Die Judoschule Kano aus Bremerhaven war zum ersten Mal bei der U12 Meisterschaft des Bremer Judo-Verbandes dabei und reiste mit einer großen und gut vorbereiteten Delegation an.
Die Landesmeisterschaft des Bremer Judo-Bundes e. V. fand am 29. Januar 2025 im kleinen Dojo des OSC Bremerhaven statt.Die Athleten bekamen von ihren Gegnern wahrlich nichts geschenkt und die Halle bebte bis spät in den Abend.
Das Judo-Team von Bremen1860 ist mit aktuell 184 Mitgliedern die größte Judo-Mannschaft Bremens und blickt mit Stolz auf das Jahr 2024 zurück. Im Jahr 2024 beteiligte sich das Bremen1860 Judo-Team an mehr als dreißig Turnieren europaweit.
Vom 02 bis 04 Februar 2024 fand im Dojo der Judoschule Kano Bremerhaven ein Turnier statt.
Beim Hanse Cup sicherte sich das Team aus der Seestadt zum dritten Mal in Folge den begehrten Wanderpokal für den besten Verein des Turniers.
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Die Zahlen sprechen für sich: 29 Athletinnen und Athleten, aufgeteilt auf die Altersklassen U11 bis U18, holten gemeinsam 12 Gold-, 6 Silber- und 6 Bronzemedaillen. Kano dominierte nicht nur punktuell, sondern über alle Altersklassen hinweg.
Besonders hervorzuheben: Ishan Dzhemaldinov und Salavat Akhiev, beide erst 16 Jahre jung, starteten nicht nur in der U18, sondern auch bei den Männern - und das mit vollem Erfolg: je zwei Goldmedaillen!
Trainer Gheorghe-Laurentiu Marin zeigte sich nach dem Turnier sichtlich bewegt:„Es ist unglaublich, wie konstant unsere Sportler auf diesem Niveau abliefern.
In Vorbereitung des 30. Jahrestages der DDR soll hier in einer Artikelserie mit Hilfe einer Chronik ein sachlicher Überblick über die Entwicklung unseres Judosports im Zeitraum der unmittelbaren Vorgeschichte der DDR und der umfassenden Geschichte unserer sozialistischen Republik, also von 1945 bis 1979, gegeben werden.
Diese Chronik ist eine Ergänzung zur Artikelserie "Zur Geschichte des Judosports in der DDR", die von mir in dieser Zeitschrift veröffentlicht worden ist. Deshalb sollte man beim Studium und bei der agitatorisch-propagandistischen Verwendung dieser Chronik die erste Artikeserie hinzuziehen.
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Diese Chronik des Judosports in der DDR hat mehrere Aufgaben. Sie soll in den aktuell-politischen Gesprächen und Versammlungen des DJV der DDR Verwendung finden und unseren Verbandsmitgliedern und Funktionären helfen, am Beispiel unserer Sportart die stolze Entwicklung der DDR nachzuerleben und die Ursachen für diese großartige Bilanz zu begreifen.
Sie soll das Geschichtsbewußtsein unserer Judoka stärken und zu vertieften Traditionspflege im DJV beitragen. Sie soll die kommunistische Erziehung in unserem Verband verbessern helfen und uns die Kraft geben, die künftigen, noch höheren Aufgaben zu lösen.
Sie soll darüber hinaus die Sektionsleitungen, die KFA und BFA sowie die Kommissionen beim Präsidium anregen, selbst Chroniken oder andere Übersichten über ihre Tätigkeiten anzufertigen. Sie soll schließlich auch als eine Art Nachschlagewerk dienen.
Deshalb wird die Artikeserie immer an der gleichen Stelle erscheinen, damit dieses Innenblatt herausgelöst und gesondert aufgehoben werden kann. In diese Chronik wurden einige wesentliche allgemeine geschichtliche und sportlicher Daten aus der DDR-Entwicklung aufgenommen, die für das Verstännis unserer Judogeschichte unbedingt notwendig sind.
Aus der Fülle der Daten des Judo-Sports wurden alle wichtigendieser Daten durch mich möglicherweise Diskussionen oder Kritik auslöst, bitte ich hiermit um Verbesserungs Ereignisse aufgenommen, die für unsere Entwicklung typisch und repräsentativ sind.
