Es ist kaum vorstellbar, dass jemand den Begriff Kickboxen noch nie gehört hat. Grundsätzlich ist Kickboxen eine Form der Kampfkunst. Erlauben Sie mir, Ihnen diesen Trend näher zu bringen.
Was ist Kickboxen?
Kickboxen ist eine körperbetonte Kampfsportart, bei der die Kämpfer Boxschläge und Fußtechniken ausführen, wie man sie beispielsweise vom Karate kennt. Im Wettkampf sind ausschließlich Schläge und Tritte erlaubt, nicht aber Griffe, Würfe oder Hebel. Die erste Version des Kickboxens aus dem Jahre 1974 hieß noch All-Style-Karate, denn viele Kickbox-Techniken stammen aus dem traditionellen Karate, wie es schon seit über 200 Jahren in Japan gelehrt wird. Sinn und Zweck der Entwicklung von All-Style-Karate war es, realistische Kämpfe stattfinden zu lassen. Die Kämpfer sollten sich mit einheitlichen Techniken und Regeln in einem fairen Wettkampf messen können. Bei den Kämpfen waren anfangs noch viele Verletzungen an der Tagesordnung.
Ursprung und Entwicklung
Kickboxen wurde in den 70er-Jahren in den USA erfunden. Dort entstand es als eine Abwandlung des klassischen Thai-Boxens. Im Gegensatz zum Thai-Boxen gibt es beim Kickboxen aber keine Knie- und Ellenbogentechniken, und sowohl Füße als auch Hände werden mit Protektoren geschützt. Häufig wird Sportkarate als einer der Vorläufer für Kickboxen genannt.
Kickboxen als Kampfsport und Fitnesstraining
Kickboxen als Kampfsport muss deutlich von einem auf den Kickbox-Techniken basierenden Fitnesstraining abgegrenzt werden. Im Kampfsport setzt man die Techniken wirkungsvoll gegen einen tatsächlichen Gegner ein. Dazu ist vor allem die Anleitung durch einen erfahrenen Trainer sowie die praktische Anwendung beim Sparring mit einem Partner notwendig. Haben Anfänger die korrekte Ausführung sowie den Sinn und Zweck der Techniken verstanden, können sie die Durchschlagskraft am Boxsack oder beim Pratzentraining verbessern. Das Verständnis über die praktische Anwendung einer Technik ist also unbedingt notwendig. Der Kampfsportler versucht einen imaginären Gegner beim Schattenboxen zu besiegen, während für die Teilnehmer von Fitness-Kursen die körperliche Bewegung im Vordergrund steht.
Cardio-Kickboxen: Fitness im Fokus
Cardio-Kickboxen ist manchmal auch bekannt als Fitness-Kickboxen oder Aerobic-Kickboxen. Kampfkunst wird als Fitnesstraining eingesetzt. Kickboxen ist ein intensives Training, das fast alle Teile unseres Körpers trainiert und mit einschliesst. Du erhältst ein ausgewogenes Programm, das Deinen ganzen Körper mit einbezieht und gleichzeitig baust Du Deine Stärke und Deine Muskeln auf. Du entwickelst eine Ausdauer wie kein anderer. Im Gegensatz zum normalen Kickboxen, gibt es keinen Vollkontakt, es ist völlig sicher und schmerzfrei. Genau wie Aerobic und andere Arten von Herz-Kreislauf-Trainings, macht Cardio-Kickboxen grossen Spaß, weil es nicht mit derselben Intensität ausgeführt wird die man normalerweise vom Kickboxen kennt. Dabei wird Dir bestimmt nicht langweilig werden, da das Tempo schnell voran geht und sich auf das Cardio-Training konzentriert, anstatt auf die Technik.
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Vorteile des Cardio-Kickboxens
Der Popularitätsschub des Cardio Kickboxens kann auf die vielen Vorteile die es bietet zurückgeführt werden. Der größte Vorteil nebst dem Cardio-Training ist, dass es sich um ein Ganzkörpertraining handelt, das sich in der Tat auch auf die großen Muskel Bereiche unseres Körpers erstreckt. Dabei verbesserst Du Deine körperliche Fitness vor allem da, wo es drauf ankommt. Deine Beweglichkeit, Ausdauer und Durchhaltevermögen, Gleichgewicht und Koordination. Beim Cardio-Kickboxen teilst Du kraftvolle Schläge aus, welche Deine Kraft im Oberkörper verbessern. Die starken Kickbewegungen werden Deine Beine abhärten und die knieenden Bewegungen helfen dabei die Bauchmuskeln zu stärken. Und wie der Name schon sagt, wirkt Cardio-Kickboxen auch Wunder für unser Herz-Kreislauf-System. Bei all dem Treten, Boxen, Hüpfen und Springen, kannst Du Dich so richtig auspowern und bekommst das Training das Du brauchst. Plus, du kannst förmlich zuschauen wie Du mit Deinem eigenen Schweiß auch gleich alle unerwünschten Fette in Deinem Körper weg schwemmst.
