Dwayne Johnson: Vom Wrestling-Ring zum Hollywood-Superstar

Dwayne Douglas Johnson, besser bekannt als "The Rock", ist ein US-amerikanischer Schauspieler, der seine Karriere im World Wrestling Entertainment (WWE) begann.

Frühe Jahre und Wrestling-Karriere

Dwayne Douglas Johnson wurde am 2. Mai 1972 in Hayward, Kalifornien, geboren. Seine Kindheit verbrachte er jedoch auf Hawaii. Als Sohn des Wrestlers Wade Douglas Bowles alias Rocky Johnson schien seine Karriere vorgezeichnet. Nach seinem Kriminologie-Studium an der University of Miami in Florida wollte Dwayne Johnson Football-Spieler werden. Eine Knieverletzung zwang ihn jedoch zu einem frühen Ende seiner Football-Laufbahn.

So entschied sich Johnson für das Wrestling und nahm 1997 den Künstlernamen "The Rock" an. Er gewann zahlreiche Titel und wurde zu einem der erfolgreichsten Gladiatoren der World Wrestling Entertainment (WWE).

Der Aufstieg in Hollywood

Dank seines Erfolges im Ring wurde die Filmindustrie auf Dwayne Johnson aufmerksam. Erste Schritte machte er 1999 als Gast-Star in der TV-Sitcom "Die wilden Siebziger". Sein Leinwand-Debüt gab er 2001 in dem Abenteuerfilm "Die Mumie kehrt zurück" als Scorpion King Mathayus.

Die Figur des Scorpion King kam beim Kinopublikum so gut an, dass Dwayne Johnson 2002 ein eigenes Prequel mit dem Filmtitel "The Scorpion King" bekam. Nach "Die Mumie kehrt zurück" und "The Scorpion King" war Dwayne Johnson in Hollywood ein gefragter Action-Star, da er als Schauspieler besser war, als seine Wrestler-Vergangenheit vermuten ließ und er zudem all seine Stunts selbst machte.

In den Folgejahren drehte Dwayne Johnson die Action-Filme "Welcome to the Jungle" (2003), "Walking Tall - Auf eigene Faust" (2004) sowie die Action-Komödie "Get Smart" (2008). Weiter ging es mit Auftritten in Action-Hits wie "Die etwas anderen Cops" (2010), "G.I. Joe - Die Abrechnung", "Pain & Gain" (2013), "Hercules" (2014) sowie das Katastrophenspektakel "San Andreas".

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Vielseitigkeit jenseits der Action

Dwayne Johnson kann nicht nur Action-Filme. Seine schauspielerischen Facetten zeigte er in dem Abenteuerfilm "Die Reise zur geheimnisvollen Insel" (2012), "Zahnfee auf Bewährung" (2010) sowie in dem Sport-Drama "Spiel auf Bewährung" (2006). 2016 heuerte die Serienhit-Schmiede HBO Dwayne Johnson für die Comedy-Serie "Ballers" an. Im Kino sah man Dwayne Johnson zusätzlich noch in der Agentenkomödie "Central Intelligence" (2016). 2017 glänzte er außerdem in der Kinofassung der Kultserie "Baywatch".

Dwayne Johnson in "Fast & Furious"

Anno 2011 erhielt Dwayne Johnson seine nächste Paraderolle. In "Fast & Furious Five" (2011) übernahm Dwayne Johnson die Rolle des Polizisten Luke Hobbs. Zunächst jagte er die rasanten Protagonisten rund um Vin Diesel und Paul Walker, doch im Laufe der Filmreihe verbündeten sich "Räuber und Gendarm". Dwayne Johnson gehörte ab Teil 5 bis Teil 8 zum festen Cast dieser Filmreihe.

Weitere Projekte und Engagements

Dwayne Johnson ist Wrestler und Schauspieler. Zusammen mit Wyclef Jean und Melky Sedeck nahm er anno 2000 die Single "It doesn't matter" auf. Darüber hinaus ist Dwayne Johnson noch Vater einer Tochter aus der Ehe mit Dany Garcia, mit der er zwischen 1997 bis 2008 verheiratet war.

