Andreas Lindemann: Eine Kickbox-Biografie

In der Welt des Kickboxens gibt es viele herausragende Persönlichkeiten, die durch ihre Hingabe und ihren Einsatz den Sport geprägt haben. Einer von ihnen ist Andreas Lindemann.

Die Anfänge und Erfolge von Andreas Lindemann

Andreas begann 1974 im Alter von 14 Jahren mit dem Kampfsport. Der leidenschaftliche Sportler, der für den Kampfsport lebte wie kaum ein anderer, trainierte schon in jungen Jahren mit sehr viel Disziplin, Ausdauer und Fleiß. Einen seiner größten Erfolge feierte er mit 19 Jahren auf der WM in Tampa/Florida. Er wurde Einzel- und Mannschaftsweltmeister im Semikontakt Kickboxen. Mit dem damaligen German Power Team, in dem sich die besten Kämpfer Deutschland befanden, sammelte Andreas immer mehr internationale Erfahrung. Doch das Allroundtalent konnte sich auch im Voll- und Leichtkontakt und bei den Formen mehrere deutsche Meistertitel erkämpfen.

Aufgrund seiner herausragenden sportlichen Leistungen wurde er 1995 Bundestrainer im Semikontakt Kickboxen. 1990 eröffnete er sein Fitnessstudio in Bad Nauheim. Dazu absolvierte Andreas 1995 sein Diplom Fitnesstrainer und Aerobic A-Trainerschein. Seit 1997 ist er zusätzlich Ausbilder bei Lead international for Fitness and Health. Andreas hat dem Sport viel gegeben und war immer ein Vorbild für die jungen Sportler.

Die Hall of Fame des Kickboxens

In der „Hall of Fame“ werden all diejenigen Sportler und Funktionäre aufgenommen, die durch ihre Taten und Leistungen den Kickboxsport nach vorne gebracht haben. Ohne diese Persönlichkeiten würde es den Sport Kickboxen in dieser Form nicht geben.

Georg F. Brückner: Der Gründer des Kickboxens

An erster Stelle dieser Hall of Fame steht natürlich der Gründer der Sportart Kickboxen, Georg F. Brückner. Er ist der „Vater des Kickboxsports“, und ihm ist es zu verdanken, dass der Sport in der heutigen Form betrieben werden kann. Er organisierte die ersten Veranstaltungen und bald fanden sich viele Anhänger dieser neuen Sportart.

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Brückner reiste durch ganz Europa und gab Lehrgänge und Seminare, um das Kickboxen zu etablieren. Er war der Gründer der WAKO und veranstaltete auch die ersten Welt- und Europameisterschaften in Deutschland. Weiterhin entwickelte er bereits zu den Anfangszeiten des Kickboxens eine Schutzausrüstung, die noch heute den höchsten Sicherheits- und Qualitätsstandards entsprechen. Man kann ohne Übertreibung sagen, dass Georg F. Brückner es sich zur Lebensaufgabe gemacht hatte, Kickboxen zu verbreiten, was ihm auch gelungen ist. Nach langer, schwerer Krankheit starb er am 30.

Weitere bedeutende Persönlichkeiten

  • Dr. Dr. Ludger Dietze: Ein Mann der ersten Stunde, der 1983 Weltmeister im Semikontakt wurde und später als Bundestrainer und Vizepräsident der WAKO tätig war.
  • Ferdinand Mack: Viermaliger Europameister und viermaliger Weltmeister der Amateure, der von 1987 bis 2011 Bundestrainer im Vollkontakt-Kickboxen war.
  • Peter Zaar: Bundestrainer im Leichtkontakt Kickboxen seit 1990, der mit unzähligen Erfolgen auf nationaler- und internationaler Ebene weltweit zu den erfolgreichsten Trainern zählt.
  • Peter Harbrecht: Erzielte seine Erfolge durch einen kompromisslosen und technisch Brillanten Kampfstil, der gepaart war mit einer ungeheuren Schlagkraft in Fäusten und Füßen.
  • Peter Kruckenhauser: Konnte als einer der ersten in Österreich auch Erfolge in der neuen Disziplin, Leichtkontakt-Kickboxen verbuchen.
  • Birgid Sasse: Deutschlands erfolgreichste Leichtkontakt Kickboxerin und Taekwondo Kämpferin aller Zeiten.
  • Gustav Baaden: Gehörte zu den ersten Weltkampfrichtern im Kickboxen mit erstem Einsatz 1979 bei der zweiten WM in Florida/USA.
  • Rüdiger Hermann: War jahrelang Mitglied der Nationalmannschaft im Leichtkontakt-Kickboxen.
  • Michael Kuhr: Seine erste wirkliche Bewährungsprobe stand dann mit nur 16 Jahren bevor: die Deutsche Meisterschaft im Full-Contact Kick-Boxen.
  • Peter Blankenburg: War nicht nur Mitgründer sondern auch langjähriger Geschäftsführer der WAKO Germany sowie Präsident der WAKO Berlin.
  • Klemens Willner: Eiserner Wille, Disziplin und vor allem seine mentale Stärke machten Klemens Willner so erfolgreich.

Die Wichtigkeit des Engagements

Diese Persönlichkeiten haben nicht nur durch ihre sportlichen Leistungen, sondern auch durch ihr Engagement als Trainer, Funktionäre und Organisatoren den Kickboxsport maßgeblich geprägt. Sie haben ihr Wissen und ihre Erfahrung an die nächste Generation weitergegeben und somit den Fortbestand und die Weiterentwicklung des Sports gesichert.

Die WAKO: Ein wichtiger Verband

Die WAKO (World Association of Kickboxing Organizations) spielt eine zentrale Rolle in der Organisation und Förderung des Kickboxsports weltweit. Sie veranstaltet Welt- und Europameisterschaften, entwickelt Regeln und Standards und sorgt für eine einheitliche Ausbildung von Trainern und Kampfrichtern.

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