Kickboxen vs. Thai-Boxen (Muay Thai)
Möchten Sie an Kampfsporttraining teilnehmen und haben sich für zwei scheinbar sehr ähnliche Bereiche entschieden - Thai-Boxen (Muay Thai) und Kickboxen? Dann sollten Sie die Unterschiede zwischen diesen Kampfsportarten genauer verstehen. Für viele, die gerade erst anfangen, Kampfsport zu üben, stellt sich die Frage, inwiefern sich Kickboxen von Thai-Boxen unterscheidet. Auf den ersten Blick ist der Unterschied fast unsichtbar.
Unterschiede im Überblick
Der erste grundlegende und wichtige Unterschied ist der Herkunfts- und Geschichten. Kickboxen ist relativ neu aufgetaucht - in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts in Nordamerika, während die Geschichte des Thai-Boxens mehrere tausend Jahre zurückreicht und in Thailand ihren Ursprung hat. Das Thai-Boxen oder Muay-Thai ist auf natürliche Weise entstanden und gilt als eine der starrsten und effektivsten Kontaktsporte, da es praktisch keine Einschränkungen gibt. Jedes Jahr wird eine Kampfsport wie das Thai-Boxen (Muay Thai) in der zivilisierten Welt immer beliebter. Was Thailand betrifft, so war diese Art des Kampfes lange Zeit nicht nur Boxen, sondern echte Kunst und Disziplin mit eigenen Regeln und Anforderungen.
Jede dieser Sportarten hat ihre eigenen spezifischen Stile. Beide Kampfkünste verwenden im Aussehen einen Arbeitsstil mit Armen und Beinen. Die Hauptunterschiede sind jedoch genau dies. Beim Kickboxen werden hauptsächlich lange und kurze Distanz zum Schlagen genutzt. In Muay Thai können solche Aktionen durch einen engeren Kontakt ergänzt werden - einen Clinch. Darüber hinaus sind die Unterschiede zwischen Thai-Boxen und Kickboxen auch an Kampftechnik auffällig. Beim Kickboxen sind es nur Hände und Füße. Dann im Thai-Boxen dazu gehören: Ellenbogen, Knie, Unterarm, Unterschenkel.
Ähnlichkeiten und Gemeinsamkeiten
Die Ähnlichkeiten in Stilen sind in gemeinsamen Kombinationen. Sie basieren auf kombinierten Ansätzen in 2-5 Treffern. Kickboxen kombiniert verschiedene Arten von Kampfkünsten: Karate, Wushu, Taekwondo, Thai und Englisch Boxen. Aus englisch in deutsch übersetzen, bedeutet „Kickboxen“ „Duell mit Armen und Beinen“, was dieser Art von Kampf sowohl in der Mitte als auch in der Ferne entspricht. Der Prozess beinhaltet Hände und Füße, die überall geschlagen werden dürfen, ohne Kräfte einzudämmen. Der Kampf kann in der klassischen Version - barfuss oder französisch - in Spezialschuhen und anderen Ausrüstungsgegenständen zum Kickboxen stattfinden.
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Weitere Unterschiede
Was ist der Unterschied zwischen Thai-Boxen und Kickboxen noch? Die Unterschiede umfassen die Dauer der Runde sowie besondere Zeremonien, die bei Wettkämpfe in Muay Thai abgehalten werden. Kickboxen und Thai- Boxen wirken gut , machen fit und selbstbewusst. Thaiboxing und Kickboxing sowie viele Kampfsport- Arten verfolgen in der Regel ähnliche Ansätze. Eine größere körperliche Form und Technik kann jedoch nur beim Üben von Thai-Boxen erreicht werden. Alle Trainings in dieser Art von Kampfkunst sind ziemlich aktiv. Mit Clinch können Sie auch zusätzliche Fähigkeiten entwickeln, indem Sie den Nahkampf zu Ihrem Gegner führen. Außerdem lernt Muay Thai, nicht nur Hände und Füße, sondern auch Arme und Beine zu benutzen.
