Taekwondo in Pforzheim: Kum-Sik Kwak und die Kunst des koreanischen Kampfsports

Für Taekwondo-Kenner ist es kein Geheimnis: Der koreanische Kampfsport steht für Fuß (Tae), Faust (Kwon) und Weg (Do), wobei mit der letzten Silbe der Weg des Geistes gemeint ist. Taekwondo hat eine Jahrhunderte alte Tradition, es ist aber kein direkter Einfluss auf die Entstehung und anfängliche Entwicklung dessen, was seit 1955 offiziell Taekwondo ist, festzustellen.

Die Philosophie des Taekwondo

"Höflichkeit, Bescheidenheit, Beharrlichkeit, Selbstkontrolle, niemals aufgeben", zählt Kwak die zu erlernenden Tugenden beim Taekwondo auf. Wichtig seien "Schlagkontrolle", der "Einsatz von Armen und Beinen", die "körperliche Beherrschung" sowie "Disziplin", "Ordnung" und der "Respekt gegenüber dem Gegner", beschreibt Kum-Sik Kwak die Essenz seines Sports, der seit 2002 olympisch ist.

Ursprünglich war Taekwondo kein Wettkampf, sondern "Mudo-Sport" - ein "Erziehungssport". "Beim Taekwondo wird alles trainiert, vom Kopf bis zum Zeh." Die Kombination aus traditioneller Trainingsroutine und moderner Trainingsmethodik bildet ein variables Trainingsniveau. Der nachhaltige Erwerb von Fertigkeiten gelingt nicht nur durch eine hohe Trainingsintensität. Ein langfristiger Mehrwert entsteht erst in der Quantität kontinuierlicher Trainingseinheiten.

Ein Taekwondo Sportler durchläuft während seiner Ausbildung ein Entwicklungsmodell verschiedener Leistungsgrade. Mit jedem höheren Grad steigt auch der Rang in der Hierarchie. Diese Grade sind in Schüler- und Meistergrade unterteilt. Jeder Grad wird durch eine andere Gürtelfarbe repräsentiert. Ein Anfänger beginnt beim weißen Gurt.

Kum-Sik Kwak: Ein Leben für den Kampfsport

Seine Bescheidenheit verbietet es ihm, sich über eigene Stärken zu äußern, Geduld würde ansonsten dazugehören. Der Südkoreaner ist - beinahe schon klischeehaft für einen asiatischen Kampfsporttrainer - "die Ruhe selbst", während er seine Vita erzählt: Er ist am 25. Juli 1947 in Daegu geboren. Sein Abitur schließt er 1967 ab. Kurzzeitig denkt er über ein Medizinstudium nach, aber die Liebe zum Sport ist zu groß.

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Er geht für fast drei Jahre in die koreanische Armee, ist dort als Nahkampfausbilder tätig und im Vietnamkrieg als Ausbilder amerikanischer Elitetruppen. 1971 kommt er nach Dinslaken und arbeitet in Düsseldorf als Taekwondo-Trainer beim Sportclub Budokan. Parallel dazu gründet er 1976 in der Wielandtstraße seine Taekwondo-Schule in der Fächerstadt, 1985 zieht er mit seinem "Sport- und Freizeitzentrum" in die Tullastraße um. 2002 legt er erfolgreich die neunte und höchste Dan-Prüfung ab.

Die Prüfung zum 9. Dan kann nur in Seoul beim Taekwondo-Weltverband "Kukkiwon" und vor dessen Prüfungskommission, bestehend aus drei koreanischen Großmeistern, abgelegt werden. Das Reglement schreibt vor, dass man die Auszeichnung nicht vor einer achtjährigen Wartezeit seit Graduierung zum 8. Dan und nicht vor dem Alter von 54 Jahren ablegen kann.

Taekwondo in Karlsruhe

Umgeben von Pokalen in Vitrinen, Bildern von Athleten an der Wand und allerlei Taekwondo-Utensilien erzählt Kum-Sik Kwak von seiner Freude, mit Menschen sportlich zusammenzuarbeiten. Natürlich hätten Asiaten aufgrund ihrer Körperveranlagung Vorteile, da sie nicht so groß und damit beweglicher seien, aber unter seinen mehreren Hundert Mitgliedern seien einige sehr begabte Karlsruher darunter, die in den Genuss eines speziellen Ausbildungsplans gelangen.

