Ich bin Andreas Schuster und leite gemeinsam mit meinem Sohn Nico die TRUST Martial Arts Schule für Kampfkunst und Selbstverteidigung in Backnang. Was uns dabei besonders wichtig ist: Wir vermitteln weit mehr als nur Techniken zur Selbstverteidigung. In unserem Unterricht geht es ebenso um persönliche Entwicklung, mentale Stärke und Werte wie Respekt, Disziplin und Durchhaltevermögen.
Ob im TRUST Tiger Programm für die Jüngsten oder im TRUST Kids Kurs - bei uns erleben Kinder, wie sie durch Bewegung, Wiederholung und kleine Fortschritte über sich hinauswachsen. Sie lernen, sich Ziele zu setzen, dranzubleiben und Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen. Unsere Schule zählt zu den besten Deutschlands im Bereich Poomsae.
Die Geschichte des Taekwondo
Wenn man es genau nimmt, ist Taekwondo eine relativ junge Sportart. In der heute betriebenen Art wurde diese Kampfkunst nämlich erst vor etwas mehr als 40 Jahren "entwickelt". Die Ursprünge des Taekwondo liegen aber dennoch in der historischen Frühgeschichte Koreas, das sich vor ca. 2000 Jahren aus den Königreich Koguryo, Paekche und Silla zusammensetzte.
Überlieferungen zufolge übten sich die Soldaten der damaligen Zeit in der waffenlosen Kampfkunst, dem sogenannten Subak. Im Wesentlichen handelt es beim Subak um eine spielerische Art des unbewaffneten Kampfes, das auch in der einfachen Bevölkerung regen Zuspruch fand. Das Hauptaugenmerk wurde hierbei jedoch nicht so sehr auf die Kampftechnik gelegt, sondern diente vielmehr dem gesundheitlichem Aspekt, der Körperertüchtigung und natürlich auch der Selbstverteidigung.
Im Gegensatz zum damals auch in Europa betriebenem Zweikampf war aber beim Subak nicht nur der Einsatz der Fäuste erlaubt, sondern auch alle anderen Körperpartien, wie beispielweise das Knie. Im Laufe der Zeit entwickelten sich immer akrobatischere Techniken, die mit den Füßen, Ellbogen und Händen ausgeführt wurden.
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Im Jahre 630 n. Chr. wurde im Königreich Silla die Organisation Hwa Rang gegründet, der sowohl der Adel als auch hochrangigen Personen angehörten. Um die drei Königreiche zu vereinen, brauchte man eine schlagkräftige Truppe. Aus diesem Grunde widmeten sich die Ritter aus Silla dem Studium der Kampfkünste, um sowohl ihren Körper als auch ihren Geist zu trainieren. Dem Samguk-Yusa zufolge, einem koreanischen Geschichtsdokument, soll es sich bei diesen Kampfkünsten um die Grundform des heutigen Taekwondo gehandelt haben.
Im Jahre 668 n. Chr. gelang die Vereinigung der drei Königreiche unter der Führung der Hwa Rang und unter Hilfe von befreundeten chinesischen Truppen. Aus allen bekannten und von Generation zu Generation überlieferten Techniken entwickelte sich bis gegen Ende des 17. Jahrhunderts das Takyon, dem Vorläufer des heutigen modernen Taekwondo, bei dem das Hauptaugenmerk auf die Fußkampftechniken gelegt wurde. Auch von diesem Kampfstil entwickelten sich im Laufe der Zeit neue Stilrichtungen.
Von 1909 bis 1945, also während der japanischen Besatzungszeit, wurde die Ausübung aller koreanischen Kampfkünste verboten. Bereits ein Jahr nach der Befreiung gab es die ersten Versammlungen der größten Kampfsportschulen, bei denen versucht wurde, alle Kampfstile zu vereinen. Im April 1955 einigten sich die führenden Kampfsportexperten auf den Namen Taekwondo.
Die ersten Leiter der Organisation erkannten die Möglichkeiten für die Verbreitung und das Wachstum dieser Sportart und benutzten ihre Autorität, um Lehrer und Demonstrationsgruppen in die ganze Welt zu schicken. Unter den bekanntesten Großmeistern die Taekwondo in Europa speziell in Deutschland bekannt gemacht haben, waren Großmeister KWON JAE HWA und General CHOI HONG HI.
