Karat (engl. Carat) definiert das Gewicht eines Diamanten. Ein Karat entspricht 0,2 Gramm und wird in 100 Punkte unterteilt. Ein sogenannter Halbkaräter wiegt demnach 0,1 Gramm und wird auch als 50 Punkter bezeichnet.
Grundsätzlich spricht man bei Karat-Gewichten unter 1 Karat von „Punkten“: beispielsweise von einem 75 Punkter für einen Stein mit 0,75 Karat.
Das Karat-Gewicht gibt nicht, wie vielfach angenommen, unmittelbare Auskunft über die Größe eines Diamanten. Zwei Diamanten mit dem gleichen Karat-Gewicht können unterschiedlich groß erscheinen.
Die Natur schenkte uns eins die Diamantvorkommen auf unserem Planeten Erde. Obwohl die Größe des Diamanten nicht ausschließlich durch das Karat-Gewicht festgelegt wird, ist es doch ein wichtiger Faktor in der Bestimmung der Diamanten-Größe.
Diese Frage stellen sich die meisten beim Kauf eines Diamanten. Leider gibt es keine allgemeingültige Antwort.
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Das Karat-Gewicht ist das Kriterium welches den Wert eines Diamanten am stärksten beeinflusst. Umso schwerer ein Diamant, also umso mehr Karat, desto höher der Preis.
Größere Diamanten sind seltener und gefragter als kleine Diamanten. Der Diamantenpreis steigt daher nicht proportional mit seinem Gewicht, sondern exponentiell.
Das bedeutet, dass ein Einkaräter nicht doppelt so viel wie ein Halbkaräter, sondern ein Vielfaches davon kostet (bei ansonsten gleicher Qualität). Demzufolge ist der Preis eines großen Diamanten nicht nur aufgrund des höheren Gewichtes, sondern auch durch einen höheren Preis pro Karat, teurer.
Bei Diamanten gibt es “magische Schwellen“ bei denen es zu Preissprüngen kommt. Ein 1 Karat Diamant etwa kostet deutlich mehr als ein 0,95 Karat Diamant, obwohl der Unterschied in der Größe kaum sichtbar ist.
So kann man teilweise bares Geld sparen, indem man einen Diamanten mit einem nur geringfügig geringeren Gewicht kauft.
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Der Begriff Karat stammt vom griechischen Wort „Keration“ und der arabischen Bezeichnung „qirat“. Beide Ausdrücke bedeuten „Schote des Johannisbrotbaums“.
Der Pflanzensamen wurde vor langer Zeit als Gewicht zum Wiegen von Gold und Edelsteinen genutzt. Es wurde lange Zeit angenommen, dass das Gewicht des Samens ungewöhnlich einheitlich sei.
Forscher widerlegten diese Annahme. Im Jahr 1907 wurde dann schließlich Karat als offizielles, metrisches Maß für Edelsteine festgelegt. Sechs Jahre später akzeptierten die USA das Maß und Europa und Großbritannien folgten ein Jahr darauf.
Da jeder Diamant ein Unikat ist, existieren keine einheitlichen Börsenkurse. Wie die Preise sich ermitteln lassen und welche Faktoren dabei eine unbedingte Rolle spielen, erfahren Sie im Folgenden.
Der Wert von Diamanten ist von mehreren Faktoren abhängig. Hauptsächlich bestimmen die 4 C´s den Preis von Diamanten - Carat, Color, Cut und Clarity.
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Diamanten lassen sich also mittels Karat, Farbe, Schliffqualität und Reinheit unterscheiden. Je höher die Qualität und je größer ein Diamant ist, desto seltener ist er.
Neben den 4 C´s bilden auch Symmetrie, Politur, Fluoreszenz und das vorhandene Zertifikate weitere wichtige Qualitätsmerkmale. Jede Eigenschaft übt Einfluss auf den Wert des Diamanten aus.
Unverzichtbar hierbei ist die professionelle Zertifizierung durch ein unabhängiges Prüflabor. Dieses für die Preisbestimmung wichtige Zertifikat dokumentiert und zertifiziert die Merkmale des Edelsteins und ermöglicht so eine einwandfreie Identifikation.
Wichtig hierbei ist der Ruf des ausstellenden Instituts. Das GIA - Gemological Institute of America - genießt weltweit die höchste Anerkennung und eine hohe Wertschätzung innerhalb der Branche.
Mit steigendem Gewicht und höherer Qualität steigen die Diamanten Preise im Quadrat. Der Grund findet sich in ihrer Seltenheit. Eine einheitliche Berechnung per Formel ist deshalb nicht möglich.
Synthetische Diamanten werden in Laboren erstellt und weisen auf den ersten Blick nahezu die gleichen Eigenschaften wie natürliche Diamanten aus. Dies erschwert es Laien, diese von echten Edelsteinen unterscheiden zu können.
Die Prüfung des natürlichen Ursprungs dieses ca. zwei Milliarden Jahre alten Minerals und die Bestätigung von einem gemologischen Labor, dass es sich tatsächlich um einen natürlichen Diamanten handelt, ist daher umso wichtiger.
Synthetische, in Laboren gezüchtete Diamanten werden zu einem Preis, welcher mehr als 50% unter dem von natürlichen Diamanten liegt, angeboten. Da sie unbegrenzt reproduziert werden können, weisen synthetische Diamanten einen deutlich geringeren Wert auf.
Es dauert Milliarden von Jahren, bis ein einzigartiger natürlicher Diamant entsteht. Exakt diese Seltenheit bestimmt maßgeblich seinen Preis.