In seiner Jugend hat Kum-Sik Kwak noch geboxt. Konditionstraining mit dem Sandsack stellte kein Problem für ihn dar; ein Schlagabtausch im Boxring mit dem besten Freund dagegen schon. "Da entsteht innerer Ärger", formuliert er sein Missfallen am Boxsport.

Die Sportschule Kwak bietet die seltene Möglichkeit Taekwondo auf einem Barfussparkett in einem traditionellem DOJANG zu erlernen. TAEKWONDO TRAINING SEIT 1976 IN KARLSRUHE. Mit viel Erfahrung machen wir es unseren Schülern möglich, Kampfsport schnell und einfach zu erlernen.

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Taekwondo Training erfordert keinerlei Ausdauer, körperliche Fitness oder Vorkenntnisse im Kampfsport - der Wille allein zählt und wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Bei uns kann jeder Taekwondo erlernen, einfach kommen und mitmachen! Bei weiteren Fragen anrufen: 0721 615272

Taekwondo: Training für Körper und Geist

Taekwondo ist eine koreanische Art der waffenlosen Selbstverteidigung und eine effektive Zweikampfsportart. Regelmäßiges Taekwondo Training steigert die Leistungsfähigkeit des Körpers. Funktionelle Dehnübungen fördern die Bewegungsfähigkeit und steigern die Flexibilität des Körpers. Das Training fördert die Muskelkraft, erhöht den Ermüdungswiderstand und aktiviert weitere konditionelle Grundeigenschaften. Durch eine reflexhafte Beanspruchung des aktiven Bewegungsapparates verbessern sich Reaktion, Geschwindigkeit und dadurch die Aktion.

Taekwondo ist eine dynamische Kampfsportart mit einem großen Repertoire an Techniken, insbesondere für Arme und Beine. Durch das Erlernen dieser Techniken werden Koordination und Motorik geschult. Eine überdurchschnittliche Körperkontrolle verbessert die Wahrnehmung des Körpers. Taekwondo ist eine waffenlose Form der Selbstverteidigung, die ihren Ursprung in Korea hat und sich von anderen Kampfsportarten durch Vielfalt an Beintechniken und der daraus entstehenden Dynamik unterscheidet. Die konstante Weiterentwicklung durch sportwissenschaftliche Erkenntnisse macht Taekwondo zu einem innovativen Kampfsport. Das Taekwondo Training passt mit modernen Übungsmethoden unter Berücksichtigung traditioneller Werte zum Zeitgeist.

Von mehr als 60 Millionen Menschen in 179 Ländern wird Taekwondo ausgeübt. Die ersten beiden Begriffe TAE KWON stehen für die physischen Eigenschaften und Techniken des Sports: Fußstellungen, Sprünge und Tritte mit den Beinen sowie Angriffs- und Verteidigungstechniken mit den Armen und Fäusten. Der Begriff DO steht für die geistige Entwicklung eines Taekwondo Sportlers.

Der erfolgreiche Erwerb von Kampfsportfähigkeiten für Körper und Geist setzt daher eine der wichtigsten mentalen Grundeinstellungen voraus - Beharrlichkeit. Eine Säule jeder Budo Kampfsportart, welche im Allgemeinen auch als „Der Weg“ bezeichnet wird.

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Ablauf des Taekwondo-Trainings

Das Training von 60 Minuten findet in der Gruppe statt, beginnt mit Aufwärm- und Dehnübungen, gefolgt von Techniktraining und Grundschule. Grundübungen werden durch Lehrgrundsätze vermittelt, so dass keine Überforderung eintritt. Methodische aufgebaute Übungsreihen machen Techniken unkompliziert erlernbar und sorgen für frühe Trainingserfolge. Sportlichkeit, Ausdauer oder (Vor-) Kenntnisse sind nicht erforderlich, schließlich soll dies durch Training erlangt werden.