souverän und punktete im Stand mit klaren Treffern.
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Eine Platzwunde an seiner Nase hielt ihn nicht auf - im Gegenteil: Smolik übernahm zunehmend die Kontrolle. Nach einer kurzen Unterbrechung durch ein versehentliches Knie setzte Smolik weitere Akzente, darunter ein präziser Highkick, der bei Pessoa eine Cut-Verletzung verursachte. Zwar brachte Pessoa seinen Gegner kurz vor Schluss nochmals zu Boden, doch die Jury sprach den verdienten Split-Decision-Sieg Michael Smolik zu - ein überzeugender Auftritt auf großer Bühne.
Weitere Kämpfe bei "We Love MMA" in Düsseldorf
Am Samstag brachte WE LOVE MMA packende Fights und volle Ränge ins CASTELLO Düsseldorf. Vor ausverkaufter Kulisse erlebten die Zuschauer spannende Fights voller Action, Technik und Dramatik. Den Auftakt des Events bestritten Ali Kasemi (Phoenix Sport Akademie Kassel) und Enriko Russo (Roots MMA Köln).
Im zweiten Kampf des Abends setzte sich Zeljko Ibis (Infinitus Fit and Fight Stockstadt) gegen Yasin Kahraman (Team Kahraman Heidelberg) durch. Nachdem Kahraman in Runde eins zunächst mit einem Takedown überraschte, übernahm Ibis zunehmend die Kontrolle. Mit einem präzisen Kopftreffer beendete er den Fight durch technischen K.o.
Ibrahim Daoui (Lee Gym Hannover) triumphierte gegen Mohsen Koohestani (Fight Center Siegen) in einem emotional aufgeladenen Duell. Nach einer kurzen Pause aufgrund eines unerlaubten Kniestoßes kämpften beide fair weiter. Daoui brachte Koohestani in Runde zwei zu Boden und gewann schließlich durch K.o.
Im anschließenden Duell überzeugte Timon Huss (Gorilla Gym Hamburg) mit technisch brillantem Striking.
Im einzigen Frauenkampf des Abends demonstrierte Meryem Karatorak (Lumpinigym Linne / Roots MMA Köln) eindrucksvoll ihre Vielseitigkeit. Gegen Melek Kayis (Lee Gym Hannover / Combat & Sports Club Düsseldorf) kontrollierte sie den Kampf durch mehrere Takedowns, Ground-and-Pound und starke Clinchkontrolle.
In einem hart umkämpften Duell setzte sich Maksym Bunakov gegen Marouane Helali durch. Beide Athleten lieferten sich über drei Runden hinweg einen intensiven Schlagabtausch.
Einen packenden Kampf lieferten sich Enes Muhammed Ergen (Gorilla Gym Hamburg) und Jahn Blazewski (Lee Gym Hannover).
Sven Dolezal (UFD Gym Düsseldorf) ließ Felix Nitsche (King Zora Gym Mettmann) keine Chance.
Einen der schnellsten Kämpfe des Abends lieferte Moritz Merten (Infinitus Fit and Fight Stockstadt), der Noel Rittgen (Black Gym Wiesbaden) nach nur 38 Sekunden per Submission bezwang.
Ein absolutes Spektakel war der Fight zwischen Kai Brinschwitz (Grapple Town Erkelenz) und Robert Dimitrus (Exit Asia Freiburg). Nach einem wilden Hin und Her mit Takedowns, Clinchkontrolle und brutalem Groundandpound beendete Dimitrus den Kampf in Runde zwei durch technischen K.o.