Die “4 C“ bezeichnen die englischen Begriffe für die bei der Preisbildung von Diamanten relevanten Merkmale: 1. „Carat“ (= Gewicht) 2. „Colour“ (= Farbe) 3. „Clarity“ (= Reinheit) 4. „Cut“ (= Schliff)
Aufgrund der großen Bedeutung für die Feststellung der Identität und die Wertermittlung eines geschliffenen Diamanten gilt die Qualität der Zertifikats heute als das „5. C“ „Certificate“ (= Zertifikat).
Zur Vermögenssicherung geeignet sind Brillanten ab einem Halbkaräter (0.50 ct) aufwärts. Der Einkaräter gilt als die klassische Größe eines Diamanten.
In Abhängigkeit von der Investitionssumme und der Strategie des Diamanten-Portfolios kann sich eine Mischung von unterschiedlichen Größen empfehlen. Zu einem großvolumigen Diamant Depot sollten auch Brillanten in Spitzenqualitäten ab zwei Karat aufwärts gehören.
Wichtig ist, dass die Diamantgewichte in den einzelnen Kategorien den gesuchten Größen des Diamantmarktes entsprechen. Diese sind z.B. bei einem Einkaräter von 1.01 - 1.03 ct. - nicht aber 1.00 ct oder 1.09 ct.
Auch von Zwischengrößen wie z.B. 0.64 ct oder 1.31 ct ist abzuraten, weil diese die Wiederverkaufbarkeit einschränken.
Je weißer ein Diamant ist, desto seltener ist er und umso höher liegt sein Preis. Die fünf höchsten Qualitätsstufen der weißen Diamanten sind nach dem Farb-Code von GIA (siehe unten) von „Hochfeines Weiss+“ (D) bis „Weiss“ (H) gestaffelt.
Diese besten Farbgrade sind die am höchsten bewerteten. Ausgenommen davon sind Raritäten in intensiven natürlichen Farben.
Lupenrein (Internally Flawless und Flawless) ist natürlich das Maß der Dinge. Darunter staffeln sich mit zunehmender Größe der Einschlüsse die weiteren Reinheitskriterien.
Bei Diamanten-Portfolios mit großem Volumen kann sich eine Beimischung von Steinen mit sehr kleinen (VS) und kleinen Einschlüssen (SI) empfehlen.
Die Schliffqualität eines Diamanten ist heute genauso wichtig wie seine Farbe und Reinheit. Im Fall der Vermögenssicherung sollten hier keinerlei Kompromisse gemacht werden.
So müssen alle drei Schliffkriterien jeweils die Beurteilung „Excellent“ aufweisen. Das gilt insgesamt für die Schliffqualität („Cut Grade“), genauso wie für die handwerkliche Ausführung („Polish“) wie auch für die Proportionen des Diamanten („Symmetry“).
„Very Good“ oder gar „Good“ ist nicht gut genug.
Zu jedem Diamanten ist ein unabhängiges Zertifikat („Certificate“) ein absolutes Muss. Es ist quasi der Pass eines Diamanten.
Zur Vermögenssicherung geeignete Brillanten müssen über ein seriöses und international akzeptiertes Zertifikat verfügen, auf dem die preisbestimmenden Merkmale des Steins und seine Identität dokumentiert sind.
Weltweit verfügen die Zertifikate des renommierten „Gemological Institute of America (GIA)“ über die höchste Akzeptanz und Reputation.
Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Premium Value.
Zu weiteren preisbestimmenden Merkmalen haben sich die folgenden Punkte entwickelt:
Fluoreszenz („Fluorescence“) weist auf die Anwesenheit von Gasen bei der Entstehung von Diamanten hin. Perfekt ist hier die Beurteilung „None“, wohingegen bei „Strong“ Preisabschläge von mehr als 10 % erfolgen können.
Unter „Comments“ sollten - außer bei lupenreinen Steinen „Minor details of polish are not shown“ - keine weiteren Einträge zu finden sein, wie z.B. „Surface graining“ etc.
Das Ausstellungsdatum der Expertise sollte beim Kauf nicht älter als max. ein Jahr zurück liegen.
Seit Frühjahr 2014 ist beim Kauf darauf zu achten, dass nur noch GIA-Zertifikate in dem neuen Design erworben werden.
Zur Vermögenssicherung sollten nur Diamanten mit einer GIA-Expertise erworben werden, deren Nummer zusammen mit dem GIA-Logo per Laser hauchdünn auf dem Stein eingraviert ist.
Keine zwei Diamanten sind gleich, selbst wenn sie dem bloßen Auge identisch erscheinen. Erst der wohlproportionierte Schliff verleiht dem Diamanten sein einzigartiges Funkeln. Die Farbe ist das persönlichste Kriterium innerhalb der „4 C“.
Die Farbe eines Diamanten für die Graduierung zu beurteilen heißt messen, wie nahe er der Farblosigkeit kommt. Die weißen Diamanten werden mit „D“, „E“, „F“ und „G“ graduiert; leicht getönt wird mit „H“ bis „L“ graduiert. Hierbei ist „R“ (River) die beste Stufe.
Das Gewicht eines Diamanten wird in Carat gemessen. 1,00 ct. Die Reinheit eines Diamanten wird daran erkannt, in welchem Maße er frei ist von Einschlüssen ist. Fast alle Diamanten zeigen Einschlüsse von nicht kristallisiertem Kohlenstoff.
Oft sind die Einschlüsse mit bloßem Auge nicht zu sehen und werden erst bei vielfacher Vergrößerung erkennbar. Die Größenangabe eines Diamanten bezieht sich zuerst auf sein Gewicht, welches durch ein eigenes Maßsystem, dem "Carat" angegeben wird.