Wrestling: Mehr als nur Sport

Wrestling unterscheidet sich von konventionellem Sport: Der Sieger steht vorher fest. Trotzdem handelt es sich bei den Wrestling-Akteuren um Athleten, die viele Jahre trainiert haben, um das tun zu können, womit sie ihren Lebensunterhalt verdienen.

Wrestling kann in allen drei genannten Bereichen vorsorgen: Selbst wenn Favoriten siegen, sorgen Autoren dafür, dass der Weg zum Sieg mit vielen überraschenden Wendungen gespickt ist. Die Akteure sind immer auffällig und reizen zu emotionaler Anteilnahme, egal, ob zu Sympathie oder Antipathie. Und kein Wrestling-Match steht für sich allein - formal ist es in eine Dramaturgie aus Regelveranstaltungen und besonderen Events, inhaltlich in komplexe Storylines eingebunden.

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Wrestling spielt mit der Unterscheidung von Realität und Fiktion mithilfe einer einzigartigen Variante von Theater. Alle Matches sind Teil einer großen Erzählung, die von den Kämpfern und zusätzlichem Personal auf der Bühne des Kampfrings und um ihn herum inszeniert wird.

Terminologie und Codes im Wrestling

Wer sich auch nur peripher für Wrestling interessiert, weiß, dass Kämpfer in Faces und Heels eingeteilt werden. Ein Face, kurz für „Babyface“, ist ein „Guter“, nett, der sich immer an die Regeln hält. Ein Heel dagegen ist „böse“, kämpft unfair und setzt auch verbotene Hilfsmittel ein. Ebenfalls nicht nur echten Fans ist bekannt, dass außer Wrestlern auch zusätzliches Personal wie als „Manager“ auftretende Akteure oder andere Begleiter als Face oder Heel auftreten können.

Obwohl sich herumgesprochen hat, dass Wrestling-Matches generell gescriptet sind, kennt nicht jede(r) die Details - etwa, dass die Autoren Booker genannt werden, diese alle Storylines und Charaktere festlegen, auch den Ausgang von Matches und gelegentlich besondere Kampfaktionen. In diesem Rahmen können Wrestler durchaus improvisieren, die Stars natürlich mehr als die Anfänger.

Medienstrategien und kulturelle Kontexte

Der Aufstieg des Wrestlings zu einer Medienattraktion fand in den 1980er-Jahren statt, zentraler Akteur war dabei der Wrestling-Manager Vince McMahon, der 1983 die World Wrestling Federation (WWF) von seinem Vater kaufte. Er modernisierte das Geschäft nicht nur durch die Einbeziehung aktueller Popprominenz und zeitgemäßer Inszenierungsformen, er erkannte auch das Potenzial des damals neuen Kabelfernsehens und der neuen Angebotsform Pay-per-View.

Eine wichtige Rolle spielten dabei neue Charaktere, deren schrille Kostümierung und übertriebenes Auftreten schon andeuteten, dass es hier nicht um Sport im traditionellen Sinn ging. Ein früher Erfolg war dabei die Figur Hulk Hogan, ein Wrestler im Superhelden-Outfit.

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John Cena: Ein weiteres Beispiel für Erfolg im Wrestling und darüber hinaus

John Cena ist ein versierter US-amerikanischer Wrestler, Schauspieler und TV-Persönlichkeit, bekannt für seine Erfolge im Wrestling-Ring und seinen Übergang zu Hollywood. Geboren am 23. April 1977 in West Newbury, Massachusetts, begann Cenas Wrestling-Karriere 1999 und führte ihn 2002 zu einem Vertrag mit World Wrestling Entertainment (WWE). Cena ist für seine intensiven und spannenden Matches bekannt, darunter seine Rivalitäten mit Stars wie Randy Orton und The Rock.