Auch mit den in Deutschland stationierten Amerikanern wurde der Taekwondo - Sport nach Deutschland importiert und fand schnell eine relativ kleine Anhängerschaft, die ihre neue Sportart fanatisch betrieb und mit einem, missionarischem Eifer die Werbetrommel rührte.
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Im Herbst 1965 besuchte eine koreanische Taekwondo - Delegation verschiedene deutsche Städte, und führte unter den ungläubigen Augen der deutschen Medien die neue Sportart vor. Die meisten Journalisten waren offensichtlich von den blitzschnellen und zugleich präzise ausgeführten Bewegungen fasziniert, allerdings konnten sie sich keinen Reim darauf machen, weshalb ziemlich schmächtige Koreaner markerschütternde Schreie ausstießen, um danach dicke Bretter mit den Händen und Füßen durchzuschlagen.
Entsprechend zynisch fielen die meisten Kommentare aus. Im September 1968 wurde Taekwondo beim Deutschen Judo Bund (DJB) als eine Sektion aufgenommen, bereits zwei Monate später fand in München die erste offizielle Deutsche Taekwondo - Meisterschaft statt, an der damals übrigens nur Männer teilnehmen durften. Erst ab 1975 gab es für die Frauen die Möglichkeit, bei Deutschen Meisterschaften an den Start zu gehen.
Im Mai 1973 wurde in der Sportarena des Kukkiwon, dem Taekwondo - Zentrum der World Taekwondo Federation (WTF), die erste offizielle Weltmeisterschaft der Herren ausgetragen, seit dieser Zeit werden diese im zweijährigem Rhythmus wiederholt. Seit 1979 gehen auch Frauen bei Weltmeisterschaften an den Start.
Als Sektion des Deutschen Judo Bundes führte Taekwondo einige Jahre ein Schattendasein. Dieses änderte sich erst 1971, als Heinz Marx den deutschen Verband mit damals 525 Mitgliedern übernahm und beharrlich für den Aufbau sorgte.
Die Entwicklung der TRUST Martial Arts Schule
Ein großes Dankeschön gilt allen Eltern, Kindern und Unterstützern, die diesen Weg mit uns gegangen sind. Im Januar 2001 gründete ich die Taekwondo-Abteilung des örtlichen Sportvereins in Rudersberg. Von Anfang an erfreute sich die Abteilung großer Beliebtheit, und die Nachfrage war enorm. Die Mitgliederzahlen wuchsen kontinuierlich, und mit ihnen auch unsere sportlichen Erfolge.
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Neben dem Training organisierten wir zahlreiche hochkarätige Lehrgänge, bei denen Bundestrainer, Weltmeister und Olympiasieger ihr Wissen und Können mit uns teilten. Teilnehmer aus verschiedenen europäischen Nachbarländern bereicherten diese Veranstaltungen zusätzlich. Unsere Arbeit blieb nicht unbemerkt: Mehrere Fernsehauftritte machten unsere Abteilung einem noch breiteren Publikum bekannt und unterstrichen unseren Ruf als erfolgreiche und engagierte Taekwondo-Gemeinschaft.
Im Juni 2007 entschieden wir uns, neue Wege zu gehen und uns vom örtlichen Sportverein zu lösen, um unsere Visionen gezielt umzusetzen. Mit der Gründung unserer eigenen Schule in Michelau eröffneten sich völlig neue Möglichkeiten für unsere Weiterentwicklung. Diese Unabhängigkeit erlaubte es uns, unsere Ideen schneller und effektiver zu realisieren. Gleichzeitig erreichten wir auf Turnieren ein noch höheres Niveau und konnten unsere Erfolge weiter steigern.
Aufgrund des stetigen Mitgliederzuwachses wurde unsere Räumlichkeit zu klein, und wir zogen am 1. Oktober 2013 nach Rudersberg um. Dort konnten wir auf großzügigen 380 m² neue Trainingsmöglichkeiten schaffen, die den Bedürfnissen unserer wachsenden Gemeinschaft gerecht werden.
Im März 2014 eröffneten wir eine kleine Niederlassung in Sulzbach an der Murr, die in einem Fitnessstudio unter der Leitung von Nico Schuster betrieben wird. Der große Zuspruch aus der Region spiegelt sich in den kontinuierlich wachsenden Mitgliederzahlen wider und bestätigt den Erfolg unseres Konzepts.
