Der Weg zum Schwarzgurt im Taekwondo ist ein anspruchsvolles Unterfangen, das sowohl körperliche als auch geistige Disziplin erfordert. Die TAEKWONDO-Schule von Franz Sappl, in die der Verein Dochang e.V. integriert ist, besteht seit fast 35 Jahren und legt großen Wert auf die gründliche Vorbereitung ihrer Mitglieder.
Die Bedeutung der Vorbereitung
Zu den Prüfungen der Vereinsmitglieder wird ohnehin nur zugelassen, wer bei der Vorprüfung bewiesen hat, dass die nötigen Voraussetzungen erfüllt sind, das heißt, wer ausreichend intensiv trainiert hat, um den Test mit Erfolg hinter sich zu bringen und in der Hierarchie eine Stufe höher zu klettern. Trotzdem ist aber nicht ausgeschlossen, dass mal die Nerven im Prüfungsstress nicht mitmachen, oder dass man mit dem falschen Bein aus dem Bett gestiegen ist.
Es ist natürlich klar, dass man in vorgerücktem Alter nicht mehr springt wie eine Gämse und auch nicht mehr kickt wie eine Ballerina, aber das ist auch nicht nötig. Auch körperliche Handycaps müssen nicht unbedingt ein Hinderungsgrund sein. In unseren Reihen trainiert und lehrt auch der querschnittgelähmte Andi Sappl, der im Rollstuhl kürzlich den 4.
Taekwondo als umfassende Schulung
TAEKWONDO ist eine hervorragende Selbstverteidigung, ein Vollsport. In ihm werden Körper und Geist geschult. Unserer langjährigen Erfahrung nach ist es sinnvoll, Kinder ab 5 Jahren in ein entsprechendes Training zu schicken. Wir im Dochang nehmen Zwergerl und alle Altersgruppen darüber, in den Filialen in Icking, Ascholding und Geretsried und natürlich in Wolfratshausen auf.
Besondere Leistungen und Anerkennung
Einige sollten hier namentlich genannt werden. Maximilian Wallner führt die „Supermänner“ an. Er kickte wunderbar und begeisterte im Freikampf zusammen mit dem Nächsten in der Liste: Christoph Eisermann, dann André Niebuhr, Thomas Nejman, Monika Mannhardt und Inge Blum, lauter Erwachsene! Mit Gregor Fossdal als Vorletztem trat ein echter Techniker vor den Meister. Er bestach durch saubere Ausführung und großes Können. Er erhielt ab dem Prüfungsfach Poomse Szenenapplaus. Das Vorgetragene war Extraklasse.
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Nach ihm kam der Altmeister und Vereinsvorsitzende Franz Sappl. Er hatte seine Absicht, sich um den 7. Herr Ko sagte zu den Umstehenden: „Das war in allen Fächern Weltklasse“! Wer hat schon solches Lob aus solchem Munde bekommen? Ob es nun die Kicks, die Fauststöße, die Poomse, das Hanbon kyorugi, der Kampf oder die gigantischen Bruchtests waren, es war alles perfekt einstudiert! Super, super, super!
Die Prüfung zum 7. DAN
Zu den Bruchtests: Zuerst zerschlug Franz mit Dwitjaggi (Fußtechnik) Gartentrittplatten aus Naturstein, frei stehend. Dann zerschmetterte er mit Yobjaggi (Fußtechnik) zwei große freistehende Ziegelsteine. Als Handtechnik wurde zunächst ein Flusskiesel mit der Handkannte zertrümmert. Sodann nahm der neue 7.
Franz: Sechs Jahre, seit meiner letzten Schwarzgurtprüfung. Die letzten Monate natürlich verstärkt und ganz besonders die letzten Wochen. Für den Konditionsaufbau genügen 60 Tage, aber eine Abhärtung der Hände und Füße ist in einigen Wochen oder wenigen Monaten nicht ausreichend möglich. Hornhaut wächst schnell, aber die Knochen brauchen viel Zeit, um sich zu verstärken und zu verdichten. Franz: Nach meinem momentanen Gefühl, war das das Beste, was ich je geliefert habe und das in meinem Alter noch.
Pressewart: Waren die gezeigten Disziplinen alles, was man zum 7. Franz: Das nicht, aber ich musste eine 20seitige Facharbeit zu einem Taekwondo-Thema schreiben. Es wurden 26 Seiten. Ich wählte „Hanbon kyorugi“, den Einschritt-Kampf. Hierin ist unsere Schule absolut spitze.
Erfahrungen von Späteinsteigern
Wenn man nicht mehr der Jüngste ist (ab 40 J. - Man wechselt nicht mehr sprunghaft eine Sportart. Wenn man mit 55 J. beginnt, erwartet einen nach dem 1. - Evtl. Man erlebt den 2. Ich hab mit 42 begonnen und seitdem mehrere twens kommen und gehen sehen. Und der 1. Stimme den positiven Kommentaren zu, allerdings kann ich von mehreren "2.