Parallel zu seiner Wrestling-Karriere begann Cena, in Hollywood Fuß zu fassen. Sein Filmdebüt gab er 2006 in „The Marine“, das ihn einem breiteren Publikum bekannt machte. Cena hat die Fähigkeit bewiesen, sich von der Rolle des Actionhelden zu diversifizieren. Eine bemerkenswerte Rolle ist die des Peacemaker im Film „The Suicide Squad“, was zu einer eigenen Spin-off-Serie führte.

Cena hat insgesamt 16 WWE-Weltmeistertitel gewonnen, was ihn zu einem der erfolgreichsten Wrestler in der Geschichte macht. Filme wie Trainwreck, Blockers und F9 zeigen seine Fähigkeit, auch außerhalb des Rings zu brillieren.

Neben Wrestling und Schauspielen engagiert sich Cena auch in anderen Bereichen. Er ist ein aktiver Teilnehmer an der Make-A-Wish Foundation, wo er Hunderte von Wünschen von Kindern erfüllt hat. Sein Interesse an Mode führte zu Partnerschaften mit bekannten Marken und zur Entwicklung eigener Kleidungsstücke.

Frauen im Wrestling

Im Wrestling waren weibliche Charaktere lange nur Randerscheinungen. Mittlerweile zählen sie im Ring zu den Hauptattraktionen. In der WWE wird die Gleichberechtigung der Frauen zurzeit vorangetrieben wie in keinem anderen Sport oder Unterhaltungsbereich.

Mittlerweile setzt die größte Wrestling-Liga der Welt verstärkt auf Athletik und Technik. Gutes Aussehen alleine reicht schon lange nicht. Krafttraining, Ernährung und wenig Schlaf gehören zum Leben einer Wrestlerin.

Der Aufschwung der Women's Division fand seinen Höhepunkt im April 2019. Bei der größten und wichtigsten Veranstaltung der WWE standen mit der ehemaligen UFC-Kämpferin Rhonda Rousey, Charlotte Flair und Becky Lynch drei Frauen im Hauptkampf vor über 82.000 Fans - ein Novum.

Dave Bautista: Vom Wrestling zum Film

Dave Bautista (50), auch als "Batista" bekannt, hat seine Wrestler-Karriere nach dem Großevent "Wrestlemania 35" offiziell beendet. Schon vor Jahren hat sich Bautista ein zweites Standbein mit der Schauspielerei geschaffen. Am bekanntesten dürfte er Filmfans allerdings für die Rolle des Drax in der "Guardians of the Galaxy"-Reihe und in "Avengers: Infinity War" sein.

Simone Johnson: Die nächste Generation

Simone Johnson, die Tochter von Dwayne "The Rock" Johnson, möchte ebenfalls in den Wrestling-Sport einsteigen. Schon Dwayne Johnsons Vater "Rocky" Johnson sowie dessen Vater Peter Maivia waren erfolgreiche Wrestler. Nun will auch seine Tochter Simone ins Wrestling einsteigen und die Tradition in vierter Generation fortsetzen.

"Es bedeutet alles für mich", zitiert die WWE Simone Johnson auf ihrer Webseite. "Zu wissen, dass meine Familie eine so persönliche Beziehung zum Wrestling hat, ist etwas ganz Besonderes für mich, und ich bin dankbar, die Gelegenheit zu haben, nicht nur zu ringen, sondern dieses Erbe weiterzuführen."

Filmografie von Dwayne "The Rock" Johnson (Auswahl)

Film Rolle Jahr
The Mummy Returns The Scorpion King 2001
The Scorpion King Mathayus 2002
The Rundown Beck 2003
Walking Tall Chris Vaughn 2004
Be Cool Elliot Wilhelm 2005
Doom Sarge 2005
Fast Five Luke Hobbs 2011
Fast & Furious 6 Luke Hobbs 2013
Furious 7 Luke Hobbs 2015
San Andreas Raymond Gaines 2015
Moana Maui (Stimme) 2016
Baywatch Mitch Buchannon 2017
Jumanji: Welcome to the Jungle Spencer 2017
Red Notice John Hartley 2021
Black Adam Black Adam 2022