Im Januar 2016 zogen wir mit der Niederlassung in Sulzbach an der Murr in eigene, größere Räumlichkeiten um, die über 300 m² Trainingsfläche boten. Dadurch konnten wir unseren Schülern aus der Region Sulzbach/Murr noch mehr Service und erweiterte Trainingsmöglichkeiten bieten. Nach vielen erfolgreichen Jahren wurde die Niederlassung jedoch zum 31. Dezember 2020 geschlossen.
Aufgrund der großen Nachfrage entschieden wir uns, auch in Backnang eine Niederlassung zu eröffnen, um noch mehr Interessierten die Möglichkeit zu bieten, von unserem Training und unseren Angeboten zu profitieren.
Nach vielen intensiven, lehrreichen und bewegenden Jahren schließen wir unsere Kampfsportschule in Rudersberg zum 30.09.2025. Diese Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen - zu viele schöne Erinnerungen, großartige Begegnungen und persönliche Erfolge verbinden uns mit diesem Ort. Wir danken allen Schülern, Eltern, Unterstützern und Wegbegleitern von Herzen für das Vertrauen, die gemeinsamen Jahre und die vielen besonderen Momente auf und neben der Matte.
Das Taekwondo-Training
Wenn ich an meine ersten Schritte im Taekwondo zurückdenke, ist das inzwischen über 45 Jahre her. Als Weißgurt wirkte der blaue Gürtel auf mich wie ein unerreichbares Ziel. Einfach von Prüfung zu Prüfung zu hetzen - das kam für mich nie infrage. Stattdessen habe ich mir bewusst Zeit gelassen. Jedes Jahr nur eine Prüfung. Diese Herangehensweise hat mir gezeigt: Taekwondo ist mehr als Technik.
Taekwondo ist weit mehr als nur eine Sportart - es ist eine faszinierende Mischung aus Bewegung, Disziplin und innerem Wachstum. Wie bei vielen traditionellen Kampfkünsten zeigt die Farbe des Gürtels, wie weit ein Schüler auf seinem Weg bereits gekommen ist. Viele beginnen Taekwondo aus dem Wunsch heraus, sich selbst verteidigen zu können - und entdecken dabei schnell die positive Wirkung auf Körper und Geist.
Der Weg beginnt mit dem weißen Gürtel, dem sogenannten 10. Kup. Taekwondo bedeutet: sich weiterentwickeln - körperlich, mental und emotional. Ab diesem Punkt startet die Zählweise erneut, beginnend mit dem 1. Dan, gefolgt vom 2. In Deutschland gilt der 7. Dan als höchste erreichbare Auszeichnung - der Titel des Großmeisters. Nur sehr wenige Taekwondo-Meister schaffen es, diesen seltenen Rang zu erlangen.
Der Einstieg in eine Taekwondo-Prüfung ist bewusst niedrigschwellig gehalten. Zu Beginn werden einfache Grundstellungen, Tritte und Handtechniken trainiert - alles, was später geprüft wird, wurde im Training Schritt für Schritt vorbereitet. Partnerübungen zielen darauf ab, Techniken sicher und präzise im Zusammenspiel mit anderen auszuführen.
Mit jeder höheren Gürtelstufe steigen die Anforderungen. Trainiert werden dabei nicht nur Technik und Reaktion, sondern auch Zielgenauigkeit, Timing und Körperspannung. Poomsae ist eine choreografierte Form des Kampfes - eine feste Abfolge von Techniken, die gegen einen gedachten Gegner ausgeführt werden. Je höher die Gürtelstufe, desto komplexer die Abläufe. Poomsae trainiert Körperkontrolle, Konzentration und Ausdruck. Schon Anfänger erleben Poomsae als strukturierte und sinnstiftende Übung.
Taekwondo ist für alle da. Während der Freikampf oft junge, dynamische Sportlerinnen und Sportler anspricht, bietet Poomsae einen idealen Zugang für alle Altersgruppen - unabhängig von körperlicher Verfassung. Alter, Geschlecht, Körperbau und Trainingsstand werden bei jeder Prüfung berücksichtigt. Dadurch wird Überforderung vermieden - vor allem bei jüngeren Schülern. Wer sein Potenzial zeigt, wird gesehen.
Der Sprung vom Schüler zum Meister markiert einen Wendepunkt im Leben vieler Taekwondoin. Es ist nicht einfach nur eine Prüfung - es ist ein persönlicher Meilenstein. Der Weg dorthin ist anspruchsvoll, körperlich fordernd und mental fordernder. Kein Wunder also, dass viele diesen Schritt nicht beim ersten Versuch schaffen.
