Jean-Claude Van Damme, bekannt für seine beeindruckenden Kampfsportfähigkeiten und seine Actionfilme, hat eine bemerkenswerte Karriere hinter sich. Seine Reise begann in Brüssel, wo er als junger Mann mit dem Kampfsport begann.
Die Kampfsportarten von Jean-Claude Van Damme
Auf Anraten seines Vaters begann Jean-Claude Camille François Van Varenberg im Alter von elf Jahren mit dem Kampfsport. Er begann mit Shotokan Karate, bevor er sich später auch für Kickboxen, Taekwon-Do und Muay Thai interessierte. Bereits als Teenager erhielt er nicht nur den schwarzen Gürtel in Karate, sondern konnte auch bald einen Mittelgewichts-Titel sein eigen nennen.
Zusätzlich zu seiner Kampfsportausbildung absolvierte Van Damme eine vierjährige Ballett-Ausbildung, die seine Bewegungen tänzerisch anmuten lässt. Er betrieb auch Bodybuilding und wurde 1978 zum Mr. Belgium gewählt.
Sein Lehrer Claude Goetz beschrieb ihn anfangs als "steif wie ein Pfahl, kurzsichtig wie ein Maulwurf und hässlich wie eine Laus". Doch nach und nach entwickelte er sein Talent und konnte an zahlreichen Wettkämpfen teilnehmen, von denen er 44 gewann und nur zwei verlor.
Hier eine Übersicht seiner wichtigsten Kampfsportarten:
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- Shotokan Karate: Der Einstieg in die Welt der Kampfkünste.
- Kickboxen: Eine weitere Disziplin, die er intensiv trainierte.
- Taekwon-Do: Eine Ergänzung zu seinem Repertoire.
- Muay Thai: Auch bekannt als Thai-Boxen, eine anspruchsvolle Kampfkunst.
Der Weg nach Hollywood
Mit wenig Geld und viel Ehrgeiz zog es Van Damme Anfang der 1980er Jahre in die USA, um dort als Schauspieler durchzustarten. Zunächst arbeitete er als Türsteher, wo er seine Karate-Fähigkeiten einsetzen konnte. Durch Zufall lernte er Chuck Norris kennen, der ihm einen Job als Stuntman in dem Film "Missing in Action" verschaffte.
Sein Durchbruch kam 1986 mit dem Film "Karate Tiger", in dem er den Antagonisten Ivan Kraschinsky spielte. Erst 1988 in "Bloodsport" übernahm er erstmals die Rolle des Helden in einer US-Produktion.
Es folgte eine erfolgreiche Action-Karriere, die ihn zu einem der großen Genre-Stars der 80er und 90er Jahre machte. Filme wie "Bloodsport", "Harte Ziele" oder "Sudden Death" sind bis heute Klassiker.
Erfolge und Herausforderungen
Van Damme erreichte zwar nicht ganz den Status von Sylvester Stallone und Arnold Schwarzenegger, aber er übertraf sie in seinen Kampfsport-Fähigkeiten. Seine Filme spielten weltweit Millionen ein und machten ihn zu einem bekannten Namen.
Allerdings hatte er auch mit persönlichen Problemen zu kämpfen. Jahrelange Kokainsucht und private Krisen führten dazu, dass seine Filme in den 2000er Jahren hauptsächlich als "Direct to DVD" herauskamen.
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Das Comeback mit "JCVD"
2008 feierte Van Damme ein überraschendes Comeback mit dem Film "JCVD", in dem er sich selbst spielte. Der Film vermischte Realität und Fiktion und dekonstruierte sein gesamtes Schaffen. Für diese Rolle erhielt er Kritikerlob für seine schauspielerische Leistung.
Es folgten weitere Auftritte in Filmen wie "The Expendables 2" und der Amazon-Produktion "Jean-Claude Van Johnson". Auch ein Werbespot für Volvo, in dem er einen Spagat zwischen zwei Lastwagen machte, sorgte für Aufsehen.
Die Budogala 1989
Ein besonderes Ereignis in seiner Karriere war die Budogala 1989 in der Essener Grugahalle. Dort präsentierten Kampfsportler aus aller Welt ihre Künste. Jean-Claude Van Damme war ebenfalls anwesend und zeigte sein Können.
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