„Karate Kid“ aus dem Jahr 2010 ist ein amerikanischer Martial-Arts-Film und eine Neuverfilmung des gleichnamigen Films von 1984.
In dieser modernisierten Variante des Kultklassikers von 1984 gibt Jackie Chan den Kampfkunst-Lehrmeister eines amerikanischen Teenagers.
Am Startwochenende spielte der Film bereits 56 Millionen Dollar in den USA ein. Anschließend konnten rund 358 Millionen Dollar eingespielt werden, womit er als der erfolgreichste Film des Hauptdarstellers gilt.
Handlung
Die Geschichte handelt von dem jungen Dre Parker, der sich nach einem Umzug von Detroit nach Peking einer Reihe von Herausforderungen stellen muss.
Dre Parker (Jaden Smith) ist sehr beliebt bei den Jungen seiner Heimatstadt Detroit. Aber seine Mutter folgt dem Ruf und führt die Familie nach China, ein neuer Job erwartet sie.
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Als der 12-jährige Dre Parker (Jaden Smith) mit seiner Mutter (Taraji P. Henson) nach Peking zieht, fühlt er sich verloren und von den kulturellen Unterschieden überwältigt. Zwar hat er sich Hals über Kopf in die schöne Violinistin Mei Ying verliebt, aber sonst fällt es ihm äußerst schwer, neue Freunde zu finden.
Kaum landet Dre in Peking, verliebt er sich in die Klassenkameradin May Ying. Wie geht diese Verliebtheit aus?
In der neuen Heimat fühlt sich Dre nicht wohl. Aber es dauert nicht lange, bis er in der neuen Schule das Mädchen May Ying näher kennenlernt. Schnell verliebt er sich in sie, was auch zurückgegeben wird.
Ein jüngerer Schüler, Kung Fu, bemerkt die aufsteigenden Gefühle und schikaniert Dre. Allerdings ist dies eine Abwehrhaltung gegenüber seinen eigenen Gefühlen.
Als der Rüpel der Nachbarschaft es sich zur Aufgabe macht, sein Leben in eine fernöstliche Hölle zu verwandeln, kommt dem Karate Kid unerwartet der Hausmeister Mr. Han (Jackie Chan) zur Hilfe. Hinter dessen unscheinbarem Äußeren verbirgt sich ein mächtiger und weiser Kung-Fu-Meister.
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Als Dre mal wieder als Watschenheini für die Bully-Rasselbande dienen soll, bekommt er unerwartete Hilfe: Mr. Han (Jackie Chan), der Hausmeister aus seinem Apartmentkomplex, greift ein und erteilt den Schlägern eine Lektion.
Zögerlich nimmt er sich des Sprößlings an, um ihn gegen seinen übermächtig scheinenden Gegner zu wappnen.
Zusammen tauchen die beiden in der Kampfschule von Cheng auf. Sie wollen den Zwischenfall klären, doch der Lehrer, Master Li, fordert einen Zweikampf zwischen Cheng und Dre. Daraufhin schlägt Mr. Han vor, dass Dre an dem nächsten Kung-Fu-Turnier teilnimmt und der Trainer ist einverstanden.
Währenddessen lernt der junge Amerikaner bei seinem Hausmeister richtiges Kung Fu. Es wirkt, als ob Dre erst nur unsinnige Aufgaben bekommt. Doch später stellen sich diese Aufgaben als Grundtechniken von Kung Fu heraus.
Mr. Die Trainingsmethoden von Mr. Han sind unkonventionell, aber wirkungsvoll. Er betont, dass Gelassenheit und Reife, nicht Gewalt und Kraft, den wahren Meister ausmachen.
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Durch wiederholtes Aufheben und Ablegen seiner Jacke entwickelt Dre ein tiefes Verständnis und Muskelgedächtnis für die Bewegungen.
Beide unternehmen sogar einen Ausflug in ein Kloster in die Berge im Film „Karate Kid“.
In der Zwischenzeit nimmt May Ying an einem Geigen-Vorspiel teil. Leider kommt sie fast zu spät zu der Aufführung, alles nur wegen Dre, worauf die Eltern ein erneutes Treffen mit ihm verbieten.
Die Vorbereitungen gehen dem Ende zu und Han ist über den Verlauf positiv gestimmt. Bei dem Turnier startet Dre nervös, trotzdem kommt er bis ins Halbfinale. Natürlich hat sich der Musterschüler Cheng schon fürs Finale qualifiziert.