Vorteile des Trainings
Was bringt Kickboxing oder Thai- Boxing (Muay Thai) Training für eine Person? Dank des Trainings können Sie Ihren Körper in guter Form halten, den Zustand des Zentralnervensystems positiv beeinflussen und auch die Flexibilität und Kraft verbessern. Darüber hinaus wirkt sich diese Praxis nicht nur positiv auf den Körper aus. Regelmäßiges Training im Kick-Thai-Boxen trägt auch zur Entwicklung gemeinsamer moralischer Regeln bei, die im Leben immer nützlich sein werden.
Kickboxen: So pusht Kickbox-Training deine Fitness
Beim Kickboxen bekommst du weder blaue Augen noch Muskelberge, dafür aber mehr Selbstbewusstsein und ein knallhartes GanzkörperworkoutHeute läuft nichts wie geplant, der Kaffee schmeckt wie Schwermetall und die U-Bahn hast du auch gerade verpasst? Du bist schon morgens auf 180 und verspürst das dringende Bedürfnis, mal ganz doll in ein Kissen zu hauen? Dann haben wir genau das richtige Workout für dich: Schnür die Boxhandschuhe und powere dich beim Kickboxen mal so richtig aus!Neben dem dringend notwendigen Stressabbau bekommst du hier zusätzlich ein mega-intensives Ganzkörpertraining, das so richtig viele Kalorien verbrennt - versprochen!
Warum sollten gerade Frauen kickboxen?
"Viele Frauen scheuen sich, Kickboxen auszuprobieren, weil sie denken, da gibt es auf die Nase", weiß Hanna Hansen, ehemalige Weltmeisterin im Kickboxen. Dabei ist der Sport überhaupt nicht so aggressiv, wie er klingt. "Beim Training wird nicht gekämpft, niemand muss in den Ring." Stattdessen bekommst du hier das volle Fitness-Programm: Neben Kraft werden vor allem Ausdauer, Koordination und auch die Flexibilität geschult (vor so einem Tritt auf Kopfhöhe musst du nämlich erstmal gedehnt sein).
Kickbox-Taining schafft definierte Muskeln und eine knackige Mitte.Das macht es zu einem knallharten Workout, das mächtig Kalorien verbrennt und den Kopf fordert, egal ob du richtig kämpfst oder nicht. Angst vor aufgeplusterten Muskelbergen musst du aber nicht haben, beim Kickboxen werden die Muskeln definiert und nicht aufgepumpt.
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Wann sollte ich besser nicht kickboxen?
Vermieden werden sollte Kickboxen von schwangeren Frauen. "Da die Bauchmuskeln und der Beckenboden stark beansprucht werden und die Kicks durchaus auch mal daneben gehen könnten, ist die Gefahr für Schwangere einfach zu hoch."
Das erwartet dich beim Kickbox-Training
Damit sich niemand verletzt, müssen sich aber zuerst alle aufwärmen. Ansonsten ist das Training aber ungefährlich. Trainiert wird beim Kickboxen am Sandsack und mit sogenannten Pratzen (Schlagpolstern), in Form von Schattenboxen oder, wenn du möchtest, direkt in Übungskämpfen. Die ersten Schlagkombinationen hast du bereits nach der ersten Stunde drauf.
Kickboxen: Der Trainingsablauf
Du warst noch nie beim Kickboxtraining? Kein Problem, wir sagen dir, was dich in deiner ersten Stunde erwartet:
- Warm-Up: Los geht's mit dem Aufwärmen, damit die Muskeln und der Kreislauf in Schwung kommen. Das passiert meist mit Schattenboxen oder Seilspringen.
- Technik: Nach dem Aufwärmen kann die Technik trainiert werden. Techniktraining wird gemeinsam mit einer Partnerin ausgeführt. Keine Angst: Schlagposter schützen euch!
- Kondition: Kickboxen ist ein Full-Body-Workout! Klar, dass da auch die Kondition trainiert wird. Beim Training am Boxsack oder in Intervallen kommt das Herz-Kreislaufsystem richtig auf Touren.
- Stretching / Cool-Down: Zum Ende der Stunde gibt es ein leichtes Cool-Down mit Stretching-Einheiten, um den Körper langsam herunterzufahren und ihn vor Verletzungen zu schützen.
