Ruben Wolf: Vom Eis zum Käfig - Eine MMA-Karriere

Ruben Wolf ist einer von der ganz harten Sorte, der im Ring Angst und Schrecken verbreitet. Privat ist der Augsburger, der mit seiner Frau Astrid und den zwei Hunden, dem Boxer Gino und dem Boston-Terrier Harley in der österreichischen Hauptstadt Wien lebt, ein netter Kerl. Wolf ist MMA-Kämpfer. MMA steht für Mixed Martial Arts, eine Vollkontaktsportart, bei der viele Kampfkünste gemischt werden.

Die Anfänge im Eishockey

Eisstadien kennt Wolf ohnehin viele von Innen. Im Alter von 15 Jahren hat er für den EV Landshut in der DNL (Deutsche Nachwuchs-Liga) Eishockey gespielt. Auch das Trikot der Königsbrunner Pinguine trug er einige Zeit. Die Sportart mit dem Puck war lange seine Welt. Ab 2007 versuchte er in den Staaten sein Glück beim Eishockey. Gespielt hat er in Richmond (Virgina) in der unterklassigen SPHL (Southern Professiona Hockey League). Dort spielte er die Rolle des "Enforcer."

Im Klartext heißt das: Er musste durch Bodychecks, aggressive Aktionen oder provozierte Schlägereien versuchen, den Spielfluss des Gegners zu unterbrechen und diesen abzulenken. "Am Boxen habe ich schon damals Gefallen gefunden", meint Wolf. Als er nach Deutschland im Jahr 2010 zurückkam, absolvierte er sogar ein Probetraining bei den Eisbären Berlin. "Anschutz hat meine harte Spielweise gefallen, aber die Trainer wollten mich nicht", erzählt Wolf. Philip Anschutz ist vielfacher Milliardär. Ihm und seiner Entertainment Group gehört der Eishockey-Verein in Berlin. "Irgendwie war ich dann nicht mehr gefragt und ich habe auch nichts gefunden", so Wolf.

Der Wechsel zum MMA

Lange galten die MMA-Kämpfer als Exoten. Das hat sich laut Wolf aber mittlerweile geändert. "Früher war das etwas für den Hinterhof. Jetzt gibt es mittlerweile ein riesiges Gym in Wien.

Das war auch ein Grund, warum MMA-Kämpfe lange Zeit im deutschen Fernsehen verboten wurden. Angeblich zu brutal. Zudem ist der Sport auch dafür bekannt, dass sich die Protagonisten zu einem Fight in einem Käfig treffen. Das ist allerdings bei weitem kein Showelement. "Der Käfig wurde zu unserer Sicherheit eingeführt. Mir ist es früher schon passiert, dass ich bei einem Kampf auf den Tisch des Zeitnehmers geknallt bin", lacht Wolf.

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In seiner Heimatstadt Augsburg sowieso: "Egal in welcher Stadt ich lebe, ich brauche immer einen Anker und das ist Augsburg."

Kämpfe und Herausforderungen

Am 12. Mai wird Wolf dann einen ganz normalen Boxkampf im Schwergewicht bestreiten. "Das macht mir auch Spaß und ich nehme auch diese Gelegenheit gerne wahr", so Wolf.

Im Boxring war der aus Augsburg stammende und in Wien lebende Wolf bisher als Profi fünf Mal aktiv und hat alle Kämpfe gewonnen. Am 18.Juli wird er gegen seinen Landsmann Ruben Wolf antreten. Sein 33-jähriger Gegner Ruben Wolf, der seine fünf Siege allesamt im Jahr 2019 in Österreich errungen hat, wird ihm aber die nötige Gegenwehr bieten, um seinen Status als Ungeschlagener zu verteidigen.

Ein weiterer Kampf fand statt, als Brett McDermott aus England auf den deutschen Ruben Wolf traf. Wolf wurde in Rosenheim, Bayern geboren, trainiert und lebt jedoch mittlerweile in unserem Nachbarland Österreich. Seine Karriere zeichnet sich vor allem durch das abwechseln von Siegen und Niederlagen aus. Er hat bereits für verschiedene größere europäische Promotions, wie EFN oder FFC gekämpft. Sein größter Sieg ist ein TKO gegen James Mulheron aus dem Jahr 2015.

Schwergewichtler Ruben Wolf, den Fans auch als internationalen MMA Fighter kennen, wartet auf einen Sieg vor heimischer Kulisse. Ruben „The Viking“ Wolf wird gegen Luka Stajic antreten. Der Augsburger, der in Wien lebt, hat sich vor allem als MMA-Kämpfer (Mixed Materials Art) bislang einen Namen gemacht. Dort treffen sich die Sportler in Käfigen. Wolf war in früheren Jahren in der Region auch als Eishockeyspieler der Königsbrunner Pinguine bekannt.

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Am Samstag wird die Fuldaer Wilmingtonhalle wieder zu einem Boxring. Wolf ist Profi, kämpfte auch schon in der MMA und trainiert im Boxkeller der Hamburger Kultkneipe "Zur Ritze". Dort bereiteten sich unter anderem auch schon Dariusz Michalczewski, Henry Maske oder Vitali und Wladimir Klitschko auf ihre Kämpfe vor.

Das Umfeld und die Familie

Wolfs Mutter Barbara ist in Augsburg die Leiterin des hiesigen Architektur-Museums. Barbara Wolf lacht: "Nein, ich war immer schon der Meinung, dass jeder das tun soll, für das er sich berufen fühlt. Ich denke er hat seine Nische gefunden." Sportlich begabt war ihr Junge schon immer. Wenn ihr Sohn in den Käfig steigt, ist sie aber nicht dabei: "Das ist mir zu heftig. Da kann ich nicht hinschauen. Das schaue ich mir erst hinterher auf Youtube an. Wenn er nur boxt, ist das anders. Da bin ich dann öfter dabei."

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