Türkische UFC Kämpfer: Eine wachsende Präsenz im Octagon

Mixed Martial Arts (MMA) erfreut sich weltweit wachsender Beliebtheit, und die UFC (Ultimate Fighting Championship) ist die unangefochtene Königsklasse dieses Sports. Auch türkische Kämpferinnen und Kämpfer mischen zunehmend in der UFC mit und sorgen für Aufsehen.

Islam Dulatov: Bald unter türkischer Flagge?

Islam Dulatov, ein tschetschenisch-deutscher MMA-Kämpfer, steht im Fokus der Aufmerksamkeit. In einem Interview in der türkischen Sendung „Ebo Show“ sprach er über die Möglichkeit, bald unter der türkischen Flagge in der UFC anzutreten. Einige Tage später bestätigte er in einem Video mit Cyborg Arda Saatci, dass Gespräche diesbezüglich laufen.

„Wenn alles klappt, kämpfe ich bald unter der türkischen Flagge. Es müssen noch ein paar Sachen geklärt werden“, erklärte Dulatov und ließ damit die Spekulationen aufleben. Er begründete diese Überlegung mit seiner persönlichen Erfahrung und kritisierte das mangelnde Engagement deutscher Institutionen für seine Karriere.

Im Podcast „Die Deutschen“ äußerte sich Islam Dulatov offen zu seiner Haltung gegenüber Deutschland. „Hat mich jemals ein deutsches Medium wie RTL eingeladen und gesagt, wir geben dir eine Plattform? Nein. Alles, was ich mir hier erarbeitet habe, habe ich mir selbst zu verdanken und sonst niemandem.“ Er erwähnte, dass ihm als Sportler die Türkei weit mehr Unterstützung biete und der Erhalt der türkischen Staatsbürgerschaft realistisch sei: „Wenn alles gut läuft, hole ich mir einen anderen Pass und repräsentiere die Türkei. Warum auch nicht? Die würden mich als Sportler unterstützen.“

Nach einer kurzen Pause in Düsseldorf wird er sein Trainingscamp für den ersten UFC-Kampf im Februar 2025 komplett in Miami absolvieren. Dies soll ihm die bestmöglichen Bedingungen bieten, um in der UFC durchzustarten. Islam Dulatov hatte sich mit einem spektakulären Sieg in der „Dana White’s Contender Series“ einen Vertrag in der renommierten UFC gesichert.

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Alina Dalaslan: Ein deutsches MMA-Talent mit türkischen Wurzeln

Auch Alina Dalaslan, ein aufstrebendes MMA-Talent in Deutschland, hat türkische Wurzeln. Am Samstag wurde in der Stuttgarter Schleyerhalle wieder im Käfig gekämpft. Ihren ersten Kampf hat Alina Dalaslan souverän gewonnen. Gegen Kamila Šimková aus Tschechien siegte sie in der dritten Runde durch technischen K.o. und zeigte dabei von Beginn an eine dominante Vorstellung.

Alina Dalaslan fällt auf, wenn sie die Matte betritt. In der zwölfköpfigen Trainingsgruppe ist sie die einzige, die sich zunächst einmal ihre langen, schwarzen Haare zu einem Dutt binden muss, bevor es losgehen kann. Bis auf sie und den Trainer tragen alle anderen Athleten Kurzhaarfrisur. Alina Dalaslan ist die einzige Frau in der Gruppe. "Das ist natürlich ein bisschen schade", findet sie. Aber es habe auch Vorteile. Ihre Gegnerinnen erscheinen ihr regelmäßig eher schwach. Schließlich sei sie es gewohnt mit Männern zu kämpfen.

Consultant Controlling steht in ihrem Berufsprofil. Ein Duales Studium im Rechnungswesen hat sie vor drei Jahren abgeschlossen, mittlerweile arbeitet sie für einen großen schwäbischen Automobilkonzern. "Klassische Buchhaltung", erklärt sie lächelnd im SWR-Interview. Auf den ersten Blick sieht man ihr das Hobby nicht an, das sie ab sofort professionell betreiben wird.

Die UFC ist die größte und wichtigste MMA-Organisation der Welt. "Sie hat wirklich die größte Chance, irgendwann in die UFC zu kommen und einen Titel zu holen", sagt Mert Özyildirim. Auch am Abend, beim Ringertraining, steht Dalaslan als einzige Frau auf der Matte. Wieder muss sie ausschließlich gegen Männer ran. "Es wäre schon schön, wenn es mehr Frauen in unserem Sport gäbe", gibt sie im Interview zu. Vor allem in Deutschland ist der MMA-Sport noch immer eher eine Männerangelegenheit. Mit Kamila Šimková bekam es Dalaslan mit der zweifachen tschechischen MMA-Meisterin zutun. Gleich beim Debüt also eine sehr erfahrene Gegnerin - die sie souverän besiegt. Alina Dalaslan ist bereit für den nächsten Schritt.

Weitere internationale MMA-Kämpfer

Auch andere Länder haben bemerkenswerte MMA-Kämpfer hervorgebracht. Hier sind einige Beispiele:

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  • Irland: Conor McGregor, Joseph Duffy, Kiefer Crosbie, Karl Moore, Paul Redmond
  • Finnland: Teemu Packalen, Makwan Amirkhani
  • Schottland: Paul Craig, Danny Henry, Stevie Ray
  • Spanien: Daniel Barez
  • Estland: Denis Smoldarev
  • Kasachstan: Kairat Akhmetov

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