Schülerprüfung vs. Dan-Prüfung
In Schülerprüfungen wird noch mit Wohlwollen bewertet. Kleinere Fehler in einem Bereich dürfen durch gute Leistungen in anderen ausgeglichen werden. Bei einer Dan-Prüfung hingegen muss in jedem Teilbereich ein klar definiertes Mindestniveau erreicht werden. Es gibt keinen Ausgleich - wer in einer Disziplin wie Selbstverteidigung oder Partnerübung glänzt, aber in einer anderen nicht überzeugt, besteht die Prüfung nicht.
Unter den Dan-Prüfungen gilt die zum 3. Dan als die forderndste. Sie ist keine reine Technikprüfung mehr, sondern verlangt angewandte Selbstverteidigung unter realistischen Bedingungen - gegen bewaffnete Angreifer, unter Druck, ohne Ausflüchte. Diese Prüfung steht für den Übergang von der technischen zur reflektierten Meisterschaft. Wer den 3. Ab dem 4. Dan verschiebt sich der Schwerpunkt: Jetzt geht es nicht mehr nur ums eigene Können, sondern darum, Wissen weiterzugeben. Höhere Meistergrade wie der 5., 6. oder 7. Dan setzen pädagogisches Verständnis, Führungsqualität und langjährige Erfahrung voraus.
„Ich trage heute den 6. Dan. Über 37 Jahre Taekwondo liegen hinter mir - und doch verspüre ich beim Betreten des Dojangs immer noch die gleiche Begeisterung wie am ersten Tag. Jeder Schüler bringt mir etwas bei.“
Die Prüfungen im Taekwondo sind so konzipiert, dass sie einen sanften Einstieg ermöglichen. Partnerübungen fördern nicht nur die technische Präzision, sondern auch Achtsamkeit, Kommunikation und Selbstkontrolle. Je höher der Gürtel, desto komplexer die Übungen. Die Poomsae ist eine festgelegte Abfolge von Techniken, die gegen einen imaginären Gegner ausgeführt wird. Oft tragen diese Formen symbolische Botschaften.
Kraft allein genügt nicht - innere Haltung, Ausdauer und Disziplin führen zum Ziel. Taekwondo-Prüfungen berücksichtigen Alter, körperliche Voraussetzungen und individuelle Stärken. Niemand wird mit anderen verglichen - jede Leistung wird am eigenen Fortschritt gemessen. Taekwondo vermittelt mehr als Technik. Es stärkt Selbstvertrauen, soziale Kompetenzen und respektvolles Miteinander.
Die Programme der TRUST Martial Arts Schule
- TRUST Tiger (3,5 - 7 Jahre): Die ideale Vorbereitung auf Kindergarten & Schule. Charakterschulung, Bewegungsschule, Selbstverteidigung und Motivation! Speziell auf das Alter der Kinder abgestimmte Kurse, bereiten Ihr Kind optimal auf knifflige Situationen und Gefahren im Alltag vor.
- TRUST Kids (8 - 12 Jahre): Mehr Sicherheit für Ihr Kind & bessere Noten in der Schule! Taekwondo in Kombination von NEIN sagen lernen, Selbstverteidigung, Verbesserung der Konzentration, Steigerung der Aufmerksamkeit und Selbstsicherheit sowie neue Freundschaften knüpfen.
- Taekwondo Jugendliche ab 13 Jahre: Taekwondo als idealer Ausgleich zu Schule, Uni & Arbeit! Taekwondo steigert Ausdauer, Schnelligkeit, Konzentration, körperliche Fitness, Flexibilität, Koordination, Disziplin, Achtung und Respekt.
Die Qualifikationen von Andreas Schuster
- 6. Dan WTF-Taekwondo
- 1. Dan Hap Ki Do
- 1. Dan Hanbo Jitsu
Ein großes Dankeschön gilt allen Eltern, Kindern und Unterstützern, die diesen Weg mit uns gegangen sind.
Werde Teil unseres Teams!
Wir sind eine hauptberufliche Kampfkunst Schule mit voll ausgebildeten Lehrern und Trainern in der Stuttgarter Region. Über 500 Schüler schenken uns bereits an unseren drei Standorten in Backnang und Rudersberg ihr Vertrauen. Unser einzigartiges Kampfkunst-Konzept wird von vielen Pädagogen, Erziehern und Ärzte empfohlen.
Kontakt
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