Kickboxen für Frauen: Das sind die 6 wichtigsten Kicks
Du hast jetzt schon richtig Lust bekommen, Kickboxen mal auszuprobieren? Dann verraten wir dir vorab schon mal die wichtigsten Kicks:
- Front-Kick: Der Körper ist gerade zur Gegnerin, Knie des vorderen Beins nach oben, dann mit der Ferse voran das Bein nach vorn schieben.
- Side-Kick: Seitlich zur Gegnerin drehen, Knie des vorderen Beins vor die Brust, Fuß nach vorn zur Gegnerin stoßen, mit der Ferse treffen.
- Back-Kick: Rücken zur Gegnerin, Knie zur Brust führen, nach hinten schauen, Bein explosiv nach hinten strecken, wieder zur Gegnerin drehen.
- Hook-Kick: Side-Kick neben den Kopf, dann die Ferse nach hinten ziehen und dabei ausdrehen.
- Axe-Kick: Fuß wird im Kreis über den Kopf der Gegnerin hochgeschwungen und dann wie eine Axt hinunter geschlagen.
- Roundhouse-Kick: Vorderes Bein anwinkeln, Körper zur Seite drehen, Bein strecken, mit dem spitzen Fuß die Gegnerin an der Seite treffen.
Welche Muskeln werden beim Kickboxen trainiert?
Die Frage sollte eher heißen: Welche Muskeln werden nicht trainiert? Denn beim Kickboxen werden von den Beinen über den Po, den Bauch, dem Oberkörper und den Armen alle Muskeln beansprucht und so der gesamte Körper in Form gebracht. Beim Kickboxen werden außerdem Schnelligkeit, Koordination, Ausdauer und Kraft trainiert. Und nicht zu vergessen: Der Kopf ist mega-fokussiert und lernt blitzschnell zu reagieren.
Kickboxen: So viele Kalorien verbrennst du beim Workout
Dieses anstrengende und fordernde Ganzkörpertraining machen wir natürlich nicht (nur) zum Spaß, sondern auch um unseren Körper fit zu machen. Wie gut, dass sich der ganze Schweiß lohnt. Eine Zahl, die sich durchaus sehen lässt! Ganz zu schweigen von den vielen Endorphinen, die das Power-Workout auslöst, was dich dann so richtig happy macht.
3 Kickbox-Tipps für Anfängerinnen
Kickboxen ist nicht nur mega-anstrengend, sondern macht auch noch richtig Spaß. Trotzdem sollten sich vor allem Anfängerinnen diese 3 Tipps zu Herzen nehmen:
- Die richtige Ausrüstung: "Die richtige Ausrüstung ist das Wichtigste" betont Hansen. Für Anfängerinnen reichen ein paar vernünftige Boxhandschuhe, Fuß- und Beinschoner kommen später dazu. Sobald es in den Wettkampf geht, sind aber Kopf- und Mundschutz Pflicht, denn hier gehen die Kickboxer in die Vollen, und es soll auf jeden Fall niemand verletzt werden. Außerdem sind ein Handtuch und etwas zu trinken ratsam.
- Ausreichend Konzentration: "Beim Training ist das Verletzungsrisiko sehr klein", beruhigt Hansen. Aber eben nur, wenn du auch wirklich bei der Sache bist. Wenn nicht, könnte auch plötzlich ein Fuß neben deinem Kopf entlangsegeln.
- Bewusste Regeneration: Kickboxen fordert Körper und Geist. Deshalb solltest du dir nach dem Training auch genug Zeit gönnen, um dich davon zu erholen. Das geht zum Beispiel mit einem anschließenden Saunagang.
Weitere Aspekte des Kickboxens
Kickboxen zur Selbstverteidigung
Ja, Kickboxen eignet sich hervorragend zur Selbstverteidigung, da es sowohl den Geist als auch den Körper für intensive Kämpfe trainiert. Ganz gleich, ob es sich um einen Kampf in einer Bar aus nächster Nähe handelt oder ob man sich im Freien verteidigen muss, Kickboxen deckt alle Bereiche ab. Kickboxen ist eine Mischung aus Karate und den Vollkontaktregeln des Muay Thai. Daher lernen Sie, wie man verschiedene Tritte mit viel Kraft ausführt und wie man diese mit Boxkombinationen des westlichen Boxens kombiniert. Jede Technik oder Bewegung ist so konzipiert, dass sie in einem echten Kampf gegen eine Person funktioniert, die echten Widerstand leistet und versucht, sich zu wehren und Sie zu verletzen.