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Antifaschistisch gesinnte Sportler beteiligten sich an verschiedenen Orten als Aktivisten der ersten Stunde an der Normalisierung des Lebens und der Gestaltung demokratischer Verhältnisse und nehmen ihre Tätigkeit für den antifaschistisch-demokratischen Neuaufbau des Sports mit Unterstützung und unter Anleitung der Sportoffiziere der Sowjetischen Militäradminitrastion in Deutschland (SMSAD) auf.
Mit dem historischen Aufruf wird das deutsche Volk auf das Ziel und den Weg zur Überwindung der Herrschaft des Monopolkapitals hingewisen, das zwei verherrende Weltkriege vom Zaune gebrochen und den Faschismus in den Sattel gehoben hatten.
Zum ehrenden Gedenken "Werner Seelenbinders", dem die Hitlerfaschisten am 24 Oktober 1944 im Zuchthaus Brandenburg hingerichtete hatten, findet im Stadion von Berlin-Neuköln ein Sportfest mit 6000 Zuschauern statt.
In Potsdam wird das Abkommen, das die völkerrechtlichen Grundlagen für den Aufbau eines einheitlichen, friedlichen, demokratischen deutschen Staates und die Politik der Antihitlrtkoalition gegenüber Deutschland festgelegt, von den Regierungsscheft der UdSSR, Großbritannien und den USA unterzeichnet.
Diese Direktive des Aliierten Kontrollrates enthält die Beschränkungund Entmilitarisierung des Sportswesens in Deutschland. In ihr wird das entgültige Verbot aller "vor der Kapitulation in Deutschland bestehenden sportlichen, militärischen und paramilitärischen athletischen Organisationen" ausgesprochen und die Erlaubnis für die Bildung von demokratischen Sportorganen und für einen Sportverkehr auf Kreisebene erteilt.
Einige besonders von den miissbrauchte Sportarten werden zeitweise nicht zugelassen, dazu gehört auch der Judosport. Er entstand in Deutschland 1930, nachdem sein Vorläufer Jiu-Jitsu etwa schon zwei Jahrzehnte bekannt war.
Er entwickelte sich sowohl in der bürgerlichen als auch in der proletarischen Sportbewegung,wurde 1933 brutal von den Nazis gleichgeschaltet und innenpolitisch zum Terror und Außenpolitisch zur Aggession in beonderer Weise mißbraucht.
Aus dem antifaschistischen Jugendausschüssen entsteht die FDJ als einheitliche demokratische Jugend Organisation. Erster Vorsitzender wird Erich Honecker.
In Berlin findet auf Beschluß von KPD und SPD ein Vereinigungsparteitag statt, auf dem die SED gegründet wird. Gleichberechtigte Vorsitzende werden Wilhelm Pieck und Otto Grotewohl.
Der FDJ-Zentralrat beschließt Richtlinien für FDJ-Sportgruppen, als einer weiteren Form des antifaschistisch-demokratischen Sports. Danach übernimmt die FDJ in allen Länndern der sowjetischen Besatzungszone mit Ausnahme von Berlin die Verantwortung für den Sport.
Der Vorsitzende des FDJ-Zentralrates, Erich Honecker, und der Vorsitzende des FDGB-Bundesvorstandes, Jendretzky, werden sich in einem gemeinsamen Aufruf an die Sportler, in dem Sie ihren Entschluß bekanntgeben, eine einheitliche Demokratische Sportbewegung mit einem Deutschen Sportausschuss an der Spitze und mit FDJ und FDGB als Trägerorganisation zu bilden.
Daraufhin bilden sich aus den kommunalen Sportgruppen bzw. In Berlin konstituiert sich in einem feierlichen Akt der Deutsche Sportausschuss als oberste Leitung der Demokratischen Sportbewegung in Anwesenheit von Erich Honecker und Hans Jendretzky.
Zum Leiter des DS wird Waldemar Borde berufen. Mit der Gründung der Demokratischen Sportbewegung unter Leitung des DS ist eine qualitativ neue Sportorganisation in Deutschland entstanden, die richtigen Lehren aus dem jahrzehntelangen Missbrauch des Sports durch die Imperialisten und aus der restaurativen Entwicklung des Sports in den Westzonen zog.
Mit der Bildung des DS war die Übergangsphase zur Schaffung eines antifaschistischen-demokratischen Sports abgeschlossen. 200 000 Mitglieder waren in dieser neuen einheit- lichen und fortschrittlichen Sportbewegung erfasst.
