Es gibt Menschen, die aufgrund ihrer Beeinträchtigungen in der Kommunikation Unterstützung brauchen. Um Teilhabe an der Gesellschaft und ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen, ist Kommunikation aber unabdingbar. Durch den Einsatz von Unterstützter Kommunikation können Menschen eine erhebliche Verbesserung ihrer Verständigung erreichen.
Unterstützte Kommunikation (UK) versteht man sowohl körpereigene Kommunikationsformen - etwa Gesten, Laute, Mimik - als auch Objekte, grafische Symbole oder technische Hilfen. Durch den Einsatz von UK kann die Verständigung im Alltag intensiviert und verbessert werden.
Ergänzt wird die BUK durch den Bereich „Assistive Technologien“ (AT) - spezielle Soft- und Hardware - etwa einfache Hilfsmittel wie z.B. eine angepasste Fernbedienung, aber auch komplexe Technologien wie z.B. Umfeldsteuerung. Sie haben das Ziel, Menschen mit Beeinträchtigungen Selbständigkeit und Autonomie beim Spielen, Lernen, Arbeiten, der Mobilität und bei der Selbstversorgung zu ermöglichen. Nur wenn die Assistenztechnologien den individuellen Bedürfnissen des Nutzers gerecht werden, ermöglichen sie Inklusion und Barrierefreiheit. Hier ist besonders das Team der Abteilung Technik gefordert, die in Zusammenarbeit mit den Betroffenen und ihren Bezugspersonen individuelle Lösungen finden. Dazu gehört die Information und Beratung zu technischen Hilfsmitteln (z.B. Sprachsteuerung, technische Schreibhilfen, Umfeldkontrollsysteme), die Planung, Adaption und das Anwendertraining von individuellen Hilfsmitteln.
Fast 400 Menschen mit Beeinträchtigungen haben im Bodelschwingh Zentrum ihr Zuhause. Neben den Wohneinrichtungen am Waldrand und in der Stadt Meisenheim gibt es eine Schule, eine Turnhalle, eine Kirche, ein Schwimmbad und einen Sportplatz. Angeschlossen sind auch eine Tagesförderstätte und zwei Werkstätten, die auch von Menschen besucht werden, die außerhalb des Zentrums leben.
In der Tagesförderstätte werden die Menschen, die in ihren Ausdrucks-, Verständnis- und Leistungsfähigkeiten eingeschränkt sind, gemäß ihren Stärken und Fähigkeiten gefördert. Menschen mit Behinderungen erhalten also Unterstützung zur Minimierung von Barrieren, um sich im Alltag besser zurecht zu finden. Dazu gehört "leichte Sprache" ebenso wie „Unterstützte Kommunikation“ mit Hilfe von Bildkarten und verschiedensten technischen Hilfsmitteln.
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Natur bietet nicht nur eine gute Möglichkeit, zur Ruhe zu kommen. Wir wollen Natur erfahrbar, erlebbar machen - auch mit verschiedenen Materialien. Erde, Wasser, Luft, Düfte werden sensomotorisch erkundet und dabei konkretes Wissen über Kleinsttiere, Insekten und Pflanzen vermittelt. Das führt dazu, dass wir eine nachvollziehbare Beteiligung an Produktherstellung wie Töpferarbeiten oder Honig erschließen.
Beim Waldspaziergang werden Eicheln, Kastanien und Tannenzapfen gesammelt, die bei schlechtem Wetter als Bastelmaterialien dienen. Es wird erzählt, was einem auf dem Herzen liegt und es werden Ideen entwickelt - wie etwa einen Laubhaufen anzulegen, der Igeln und anderen Tieren einen warmen Unterschlupf bietet. Es wird aber auch ausgetestet, wie es sich auf einem Moosteppich im Wald geht und dabei erstaunliche Entdeckungen gemacht. Ein junger Mann, der normalerweise auf der Teerstraße im Zentrum nur untergehakt gehen kann, läuft hier ohne Hilfestellung.
Die Waldgruppe ist Teil des Freizeitangebotes für die Bewohnerinnen und Bewohner. Neben der Wissensvermittlung über das, was auf Wald und Wiese kreucht und fleucht, steht der Spaß, die Bewegung und das gemeinsame Naturerlebnis im Mittelpunkt. Nadine Ackva-Hahn und ihre Mitstreiterinnen aus dem Freizeitbereich freuen sich mit ihrer Waldgruppe über die großen und kleinen Erlebnisse und Erfolge.
Tanzen bringt Menschen in Bewegung, fördert das Miteinander sowie die Mobilität, verbessert körperliches und psychisches Wohlbefinden, stärkt das Selbstbewusstsein und macht vor allem Spaß. Genau das ist das Ziel: Gemeinsam Spaß haben und darin unterscheidet sich das Meisenheimer Rockcafé in nichts von dem Original-Hard Rock Café in London oder New York.
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