Sparring im Kickboxen
Nach etwa 6 Monaten Training beginnen die meisten Schüler mit dem Sparring. Dabei handelt es sich um eine Trainingsmethode, bei der das Ziel darin besteht, einen echten Kampf zu simulieren, wobei der Schwerpunkt darauf liegt, zu lernen, wie man die Techniken auch im wirklichen Leben anwendet. Dies hilft den Schülern, ein gutes Timing, gute Reaktionen und ein Gefühl für die Distanz zu entwickeln. Die ersten Sparringssitzungen können sich beängstigend anfühlen und gerät wahrscheinlich nach dem ersten Schlag oft in Panik. Aber mit der Zeit und mit der Verbesserung des Muskelgedächtnisses lernen der Geist und der Körper, „Schäden“ zu absorbieren und ruhig zu bleiben, wenn die Fäuste fliegen. Das ist von entscheidender Bedeutung, denn nur wenn man in einem Kampf ruhig bleibt, kannt man rationale Entscheidungen treffen und Techniken anwenden, die man im Training gelernt hat.
Körperliche und geistige Vorteile
Das Training im Kickboxen hat viele körperliche und geistige Vorteile. Wie bereits erwähnt, ist Kickboxen eines der praktischsten Systeme zur Selbstverteidigung. Das gesamte Konzept und die Lehrmethoden sind auf den realen Kampf ausgerichtet. Kickboxkurse sind kardio-intensiv, und das trainieren von Hunderten von Tritten und Schlägen sowie alle anderen kardio-intensiven Übungen verbrennen eine Menge Kalorien. Eine Studie hat gezeigt, dass man pro Trainingsstunde bis zu 900 Kalorien verbrennen kann, was sehr viel ist.
Kickboxen ist eine Mischung aus aeroben und anaeroben Übungen, die jeden einzelnen Muskel in Ihrem Körper aktivieren. Sie werden keine großen Muskeln aufbauen, wie Sie es in einem Fitnessstudio tun würden, wenn Sie schwere Gewichte heben. Die meisten Kickboxtechniken erfordern ein hohes Maß an Flexibilität und Kernkraft, um richtig ausgeführt werden zu können. Das ist der Hauptgrund, warum sich die Schüler vor und nach jeder Stunde dehnen und verschiedene Übungen für die Rumpfmuskulatur machen. Nach einem langen Tag den Sandsack mit Schlägen und Tritten zu bearbeiten, ist ein guter Weg, um Stress abzubauen.
Nachteile und Einschränkungen
Es ist eindimensional, da es sich nur auf die Kombination von Tritten und Schlägen konzentriert. Keine schmutzigen Taktiken - das ist ein großer Nachteil, wenn es um Selbstverteidigung geht, denn Sie lernen nicht, wie Sie sich verteidigen oder schmutzige Tricks anwenden können.
Verschiedene Stile des Kickboxens
Kickboxen als Kampfsportart hat verschiedene Stile, die durch unterschiedliche Regelwerke definiert werden. Beachten Sie, dass sich die Gesamteffektivität des Systems zwischen den folgenden Stilen nicht wesentlich unterscheidet.
- K-1: Ist vielleicht der populärste Stil der Neuzeit. In seiner ursprünglichen Form war K-1 eine 1993 gegründete Kickboxorganisation. Im Laufe der Zeit wurden die offiziellen K-1-Regeln jedoch so populär, dass sie zu einem offiziellen Stil des Kickboxens wurden. Diese Regeln erlauben es den Athleten, mit Tritten und Schlägen sowie mit Knien im Clinch (zeitlich begrenzt) zuzuschlagen.
- Holländischer Stil: Ein weiterer berühmter Stil, der in den 1960er Jahren in den Niederlanden von einem Mann namens Jan Plas entwickelt wurde. Der holländische Stil ist einzigartig, weil er im Gegensatz zu den meisten anderen Stilen mehr Gewicht auf Schläge legt. Der Schwerpunkt liegt auf fortgeschrittenen westlichen Boxkombinationen, Fußarbeit und schnellen und präzisen Low Kicks.
- Amerikanisches Kickboxen: Das heute international als „Full Contact Kickboxing“ anerkannt ist, wurde in den 1970er Jahren entwickelt und unterscheidet sich stark von anderen Stilen, da es keine Low Kicks beinhaltet. Der Schwerpunkt liegt auf Schlägen und einer Mischung aus diesen und hohen Tritten. Dies ist der ursprüngliche Stil des modernen Kickboxens, der als eine Mischung aus Kyokushin-Karatetechniken und Muay Thai-Vollkontaktregeln entwickelt wurde.