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Wenn man es aber nun vom Graduierungsstandpunkt sieht glaub ich, dass hier das Alter auch hilft. Wenn man nicht mehr der Jüngste ist (ab 40 J. Das würde ich so nicht sagen. Als ich 20 war, habe ich keinen Sport betrieben. Taijiquan habe ich mit 38 angefangen, Karate mit 43. Gerade habe ich meinen 5. Kyu gemacht. Im Rückblick ist mir bisher nichts schwerer gefallen als wesentlich jüngeren Leuten. Im Gegenteil, wenn ich mir die kleinen Anfänger ansehe, stelle ich fest, dass es große Probleme mit der Koordination, der Aufmerksamkeit, dem Durchhaltevermögen und auch dem Willen gibt. Damit hatte und habe ich keine Probleme. Früh anzufangen hat sicher seine Vorteile. Vermutlich kann man dann eher ein höheres Niveau erreichen und in Wettkämpfen glänzen.
Einziger Nachteil für die Gesamtgruppe ist, dass keiner mehr zum Superkämpfer mutieren will und "stupide" Prüfungsprogramme ganz weit oben auf der Wunschliste stehen. Was immer wieder überrascht sind Leute, die lange Zeit ausgesetzt haben und nach vielen Jahren wiederkehren. Teilweise ist´s bzgl. der Technik, als wären sie nie weg gewesen. Die Koordination lässt imo erst viel später nach ... das ist mit 40 noch überhaupt kein Thema...
Die Anforderungen werden - insbesondere in den Familien- und Breitensportvereinen - auch an die Person angepasst. Überspitzt formuliert, reicht es (bis zum Dan) oft, wenn Du nur rechtzeitig bezahlst und einigermaßen regelmäßig im Training aufschlägst. Da irrst du dich ganz gewaltig. Jedenfalls bei uns ist das Trainingspensum für den Schwarzgurt - gerade für ältere Spätanfänger bzw. Wiedereinsteiger - enorm. Eben weil es körperlich nicht mehr so locker vonstatten geht.
Die Bedeutung des Trainingspensums
Studium angefangen, Studium zu Ende, neuer Job am A... Ich selbst habe mit Ende zwanzig angefangen, also auch nicht allzu früh, war und bin aber durch mein geregeltes Leben in der Lage, regelmäßig 3-4 mal die Woche (oder bei Bedarf auch öfter) und über Jahre hinweg zu trainieren. Da irrst du dich ganz gewaltig. Jedenfalls bei uns ist das Trainingspensum für den Schwarzgurt - gerade für ältere Spätanfänger bzw. Wiedereinsteiger - enorm. Eben weil es körperlich nicht mehr so locker vonstatten geht. Dann trainierst Du wohl in einem guten Verein .
Bis zu den Dan-Prüfungen erinnere ich mich an eine Prüfung, auf der jemand durchgefallen ist. Trainiert hat der Großteil der Danträger, die ich kenne und die den Sport nicht als Leistungssport betrieben haben, höchstens 3x pro Woche. Die Prüfungen bis zum Dan wurden während des regulären Trainingsbetriebs - wenn der nicht eh auf die Gürteljagt eingestellt war und fast nur das Prüfungsprogramm trainiert wurde - erarbeitet.
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Trainingspensum im Vergleich
Ein enormes Trainingspensum hatte keiner der Schwarzgurte, nicht einmal die wirklich guten, die auch richtig was drauf haben. Meist gab es zwei Prüfungen im Jahr, hätte man dort das maximale aus seinen Möglichkeiten verlangt, wären wohl weit mehr nie durchgekommen. Ganz simple Frage zur Reflektion, da es mir schon sehr häufig aufgefallen ist: Wie viele Prüflinge hast Du in den letzten Jahren durchfallen sehen (vor der Dan-Prüfung)? Waren tatsächlich alle so gut, dass sie es verdient hätten/hatten zu bestehen? Ich habe sogar häufig erlebt, dass die Urkunden vor Prüfungsbeginn bereits fix und fertig waren und die Leistung am Schluss nur noch schnell in die jeweiligen Pässe eingetragen werden musste.
Kämpferisch haben mich genug Karateka und TKDin überzeugt, ganz unabhängig von der Graduierung und es gab mehr als genug Danträger, die sich darauf etwas eingebildet haben, ohne etwas zu können, außer vielleicht das Prüfungsprogramm abzuspielen. Andererseits finde ich es auch zunehmend lächerlich, dass man häufig so tut, als sei ein schwarzer Gürtel ein Zeichen für den Meister oder sogar das Ende des Weges, da gehören noch ein paar weitere Prüfungen absolviert und die sind tatsächlich meist nicht ohne. (Dass die Anforderungen an die Person angepasst werden, habe ich überall so erlebt und finde ich gut. Andererseits muss auch klar sein, dass die Graduierung dann nur begrenzt das Können ausweist. Sonst gäbe es weit weniger Schwarzgurte, die sich die Bauchbinde im gehobeneren Alter erarbeitet haben.