Mit der Gründung des DSist auch das zeitweilige Verbot des Judosports offiziell aufgehoben worden. In Berlin, Leipzig, Dresden, Magdeburg, Erfurt, Gera und anderen Städten entstehen Judosportarten in den SG bzw. BSG in denen Rolf Andress, Helmut Bark, Hans Becker, Julius Carow, Arno Frank, Willi Fietsch, Siegmund Haunschild, Hans Heidemann, Kurt Hering, Kurt Jahn Karl Knoop, Ernst Lassahn, Otto Lessing, Gerhard Mitzschke, Willi Rother, Ewald Schönrock, Lothar Schönrock, Lothar Skorning, Walter William, Horst Wolf und viele andere als Funktionäre, Trainer und Aktive wirken.
In Leipzig findet anlässlich des III. Parlaments der FDJ ein begeisterndes Sportfest der Jugend mit 20 000 Teilnehmern statt.
Eine Delegation des DS mit 115 Sportlern und Funktionären nimmt als Teil der FDJ-Delegation an den II. Der Deutsche Volksrat - die oberste Vertretung des durch allgemeine und freie Wahlen der Bevölkerung gewählten Deutschen Volkskongresses für Einheit und gerechten Frieden - tritt in Berlin unter dem Vorsitz von Wilhelm Pieck zu seiner 9. Sitzung zusammen und beschließt, sich zur Provisorischen Volkskammer der DDR umzubilden, die Verfassung der DDR in Kraft zu setzen und Otto Grotewohl mit der Bildung der DDR Regierung zu beauftragen.
Damit ist die Gründung des neuen Staates - des ersten Arbeiter- und Bauern- Staates in der deutschen Geschichte - vollzogen, den herangereiften Bedingungen in der Epoche des Übergangs vom Kapitalismus zum Sozialismus auch auf deutschen Boden entsprochen und die widerrechtliche Bildung der Bundesrepublik und die damit vollzogene Spaötung Deutschlands beantwortet worden.
Wilhelm Pieck wird von der Volkskammer einstimmig zum ersten Präsidenten der DDR gewählt.
Die Volkskammer beschließt auf ihrer 10. Sitzung als eine der ersten Maßnahmen das Gesetz" Über die Teilnahme der Jugend am Aufbau der DDR und die Förderung der Jugend in Schule, Beruf, bei Sport und Erholung " In ihm werden die Grundlinien für die staatliche Jugend- und Sportpolitik gesetzlich verankert.
Nach fast 20jähriger Zwangspause findet in Schierke anlässlich der 1. In Dresden werden nach Ausscheidungskämpfen in Berlin und in denLändern Brandenburg, Sachsen, SachsenAnhalt, Thüringen und Mecklenburg die ersten Einzelmeisterschaften der DDR im Judo veranstaltet.
Der Ministerrat beschließt eine Verordnung über die Neuorganisierung des Hochschulwesens, damit wird die soalistische Umgestaltung der Unversitäten und Hochschulen in der DDR eingeleitet. In Auswirkung dieser Verordnung beginnt ab September 1951 der obligatorische Sportunterricht für alle Studenten der DDR, zunächstim 1. Das Zeentralkomitee der SED fasst einen grundlegenden Beschluss über "die Aufgaben auf dem Gebiet der Körperkultur und des Sports", der aktuelle Aufgaben zur Vorbereitung der Weltfestspiele. die der DDR übertragen worden waren, und perspektivische Aufgaben zur Schaffung der sozialistischen Körperkultur in der DDR enthält.
In Erfurt finden die zweiten Einzelmeisterschaften der DDR im Judo statt, die nach Einführung der Gürtel- graduierung im Dezember 1950 eine beachtliche Leistungssteigerung aufweisen. Im Rahmen der III. Weltfestspiele der Jugend und Studenten in Berlin ist auch eine komplette Judostaffel der französischen Arbeitersportorganisation FSGT unter den Gästen.
Im Eiltempo wird eine DDR-Auswahl der Judosportler zusammengestellt und der erste internationale Wettkampf bestritten. Nach Vorkämpfen in den Ländern und in den Gruppen Nord und Süd findet in Görlitz das Finale der 1. Mannschaftsmeisterschaft der DDR-Judoka statt.