Kickboxen als Grundlage für MMA
Ja, Kickboxen ist eine solide MMA-Grundlage, auf der Sie später weitere Fähigkeiten und Waffen aufbauen können. Im Laufe der MMA-Geschichte hat sich gezeigt, dass Muay Thai der effektivste Stil ist, wenn es um Schläge geht. Der niederländische Stil ist nicht so vielseitig wie Muay Thai, wenn es um Waffen geht. Er ist sogar ziemlich eingeschränkt, da er keine Ellbogen- und Kniestöße sowie Kämpfe im Clinch beinhaltet. Nicht zuletzt lernt man hier auch nicht, wie man den Gegner aus dem Clinch zu Boden wirft.
Das Beste am Kickboxen im MMA ist die Tatsache, dass es sich gut mit anderen Stilen kombinieren lässt.
Fitness Kickboxen vs. Kampfsport
Fitness Kickboxen ist ein großartiges Ganzkörpertraining, aber abgesehen von den Grundkenntnissen der Kickboxtechniken lernt man dabei nicht viel über den Kampf. Fitness Kickboxen ist eine Mischung aus hochintensivem Ausdauertraining und Kampfsportarten. Es vermittelt Ihnen grundlegende Kenntnisse über die richtige Haltung, Tritte und Schläge. Der Schwerpunkt liegt jedoch nicht darauf, perfekte Techniken und Reflexe zu entwickeln oder zu lernen, wie man diese Bewegungen in einem echten Kampf anwendet. Nein, das Hauptziel ist es, Kalorien und Fett zu verbrennen, Gewicht zu verlieren und in Topform zu kommen.
Daher gibt es beim Fitness Kickboxen meistens auch kein Sparring oder Live Übungen, bei denen zwei Schüler Schläge und Tritte austauschen und echte Angriffe simulieren. Das macht das Training auf der einen Seite sicher und verletzungsfrei. Andererseits kann man nicht erwarten, dass man ohne Sparring entscheidende Kampffähigkeiten entwickelt.
Kickboxen vs. Boxen zur Selbstverteidigung
In der Theorie ist Kickboxen ein vielseitigeres System und eignet sich daher besser für den Straßenkampf als Boxen. Trotz seiner Einschränkungen in Bezug auf Waffen ist Boxen jedoch sehr praktisch in Selbstverteidigungsszenarien. Kickboxen hat einen Vorteil, wenn der Kampf im offenen Raum stattfindet, wo man den Angreifer mit weitreichenden Tritten zerstören kann. Boxen ist eine bessere Option, wenn der Kampf auf kurze Distanz und in einem geschlossenen Raum stattfindet.
Kickboxen ist einfach besser, weil das Training mehr auf den echten Kampf ausgerichtet ist. In jedem Kickboxstudio wird viel Sparring mit Vollkontakt betrieben, und die Regeln entsprechen eher dem Freistilkampf auf der Straße. Wenn Sie gute Boxfähigkeiten entwickeln wollen, sollten Sie sich für den niederländischen Stil entscheiden. Es ist ein sehr technischer Stil, der den Schwerpunkt auf fortgeschrittene Boxkombinationen und tödliche Low Kicks legt. Sie werden lernen, wie man Schläge, Winkel und Kopfbewegungen einsetzt, um Öffnungen zu schaffen und Schaden anzurichten.
Zusätzliche Informationen
- Durch regelmäßiges Training steigern sich Kraft, Schnelligkeit, Ausdauer und Beweglichkeit.
- Kickboxen eignet sich hervorragend zur Gewaltprävention.
- Das Kickboxen hatte schon immer einen hohen Stellenwert in der Selbstverteidigung.
Kickboxen: Kraftvoll wie das Wasser
Kickboxen macht fit, stark und agil. Finde die perfekte Mischung aus Action, Bewegung und Technik. Kickboxen hat seinen Ursprung in Asien und verbindet fließend Elemente aus Karate und dem klassischem Boxen. Es entstand als Sport, der Schnelligkeit, Technik und Körperbeherrschung vereint - genau wie Wasser, das kraftvoll fließt oder sanft um Hindernisse gleitet. Bei diesem Kampfsport trainierst du den Körper, deine Ausdauer und verbesserst deine Reaktion. Mit jeder Bewegung wirst du sicherer, schneller und entschlossener.
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