Trainer Li weist den nächsten Rivalen an, den Kampf mit Dre zu verlieren, damit er ins Halbfinale kommt. Daraufhin kämpft er mit unfairen Mitteln, wobei Dre sich schwer verletzt.
Jedoch wird der Schüler dafür disqualifiziert. Nun kommt wieder Mr. Han ins Spiel, denn er schafft es, Dre für das Finale zu heilen.
Im Finale gegen Cheng nutzt Dre eine Technik, die er im Tempel gesehen hat, und gewinnt. Dies verschafft ihm nicht nur den Sieg, sondern auch den Respekt von Cheng und seinen Klassenkameraden.
Dre überwindet seine Ängste und Herausforderungen, und Cheng überreicht ihm den Pokal, während alle Schüler von Fighting Dragon sich vor Mr. Han verbeugen.
Besetzung
Regisseur Harald Zwart erreicht mit seiner 140-minütigen Neuverfilmung eine Altersfreigabe ab sechs Jahre. Das Drehbuch von Christopher Murphey basiert auf dem Original von dem Drehbuchautor Robert Mark Kamen. Produziert wurde „Karate Kid“ von Jerry Weintraub, Will Smith, James Lassiter, Jada Pinkett Smith und Ken Stovitz. Roger Pratt führt die Kamera und zeigt den Zuschauern die Hauptrollen mit Jackie Chan und Jaden Smith. Ersterer spielt Mr. Han und Letzterer seinen Schüler Dre Parker. Geschnitten wurden die Szenen von Joel Negron, mit einer musikalischen Untermalung von James Horner.
Die weitere Rollenvergabe:
- Taraji P. Henson spielt Dres Mutter, mit dem Namen Sherry Parker.
- Han Wenwen versetzt sich in den Charakter May Ying.
- Wang Zhenwei bringt Cheng zum Leben und Yu Rongguang den Master Li.
Hier eine tabellarische Übersicht der wichtigsten Rollen und ihrer Darsteller:
| Rolle | Darsteller |
|---|---|
| Dre Parker | Jaden Smith |
| Mr. Han | Jackie Chan |
| Sherry Parker | Taraji P. Henson |
| May Ying | Han Wenwen |
| Cheng | Wang Zhenwei |
| Master Li | Yu Rongguang |
Unterschiede zum Original
Die Neuverfilmung von „Karate Kid“ weist einige Unterschiede zum Original auf, denn es findet ein Kung-Fu-Kampf statt und kein Karate-Kampf. Zudem spielt die Handlung an einem anderen Ort, dabei sind die Schauspieler wesentlich jünger. Das Alter im Durchschnitt liegt in etwa bei zwölf Jahren und nicht bei etwa 16 Jahren.
Die 26 Jahre, die zwischen Karate Kid von 1984 und seinem Remake liegen, machen sich an einigen Veränderungen des Remakes gegenüber dem Original bemerkbar. Da ist zum einen die Form der Kampfkunst, die Karate Kid Dre zu erlernen hat. Anstelle von japanischem Karate gibt es jetzt chinesisches Kung-Fu, anstelle von ‘Wischen und Polieren’ wird jetzt die Jacke aufgehängt und wieder abgenommen.
Kritik
Mit dem großen Auftritt von Jackie Chan fängt der Film so richtig an Spaß zu machen. Zum Glück stimmt die Chemie zwischen dem Altmeister und dem jungen Smith. Die Action-Sequenzen sind ansprechend choreografiert. Der Zuschauer profitiert von den großartigen Kampfkünsten des jungen Cheng-Darstellers.
Smith und Chan bilden ein harmonisches Duo, das den Film trotz einiger Schwächen trägt. Ihre Beziehung verleiht dem Film eine gewisse Tiefe, die über die einfache Handlung hinausgeht.
Während die Antagonisten Cheng und Master Li leider flach und eindimensional bleiben, erweist sich der Wechsel des Schauplatzes nach China als geschickter Schachzug. Regisseur Zwart nutzt die Kulisse Chinas effektiv, um die Geschichte neu zu interpretieren, auch wenn der Film an einigen Stellen durch uninspirierte komische Einlagen und eine übertriebene Wackelkamera in den Kampfszenen schwächelt.