Nachdem sich in den Ländern bei den LSA Fachausschüsse für Judo herausgebildet hatten, die im Rahmen der Sektion Schwersthletik den Übungs- Trainings- und Wettkampfbetrieb der Judoka leiteten, wird nun mehr in Berlin beim Präsidium der Sektion Schwerathletik der DDR ein Zentraler Fachausschuss Judo mit Hans Becker als Leiter gebildet.
Auf der 1. sportwissenschaftlichen Konferenz der DDR in Leipzig wird in Auswertung der ersten Studienreise des DS Ende 1950 in die UdSSR und der ZK-Entschließung vom 17.
In Berlin werden die dritten Einzelmeisterschaften der DDR im Judo ausgetragen. Die 24. Sitzung der Volkskammer beschließt auf Vorschlag der 2. Parteikonferenz der SED (9. Bis 12. Juli) das Gesetz über die weitere Demokratisierung des Aufbaus und der Arbeitsweise der staatlichen Organe.
Es beseitigt das alte System des Staatsaufbaus, das zu einem Hemmnis der weiteren sozialistischen Entwicklung geworden war. Die bisherigen fünf Länder werden aufgelöst und dafür 14 Bezirke geschaffen. Dazu kommt das Stadtgebiet von Berlin. An Stelle der bisherigen 132 Kreise werden 217 neue Kreise in Übereinstimmung mit politisch-ökonomischen Schwerpunkten geschaffen.
Der Ministerrat der DDR schafft auf Vorschlag der 2. Parteikonferenz der SED das Staatliche Komitee für Körperkultur und Sport und entsprechende Organe in den Bezirken und Kreisen, um die soz. Entwicklung der Körperkultur mit Hilfe der Staatsmacht zu unterstützen.
Der Kongress der EJU in Zürich beschließt als Kontinentalvertretung der IJF, die DDR-Judoka entsprechend dem schriftlichen Antrag des DS vom 30. Juni 1951 aufzunehmen. Schon in einem Antwortbrief vom 23. Juli 1951 hatte EJU-Präsident Dr. Torti die provisorische Aufnahme angesprochen,die vom Kongress bestätigt werden müsse.
Um die Aufnahme entwickelt sich dann in Zürich eine harte Auseinandersetzung mit den westdeutschen Judofunktionären, die im Rahmen der Politik der Alleinvertretungsanmaßung der BRD-Regierung und der DSB-Führung die Aufnahme der DDR-Judoka zu verhindern suchen.
Auf einer Delegiertenversammlung der Vertreter der Bezirke in Berlin im Hause des Staatlichen Kommi-tees für Körperkultur und Sport wird das Präsidium der Sektion Judo der DDR gewählt und damit der Prozess der Herausbildung einer selbstständigen Sektion Judo abgeschlossen, nachdem sich dieSektion Schwerathletik aufgelöst hatte Präsident der Sektion Judo wird Lothar Skorning, VizepräsidentKarl Knoop, Generalsekretär Ernst Lassahn.
Weitere Mitglieder dieses ersten Präsidiums sind: RolfAndress (Rechtskommission), Hans Becker (Trainerkommission), Arno Frank Kampfrichterkommission, Hans Heidemann (Pressekommission), Ewald Schönrock Sportklassifizierungskommission und Horst Wolf (Jugend- und Frauenkommission).
Nachdem die DSB-Führer in der BRD ihre Versuche aufgeben mussten, Wettkämpfe ihrer Mitglieder mit DDR-Sportlern zu verbieten (vgl. Verbot an den Wettbewerben anlässlich der III. Weltfestspiele der Jugend und Studenten und XI. Akademischen Sommerspielen im August 1951 teilzunehmen und Beschluss des Präsidiums vom 21./22.
Der Ministerrat der DDR erlässt die „Verordnung über die körperliche Erziehung der Schüler an den allgemeinbildenden Schulen“, in der die Körpererziehung als untrennbarer Bestandteil der soz. Erziehung und als wichtige Voraussetzung für die Gesunderhaltung der Jugend und ihre Vorbereitung auf den Beruf und die Verteidigung der Heimat bezeichnet wird.
Die DDR-Vertretung mit Täve Schur erringt bei der Friedensfahrt Prag - Berlin - Warschau erstmalig den Sieg in der Mannschaftswertung.
