Raul Rosas Jr. dürfte ab heute wohl das coolste Kind in seiner Klasse sein. Vor wenigen Tagen hat der Mexikaner einen Vertrag in der größten MMA-Organisation der Welt unterschrieben, der UFC. Rosas Jr. wurde 2004 geboren und ist mit weichen 17 Jahren nun der jüngste UFC-Fighter aller Zeiten.
Der Weg in die UFC
Mit 15 Jahren gab Rosas Jr. seinen ersten Amateur-Kampf, zwei Jahre später dann das Profi-Debüt. Beachtlich: In knapp zehn Monaten kämpfte der Mexikaner sechsmal, gewann alle Fights. Sein letzter Sieg bei der UFC-Nachwuchs-Liga „Dana White's Contender Series“ bescherte ihm dann einen UFC-Vertrag.
Um in der UFC zukünftig voll durchstarten zu können, brauchte der Teenager eine spezielle Erlaubnis von seinen Eltern. Denn eigentlich erlaubt es die Kommission nicht, Minderjährige kämpfen zu lassen. Rosas Jr.: „Der älteste Gegner von mir war 33 oder 34, der jüngste 25 oder 26. Ich bin anders als andere in meinem Alter. Während die auf Partys waren oder im Sommer-Urlaub, habe ich hart gearbeitet.“
UFC-Boss Dana White (53) schwärmt bereits von dem Riesen-Talent: „Er ist besonders. Er ist anders. Du siehst keine anderen 17-Jährigen, die so sind wie er. Ich habe noch nie so etwas gesehen.“
Allerdings wäre es nicht das erste Mal, dass die UFC versucht, ein junges Talent zu früh zu einem Star aufzubauen. Zeigt sich White im Matchmaking lernfreudig? Oder wird Rosas Jr. in seinen ersten UFC-Fights den Hunden zum Fraß vorgeworfen?
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Debüt-Rekord gebrochen
Erst vor wenigen Monaten unterzeichnete der damals 17-jährige Raul Rosas Jr. als jüngster Fighter jemals einen UFC-Vertrag, am letzten Samstag gab der Mexikaner bei UFC 282 sein Debüt im Oktagon. In der ersten Runde besiegte Rosas Jr. seinen elf Jahre älteren Gegner mit einem brutalen Würgegriff und schrieb UFC-Geschichte.
Kein anderer Kämpfer war bei einem Sieg im Oktagon jünger als „El Nino Problema“ („Das Problemkind“). „Ich lebe gerade meinen Traum. Ich verspürte keine Angst oder Druck, ich habe mich frei gefühlt“, so das UFC-Juwel nach dem Sieg.
Rosas Jr. wurde 2004 in Mexiko geboren, aufgewachsen ist er in New Mexiko und Kalifornien. Mit 15 Jahren gab er seinen ersten Amateur-Kampf, zwei Jahre später dann das Profi-Debüt.
Bonus für die Mutter
Nach dem Fight wurde der 18-Jährige mit der „Performance of the Night“ ausgezeichnet, die einen stolzen Bonus von 50.000 US-Dollar (rund 47.500 Euro) mit sich bringt - und Rosas Jr. weiß schon genau, wofür er dieses Geld ausgeben wird. „Ich habe den Bonus verlangt, damit ich meiner Mutter einen Minivan kaufen kann, sodass sie mich endlich zum PI (UFC Performance Institute, d. Red.) fahren kann“, so der UFC-Bubi nach dem Kampf bei der PK.
Am Mikrofon zeigte sich Rosas Jr. abgekühlt und selbstsicher, hier könnte ein echter Mega-Star vor unseren Augen heranwachsen.
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Und wie sieht es eigentlich mit einem Führerschein aus? „Ich habe noch nicht die Zeit gefunden, um meinen Führerschein zu machen. Ich weiß, wie man fährt, aber meine Familie vertraut mir nicht“, witzelt er. Klar ist: Bei sieben Käfig-Kämpfen in knapp einem Jahr hatte er auch alle Hände voll zu tun.
Reaktionen im Netz
Das eindrucksvolle Debüt von Raul Rosas Jr. brachte auch das Internet zum Beben. Viel Glück für deine Karriere in der UFC, junger Mann.“
Schule und Zukunftspläne
Wie der UFC-Bubi vor seinem großen Kampf erklärte, wird er seit Kurzem zu Hause unterrichtet, muss also nicht mehr vor Ort die Schulbank drücken.
Aktuell ist Jon Jones (35) immer noch der jüngste UFC-Weltmeister aller Zeiten, war zum Titelgewinn 23 Jahre alt. Rosas Jr. hat jedoch große Ziele: „Respekt für jeden, aber ich werde mit 20 Jahren Weltmeister sein, vielleicht sogar schon früher.
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